Herausforderungen für die Organisationsentwicklung am
Produktionsstandort Indien
2. Forum Personal & Organisation „Going far east“
Christian Oldendorf, Sartorius AG
Leitung Technologie und Innovation Mechatronik
1
Kurzvorstellung Sartorius
Der Sartorius Konzern - ein international führender
Anbieter von Labor- und Prozesstechnologie
2
Kurzvorstellung Sartorius
Die zwei Sparten des Sartorius Konzerns
Sparte Biotechnologie:
: Filtrations- und Separationsprodukte, Bioreaktoren und Fermenter
für Labor- und Prozessanwendungen, Service
Sparte Mechatronik:
: Geräte und Systeme der Wäge-, Mess- und Automationstechnik
für Labor- und Prozessanwendungen sowie Gleitlager, Service
3
Kurzvorstellung Sartorius
Mikrowaage ME5:
mit höchster Auflösung bei einer Ablesbarkeit von 1µg
und einem Wägebereich bis 5,1g
Professional Meter PP-50:
PH-Ionen- und Kondukto-meter zur
Analyse von Wässern und Lösungen
4
Feuchtemessgerät MA100:
Thermogravimetrisches Feuchtemessgerät zur Bestimmung
der Materialfeuchte
Kurzvorstellung Sartorius
Schwerlastwägezelle PR6201: Wägezelle
zur Tank-, Silo- und Behälterwägung
System Controller X5:
Steuerung für Wäge-, Rezeptur- und Abfüllprozesse
5
Plattformwaage Combics:
Industriewaage zum Einsatz in industriellen
Prozessen
Kurzvorstellung Sartorius
Sartorius – über 135jährige Firmentradition
Florenz Sartorius
"Universitätsmechanikus“ der
Universität Göttingen gründete 1870
die Firma Sartorius.
6
Briefkopf von 1899
Waage von 1888
Kurzvorstellung Sartorius
Sartorius ist mit Produktion und Vertrieb weltweit präsent
Produktionsstätten
• Vertrieb • Produktion und Vertrieb
7
Vertriebsstätten
Sartorius fertigt an globalen Standorten
Sartorius Indien, Bangalore
8
Sartorius China, Peking
Sartorius USA, Denver
Gründe für den Aufbau einer Fertigung in Indien:
9
-
Der indische Markt gilt als einer der Märkte
mit dem größten Entwicklungspotenzial
überhaupt
-
In Indien sind nur die Unternehmen
erfolgreich, die eine eigene Fertigungsstätte in
Indien aufgebaut haben
-
Die Handelsbarrieren (Einfuhrzölle, Steuern)
für Waren, die nach Indien eingeführt werden,
sind extrem hoch
-
Die Herstellkosten in Indien sind aufgrund
geringer Personalkosten ausgesprochen günstig
Das Sartorius Werk in Bangalore
10
Personalentwicklung: Das Sartorius-College in Indien
11
Personalentwicklung in Indien: Mitarbeiter-Qualifizierungsplan
Tätigkeit
Mitarbeiter
Ist-/Soll-/Target
12
Mitarbeiterfürsorge: Die Kantine bei Sartorius Indien
13
Organisationsentwicklung: Verschiedene aktive Ansätze für Verbesserungsprozesse
14
Arbeitssicherheit steht nicht immer an erster Stelle
15
Arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter (Indien):
Arbeitszeit:
•
Wöchentliche Arbeitszeit ca. 48 Std.
•
An 3 von 4 Samstagen im Monat wird gearbeitet
Urlaub:
•
•
Ungelernter Mitarbeiter:
•
Recht unklar, scheinen 7 Tage im Jahr zu sein
•
Dazu kommen freie Tage für Pilgerfahrten
Bei höhergestellten Mitarbeitern bis zu 15 Tagen/Jahr
Entlohnung (Bruttoeinkommen):
16
•
Junger Ingenieur: ca. 600 €/Monat
•
Erfahrener Ingenieur: bis zu 1.200 €/Monat (in großen Konzernen)
•
Facharbeiter: ca. 80 €/Monat
•
Hilfsarbeiter: ca. 35 €/Monat
Managing Director
Company Secy
Statutory/ Legal/ Int. Audit
MT+BT
Exec Secretary
HRD
Performance Measurement
MT+BT
BT
BT
Controlling
MT
MT
MT
Operations
Sales
BT+MT
Sales
Operations
R&D
BT
Controlling
Materials Mgmt
Project Engg.
Automation
MT
Controlling
Engg & Execution
Quality Assurance
Design & Devpmt
IT Services
BT+MT
Design & Devpmt
Materials Mgmt
Stores & Logistics
Admin
BT+MT
Production
Customer Projects
Production &
Vendor Production
Customer Satisfaction
(FAT, SAT, Engg Sp/Serv.)
OPP/ Pur/ WH
Automation
Vendor Mgmt
& QC
CSD + Service
MT+BT - Standard Prods
The Sartorius India Organisation 2006 will be run as a Single Company for all practical purposes with Central functions like Controlling, Administration,
IT, HR, Training. The separate entities of SI and SMI will be maintained in Statutory, Financial & Commercial aspects Only. The two businesses will be
referred to as Biotech and Mechatronics Divisions and NOT as SI and SMI.The Sales Strategy & the detailed organisation will be developed over the next
weeks.
17
Umsatz der SAG mit Indien in Bezug auf MT in %
268%
227%
168%
152%
139%
120%
100%
Jahr 2000
18
Jahr 2001
Jahr 2002
Jahr 2003
Jahr 2004
Jahr 2005
Jahr 2006
Forecast
Wissenstransfer durch Erfahrungen und Besuche vor Ort
Deutscher Ingenieur arbeitet mehrere Jahre im
indischen Werk
Regelmäßige Managementtreffen zwischen den
Standorten. Hier: 4-tägiger Besuch in Bangalore
Außerdem: Indische Facharbeiter arbeiten
mehrere Wochen in Göttingen
19
Kultur und Gewohnheiten
Gegenseitige Einschätzungen über Kultur und Gewohnheiten
Gefühle und Gedanken auf indischer Seite...
- Wir können alles...
- Die Deutschen sind zu methodisch, zu langsam, zu
bürokratisch, zu sehr auf Perfektion ausgerichtet
und nicht marktorientiert
- Die einzigen Dinge, die wir nicht haben sind
Geld & Infrastruktur.... Alles andere haben wir...
- Entweder sie kümmern sich nicht um Indien ODER
sie kontrollieren zu stark....
- Sie haben keine Vorstellung davon, wie viel wir
arbeiten; wenn wir jemanden brauchen, ist
derjenige im Urlaub...
20
Gegenseitige Einschätzungen über Kultur und Gewohnheiten
Gefühle und Gedanken auf deutscher Seite...
- Wir haben es gemacht und sie müssen dafür
bezahlen...
- Inder sind unwirtschaftlich, machen Fehler, sind
undiszipliniert, inkompetent
- Wir brauchen günstige Arbeitskräfte, das Wissen
liegt bei uns...
- Wir verstehen die Inder einfach nicht
- Sie wollen all das lernen, für dessen Entwicklung wir
hart gearbeitet haben
- Sie wollen uns die Arbeit wegnehmen
- Sie wollen die gesamte Produktion zu sich holen
21
„Antworten“ auf Herausforderungen/ Randbedingungen
Globale Organisationsentwicklung: Das Global engineering network (GEN)
Mitarbeiter R&D
100
80
60
40
20
0
Sartorius Hamburg
Mitarbeiter R&D
120
100
80
Mitarbeiter R&D
Mitarbeiter R&D
Mitarbeiter R&D
60
40
20
100
100
80
80
60
60
40
40
20
20
0
100
0
80
40
20
0
Mitarbeiter R&D
0
SNA-TCC
60
Sartorius Göttingen
Sartorius Aachen
BSISL
100
80
60
Mitarbeiter R&D
40
20
100
0
80
Sartorius India
60
40
20
0
Sartorius Philippinen
22
Ausblick
Globale Organisationsentwicklung: Sartorius auf dem Weg zur „Global Company“
Global Company Sartorius
Mechatronics
Global engineering network (GEN)
network (GMN)
Pärchenbildung GEN - GMN
Global marketing
Neue Technologien
Konzern
Electronics
2004
R&D SAG
Mechatronik
GK
PW&C
GK Service
GK
OEM
GK Synergien BT-MT
Marketing:
Marketing:
Marketing:
Marketing:
Marketing:
Marketing:
4
Ansprechpartner
4
Ansprechpartner
4
Ansprechpartner
1
Ansprechpartner
2
Ansprechpartner
3
Ansprechpartner
Sensorik
23,2% des
R&DBudgets
2003
23
GK Lab In.
(Analytik)
Konstruktion
2004
Global factory network (GFN)
GK Lab In.
(Waagen)
17,2% des
R&DBudgets
16,7% des
R&DBudgets
3,9% des
R&DBudgets
2,9% des
R&DBudgets
3,2% des
R&DBudgets
Elektronik
F&E Göttingen: von der
Technologie- zur Marktorientierung
„Antworten“ auf Herausforderungen/ Randbedingungen
Standortstrategie des Sartorius-Konzerns I: Konzentration auf Kernkompetenzen in
Deutschland
Leiterplatte und SMDBestückautomat
High-Speed-Cutting
und Monolith
24
„Antworten“ auf Herausforderungen/ Randbedingungen
Standortstrategie des Sartorius-Konzerns II: Systematische Beschaffung in Asien
Aus der Anfangszeit:
Printer Data Print YDP03 Display Unit Premium LP
Grundplatte und Elektronik CP
25
Combics Terminal
Display Unit CP +
Premium LA
Beispiele für erfolgreiche und weniger erfolgreiche globale Projekte
PBT Combics Lite Gehäuse,
ohne Erfolg, starker Verzug im
Gehäuse und Werkzeugspuren
ABS Combics Lite Gehäuse,
erfolgreich, ohne Verzug
26
Beispiel: Indikator IX-02, externer Lieferant, an der Analogtechnik gescheitert
27
Beispiel: Indikator IX-02G, GEN Projekt, Digital und Applikation SMI, Messtechnik
Analog SAG
28
In Indien mal hinter die Kulissen geschaut 
29
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!!
30

Florenz Sartorius