Hamburg
Punkt:
 Die Freie und Hansestadt Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
 Hamburg ist mit über 1,7 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands.
 Achtgrößte der Europäischen Union sowie größte Stadt, die nicht Hauptstadt eines ihrer
Mitgliedsstaaten ist.
 Der Hamburger Hafen ist der größte Seehafen Deutschlands und unter den zwanzig größten
Containerhäfen weltweit.
 Zudem ist Hamburg seit 1982 Sitz des Internationalen Seegerichtshofs.
 Die älteste urkundliche Erwähnung datiert aus dem 7. Jahrhundert. Durch seinen Vertrag mit
Lübeck im Jahr 1241 wurde Hamburg einer der Gründungsorte der Hanse. Hamburg ist
Industrie- und Handelsstandort.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt zeigt sich in der Metropolregion Hamburg, einer der
insgesamt elf europäischen Metropolregionen in Deutschland, der Stellung des Hafens, als der
zweitgrößte in Europa und vierzehntgrößte weltweit und als einer der wichtigsten
Medienstandorte Deutschlands.
 Mit mehr als 111 Millionen Tagesbesuchern, über 5 Millionen Gästen und über 9,5 Millionen
Übernachtungen jährlich ist Hamburg eines der attraktivsten Tourismusziele in Deutschland.
 Hamburg hat über 60 Theater, mehr als 60 Museen und international bekannte Galerien wie die
Hamburger Kunsthalle und das Bucerius Kunst Forum.
 Hamburg gilt als Sportstadt, weil neben den Fußballspielen des Hamburger SV und des FC St.
Pauli, den Handballspielen des HSV Hamburg, den Radrennen der Vattenfall Cyclassics, den
internationalen deutschen Meisterschaften im Tennis auch das deutsche Spring-Derby
ausgetragen wird und jährlich der Hamburg-Marathon stattfindet.
Geographie
Die Alster wird in der Innenstadt zu einem künstlichen See aufgestaut. Dieser teilt sich in die größere Außenalster und die
kleinere, vom historischen Kern der Stadt umschlossene Binnenalster. Die Zuflüsse zur Alster wie die Alster selbst sind im
Stadtgebiet zum Teil kanalisiert. Sie sind zumeist von ausgedehnten öffentlichen Parkanlagen gesäumt. Die zahlreichen
Fleete, Flüsschen und Kanäle der Stadt werden von mehr als 2500 Brücken überspannt.[12] Weithin unbekannt ist, dass
sich auf der größten Flussinsel der Elbe, in Wilhelmsburg, einer der letzten Tideauenwälder Europas befindet.
Verwaltungsgliederung
 Stadtgliederung Hamburgs
 Die Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg legt fest, dass Bezirksämter zu bilden sind. Die Stadt ist
verwaltungstechnisch in sieben Bezirke aufgeteilt. Jeder Bezirk gliedert sich in mehrere Stadtteile, von denen es
in ganz Hamburg insgesamt 104 gibt; außerdem hat die Stadt 181 Ortsteile. Einige Stadtteile im Kernbereich
des Bezirks wurden bis 2008 direkt vom betreffenden Bezirksamt verwaltet, für die anderen Stadtteile des Bezirks
gab es jeweils ein eigenes Ortsamt. Insgesamt waren 13 Ortsämter eingerichtet. Anfang 2008 wurden durch
eine Gebietsreform die Grenzen einzelner Stadtteile und Bezirke neu gezogen. So fiel der Stadtteil
Wilhelmsburg vom Bezirk Harburg an Mitte, und die Stadtteile Sternschanze im Bezirk Altona und HafenCity im
Bezirk Hamburg-Mitte wurden neu geschaffen.
 Liste der Hamburger Bezirke (Daten vom 31. Dezember 2011)
 Bezirk Einwohner
Fläche km²
 Hamburg-Mitte 294.831
 Altona
261.213
 Eimsbüttel 257.064
142,2
77,9 10,32
Flächen-Anteil %
18,83
2.073,25
3.353,18
49,8 6,59 5.161,93
 Hamburg-Nord 294.622
57,8 7,65 5.097,27
 Wandsbek 416.369
147,5
19,53
2.822,84
 Bergedorf 121.541
154,8
20,50
785,15
 Harburg
125,2
16,58
1.223,61
153.196
 Hamburg gesamt
Einw./km²
1.798.836 755,2
100,00
2.381,93
Klima
Hamburg liegt in der warmgemäßigten Klimazone (effektive Klimaklassifikation: CfB). Aufgrund der durch vorherrschende
Westwinde maritimen Einflüsse ist das Klima im Winter milder, im Sommer kühler als im östlichen Hinterland.
Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 17,4 °C, der kälteste der Januar mit 1,3 °C. Temperaturen um die 28 °C sind im
Hochsommer keine Seltenheit. Seit den 1990er-Jahren wurden Spitzentemperaturen von bis zu 38,5 °C (20. Juli 2006) gemessen,
wobei an der DWD-Wetterstation Fuhlsbüttel Maximalwerte von 36.9 °C (20. Juli 2006) und 37.3 °C (9. August 1992) erreicht
wurden.[20] Das Klima ist ganzjährig feucht. Im Laufe eines Jahres fallen durchschnittlich 773 mm Niederschlag (773 Liter pro m²),
der sich in den Jahren 2004 bis 2008 verringert hat. An durchschnittlich 52 Tagen im Jahr senken sich Nebelbänke über die Stadt.
Im Winterhalbjahr kann es sehr stürmisch werden. Sprichwörtlich ist das Hamburger Schmuddelwetter.
Geschichte
Die ältesten festen Behausungen datieren auf das 4.
Jahrhundert v. Chr. für die Ortschaft, die von dem antiken
Wissenschaftler Claudius Ptolemäus noch als Treva bezeichnet
wurde. Vom 4. bis ins 6. Jahrhundert siedelten sich Sachsen im
nordelbischen Raum an.
Im Jahre 810 ließ Karl der Große eine Taufkirche errichten, um
den heidnischen Norden zu missionieren. Zur Sicherung der
Missionare wurde das Kastell Hammaburg gebaut. 831
begründete Ludwig der Fromme hier ein Bistum, das kurze Zeit
später zum Erzbistum wurde. Doch schon kurz nach der
Reichsteilung von Verdun überfielen Wikinger die Region,
später die slawischen Abodriten, der Erzbischof verlegte seinen
Amtssitz nach Bremen. 845 überfielen aus Dänemark
stammende Wikinger Hamburg und plünderten die Stadt.
Graf Adolf III. von Schauenburg und Holstein war im 12.
Jahrhundert der Gründer einer Handels- und Marktsiedlung am
westlichen Alsterufer. Maßgeblich durch das von Kaiser
Friedrich I. Barbarossa 1189 verliehene Hafenrecht an diese
Siedlung[21] und die Handelsprivilegien für die ganze
Unterelbe entwickelte sich die Stadt im Mittelalter zu einem
florierenden Handelszentrum und galt mit ihren zeitweilig 600
Brauereien als „Brauhaus der Hanse“. Im 14. Jahrhundert
entwickelte sich Hamburg als eines der ersten Mitglieder des
Kaufmannsbundes Hanse zum wichtigsten deutschen
Umschlag- und Stapelplatz zwischen Nord- und Ostsee. Ab
1510 galt Hamburg endgültig als Reichsstadt. 1558 wurde die
Hamburger Börse als eine der ersten Deutschlands eröffnet, im
Jahre 1678 unter dem Namen Opern-Theatrum die erste
deutsche Oper am Gänsemarkt. Zur Reformationszeit wurde
der Stadtstaat ohne Blutvergießen evangelisch. Die Stadt
Hamburg erlebte ihre kulturelle Blüte vor allem im 17. und 18.
Jahrhundert unter anderem mit der Gründung des
Hamburgischen Nationaltheaters (1767).
Jungfernstieg um 1895
Geschichte
Auch nach dem Niedergang der Hanse und während der
Aufklärung und der Industrialisierung blieb die Stadt neben Berlin
das bedeutendste Wirtschaftszentrum Norddeutschlands.
Hamburg blieb von den Auswirkungen des Dreißigjährigen
Krieges verschont und konnte diesen zum Vorteil nutzen, um
seine Vormachtstellung im Handel auszubauen. In ihrer
wechselvollen Geschichte unterstand die Stadt der dänischen
Königskrone (aber nie von Hamburg formal anerkannt), war Teil
des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation und
Hauptstadt des Départements Elbmündung (Département des
Bouches de l’Elbe) im französischen Kaiserreich (Hamburger
Franzosenzeit). 1813–1814 wurde Hamburg vom russischen
General Bennigsen belagert. Als Freie Stadt trat es 1815 nach
dem Wiener Kongress dem Deutschen Bund bei. 1867 wurde es
Mitglied des von Otto von Bismarck initiierten Norddeutschen
Bundes und blieb 1871 Gliedstaat des nun in Deutsches Reich
umbenannten Bundesstaates.
Besondere Ereignisse der Neuzeit waren der große Hamburger
Brand 1842, die Choleraepidemie 1892, der erhebliche Flächenund Bevölkerungszuwachs 1937/38 durch das Groß-HamburgGesetz, die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg 1943, die
Zerstörung der jüdischen Gemeinde (→ Geschichte der Juden in
Hamburg), die Errichtung des Konzentrationslagers
Neuengamme und seiner zahlreichen Nebenlager im
Stadtgebiet, die Sturmflut 1962, die Anbindung an das
internationale Straßennetz und den Flugverkehr (Finkenwerder
und Fuhlsbüttel), die Veränderung im Hafen und die
Auseinandersetzungen um die Hafenstraße in den 1980er-Jahren.
Hamburgs Politik war immer auf größtmögliche Freiheit ihres
Handels und politische Unabhängigkeit ausgerichtet. Auch
heute noch ist Hamburg als Stadtstaat weitgehend selbständig
und bietet dem Handel mit dem größten deutschen Seehafen
gute
Religionen
Hamburg ist seit der Reformation eine evangelischlutherisch geprägte Stadt. Der Rat der Stadt Hamburg
unterzeichnete die lutherische Konkordienformel von
1577.[26] Heute gehören fast 29 % der Bevölkerung der
evangelischen Kirche an, zehn Prozent bekennen sich zum
katholischen Glauben. Allerdings ist die Zahl der
evangelischen Glaubensanhänger in den letzten Jahren
kontinuierlich gesunken, während die Mitgliederzahl der
Katholischen Kirche konstant blieb.
Durch seine Stellung als wichtige Hafenstadt war es aber
schon lange offen für andere Konfessionen.
Hauptkirche St. Michaelis
Persönlichkeiten
Die lange Geschichte Hamburgs weist eine große Anzahl von wichtigen Personen aus
allen Bereichen auf. Die Liste von Persönlichkeiten der Stadt Hamburg kann daher nur
eine Auswahl ohne Bewertung bieten und steht stellvertretend für die zahllosen
ungenannten Menschen, die die Stadt prägten und von ihr geprägt wurden.
Bürgerschaftswahl 2011
Die letzten Wahlen zur Hamburgischen Bürgerschaft fanden am 20. Februar 2011 statt. Bei diesen
Wahlen kam es zu einer absoluten Mehrheit für die SPD. Die CDU verlor stark und kam nach 42,6 % bei
den Bürgerschaftswahlen 2008 nach dem amtlichen Endergebnis nur noch auf 21,9 %. Erstmals nach
2001 konnte die FDP wieder in die Bürgerschaft einziehen.
Das auf Grund eines Volksentscheides 2004 zu den Wahlen 2008 eingeführte personalisierte
Verhältniswahlsystem wurde nach einem neuerlichen Volksbegehren nochmals verstärkt. Nach
diesem Hamburger Wahlsystem hatte jeder Wähler zehn Stimmen. Fünf Wahlkreisstimmen für
Kandidaten im Wahlkreis und fünf Landesstimmen für Kandidaten auf den Landeslisten oder für
Landeslisten in ihrer Gesamtheit mit der Möglichkeit die fünf Stimmen bei einer Person (oder Partei bei
Landesliste) anzuhäufeln oder beliebig zu verteilen. Gleiches galt für parallel stattfindenden Wahlen
zu den Bezirksversammlungen, die zukünftig zeitgleich mit der Europawahl stattfinden sollen.
Das endgültige Ergebnis der Wahl lautet:[28]
Hoheitszeichen
Hamburg hat drei Wappen, drei Flaggen, ein Wappenzeichen, ein Logo und einen Stander. Die Landesflagge und das
Wappenzeichen dürfen von den Bürgern frei verwendet werden, die Verwendung der weiteren Hoheitszeichen ist dem
Staat vorbehalten. In der Landesverfassung sind die Gestalt von Wappen und Flagge sowie die Landesfarben weiß-rot
geregelt. Letztere entsprechen den traditionellen Farben der Hanse.
Großes
Staatswappen
Kleines
Staatswappen
Frei verwendbares
Wappenzeichen
Staatsflagge,
Flagge des Senats
Landesflagge
Admiralitätswappen Admiralitätsflagge
Hymne, Stadtname, Stadtpatrone, Wahlsprüche
 Die bei offiziellen Anlässen verwendete, aber nicht rechtlich festgeschriebene Landeshymne Hamburgs ist Stadt
Hamburg an der Elbe Auen. Das 1828 entstandene Lied wird auch Hammonia genannt, eine neulateinische
Form des Stadtnamens . 1370 wird in einem Schreiben der Stadtname erstmals fälschlich als Burg bzw. Stadt des
Hammon bezeichnet. Tatsächlich leitet sich der Name Hamburg – ausgehend von der Hammaburg im 9.
Jahrhundert – vom altsächsischen Wort hamme/ham, für ein in die Marsch vorspringendes erhöhtes (auch
bewaldetes) Gelände am Ufer von Fluss oder Sumpf ab. Die Bezeichnung Hammonia, als Name der Schutzgöttin
der Stadt, geht auf eine 1710 erschaffene Kantate von Barthold Heinrich Brockes zurück und wird nachfolgend
auch häufig als bildliche Allegorie, in Form einer Frauengestalt dargestellt, die die Stadt repräsentiert.
Stadtpatronin der Zeit vor der Reformation ist hingegen Maria, der auch der ehemalige Hamburger Mariendom
geweiht war.
 Der lateinische Inschrift über dem Portal des Rathauses: „Libertatem quam peperere maiores digne studeat
servare posteritas“ wird auch als Wahlspruch der Stadt angesehen, ist als solcher jedoch nicht verankert. Er war
bereits an zwei früheren Stadttoren und im mittelalterlichen alten Rathaus zu lesen und weist auf das
Selbstbewusstsein eines Stadtstaates hin, der als reichsunmittelbare Freie Reichsstadt jedwede Fürstenherrschaft
abgestreift hat. Am Sitz von Parlament und Landesregierung wird er heute auch im Hinblick auf die errungene
freiheitlich Demokratie und die republikanische Tradition der Stadt gedeutet. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts
trägt die Stadt auch offiziell den Beinamen Freie Stadt, als ehemals völlig souveräner Staat und heutiges
Bundesland. In gleicher Zeit wurde der bereits zuvor verwendete Zusatz Hansestadt, wie auch in den beiden
anderen gemeinsamen Erben der Hanse, der Schwesterstädte Bremen und Lübeck, Teil des Staatstitels. Der
Ausspruch „Hamburg – Das Tor zur Welt“ oder „Deutschlands Tor zur Welt“ besitzt seit langem eine hohe
Bekanntheit, im Gegensatz zu anderen kurzfristigen Beinamen oder Sprüchen der Stadtwerbung. Er tauchte
erstmals nach dem Beitritt Hamburgs zum deutschen Zollgebiet (1888) auf, einer Zeit, in der sich Hamburg zu
einem der führenden Welthäfen entwickelte. In der Präambel der 1952 verabschiedeten Landesverfassung
bezeichnet Hamburg sich selbst als „Welthafenstadt“, die „eine ihr durch Geschichte und Lage zugewiesene,
besondere Aufgabe gegenüber dem deutschen Volke zu erfüllen [hat]. Sie will im Geiste des Friedens eine
Mittlerin zwischen allen Erdteilen und Völkern der Welt sein.“
Auszeichnungen
Zurückgehend auf das Hamburger Stadtrecht des 13. Jahrhunderts dürfen Hanseaten keine
Auszeichnungen „fremder Herren“ annehmen. An diese Tradition hält man sich in der Regel bis
heute und sie ist insbesondere bei Bediensteten des Staates vorgeschrieben. So lehnte der
Hamburger Senator und Bundeskanzler Helmut Schmidt mehrfach die Annahme des
Bundesverdienstordens ab.
Da Hamburg auch selbst keine Orden vergibt, ehrt der Senat seit 1813 Persönlichkeiten mit der
Ehrenbürgerwürde als wichtigster Auszeichnung (siehe: Liste Hamburger Ehrenbürger).
Daneben bestehen eine Reihe weiterer Auszeichnungen, Medaillen, Ehrentitel und Kulturpreise
der Stadt und die Vergabe der traditionellen Portugaleser-Münzen (weitere Preise:
Bürgermeister-Stolten-Medaille, Biermann-Ratjen-Medaille, Lessing-Preis, Bach-Preis, LichtwarkPreis, Fritz-Schumacher-Preis, Hubert-Fichte-Preis, Edwin-Scharff-Preis, Aby-M.-Warburg-Preis).
Darüber hinaus werden von anderen Hamburger Institutionen oder Stiftungen weitere
Auszeichnungen und Preise vergeben.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
 Hamburg hat über 60 Theater, über 100 Musikclubs, etwa 60 Museen, rund 280
Musikverlage und 200 Tonträger-Unternehmen. Außerdem leben und arbeiten in
Hamburg mehr als 10.000 selbstständige Künstler. Es gibt fast 30 Kinos und
Programmkinos. Über 10,3 Millionen Besucher zählte die Hamburger
Kulturbehörde alleine für Veranstaltungen, die öffentlich gefördert wurden. 4,2
Millionen Besucher zählten die Theaterbühnen der Stadt in der Saison 2005/2006.
Hamburg ist mit 2383 Theaterbesuchern je 1000 Einwohner führend in
Deutschland und liegt selbst nach Abzug der Musicalbesucher vor den
nachfolgenden Ländern Bremen (921) und Berlin (907).
 Zudem sind in Hamburg einige Sehenswürdigkeiten von überregionaler
Bedeutung beheimatet. In einer weltweiten Umfrage der DZT wurden gleich vier
Orte unter die TOP 100 Sehenswürdigkeiten Deutschland gewählt. Auf Platz 22
der Hamburger Hafen und Fischmarkt, auf Platz 26 die Speicherstadt mit
Miniatur Wunderland, auf 58 die Reeperbahn und auf 93 die Alster.
Musicals
Theater im Hafen Hamburg - rechts der Bau für das Musical König der Löwen, links ein Neubau für ein weiteres
Musical
Hamburg ist – mit einigem Abstand – der weltweit drittgrößte Musicalstandort nach New York und London und
zählte im Jahr 2007 zwei Millionen Musicalbesucher. Die Stage Entertainment unterhält mit dem TUI Operettenhaus,
der Neuen Flora und dem Theater im Hafen drei größere Musicaltheater mit einer Besucherkapazität zwischen 1400
(Operettenhaus) und 2030 (Theater im Hafen) Plätzen sowie in der Speicherstadt das Theater Kehrwieder (bis 320
Plätze) in dem zeitweise unter anderem Musicals, Varieté oder Kabarett dargeboten werden. In dem alten
Speicher sind ebenfalls die Stage Entertainment Studios und die Joop van den Ende Academy eingerichtet, die auf
die Musicalausbildung spezialisiert ist. Auch die seit 1985 bestehende Stage School bildet Darsteller für diesen
Bereich aus.
Hinzu kommen zahlreiche kleinere Bühnen, wie beispielsweise das St.-Pauli-Theater, der Delphi Showpalast oder
Schmidts Tivoli und Schmidt Theater, auf denen vornehmlich eigenproduzierte Musicals und Gastaufführungen
gespielt werden. Gastspiele sind zudem häufig in zahlreichen anderen Häusern, wie auch den großen
Staatstheatern während der sommerlichen Spielzeitpausen, oder in temporären Spielstätten zu sehen. So kehrte
Ende 2010 Cats vorübergehend nach Hamburg zurück: Zum Auftakt einer Europa-Tournee gastierte das Musical für
zwei Monate in einem eigens angefertigten Musical-Zelt auf dem Heiligengeistfeld.[48]
Am 13. März 2013 feierte das vierte große Musicaltheater – nach dem Operettenhaus, Neuer Flora und Theater im
Hafen – in der Hansestadt Richtfest. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2014 geplant. Ein weiteres großes Theater
entsteht derzeit in Hamburg-Hammerbrook.[49]
Ein Meilenstein bei der Entwicklung zur Musicalstadt war die Deutschlandpremiere von Andrew Lloyd Webbers Cats
1986 im umgebauten Operettenhaus, das durchgehend fünfzehn Jahre (bis 2001) gespielt wurde. In eigens neu
erbauten Theatern folgten die Produktionen von Das Phantom der Oper, das in der Neuen Flora ab 1990 für elf
Jahre gespielt wurde und Buddy, das ab 1994 über sechs Jahre im Theater im Hafen lief. Weitere mehrjährig
gespielte Musicals in den gleichen Spielstätten waren Tanz der Vampire (Dezember 2003 bis Januar 2006), Dirty
Dancing (März 2006 bis Juni 2008), Mamma Mia! (November 2002 bis September 2007), Ich war noch niemals in
New York (Dezember 2007 bis September 2010) und Sister Act – Dezember 2010 bis August 2012 im Operettenhaus.
Zu den aktuellen Produktionen der Großtheater gehören Der König der Löwen – seit 2001 im Theater im Hafen,
Tarzan – seit 2008 in der Neuen Flora und Rocky seit 2012 im Operettenhaus.
Theater im Hafen Hamburg
Oper und Ballett
Hamburgische Staatsoper
Die staatseigene Hamburgische Staatsoper wurde am 2. Januar 1678 als erstes öffentliches
Opernhaus Deutschlands in Hamburg gegründet. Kunstsinnige Hamburger Bürger setzten sich
seinerzeit für eine „Oper für Jedermann“ in Hamburg ein.
Ratsherr Gerhard Schott, Jurist Peter Lütjens und Organist Johann Adam Reincken setzen nicht nur
die Gründung eines öffentlichen Opernhauses im Senat durch, sondern bilden auch das erste
Direktorium des auf privatwirtschaftlicher Basis geführten Opernhauses. Zunächst als schlichter
Holzbau des italienischen Architekten Sartorio erbaut, wurde dieser später abgerissen und an
seinem heutigen Standort an der Dammtorstraße von dem Architekten Carl L. Wimmel neu
erbaut; später dann – wiederum von Martin Haller – prunkvoller umgestaltet. Dieser Bau wurde
durch die Luftangriffe des Zweiten Weltkrieges erheblich beschädigt. Heute steht an dieser Stelle
ein Fünfziger-Jahre-Kubusbau, dessen Architektur nicht ganz unumstritten ist.
Die Hamburgische Staatsoper ist eine Oper von Weltruf: Montserrat Caballé begann hier ihre
Weltkarriere, Plácido Domingo startete von hier aus seine Karriere in Europa, ferner gaben hier
unter anderem Opernstars wie Luciano Pavarotti, Mirella Freni, Birgit Nilsson und Maria Callas ihr
Können zum Besten. Die heutige Theaterleitung übernahm in der Spielzeit 2005/2006 die in Sydney
geborene Dirigentin Simone Young, die gleichzeitig musikalische Leiterin des PhilharmonieOrchesters der Staatsoper, den 1828 begründeten Hamburger Philharmonikern ist.
Eines der weltbesten Ballett-Ensembles, das Hamburg Ballett unter der Leitung von John Neumeier
(seit 1973) hat an der Staatsoper seine Heimat. Unter Neumeier entstand auch ein
Hamburgische Staatsoper
Konzerthäuser
Die Laeiszhalle Bisher steht den Hamburgern und Besuchern nur ein Konzerthaus für klassische
Musik zur Verfügung: die Laeiszhalle, benannt nach dem Reeder Carl Laeisz und dessen Frau
Sophie Christine, die mit einer testamentarischen großzügigen Summe den Bau eines
Konzerthauses ermöglichten. Nach den Plänen von Martin Haller und Wilhelm Emil Meerwein
wurde das neobarocke Konzerthaus zwischen 1904 und 1908 am heutigen Johannes-BrahmsPlatz errichtet.[50] Inzwischen finden dort nicht nur klassische Konzerte statt, sondern auch
Konzerte moderner Musikrichtungen, wie beispielsweise Jazz.
Neben der Laeiszhalle ist für das Jahr 2017 ein zweites Konzerthaus im Bau: die
Elbphilharmonie in der HafenCity. Dieser repräsentative Bau erhält eine Fassade aus Glas,
ähnelnd einem Eisberg bzw. einer Meereswoge (je nach Inspiration des Betrachters), auf
dem ehemaligen Kaispeicher A am Zipfel des Dalmannkais. 2.150 Sitzplätze soll der große,
sowie weitere 550 der kleine Saal bieten. Ebenso soll das Konzerthaus ein 5-Sterne-Hotel mit
Hafenblick sowie 45 Wohnungen beherbergen.
Hamburg Musikhalle
Philharmonic Herzog & de Meuron
Theater
Deutsches Schauspielhaus
Hamburg verfügt über zwei staatseigene Sprechtheater, das Deutsche Schauspielhaus und das Thalia Theater sowie eine große
Zahl privat geführter Theater. Zu einem der ältesten und durch die zahlreichen TV-Sendungen bekanntesten Theater in Hamburg
zählt das Ohnsorg-Theater in dem Stücke in plattdeutscher Sprache aufgeführt werden. Die größten Bühnen für internationalen
zeitgenössischen Tanz und Theater bietet die internationale Kulturfabrik Kampnagel in Winterhude. (Weitere Theater)
Besucherorganisationen
Hamburgs größte Besucherorganisation ist die Hamburger Volksbühne e. V. Sie wurde am 4. Januar 1919 als Verein gegründet und
hat über 22.000 Mitglieder. Die TheaterGemeinde Hamburg wurde 1984 gegründet und hat 14.000 Mitglieder.
Öffentliche Bücherhallen
2010 existierten in Hamburg 36 Bücherhallen die sich über das gesamte Stadtgebiet verteilen. 1.719.595 Medien (Bücher, Blu-Rays,
DVDs, Zeitschriften etc.) befanden sich im Medienbestand und wurden von 4.435.045 Besuchern 13.779.243 mal ausgeliehen.
Museen und Ausstellungen
In Hamburg sind etwa 60 Museen beheimatet. Darunter sind sieben staatliche Museen mit weiteren Außenstellen sowie zahlreiche
private Museen und Sammlungen. Die Kunsthalle und das Museum für Kunst und Gewerbe zählen zu den wichtigen Kunstmuseen
und die Deichtorhallen und das Bucerius Kunst Forum präsentieren bedeutende Ausstellungen. Daneben gibt es Museen zur
Regionalgeschichte, wie das Museum für Hamburgische Geschichte, zu den Themen Technik und Arbeit, wie das Museum der
Arbeit sowie eine Reihe von Sammlungen aus verschiedenen Bereichen der Wissenschaft vom Völkerkundemuseum bis zum
modernen Planetarium.
Einige Ausstellungen haben eher unterhaltenden Charakter, wie das Miniatur-Wunderland mit der größten Modelleisenbahn der
Welt oder Deutschlands ältestes Wachsfigurenkabinett, das Panoptikum. Das Internationale Maritime Museum ist eines von
mehreren Museen, die auf die Themen Schifffahrt, Hafen und dort umgeschlagene Waren ausgerichtet sind. Darunter sind auch
verschiedene, teils noch betriebsfähige Museumsschiffe im Hafen oder die BallinStadt, die über die früher von dort aufgebrochenen
Auswanderer informiert.
Einige Gedenkorte, wie die KZ-Gedenkstätte Neuengamme erinnern zudem an die Verfolgungen während der Zeit des
Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg.
Hamburg Schauspielhaus
Kunsthalle Hamburg
Hamburg Sightseeing
Dreifaltigkeitskirche
Flughafen Hamburg
Der Flughafen wurde im Jahr 1911 erbaut und ist das älteste Flughafen in Deutschland. Ursprünglich für die Zeppeline eingesetzt. Dient
mehr als neun Millionen Passagiere im Jahr. Derzeit ist die viertgrößte im Land.
Botanisches Museum
Lehrstuhl für Botanik der Universität organisiert diese interessante Ausstellung von Nutzpflanzen und ihre Früchte. Das
Museum öffnete im Jahr 1883 und ist auf allgemeine Botanik, sowie die Technologie der wachsenden Pflanzen
gewidmet. Ein Schwerpunkt liegt auf tropischen Pflanzen. Ein Abschnitt ist mit Gewürzen und Gemüse Medikamente
gewidmet.
Hamburger Hafen
Hamburger Hafen wurde im 12. Jahrhundert gegründet und ist ohne Zweifel das Herz der Stadt.
Hamburg hat einen der größten Seehäfen der Welt mit rund 12.000 Docks und 71 Millionen Tonnen
Jahresumsatzes. Dies ist einer der größten Industriegebiete Europas.
Zoologisches Museum
Einer der Universitätsmuseen in Hamburg. Stellt einheimische Tiere und Vögel in ihrem natürlichen
Lebensraum, aber auch eine Sammlung von bedrohten Tieren aus der ganzen Welt. Predators sind auf der
Suche nach Opfern vorgestellt. Weitere Texte und Grafiken geben Auskunft über Ernährung und Verteilung
der Tiere.
Fahrt über die Elbe Alter
Die älteste der Elbtunnel in 1907-1911 gebaut. Der Tunnel hat eine Länge von 426 Metern, eine Breite von
4, 70 Meter, eine Höhe von 4,5 Metern und ist auf 6 Meter unter dem Niveau des Flusses. Für Bewegung,
Radfahrer und Fußgänger-Tunnel mit Ornamenten und einem Aufzug und Treppe dekoriert gebaut.
Interessante Kuppelhalle gebaut auf der Nordseite und Otto Ludwig Raabe Valeska.
Kirche St. Nikolaus
Gotische Kirche aus dem 19. Jahrhundert, während der Zweiten Weltkrieg
Bombenangriffen gelitten. Nur der Turm und einige Ruinen erinnern an die Opfer
der Verfolgung im Dritten Reich. In den Ruinen kann in Schwarz-Weiß-Version des
Mosaiks Oskar Kokoschka gefunden "Und es ist -. Ein Mann"
Central Mosque
Moschee türkische Gemeinde in St. George, einer der vielen Moscheen in Hamburg. Menschen
anderer Konfessionen auch in die Moschee zu gehen, da die türkische Gemeinde zeigt Offenheit für
andere Kulturen und Überzeugungen.
Fischmarkt in Hamburg
Vielen Dank für das
Ansehen

Hamburg