SAP – Competence – Center
Bericht zum Thema
Unicode-Umstellung
-Übersicht 
Was ist Unicode ?
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Warum auf Unicode umstellen ?
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Welche Voraussetzungen bestanden ?
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Wie sah der Terminplan aus ?
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Was haben wir getan ?

Wo sind die Fallstricke ?

Welche Auswirkungen sind zu beachten ?

Resümee
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SAP-Arbeitskreis Nord 07.06.2007 Gerhard Bredehorst
- Was ist Unicode  Darstellung aller bekannter Zeichen und Schriften in einem System
 Mehrbyte-Speicherung in der Datenbank
im Gegensatz zur
bisherigen Darstellung
 neue Codepage 4102
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SAP-Arbeitskreis Nord 07.06.2007 Gerhard Bredehorst
- Warum auf Unicode umstellen ?  frühzeitige Vorbereitung auf die geplante NM-Internationalisierung
 Expansion in neue Märkte, Fusionen, Zukäufe, Beteiligungen
 neue SAP-Release ab 2007
 SAP-Infobrief aus 04.2006
 Unterstützung aller Schriften und Sprachen in einem System
 Europa, arabische Länder, Asien
 Keine Weiterentwicklung von Alternativlösungen
 MDMP oder Mehrcodepage-Systeme
 64-Bit Technologie erleichtert Unicodeumstellungen
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- Welche Voraussetzungen bestanden ?  Betriebssystem:
UNIX AIX 5.3
 Datenbanksystem:
DB2 UDB V8.1.1.73, FixPak 7B
 DB-Größe Prod.:
500 GB, belegt 440 GB
 DB-Größe QA:
analog Produktion
 DB-Größe Entw.:
200 GB
 Hauptspeicher:
Appl. 48 GB-RAM, DB 10 GB-RAM
 CPU‘s:
16
 SAP-Version:
ERP 2004, ECC 5.0, Kernel 640
 SAP-GUI:
V. 620
 Codepage:
Standard 1100
 Anz. ABAP-Objekte:
ca. 1900 (grobe Schätzung)
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- Welche Voraussetzungen bestanden ?  Entwicklung:
TI1
 Qualitätssicherung:
QI1
 Qualitätssicherung:
QI2 (mit Schnittstellen zu den LES-Systemen)
 Qualitätssicherung:
QI3
 Produktion:
PI1
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- Wie sah der Terminplan aus ? –
 Projektstart
Januar 2006
 Anbieterauswahl und Vertrag
Mai
 Kick-Off mit Berater
Juni
 Softwareanpassung
Januar – Oktober
 erste Migration (TI1 > QI3)
August
 zweite Migration (PI1 > QI1 > QI3)
August
 Test ohne Schnittstellen
August/September
 dritte Migration (PI1 > QI1 > QI2)
September
 Test mit Schnittstellen
September/Oktober
 vierte Migration (TI1 > TI1)
September
 finale Migration (PI1 > QI1 > PI1)
13.-15. Oktober
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- Was haben wir getan ? –
 Projektgruppe aus SAP-Basis, Programmierung und Organisation
gebildet
 Projektleitung lag in der Programmierung, da dort am meisten zu tun war
 Workshops mit externen Beratern durchgeführt
 Auftrag zur Unterstützung an IBM
 Ermittlung Mehrbedarf Hardware
 welche Codepage wird genutzt, sind Änderungen darin enthalten ?
 Unicodeleitfaden besorgt
 OSS-Hinweise aus Unicodeleitfaden nachgezogen
 DB2 Datenbank auf neuesten Stand aktualisiert (FixPak 11)
 Untersuchung der Softwarekomponenten
 Fremdanbieter (fremde Namensräume, SE03)
 was wird noch benötigt, ST03
 SAP-GUI 640 mit aktuellem Patch eingesetzt
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- Was haben wir getan ? –
 eigene Abgleichtools erstellt, um festzustellen, was noch benötigt wird
 Ausmisten war angesagt
 Prüfung der benötigten Objekte über Transaktion „UCCHECK“
 Das Ding ist mit großer Vorsicht zu genießen !!!
 doppelte Einträge bei Fehlern pro Objekt
 schwierige und unglückliche Selektion
 Nach Programmkorrektur (Unicode-Flag oder Codingänderung)
 erweiterte Syntaxprüfung durchführen, wichtig !!!
 zügiger Test und Freigabe fürs Produktivsystem
 damit Entzerrung der Umsetzung
 Planung der Transportaufträge
 nicht zuviel in einen packen
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- Was haben wir getan ? –
 Schnittstellen analysiert
 RFC – Umstellung in SM58, falls Empfänger Unicodesystem
 File – Open Dataset mit seinen Ausprägungen beachten
 Up- Download – neue Funktionsbausteine/Methoden nutzen
 Hexdefinitionen in den Programmen
 CR und LF, neue Methoden
 dynamische Adressierung zur Laufzeit
 dynamische Programmaufrufe
 vier Testumstellungen
 Entwicklung nach Spielsystem
 Test ohne Schnittstellen
 Umsetzung Entwicklungssystem
 Test mit Schnittstellen
 Entwicklungssystem
 Finale Umstellung Produktivsystem
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- Wo sind die Fallstricke ?  Umstellungsleitfaden ändert sich laufend
 Bor-Objekte ohne Unicodeflag, wie setzen ?
 OSS-Hinweis 563417
 fremde Namensräume
 alle gepflegt per SE03 ?
 sind die Firmen noch am Markt vertreten ?
 IMD, Insolvenzverfahren
 wird der Support noch unterstützt ?
 kennen die Firmen ihre Objekte noch ?
 Realtech, manueller Aufwand 3 Wochen
 Editorsperren vorhanden ?
 Reparaturschlüssel vorhanden ?
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- Wo sind die Fallstricke ?  wie wurden externe Transporte eingespielt ?
 nur im Entwicklungssystem ?
 Gleichstand zwischen Entwicklung und Produktion ?
 Abgleich erforderlich !!!
 Unicodeflag wird nicht gesetzt !!!
 OSS-Hinweis 330267
 sichern von Listen für Tabellenkalkulation
 falsches Format, OSS-Hinweis 931856
 EXCEL und UTF-8 bei Fileschnittstelle
 OSS-Hinweis 615864
 Clustertabellen mit initialen Belegen bereinigen
 OSS-Hinweis 89384
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- Wo sind die Fallstricke ?  SAP-SCRIPT Editor bei neuen SAP-GUI
 im R3 per Transaktion I18N manuell aktivieren
 OSS-Hinweis 316903 + 508854
 Nachgenerieren von eigenen Zugriffsfolgen bei Statistikstrukturen
Programm RMCSISGN – Dokumentation ?
 Nachgenerieren Konditionspflege-Reports wg. Unicodeflag
 OSS-Hinweis 497850
 SQVI Quick-Viewer, Umlaute falsch dargestellt
 OSS-Hinweis 742866
 Änderungsbelege Materialstamm, Anzeige falsch
 OSS-Hinweis 853392
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- Wo sind die Fallstricke ? SM30 Tab. V_P_LOG_CP, Datum und Uhrzeit der Umstellung
 OSS-Hinweis 514967
 Anzeige von Änderungsbelegen in SCC3 sonst falsch
 Schnittstellen aus technischer Sicht
 Unterstützung durch SAP-GUI noch gegeben ?
 RFC‘s ?
 saubere Struktur auf Dateiebene vorhanden ?
 SYSLOG wird nicht migriert
 Schmierzeichen in SM21
 Realtech Überwachung
 OSS-Hinweis 688089
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- Welche Auswirkungen sind zu beachten ?  Projektlaufzeit
 10 Monate
 geänderte Objekte
 Nordmilch
2739
 Softwarelieferanten
900
 gelöschte Objekte
 Hauptspeicherbedarf
 vorher 58 GB-RAM, nachher 82 GB-RAM
 Appl.-Server + 50 %
 Datenbankgröße
 vorher 500 GB, nachher 490 bei UTF-8
 bei UTF-16 60 % Mehrbedarf
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300 (450)
- Welche Auswirkungen sind zu beachten ?  Laufzeit der Umstellung inkl. Vor- u. Nacharbeiten
 13.10.06, 18:00 Uhr, 15.10.06, 19:00 Uhr
 49 Stunden
 Daten im Filesystem werden gelöscht
 Spooleinträge
 ausdrucken oder vor der Migration außerhalb SAP sichern
 Batch-Input-Mappen
 abarbeiten
 Jobprotokolle
 abarbeiten bzw. außerhalb des SAP-Systems sichern
 Fibuabstimmung vor und nach der Migration
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- Resümee  Umstellung lief problemlos
 insgesamt ca. 10 Fehler im Oktober/November
 nochmalige Überprüfung der Programmobjekte in 2007
 erneut 650 Objekte gesichert und gelöscht, Stand 31.05.2007
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Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit!

Unicode Umstellung bei der Nordmilch AG