In der
Schule Jesu
Was
feiern wir
an Ostern?
An Ostern feiern wir
den Tod und die
Auferstehung Jesu
Warum
ist Jesus am
Kreuz
gestorben?
Jesus ist am Kreuz gestorben,
o nicht weil Judas ihn verraten hat.
o nicht weil Petrus ihn dreimal
verleugnet hat.
o nicht weil Pontius Pilatus ihn zum
Tode verurteilt hat.
o nicht weil die Soldaten ihn ans Kreuz
genagelt haben.
Jesus ist am Kreuz gestorben...
o weil dies die höchstmögliche
geschöpflich-menschliche
Form war zu zeigen,
was das Wesen Gottes ist,
nämlich die Liebe.
o
weil das Wesen der Liebe
die Hingabe ist.
Jesus zeigt sich
als der Auferstandene,
z.B. Maria Magdalena
(Joh 20,11-18)
Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte
sie sich in die Grabkammer hinein.
Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf,
den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten.
Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat
meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.
Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber
nicht, dass es Jesus war.
Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der
Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin
du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen.
Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf Hebräisch zu
ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister.
Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater
hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu
meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.
Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den
Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.
(Johannes 20, 11 – 18)
Warum erkennt Maria Magdalena
Jesus nicht?
o weil Jesus einen "neuen Leib" hatte.
o
weil dieser "neue Leib" nicht mehr
den normalen physikalischen
Gesetzen unterliegt.
Wann erkennt sie Jesus?
o als Jesus sie
bei ihrem Namen
nennt.
Maria Magdalena
will Jesus berühren.
Warum lässt Jesus
das nicht zu?
... Sie will ihn anrühren, ihn
festhalten, aber der Herr sagt zu ihr:
"Halte mich nicht fest;
denn ich bin noch nicht
zum Vater hinaufgegangen„
(Joh 20,17).
Das wundert uns. Wir möchten sagen:
Jetzt, wo er vor ihr steht, kann sie ihn
anrühren, ihn festhalten.
Wenn er zum Vater aufgestiegen sein
wird, ist es nicht mehr möglich.
Die alte Weise menschlichen Miteinanders
und Begegnens ist vorbei.
Nun kann man Jesus nur noch
berühren "beim Vater".
Man kann ihn nur berühren, indem man
aufsteigt. Vom Vater her, in der
Gemeinschaft mit dem Vater,
ist er uns auf neue Weise zugänglich und
nahe.
Diese neue Zugänglichkeit setzt auch eine
Neuheit unsererseits voraus: Durch die Taufe
ist unser Leben schon mit Christus in Gott
verborgen; wir sind in unserer eigentlichen
Existenz schon "oben", bei ihm, zur Rechten
des Vaters (vgl. Kol 3,1ff). Wenn wir in die
Eigentlichkeit unserer christlichen Existenz
vordringen, dann rühren wir an den
Auferstandenen: Dort sind wir ganz wir selbst.
(vgl. Benedikt XVI. Jesus von Nazaret, Band 2, 310f)
Was heißt das?
o durch meine Taufe bin ich
eine "neue Schöpfung" (2 Kor 5,17).
o durch meine Taufe habe ich
"Anteil an der göttlichen Natur" (2Petr 1,4).
o durch meine Taufe bin ich in das
göttliche Leben mit hineingenommen.
o durch meine Taufe bin ich
in ständiger Berührung mit Jesus.
Wie kann ich
diese "Berührung mit Jesus"
einüben?
o in dem wir, wie die Apostel damals,
"in die Schule Jesu
gehen".
Was heißt das:
In die Schule Jesu gehen?
o nach seiner Auferstehung ist Jesus
seinen Aposteln vierzig Tage hindurch
immer wieder erschienen.
o dabei haben sie ihn in seinem
verklärten Leib sehen dürfen, er hat
mit ihnen gesprochen und Mahl gehalten.
o auch wir dürfen Jesus "sehen", mit ihm
"sprechen" und mit ihm "Mahl halten".
Wo geschieht das:
In die Schule Jesu gehen?
o Der Christus beim Vater ist nicht fern
von uns, höchstens sind wir fern von ihm;
aber der Weg zueinander steht offen.
Worum es hier geht
ist nicht der Weg einer Raumfahrt
kosmisch-geographischer Art,
sondern die "Raumfahrt" des Herzens,
von der Dimension der Selbstverschließung
zu der neuen Dimension der weltumspannenden göttlichen Liebe.
(vgl. Benedikt XVI. Jesus von Nazaret, Band 2, 311f)

In der Schule Jesu, PowerPoint-Präsentation