Informationen
zum
Tarifabschluss 2005
und zum neuen Tarifrecht öD
Überblick
 Ergebnisse der Tarifrunde 2005
 Überblick Tarifvertrag öffentlicher Dienst
- Entgelt und Überleitung
- Leistungselemente
- Arbeitszeit incl. Bereitschaftsdienst
- Weitere Mantelfragen
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Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Übersicht über den Abschluss 05
 TV öD tritt am 1. Oktober 2005 für alle in Kraft
 Einmalzahlungen bzw. weitere Angleichungsschritte
 Einigung bei der Arbeitszeit
- Bund: Generell 39 Stunden pro Woche
- VKA: Landesbezirkliche Öffnungsklauseln
 Laufzeit: 35 Monate
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Jahressonderzahlung
 Ab 2007:
- Einmalige Jahressonderzahlung im November (Teilbetragszahlung
früher möglich)
- EG 1 - 8:
90 %
- EG 9 - 12:
80 %
- EG 13 - 15:
60 %
- Im Tarifgebiet Ost beträgt die Jahressonderzahlung 75 % der
jeweiligen Jahressonderzahlung im Tarifgebiet West.
- Bemessungsgrundlage durchschnittliches Entgelt Juli, August,
September
- Bemessungssatz Entgeltgruppe am 1. September
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Meistbegünstigungsklausel
 weicht ver.di in einem Tarifvertrag
- mit einem Bundesland
- oder der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL)
– bei der Wochenarbeitszeit,
– bei der Jahressonderzahlung
– oder den Entgeltregelungen
von dem mit dem Bund und der VKA vereinbarten TVöD ab,
kommt dies einem Angebot an VKA und Bund
zur Übernahme dieser Abweichung(en) gleich
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Leistungsorientierte Bezahlung
 Start-Zielmodell
- Beginn 2007 mit 1 % der ständigen Monatsentgelte des
Vorjahres
- Zielgröße 8%
 Finanzierung aus
- Umwandlung Zuwendung
- Rückflüssen aus Besitzstand
 Zusätzlich zum regulären Entgelt
 Auszahlungspflicht
 Rahmenregelung zur betriebl. Ausgestaltung (einvernehmliche
Dienstvereinbarung)
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Neugestaltung des Tarifrechts
 Ergebnisse Entgelt/Leistung
- 6 Erfahrungs-(Entwicklungs-)stufen E2 - E15
•
•
•
•
•
•
Stufe 1: ohne Berufserfahrung, längstens für ein Jahr
Stufe 2: mit Berufserfahrung oder Stufe1 nach einem Jahr
Stufe 3: nach weiteren 2 Jahren
Stufe 4: nach weiteren 3 Jahren
Stufe 5: nach weiteren 4 Jahren
Stufe 6: nach weiteren 5 Jahren (= Endstufe nach 15 Jahren)
- Stufe 3 ab 1.01.2009 bei Berufseinstieg mit 3 Jahren
Berufserfahrung
- Ab Stufe 4 Hemmen oder Beschleunigen bei erheblich
vom Durchschnitt abweichenden Leistungen
9
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Neugestaltung des Tarifrechts
 Ergebnisse Eck-Eingruppierungen
- E 2 – E 4:
un-/ angelernte Tätigkeiten und
Ausbildungen unter „3-jährig“
- ab E 5:
„3-jährige“ Ausbildung
- ab E 9:
Fachhochschulabschluss/Bachelor
- ab E 13:
wissenschaftl. Hochschulabschluss/Master
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Neugestaltung des Tarifrechts
Grundsatzeinigung zur Eckeingruppierung
1. Beschäftigte mit Tätigkeiten, die eine abgeschlossene Ausbildung in einem
nach dem BBiG anerkannten Ausbildungsberuf mit einer Ausbildungsdauer
von mindestens drei Jahren voraussetzen.
(Dem BBiG stehen die entsprechenden Bestimmungen der HandwO gleich.
Die Ausbildungsvoraussetzungen gelten durch den erfolgreichen Abschluss
der Ersten Prüfung oder des Verwaltungslehrgangs I als erfüllt.)
sowie
2. Beschäftigte, die ohne diese Ausbildung aufgrund entsprechender
Fähigkeiten diese oder gleichwertige Tätigkeiten ausüben
Protokollerklärung zu Ziffer 1:
Die mindestens zweieinhalbjährigen Ausbildungen nach altem Recht sind gleichgestellt.
Für die Ausbildungsgänge in der DDR wird eine entsprechende Regelung vereinbart.
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Entgelttabelle
nach 1 Jahr nach 3 Jahren nach 6 Jahren
nach 10 Jahren nach 15 Jahren
8
7-8a,8-8a,Vc,
Vc-Vb
Kr IV/Va (Stufe 4 - 6); Kr V/VI (Stufe 3+4)
1.926
2.140
2.240
2.330
2.430
2493
2533*
7
6-7a,7-7a,
Kr IV/Va (Stufe1 - 3);
Kr V/VI (Stufe 2+3 als Stufe 1+2)
1800
1850*
2.000
2.130
2.230
2.305
2.375
6
6-6a, VII- VIb, VIb
Kr II-IV (Stufe 4 - 6)
1.764
1.960
2.060
2.155
2.220
2285
2340*
1.688
1.875
1.970
2.065
2.135
2.185
1602
1652*
1.780
1.900
1.970
2.040
2.081
1.575
1.750
1.800
1.880
1.940
1.995
1.503
1.449
1.670
1.610
1.730
1.660
1.810
1.710
1.865
1.820
1.906
1.935
1.449
1.610
1.660
1.710
1.820
5
4
3
2a
2
4-5a,5-5a
VIII/VII (3-jährige Ausbildung), VII-VIb
3-4a, 4-4a
Kr I/II (Stufe 6); Kr II-IV (Stufe 1 - 3)
2-3a, 3- 3a, VIII (Bund ohne Stufe 6)
Kr I/II (Stufen 1- 5)
1-2a, 2-2a
IX/Ixa, IXb/IXa
X/IXb bzw. IX, 1-1a
(keine Stufe 6 für derzeitig Beschäftigte und
bis in Kraft treten Entgeltordnung
nach 4 Jahren nach 8 Jahren
1.286
1
1.310
* Kr-spezifische Werte
1.340
nach 12 Jahren nach 16 Jahren
1.368
1.440
Kr-Werte noch unter Vorbehalt (Stand 8.2.2005)
12
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Entgelttabelle
11
10
9
IVa/III, III
(Bund ohne Stufe 6) Bund zwingend St. 1
Kr XI/XII ab Stufe 4
Kr X/XI ab Stufe 3 (Stufe3 ein Jahr verkürzt,
Stufe 4 ein Jahr verlängert, Stufe 5=Endstufe)
IVb/IVa (Bund ohne Stufe 6)
KR IX/X ab Stufe 3 ( Stufe 3+4 ein Jahr
verkürzt, Stufe 5=Endstufe)
Vb/IVb, IVb VKA
KR VIII/IX ab Stufe 4 (Stufe 5 nur 2 Jahre)
Kr VI Stufe 3 (5Jahre)
Kr VI/VII,VII (Stufe 3 + 4 jew. 5 Jahre)
Vb/IVb, IVb Bund
zwingend Stufe 1, keine Stufe 6
Lohngruppe 9
Neueinstellungen zwingend Stufe 1
Vb, Vc-Vb Bund
zwingend Stufe 1, keine Stufe 5 oder 6
Vb, Vc-Vb VKA
9b
Kr VII/VIII (ab Stufe 4b, 5b nach 5 Jahren)
KR VI/VII, Kr VII (Stufe 5b= Endstufe)
KR VI (Stufe 4=3b für 5 Jahre/ Stufe 5=4b
Endstufe)
Kr V/VI (Stufen 5+6 = 3b+4b)
8
7-8a,8-8a,Vc,
Vc-Vb
Kr IV/Va (Stufe 4 - 6); Kr V/VI (Stufe 3+4)
2.430
2.700
2.900
3.200
3.635
3.835
2.340
2.600
2.800
3.000
3.380
3.470
2.061
2.290
2.410
2.730
2.980
3.180
nach 1 Jahr
nach 3 Jahren
nach 6 Jahren
nach 10 Jahren
2.290
2.410
2.730
2.980
2.061
nach 1 Jahr
2.061
2.290
nach 1 Jahr
2.061
2.061
1.926
nach 3 Jahren nach 10 Jahren
2.410
2.730
nach 6 Jahren nach 15 Jahren
2.290
2.410
2.730
nach 1 Jahr
nach 3 Jahren
nach 6 Jahren
nach 15 Jahren
2.290
2.410
3b
2.730
4b
2.980
5b
6b
2.495
2.650
2.840
3.020
nach 1 Jahr
nach 3 Jahren
nach 6 Jahren
nach 10 Jahren
nach 15 Jahren
2.140
2.240
2.330
2.430
2493
2533*
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ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Entgelttabelle
Tabellenstruktur
Entwicklungsstufen
Grundentgelt
EG
Zuordnung VG/ LG/ Kr
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Stufe 4
Stufe 5
Stufe 6
nach 1 Jahr
nach 3 Jahren
nach 6 Jahren
nach 10 Jahren
nach 15 Jahren
Bund Ib/Ia, Ia
zwingend Stufe 1, keine Stufe 6
3.384
3.760
3.900
4.400
4.780
VKA Ib/Ia, Ia
Ib/Ia zwingend Stufe 1, keine Stufe 6
3.384
3.760
3.900
4.400
4.780
5.030
14
II(a)/Ib, Ib
Bund zwingend Stufe 1, keine Stufe 6
3.060
3.400
3.600
3.900
4.360
4.610
13
II, IIa
Bund zwingend Stufe 1, keine Stufe 6
2.817
3.130
3.300
3.630
4.090
4.280
12
III/II (Bund ohne Stufe 6) Bund zwingend St. 1
Kr XII/XIII ab Stufe 3 (Stufe 3+4 ein Jahr
verkürzt)
2.520
2.800
3.200
3.550
4.000
4.200
11
IVa/III, III
(Bund ohne Stufe 6) Bund zwingend St. 1
Kr XI/XII ab Stufe 4
Kr X/XI ab Stufe 3 (Stufe3 ein Jahr verkürzt,
Stufe 4 ein Jahr verlängert, Stufe 5=Endstufe)
2.430
2.700
2.900
3.200
3.635
3.835
2.340
2.600
2.800
3.000
3.380
3.470
2.061
2.290
2.410
2.730
2.980
3.180
nach 1 Jahr
nach 3 Jahren
nach 6 Jahren
nach 10 Jahren
2.290
2.410
2.730
2.980
nach 1 Jahr
nach 3 Jahren
nach 10 Jahren
15
10
IVb/IVa (Bund ohne Stufe 6)
KR IX/X ab Stufe 3 ( Stufe 3+4 ein Jahr
verkürzt, Stufe 5=Endstufe)
Vb/IVb, IVb VKA
KR VIII/IX ab Stufe 4 (Stufe 5 nur 2 Jahre)
Kr VI Stufe 3 (5Jahre)
Kr VI/VII,VII (Stufe 3 + 4 jew. 5 Jahre)
Vb/IVb, IVb Bund
zwingend Stufe 1, keine Stufe 6
2.061
9
Lohngruppe 9
Neueinstellungen zwingend Stufe 1
14
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Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Neugestaltung des Tarifrechts
 neue Entgeltgruppe 1
• Beispielkatalog einfachster Tätigkeiten
(Ergänzungsmöglichkeit durch Landesbezirklichen TV)
• Beginn in Stufe 2 (1.286 €)
• Stufenaufstieg alle 4 Jahre
• Stufe 6 1.440 €
•  1.394 € (Lebenserwerbseinkommen)
• Überleitung mind. in EG 2 Stufe 2
 EG 1 setzt Rahmen für untere Grenze
der„Outsourcingbereiche“
• für an- ungelernte Tätigkeiten der EG 1 - 4
15
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Überleitung
Überleitung in die Tabellenstufen
Überführung mit derzeitigem persönlichen Entgelt
mindestens in individuelle ”Zwischenstufe”
Persönliches Entgelt
Arbeiter/-innen
Angestellte
 Monatstabellenlohn
 Grundvergütung,
 Ortszuschlagsstufe 1 oder 2
(wenn beide im ö.D.
Unterschiedsbetrag
Stufe 1-Stufe 2 hälftig),
 allgemeine Zulage
17
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Überleitung ArbeiterInnen
 Überleitung in die Stufe die erreicht worden wäre,
wenn die neue Entgelttabelle bereits seit dem Beginn
der Beschäftigungszeit gegolten hätte;
 die Stufe 1 wird in jedem Fall mit einem Jahr
berücksichtigt; d.h. mindestens in Stufe 2
 Mindestens Überleitung in eine individuelle
Zwischenstufe, die dem ermittelten Vergleichsentgelt
entspricht
 die Verweildauer in der individuellen Zwischenstufe
entspricht der für das Erreichen der nächsten Stufe
noch fehlenden Beschäftigungszeit.
18
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Überleitung ArbeiterInnen
Lohngruppe 6/6a
Verlauf “Alt”
1 Stufe 1
1.902,83 €
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Stufe 1
Stufe 2
Stufe 2
Stufe 3
Stufe 3
Stufe 4
Stufe 4
Stufe 5
Stufe 5
1.902,83 €
1.933,27 €
2.020,27 €
2.052,59 €
2.052,59 €
2.085,44 €
2.132,35 €
2.166,49 €
2.166,49 €
11
12
13
14
15
Stufe 6
Stufe 6
Stufe 7
Stufe 7
Stufe 8
2.201,14 €
2.201,14 €
2.236,35 €
2.236,35 €
2.272,14 €
19
16 Stufe 8
2.272,14 €
EG 6
Verlauf “Neu”
Stufe 1
1.764 €
Zwischenstufe
1.902,83 €
Stufe 2
1.960 €
Stufe 2
1.960 €
Stufe 3
2.060 €
Stufe 3
2.060 €
Stufe 3
2.060 €
Stufe 4
2.155 €
Stufe 4
2.155 €
Stufe 4
2.155 €
Stufe 4
2.155 €
Zwischenstufe
2.166,49
Stufe 5
2.220 €
Stufe 5
2.220 €
Stufe 5
2.220 €
Stufe 5
2.220 €
Stufe 5
2.220 €
Zwischenstufe
2.236 /2.272 €
Stufe 6
2.285 €
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Überleitung Angestellte
Nach 5 Jahren
Stufe 6
Nach 2 Jahren
Nach 4 Jahren
Nach 2 Jahren
Nach 3 Jahren
Nach 2 Jahren
Individuelle
Zwischenstufe
Stufe 3
Individuelle
Zwischenstufe
Stufe 5
Individuelle
Zwischenstufe
Stufe 4
Entgelte
zwischen
Stufen
4 und 5
Individuelle
Endstufe
Entgelte
höher als
die Stufe 6
Entgelte
zwischen
Stufen
5 und 6
Erste Stufensteigerung
nach Überleitung
Reguläre Stufensteigerungen
20
Entgelte
zwischen
Stufen 3
und 4
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Überleitung Angestellte
Nach 2 Jahren
Stufe 2
Individuelle
Zwischenstufe
Alte Entgelte die
höher als
Stufe 2
+ 50% Differenz zu
Stufe 3 sind
Stufe 1
Keine
Zuordnung
Alle Entgelte
die unter dem
Betrag Stufe 2
liegen
Stufe 3
Alte Entgelte die
niedriger oder gleich
mit
Stufe 2 + 50%
Differenz zu Stufe 3
sind
21
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Strukturausgleich (fiktiv)
3000
2800
2600
Neue Tabelle
nach der
Neugestaltung
Höherer
Einstieg für
Jüngere
Niedrigeres
Endgehalt für
Jüngere
Euro
2400
2200
2000
21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60
Alter
22
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Zeitzuschläge
Für Angestellte
in Krankenhäusern gilt
bei Nachtund Samstagsarbeit der
„Status Quo“
 Überstunden
- E1 - E9
- E10 - E15
 Nacht (21 - 6 Uhr)
 Samstag (13 - 21 Uhr)
 Sonntag
 Feiertage
 24./31. Dezember (ab 6 Uhr)
30 von Hundert
15 von Hundert
20 von Hundert
20 von Hundert
25 von Hundert
35 von Hundert
35 von Hundert




105 €
0,63 €/je Stunde
40 €
0,24 €/ je Stunde
Ständige Wechselschichtarbeit
nicht ständige Wechselschichtarbeit
ständige Schichtarbeit
nicht ständige Schichtarbeit
- Definitionen TV-V
23
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Erschwerniszuschläge
 Anspruchsvoraussetzung:
 Arbeit muss außergewöhnliche Erschwernisse beinhalten
 gilt nicht bei Erschwernissen, die dem Berufs- oder
Tätigkeitsbild zugrunde liegen und mit der Eingruppierung
bereits abgegolten sind
 außergewöhnliche Erschwernisse können sich grundsätzlich
nur bei Arbeiten ergeben, die
 mit besonderer Gefährdung,
 mit extremer nicht klimabedingter Hitzeeinwirkung,
 mit besonders starker Schmutz- oder
Strahlenbelastung
 oder sonstigen vergleichbaren Umständen verbunden
sind
 Zuschlagshöhe = 5 - 15% (in besonderen Fällen abweichende
Regelungen) des Stundenentgelts der Stufe 2 der EG 2
 bis zur Neuregelung in einem landesbezirklichen TV bzw. TV
mit dem Bund gelten derzeitige Bestimmungen weiter
24
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Arbeitszeit
 Ergebnisse Arbeitszeit
 Ausgleichszeitraum bis zu 1 Jahr
 Pausen bei Wechselschicht = Arbeitszeit
 Ausnahme Krankenhäuser
 Nachtarbeit von 21.00 bis 06.00 definiert
 Feiertage: Vorwegabzug
 Neu für (Wechsel-)Schicht
 24./31.Dezember
 entsprechend Wochenfeiertage
25
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Arbeitszeit
 Tarifierung flexiblerer Arbeitszeitformen
 Arbeitszeitkorridor
bis zu 45h/Woche = überstundenzuschlagsfrei
 Rahmenarbeitszeit
innerhalb 12h-Rahmen/Tag = überstundenzuschlagsfrei
  nicht bei Schicht und Wechselschicht
 Arbeitszeitkonten für mehr Souveränität
 verbindlich bei Arbeitszeitkorridor- und
Rahmenarbeitszeitregelungen
 Ausgestaltung: einvernehmliche Dienstvereinbarung (PR)
oder Betriebsvereinbarung
26
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Neugestaltung des Tarifrechts
 Überstundendefinition
- kein Ausgleich bis Ende folgender Woche
Ausnahme
• Arbeitszeitkorridor / Rahmenarbeitszeit vereinbart
• Schicht und Wechselschicht
– Zuschlagspflicht für Arbeitsstunden, die über die im Schichtplan
vorgesehenen täglichen Arbeitsstunden hinausgehen
– Zuschlagspflicht für Arbeitsstunden, die über die regelmäßige
wöchentliche Arbeitszeit hinausgehend im Schichtplan
vorgesehen sind und innerhalb des Schichtplans nicht
ausgeglichen werden
- Möglichkeit: Freizeit statt Bezahlung (Faktorisierung)
- z. Zt. Prüfung des Bedarfes für Sonderregelungen
28
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Arbeitszeitkonten
Auf ein Arbeitszeitkonto können gebucht werden:
 Zeitguthaben oder Zeitschuld nach Ablauf des
Ausgleichszeitraums
 Überstunden
 in Zeit umgewandelte Zeitzuschläge
 „sonstige Kontingente“, sofern über Dienst- oder Betriebsvereinbarung geregelt
 ArbeitnehmerIn entscheidet, welche Zeiten auf das Konto
gebucht werden
 Arbeitsunfähigkeit beim Zeitausgleich hat keine negativen
Auswirkungen auf Arbeitszeitkonto!
29
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Bereitschaftsdienst Krankenhäuser
und Pflegeeinrichtungen
 Tarifierung eines Standards mit Möglichkeit der
- Verlängerung der tägl. Arbeitszeit mit Bereitschaftsdienst bis zu 13 h
bzw. 16 h
 nach § 7 ArbZG Öffnung für BV / DV unter bestimmten Voraussetzungen
- Verlängerung der Arbeitszeit mit Bereitschaftsdienst auf bis zu Ø 58
h/Woche oder Ø 54 h/Woche bzw. bis zu 24 h
 proportionale Begrenzung der Höchstarbeitszeit für §15b BAT-Beschäftigte
 Faktorisierung Bereitschaftsdienstvergütung im Verhältnis 1:1 möglich
31
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Reisezeit als Arbeitszeit
Reisezeiten bei Dienstreisen:
 nur die Zeit der dienstlichen Inanspruchnahme am auswärtigen
Geschäftsort ist Arbeitszeit,
mindestens die auf den Reisetag entfallende dienstplanmäßige
oder regelmäßige oder durchschnittliche Arbeitszeit
 nichtanrechenbare Reisezeiten von 15 h/Monat und mehr
werden auf Antrag zu 25% als Arbeitszeit berücksichtigt
32
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Unkündbarkeit / Befristete Beschäftigte
 „Unkündbarkeit“ bei Angestellten (West) bleibt
erhalten
 Regelungen bleiben bestehen und werden ggf.
redaktionell angepasst für:
- Rationalisierungsschutz-TV
- SR 2y (für das Tarifgebiet West)
- TV Soziale Absicherung für das Tarifgebiet Ost (bis 2009)
33
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Entgeltfortzahlung
 Einheitlicher Krankengeldzuschuss:
- nach 6 Wochen Entgeltfortzahlung auf der Basis der Bemessungsgrundlage längstens für 39 Wochen (bisher 26)
 Bemessungsgrundlage:
- Durchschnitt der letzten 3 vollen Kalendermonate,
- ohne Entgelt für gelegentliche Überstunden (+ dienstplanmäßige
Überstunden) sowie ohne Leistungsentgelte, Sonderzahlung und besondere
Zahlungen
• Beschäftigte werden bei der Durchschnittsberechung so gestellt, als ob
sie während des Bemessungszeitraumes gearbeitet hätten
 Für bisherige § 71 BAT:
- Differenz zwischen der Bemessungsgrundlage und dem Nettokrankengeld
• Besitzstandsregelungen werden noch vereinbart
 Für alle nach dem 1. Juli 1994 eingestellten:
- Bruttokrankengeld
34
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Urlaub und Arbeitsbefreiung
 Erholungsurlaub:
- bis zum 30. Lebensjahr:
26 Arbeitstage
- bis zum 40. Lebensjahr:
29 Arbeitstage
- ab dem 40. Lebensjahr:
30 Arbeitstage
(Besitzstand für die am Stichtag vorhandenen Beschäftigten)
 Arbeitsbefreiung:
- § 52 BAT
- Änderungen: 8 Arbeitstage für gewerkschaftliche Gremien
• Landesfachbereichsvorstände neu hinzugekommen
 Zusatzurlaub:
- Weitergeltung der bisherigen Regelungen bis zu einer tarifvertraglichen
Neuregelung
- bis zu 6 Tagen für Schicht- und Wechselschicht
 Sonderurlaub
- bei Vorliegen eines wichtigen Grundes möglich
35
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Vorübergehende Ausübung höherwertiger
Tätigkeiten
 Grundsatz:
Höherwertige Tätigkeit wird mindestens seit 1 Monat ausgeübt
- Rückwirkende Zahlung einer persönlichen Zulage
- Zulage entspricht dem Unterschiedsbetrag zwischen jetziger
Eingruppierung und der Eingruppierung im Falle einer
Höhergruppierung
 Ausnahme:
Zulagenanspruch nach 3 Arbeitstagen
- Beispielkatalog in landesbezirklichen TV bzw. TV beim Bund
- Übergangsregelungen bis maximal 30.06.2007 für die übergeleiteten
Beschäftigten aus BMT-G oder MTArb
36
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
VorarbeiterInnen-/TeamleiterInnen-Zulage
 Bei Übertragung der Tätigkeit
- „TeamleiterIn“ oder
- „VorarbeiterIn“
 Höhergruppierung um eine Entgeltgruppe
 Höhergruppierung ist jederzeit widerrufbar
 Die bisherigen Definitionen gelten weiterhin
 Überprüfung im Zusammenhang mit der neuen Entgeltordnung
 Prüfvorbehalt bezgl. Auswirkungen und Besitzstände
37
ver.di Bundesverwaltung
Tarifsekretariat öffentlicher Dienst 15.4.05
Weitere Regelungen
 Vergütungsgruppenzulagen:
- Soweit im Übergangszeitraum ein Anspruch auf Zahlung erworben
wird, wird diese auch ausgezahlt. Das weitere Verfahren ist in den
Regelungen zur Entgeltordnung zu vereinbaren.
 Jubiläumszuwendung:
- 25 Jahre 350 Euro
- 40 Jahre 500 Euro
Mindestregelung mit betrieblicher Öffnungsklausel nach oben
 Nebentätigkeit
- gegen Entgelt, rechtzeitige vorherige schriftliche Anzeige
- Untersagung oder Auflagen möglich, wenn die Erfüllung der
arbeitsvertraglichen Pflichten beeinträchtigt werden oder berechtigte
Interessen des Arbeitgebers vorliegen
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Weitere Regelungen
 Rationalisierungsschutz TV/ TV soziale Absicherung:
- bleiben im jeweiligen Geltungsbereich bestehen
- Verlängerung TV soziale Absicherung bis Ende 2009
- nach Auslaufen Tarifverhandlungen zur Beschäftigungssicherung
 Vermögenswirksame Leistungen:
- tarifvertragliche Regelungen bleiben bestehen
 Überstunden bei Führungskräften:
- bei obersten Bundesbehörden
• in EG 15 durch Entgelt abgegolten
• EG 13 und 14 nur wenn für alle Beschäftigten angeordnet
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Weitere Ergebnisse
 Allgemeiner Teil
- Mantel
• Probezeit (6 Monate, es sei denn es ist eine kürzere Zeit
vereinbart)
• Personalakten (Recht auf Einsicht)
• Nebentätigkeit (Anzeige beim AG)
• Zeugnis (Endzeugnis, Zwischenzeugnis, vorläufiges
Zeugnis)
• Versetzung/ Zuweisung/ Abordnung
• Personalgestellung
• Qualifizierung
• Arbeitszeit
• Führung auf Probe
• Führung auf Zeit
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Auszubildende
 100 Euro Einmalzahlungen für 2005 - 2007
(jeweils 1. Juli)
 Grundsätzlich Einigkeit über Verlängerung der bisherigen
Übernahmeklausel (am 31.01.2005 ausgelaufen)
 Verhandlungen für einheitlichen TV-Auszubildende laufen
weiter
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Weiteres Vorgehen
 Klärung besonderer Regelungen:
z.B. für Feuerwehr, Kraftfahrer beim Bund, Wachdienst etc.
 Redaktionsverhandlungen
- wöchentliche Termine bis Juni terminiert
 Abschluss der Verhandlungen bis 15. September 2005
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Neugestaltung des Tarifrechts