Art. 21 Abs. 1 GG
(1) Die Parteien wirken bei der politischen
Willensbildung des Volkes mit. Ihre
Gründung ist frei. Ihre innere Ordnung muß
demokratischen Grundsätzen entsprechen.
Sie müssen über die Herkunft und
Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr
Vermögen öffentlich Rechenschaft geben.
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Der Begriff der Partei
§ 2 Abs. 1 PartG
(1) Parteien sind Vereinigungen von Bürgern, die dauernd
oder für längere Zeit für den Bereich des Bundes oder
eines Landes auf die politische Willensbildung Einfluß
nehmen und an der Vertretung des Volkes im Deutschen
Bundestag oder einem Landtag mitwirken wollen, wenn
sie nach dem Gesamtbild der tatsächlichen Verhältnisse,
insbesondere nach Umfang und Festigkeit ihrer Organisation,
nach der Zahl ihrer Mitglieder und nach ihrem Hervortreten in
der Öffentlichkeit eine ausreichende Gewähr für die
Ernsthaftigkeit dieser Zielsetzung bieten. Mitglieder einer
Partei können nur natürliche Personen sein.
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Innerparteiliche Strukturanforderungen,
Transparenz
• Gebot innerparteilicher Demokratie,
Art. 21 Abs. 1 Satz 3 GG,
§§ 6 ff. PartG („innere Ordnung“)
• insbes. Willensbildung „von unten nach oben“
• Rechenschaftspflicht
Art. 21 Abs. 4 GG  §§ 23 ff. PartG
vgl. insbesondere die §§ 31a – d PartG
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Verfassungsrechtliche Stellung
• Gründungsfreiheit, Art. 21 Abs. 2 GG,
umfasst Programm- und Beteiligungsfreiheit
• Chancengleichheit der Parteien
(Grundlage: Art. 21 GG)
• Parteienprivileg (Art. 21 II):
• Verbot nur durch BVerfG,
• keine Nachteile für Partei vor ihrem Verbot
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Chancengleichheit der Parteien
• Herleitung: Art. 21 I GG (Art. 3 I, 38 I GG)
• formale Gleichbehandlung,
d.h. grds. keine Ausnahme möglich
(im Unterschied zum materialen Gleichheitssatz
des Art. 3 I GG);
• ABER : Ungleichbehandlung bei Vorliegen
zwingender Gründe ausnahmsweise zulässig
• § 5 I 1 PartG: Prinzip der abgestuften Gleichbehandlung nach der Bedeutung der Parteien
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Parteiverbot
• Nur durch BVerfG, Art. 21 II 2 GG, §§ 13 Nr. 2, 43 ff. BVerfGG
• Antragsrecht:
Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung, § 43 I BVerfGG;
u. U. Landesregierung, § 43 II BVerfGG
• Entscheidung:
Mit der Feststellung der Begründetheit des Antrags durch das
BVerfG muss die Auflösung der Partei und das Verbot, eine
Ersatzorganisation zu gründen, verbunden werden, § 46 I, III
BVerfGG
• die Entscheidung hat konstitutiven Charakter (Parteienprivileg)
• Verfassungswidrigkeit bei - Verfolgung verfassungsfeindlicher Ziele,
„darauf ausgehen“  aggressiv-kämpferische Grundhaltung
NPD-Parteiverbotsverfahren: BVerfGE 107, 339-395
Dazu: Volkmann, Uwe: Zur Einstellung des NPD-Verbotsverfahrens,
DVBl. 2003, 605
Parteienfinanzierung
• seit BVerfGE 85, 264: staatliche Teilfinanzierung!
• Wählerstimmenanteil (BTwahl, LTwahlen, EP-Wahlen)
• Zuwendungsanteil (Mitgliedsbeiträge, Mandatsträgerbeiträge,
Spenden)
• absolute Obergrenze, § 18 II PartG
• relative Obergrenze, § 18 Abs. 5 S. 1 (iVm Abs. 2) PartG
Mittelbare Finanzierung
• Steuerliche Begünstigung von Beiträgen oder Spenden Privater
(vgl. § 25 PartG)
• ABER: Begrenzung des Höchstbetrages der Steuerbegünstigung
(vgl. § 34g EStG/50%, 10b Abs. 2 EStG/“normale“ Abzugsfähigkeit)
Lies: BVerfG v. 26.10.2004
Drei-Länder-Quorum verfassungswidrig
Politikfinanzierung
Parteien-/Wahlkampffinazierung
Fraktionsfinanzierung
Stiftungsfinanzierung
2004 insgesamt ca. 262.000.000 Euro
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Die Parteienfinanzierung in Zahlen
Festsetzung der staatlichen
Teilfinanzierung für das Jahr
2003 sowie Berechnung der
Abschlagszahlungen 2004
gemäß §§ 18 ff. PartG
(Stand: 2. Februar 2004)
Fraktionsfinanzierung
2004
60.546.000 Euro
Stiftungsfinanzierung
2004
87.000.000 Euro
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Hauptaufgaben/-funktionen des Bundestages
• Repräsentation – Vertretung des Volkes
• Wahl anderer Staatsorgane: vor allem BK (Art. 63),
Wehrbeauftragter (Art. 45b), die Hälfte der Richter des
BVerfG
• "Ab- und Neuwahl" des BK durch konstruktives
Misstrauensvotum (Art. 67, Art. 68 Abs. 1 S.2 GG)
• Gesetzgebung
• Meinungsäußerung durch schlichte
Parlamentsbeschlüsse ohne Bindungswirkung
• Zitier- und Interpellationsrecht, Art. 43 GG
• Einsetzung von Untersuchungsausschüsse, Art. 44 GG
• Mitwirkung bei EU und NATO
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