Anti-Doping-Fortbildung 2008
des NRIV
Hannover,
03.08.2008
M. Gärtner
Was ist eigentlich Doping?
Ursprung
- Starker Schnaps der Einheimischen in Südafrika
- Übernahme des Begriffes von den Buren und später den
Engländern: Getränke mit stimulierender Wirkung
- Erste dokumentierte „Anwendung“ 1899 als eine Mischung
aus Opium und Narkotika, die Pferden in Rennen verabreicht
wurde
- Erster „offizieller Fall“: 13.07.67; Tour de France, Mont
Ventoux, Tom Simpson; gestorben an einer Mischung aus
Alkohol und Amphetaminen
- 1968 bei der Olympiade in Mexiko erste Dopingkontrollen
Was ist eigentlich Doping?
• Definitionen:
• 1. Vorhandensein eines verbotenen
Wirkstoffes in den
Körperflüssigkeitsproben (Urin/Blut/...)
• 2. Anwendung oder Versuch der Anwendung eines
verbotenen Wirkstoffes oder einer verbotenen
Methode
• 3. Verweigerung oder das Unterlassen einer
Dopingkontrolle ohne zwingenden Grund
• 4. Verstoß gegen die Meldevorschriften
Was ist eigentlich Doping?
• 5. Heimliche Beeinflussung der Dopingprobe
• 6. Besitz eines verbotenen Wirkstoffes/Hilfsmittels
oder einer verbotenen Methode auch durch das
„Hilfspersonal“ des Sportlers
• 7. Verkauf oder Weitergabe von verbotenen
Wirkstoffen
• 8. Deutschland: Teilnahme an einem Wettkampf
während einer Sperre
„Eigenleistungen“ von
Kaderathleten
• (Mit-)Führen eines Sportlergesundheitspasses
• Aktuelle „Positivliste“ bei Arztbesuchen mitführen
(Aktualisierung i.d. Regel einmal jährlich)
• Bei Kaderathleten erfolgt der sofortige Ausschluß
aus „öffentlichen“ Fördermaßnahmen bei Verstößen
gegen Anti-Doping-Bestimmungen neben der
obligatorischen Sperre
Sinn der Antidopingfortbildung
• PRÄVENTION (Vorbeugung/Aufklärung)
• Verpflichtung seit Anfang 2007 für
Kaderathletinnen und Kaderathleten zur
einmal jährlichen Teilnahme an einer
Antidopingfortbildung
Die Dopingkontrolle
• Theoretisch Dopingkontrollen für D und CKaderathleten auch außerhalb des
Wettkampfbereiches möglich
• Praktisch Kontrollen bei Wettkämpfen
(insbes. Deutsche Meisterschaften)
• Dopingkontrolle in der Regel in Form einer
Urinprobe (75 ml); Blutprobenabnahme nur
durch Arzt erlaubt
Beispiele für verbotene
Substanzen
• Anabolika
• Hormone wie Erythropoeitin und
Wachstumstumshormone
• Glukokortikoide
• ß2-Agonisten (Asthmasprays); ggf. vor
Anwendung medizinische Ausnahmegenehmigung
besorgen (Formular TUE)
• ß-Blocker (zur Beruhigung)
• Stimulanzien wie Amphetamine und Kokain
• Diuretika (Maskierungsmittel)
• Insulin
Kontaktadressen
• NADA (Nationale Antidopingagentur);
www.nada-bonn.de; Tel. 0228/812920
• LSB-Niedersachsen
• - sportmedizinisches Zentrum (0511/16747470)
• - Referat Leistungs-/Spitzensport (0511/126820
• NRIV-Antidopingbeauftragter ; M. Gärtner;
[email protected] Tel.
05137/94702

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