Aufbruch im Umbruch
Was bleiben will, muss sich ändern!
„Neue Wege gehen Die Freude an Gott ist unsere Stärke“
(Neh 8,10)
Bischof Friedhelm Hofmann:
„Umbrüche und Veränderungen wecken zu aller erst Ängste und Befürchtungen. Diese
sind berechtigt und ernst zu nehmen. Doch kann das für uns als glaubende Menschen
nicht die einzige Reaktion sein. Wir müssen uns auch auf die veränderte Situation
einlassen. Dies ist ein wesentliches Moment unserer Berufung.
Es kommt darauf an, nicht nur das Schwierige in unserer gegenwärtigen Situation zu
sehen, sondern auch zu entdecken, was neu zu gewinnen ist. In diesem Spannungsfeld
gilt es auch menschlich und geistlich gut miteinander umzugehen.
Ich glaube, dass der Herr der Kirche mit der Situation, wie sie ist, auch eine
Neubesinnung und Erneuerung auslösen will. Gott umarmt uns mit der Wirklichkeit ...
Wir können nicht einfach und schnell aus der Not eine Tugend machen, aber wir können
versuchen, diese Situation des Umbruchs als eine Einladung zum Aufbruch zu sehen
und unsere Seelsorge neu zu gestalten.“
Warum hat Bischof Friedhelm neue
Richtlinien zur Errichtung der
Pfarreiengemeinschaften erlassen?
Richtlinien für die Errichtung von
Pfarreiengemeinschaften (15.09.06)
Bischof Friedhelm Hofmann:
Die Veränderungen in Kirche und Gesellschaft, die abnehmende Zahl der
Priester und der Gläubigen sowie eingeschränkte finanzielle Möglichkeiten
machen es notwendig, die Zusammenarbeit der Pfarreien in unserer
Diözese in verbindlicher Form zu regeln.
Pfarreiengemeinschaft –
Was ist ist eigentlich darunter zu verstehen?
Pfarreiengemeinschaft
• mehrere, benachbarte Pfarreien (mit Filialen und Kuratien)
2 - 8 Pfarreien, 3.000 - 10.000 Katholiken
• von einem Pfarrer geleitet
• durch Verwirklichung kooperativer Pastoral
im Pastoralteam,
im Gemeinsamen Ausschuss (Gemeinsamer Pfarrgemeinderat)
im Gemeinsamen Finanzausschuss
• für die Menschen eines Lebensraumes
Evangelisation und Gottesdienst
Diakonie, Gemeinschaft bilden
Welche Ebenen der Seelsorge können also
unterschieden werden?
Die drei Ebenen der Seelsorge
Mit Inkrafttreten dieser Richtlinien ist die Pfarreiengemeinschaft die Regelform der unteren
pastoralen Ebene in der Diözese Würzburg.
Neben der Pfarreiengemeinschaft wird es in begründeten Einzelfällen auch weiterhin die große
Einzelpfarrei geben.
Auch mit Errichtung der Pfarreiengemeinschaften kann es angezeigt sein, dass benachbarte
Pfarreiengemeinschaften und/oder Einzelpfarreien zusammen arbeiten, wie es bisher schon in der
Form des Pfarrverbandes geschehen ist.
Die Pfarreiengemeinschaften und die großen Einzelpfarreien werden in Dekanaten
zusammengefasst. Diese dienen ... der Förderung der pastoralen Tätigkeit durch Zusammenarbeit auf
der regionalen Ebene. Die Dekanate bilden die mittlere pastorale Ebene in der Diözese Würzburg.
Sogenannte „Zwischenräume“ und Verbände
Welche Schritte sollten idealer Weise bis zur
Errichtung der Pfarreiengemeinschaft
gegangen werden?
8 Schritte zur Entwicklung der PG
Schritte 1-4
1. Absprache des Pastoralteams mit dem Personalreferat und der
Gemeindeentwicklung über die strukturellen und personellen Rahmendaten sowie
Klärung des Personaleinsatzes.
2. Informationsveranstaltung über die Rahmendaten, den Personaleinsatz und die
Entwicklungsschritte (mit den hauptberuflichen Diensten sowie den PGRs und
KVs) - Angebot der Gemeindeberatung!
(Gegebenenfalls nochmals Rücksprache mit den hauptberuflichen Diensten und den
Gremien zur Klärung des Vorgehens - Terminabsprachen mit Gemeindeentwicklung
und/oder Gemeindeberatung sowie Personalreferat für die weiteren Schritte)
3. Bestellung des Projektteams (Gemeinsamer Ausschuss)
4. Standortbestimmung der beteiligten Kirchengemeinden
Die Standortbestimmung
Wichtig: Analyse des Lebensraumes
Leitfragen:
Wer sind wir?
Was ist für uns typisch/markant?
Was macht unsere Identität aus?
Was ist uns besonders wertvoll?
Was würde unserem Dorf/unserer Stadt/unserem Viertel fehlen,
wenn es uns nicht gäbe?
Wo bleiben wir hinter unseren Möglichkeiten zurück?
Wo ist Veränderung angesagt?
(Stärken-Schwäche Analyse)
8 Schritte zur Entwicklung der PG
Schritte 5 - 8
5. Kennenlernen der beteiligten Kirchengemeinden
Informationsaustausch - gemeinsame Sitzungen
(Koordination im Projektteam – evtl. Begleitung durch Gemeindeberatung)
6. Vereinbarung zur Gestaltung der Zusammenarbeit
auch mit Kirchenverwaltungen (Gemeinsamer Finanzausschuss)
7. Abschluss der Vereinbarung
und Genehmigung durch die HA II – Seelsorge
(gegebenenfalls Anpassung der Arbeitsumschreibungen im Pastoralteam Gespräch mit dem Personalreferat)
8. Errichtung der Pfarreiengemeinschaft durch den Bischof
Sollen zukünftig alle Pfarrgemeinderäte
aufgelöst werden zugunsten eines
Pfarrgemeinderates der
Pfarreiengemeinschaft?
Gemeinsamer Pfarrgemeinderat oder
Gemeinsamer Ausschuss?
Die satzungsgemäßen Voraussetzungen für einen gemeinsamen
Pfarrgemeinderat der Pfarreiengemeinschaft müssen bis 2010 vom
Diözesanrat geschaffen werden,
bis dahin sind bischöfliche Einzelfallentscheidungen nötig!
Deshalb bleibt eigentlich nur die Alternative:
Gemeinsamer Ausschuss mit Vereinbarung der
Gestaltung der Zusammenarbeit!
Gemeinsamer Ausschuss
Bis wann muss eigentlich klar sein, wer in
einer Pfarreiengemeinschaft
zusammengehört?
Die Umschreibung und Errichtung
Gemäß dem “Personal- und Strukturplan der Diözese Würzburg für das Jahr 2010"
werden die geplanten Pfarreiengemeinschaften bis zum 1. Fastensonntag 2009
verbindlich umschrieben und spätestens bis zum 1. Fastensonntag 2010 errichtet.
Alle Priester, die in der pfarrlichen Seelsorge tätig sind, die pastoralen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter sowie die einzelnen Pfarreien und die in ihnen bestehenden Gremien der
Mitverantwortung sind aufgefordert, den Prozess der Umstrukturierung entschieden und
tatkräftig zu unterstützen.
Personal- und Strukturplan (Stand 01.07.06)
Warum ist der Name einer
Pfarreiengemeinschaft so wichtig?
Der Name der Pfarreiengemeinschaft
Jede nach dem “Personal- und Strukturplan der Diözese Würzburg für das Jahr
2010” in der geltenden Fassung geplante Pfarreiengemeinschaft schlägt dem
Bischof spätestens bis zum 1. Fastensonntag 2009 einen geeigneten
Namen für die geplante Pfarreiengemeinschaft vor.
Der Bischof entscheidet frei über die Annahme oder Ablehnung des
vorgeschlagenen Namens und kann gegebenenfalls einen neuen Vorschlag
erbitten. Sollte die Pfarreiengemeinschaft bis dahin keinen entsprechenden
Namensvorschlag unterbreiten, kann der Bischof frei über einen
entsprechenden Namen entscheiden.
Bisherige Beispiele:
- St. Martin Innenstadt
- Unter der Homburg
- Zu den Frankenaposteln
- Hl. Geist
- St. Jakobus
- Oberer Sinngrund
- St. Georg
Was ist der „Mehrwert“ einer
Pfarreiengemeinschaft?
Nicht nur kurzfristiges Bewältungsinstrument von Mangelsituationen,
sondern eine Möglichkeit missionarisch heute Kirche zu sein.
•Kräfte bündeln in neuen Strukturen der Zusammenarbeit
•vernetzt und abgestimmt untereinander handeln
•Schwerpunkte bilden, zielorientiert handeln
•anstehende Aufgaben sinnvoll verteilen (keiner soll zuviel tragen-EbenenSubsidiarität)
•Das je eigene der einzelnen Gemeinden/Gemeinschaften in den Prozess der
PG-Entwicklung einbringen (Identität und Solidarität)
•Charismenorientierung - Gabenorientierung
•Partizipation und Mitverantwortung der einzelnen Gläubigen entwickeln
(Teilhabe an der Sendung der Kirche, aber Gott seine Gemeinde bauen
lassen!)
•Kleine christliche Gemeinschaften entdecken und fördern
•Katholische Communio bewußt machen (Bischofskirche)
Kooperation - der Schlüssel zum Erfolg
Überlastung vermeiden!
In welchen Bereichen, auf welchen Feldern der
Seelsorge kann und soll zusammengearbeitet
werden?
Was sind die besonderen Herausforderungen
des Lebensraumes?
Welche Schwerpunkte sollen gesetzt werden?
,
Schwerpunkte setzen - Handlungsfelder Besondere Herausforderungen
Jugend
Öffentlichkeitsarbeit
Ehe und Familie
Caritas
Sozialstation, Kindergarten, Besuchsdienste, Altenheim, Krankenhaus
Schule/Schulpastoral
Katechese/Erw.Bildung
Liturgie
Beauftragte für Wort Gottes Feiern
Kirchenmusik
Wichtig:
Runde Tische, Ausschüsse, Begleitung durch hauptberufl. Dienste/ea Beauftragte
Gibt es auch Übergangsbestimmungen?
Übergangsbestimmungen
Mit der verbindlichen Umschreibung werden alle die Pfarreien festgelegt, die künftig nach
Maßgabe des c. 526 § 1CIC, 2. Halbsatz, eine Pfarreiengemeinschaft bilden sollen.
Priester, die bislang in den betreffenden Pfarreien als Pfarrer, Pfarradministratoren oder
Kuraten tätig sind, werden gebeten, bis zur Errichtung der Pfarreiengemeinschaft im
Benehmen mit der Haupt-abteilung VI - Seelsorgepersonal ihren weiteren dienstlichen
Einsatz zu klären.
Dabei kommen folgende Möglichkeiten in Frage:
(1) Ernennung zum Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft;
(2) Versetzung auf das Amt eines Pfarrvikars in derselben oder in einer
anderen Pfarreiengemeinschaft;
(3) Versetzung in den Ruhestand bei Vorliegen der entsprechenden
Voraussetzungen (siehe Würzburger Diözesanblatt Nr. 11 vom
15.07.2006.)
Übergangsbestimmungen
In besonders begründeten Einzelfällen (z. B. bevorstehende Ruhestandsversetzung
eines Pfarrers innerhalb der nächsten beiden Jahre) kann in gestufter Weise
vorgegangen werden:
(1) Alle betreffenden Pfarreien werden bis zum 1. Fastensonntag 2009 verbindlich als
Pfarreiengemeinschaft umschrieben;
(2) Eine der Pfarreien wird zunächst und zeitlich befristet von der tatsächlichen
Errichtung der Pfarreiengemeinschaft zum 1. Fastensonntag 2010 ausgenommen; die
zuständigen Hauptabteilungen des Bischöflichen Ordinariats tragen während dieser Frist
dafür Sorge, dass die Voraussetzungen für die Integration dieser Pfarrei in die
Pfarreiengemeinschaft geschaffen werden;
(3) Die fragliche Pfarrei wird in die errichtete Pfarreiengemeinschaft integriert.
Was hat es mit der Vereinbarung zur
Gestaltung der Zusammenarbeit auf
sich?
Die Vereinbarung zur Gestaltung der
Zusammenarbeit
Die Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen der beteiligten
Kirchengemeinden wollen also ihrer Pfarreiengemeinschaft ...
- eine gemeinsame Grundausrichtung geben,
- die Zusammenarbeit untereinander stärken,
- die gemeindlichen Gremien und Strukturen kooperativ ausrichten.
Deshalb treffen sie die folgenden Vereinbarungen:
Beispiele für Kooperationsfelder
bzw. gemeinsam wahrgenommene Aufgaben
Angebote zur spirituellen Begleitung und Qualifizierung von
Ehrenamtlichen, zur Glaubenserneuerung, Vertiefung des geistlichen Lebens
und in der Ewachsenenbildung;
•
• die Stärkung der Arbeit mit besonderen Zielgruppen wie z. B. Kinder,
Jugendliche, Familien, Alleinerziehende, kranke und behinderte Menschen;
• die Koordinierung der Gottesdienstzeiten und des gesamten liturgischen
Angebotes (Wallfahrten, Prozessionen, WGF ...) sowie die Sakramentenpastoral und -katechese;
• die Vernetzung der sozialen Dienste im Bereich der ambulanten Krankenund Altenpflege, der Kindergärten und Kindertagesstätten, der Aussiedler- oder
Migrantenbetreuung und anderer Aufgabenbereiche einer diakonischen
Pastoral (z.B. auch Schulpastoral);
• die Öffentlichkeitsarbeit (gemeinsamer Pfarrbrief)
• die Ökumenischen Aktivitäten;
• die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen verschiedenen
territorialen und kategorialen Diensten auf Dekanats- oder Diözesanebene
(Jugend, Senioren, Familien, Krankenhaus, Gefängnis, Beratung, CaritasEinrichtungen ...).
Was ist mit dem gemeinsamen
Finanzausschuss eigentlich gemeint?
Zusammenarbeit der
Kirchenverwaltungen
1. Grundsätze der Zusammenarbeit
Die Verwaltung der einzelnen Kirchenstiftungen innerhalb der Pfarreiengemeinschaft obliegt den jeweiligen
Kirchenverwaltungen. Im Gesamtinteresse der Pfarreiengemeinschaft nehmen sie diese Aufgabe in guter
Zusammenarbeit mit allen Beteiligten wahr. Die Kirchenverwaltungen informieren sich dabei wechselseitig über die in
ihre Zuständigkeit fallenden Angelegenheiten von gemeinsamer Bedeutung und arbeiten in der Erledigung der
Vermögensangelegenheiten, die alle Kirchengemeinden betreffen, eng zusammen.
(Siehe Richtlinien für die Zusammenarbeit der Pfarrgemeinderäte und der Kircheverwaltungen einer errichteten
Pfarreiengemeinschaft vom 15.09.2002, veröffentlicht im WüDiBl, Nr 16 vom 15.10.2002.)
1.1 Angelegenheiten von gemeinsamer Bedeutung sind:
1.2 sind nicht:
2. Der Gemeinsame Finanzausschuss
Die Einrichtung eines Gemeinsamen Finanzausschusses ist notwendig und verpflichtend.
Eine Kirchenverwaltung der Pfarreiengemeinschaft übernimmt treuhänderisch die Verwaltung der gemeinsamen
Angelegenheiten.
Die Sitzungen des Ausschusses sind nicht öffentlich, die Inhalte der Sitzungen unterliegen der Schweigepflicht
gegenüber Dritten (siehe Art. 12 KistifO)
2.1. Zusammensetzung
Der Gemeinsame Finanzausschuss setzt sich folgendermaßen zusammen:
1. Der (koordinierende)Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft
2. Je 1 (bis 2) Mitglied/er der in der Pfarreiengemeinschaft zusammengeschlossenen Kirchenverwaltungen.
2.2 Arbeitsweise
Der (koordinierende) Pfarrer lädt als Vorsitzender dieses Ausschusses mit Angabe der Tagesordnung
mindestens 14 Tage vor der Sitzung ein.
Der Finanzausschuss trifft sich mindestens einmal im Jahr, um die Jahresumlage zu beschließen und
gegebenenfalls den Delegierten/die Delegierte der Kirchenverwaltungen für den Gemeinsamen Ausschuss zu
wählen.
Die Amtszeit der Delegierten kann die Amtszeit der Kirchenverwaltungen nicht überschreiten
Die Kosten der gemeinsamen Aufgaben werden in einem gemeinsamen Finanzplan dargestellt, der als Anlage
bei dem Haushaltsplan der Kirchenstiftung beifügt wird, die die Verwaltung treuhänderisch übernommen hat.
Der Kostenanteil, den die einzelnen Kirchenstiftungen auf der Grundlage des Finanzplans zu tragen haben, wird
in den Haushaltsplänen der einzelnen Kirchengemeinden als Ausgabe ausgewiesen.
Als üblich hat sich der jeweilige Prozentsatz des Katholikenanteil an der Gesamtkatholikenzahl für die Umlage
der Kosten erwiesen.
Damit notwendige Aufwendungen im Zusammenhang mit der Errichtung
und Entwicklung der Pfarreiengemeinschaften oder gemeinsame
Projekte unterstützt werden können, stellt die Bischöfliche
Finanzkammer - auf Antrag hin - jeder errichteten Pfarreiengemeinschaft
pauschal und einmalig 2.000,00 Euro zur Verfügung.
3. Regelungen für die Organisation des Pfarrbüros/der Pfarrbüros
In den Pfarreien besteht ein Pfarrbüro/mehrere Pfarrbüros mit eigener/em Pfarrsekretär/in.
Wenn mehrere Pfarrbüros bestehen, arbeiten diese eng zusammen und teilen Arbeiten aufgabenbezogen
untereinander auf, um Doppelungen zu vermeiden.
Die Öffnungszeiten der einzelnen Pfarrbüros richten sich nach den örtlichen Erfordernissen und werden
auf der Ebene der Pfarreiengemeinschaft abgestimmt.
Für das Pfarrbüro/die Pfarrbüros gelten weiterhin folgende Regelungen:
Wie steht es eigentlich mit dem
Personaleinsatz und den
Arbeitsumschreibungen des
hauptberuflichen Personals?
Personaleinsatz und
Arbeitsumschreibungen
Der Einsatz der Priester sowie der weiteren pastoralen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter erfolgt ab Inkrafttreten dieser Richtlinien auf der Ebene der
Pfarreiengemeinschaft und ist abhängig sowohl von den jeweiligen pastoralen
Erfordernissen als auch von den finanziellen Möglichkeiten des Bistums.
Die Arbeitsumschreibungen aller Seelsorgerinnen und Seelsorger innerhalb
einer Pfarreiengemeinschaft müssen aufeinander abgestimmt werden und
orientieren sich an den Aufgaben der pfarrlichen Seelsorge. Bei
Personalwechsel erfolgt unter Umständen eine Neuumschreibung der
einzelnen Aufgaben.
Lebensraumorientierung in der Seelsorge was heißt das konkret?
Lebensraum orientierte Seelsorge ...
• Seelsorge, die sich in nach den Lebensräumen der Menschen ausrichtet
• Lebensraum ist einerseits der soziale Nahraum, andererseits sind die
individuellen Lebensräume, Lebensorte, Lebenswelten im Blick
• Lebensräume sind nicht mehr mit dem Gebiet einzelnen Pfarrei identisch
• also ein Seelsorgebereich, der durch kommunale Zuordnung, durch das
Einzugsgebiet von Schulen und Arbeitsstätten, die Beziehung zu caritativen
und sozialen Einrichtungen oder durch geschichtlich gewachsene
Gemeinsamkeiten bestimmt ist.
• Im Lebensraum kann eine Bündelung der pastoralen Kräfte erfolgen
• Die pastoralen Charismen der einzelnen Pfarreien, Orte, Ortsteile, Gruppen
usw.können für das Ganze fruchtbar sein -Teilen von Ressourcen
• Keine entfremdende Zentralisierung, sondern Anerkennung und Förderung
der örtlichen Gemeinde (Dezentrale Steuerung - niederschwellige
Angebotsstruktur nahe bei den Menschen erhalten)
Womit beginnen?
•Standortbestimmung
•gemeinsame Anliegen, Projekte, Herausforderungen benennen
•Vereinbarung zur Gestaltung der Zusammenarbeit angehen Verteilung der Aufgaben auf die versch. Ebenen - Schwerpunktsetzung
•Gemeinsamen Ausschuss bilden (oder zunächst Projektgruppe)
•Gemeinsamen Finanzausschuss gründen
•Namen auswählen
•Vereinbarung unterzeichnen
•Errichtung beantragen
Worum es geht ...
Spiritualität und Solidarität:
Glaube und Leben soll miteinander verbunden werden!
Erneuerung und Entwicklung:
Glauben heute leben und vertiefen, Gemeinschaft entwickeln, ist die Aufgabe, die
ansteht.
Das Evangelium in Wort und Tat verkündigen:
Evangelisieren ist die grundlegende Identität der Kirche
(Evangelii Nuntiandi 14)
Lebensraumorientierte Seelsorge:
Ständige Weiterentwicklung der Kooperativen Seelsorge (Seelsorge in
Zusammenarbeit aller Beteiligten) und des vernetzten Denkens im Lebenraum
– um der Menschen willen!
Hat die Errichtung der
Pfarreiengemeinschaften nicht auch
Konsequenzen für den Dekanatsrat?
Konsequenzen für den Dekanatsrat ...
•die Entwicklungen im kirchlichen und
gesellschaftlichen Bereich - PG -Entwicklung begleiten,
•Konzepte entwickeln - Schwerpunkte setzen,
•Projektgruppen/Runde Tische gemäß der
Schwerpunktsetzung installieren,
•Neue Vertretungsstruktur (PGen, Verbände, Caritas) angehen,
•Neue Form eines Geschäftsführenden Ausschusses und einer
Dekanatsversammlung etablieren.
Wo sind die hauptberuflichen Dienste
gefordert in den Errichtungsprozessen?
• Absprachen mit GE und Personalreferat zusammen mit
dem Leiter treffen, evtl. Übergangslösungen entwickeln.
• Informationsveranstaltung organisieren und auf den Weg
bringen (evtl. selbst die grundlegenden Infos geben –
Präsentation im Internet: www.pfarreiengemeinschaft.de)
•Standortbestimmung erarbeiten (zs. mit den Gremien)
(Material im Internet!)
• Vereinbarung zur Gestaltung der Zusammenarbeit
angehen:
• - gemeinsame Anliegen, Projekte, Herausforderungen
erkennen, benennen und Schwerpunkte setzen;
- Aufgaben auf die versch. Ebenen verteilen
(siehe “Eckpunkte” und Internet)
•Gemeinsamen Ausschuss bilden und mitarbeiten
(oder zuvor Projektgruppe zusammenstellen - mit
Zeitplan und Schritten zur Errichtung)
• Gemeinsamen Finanzausschuss angehen
(Begleitung der KVs)
• Namensfindung unterstützen (identitätsstiftend!)
•Unterzeichnung der Vereinbarung begleiten
Genehmigung und Errichtung beantragen (lassen)
• (Liturgische) Feier vorbereiten und in Kooperation mit
den Gremien durchführen
(evtl. mit Einladung der HA Seelsorge)

Gemeinsamer Ausschuss