Bereich Markt und Integration
Fördermöglichkeiten der
beruflichen Weiterbildung
Gliederung
Grundsätzliches
Fördervoraussetzungen und -umfang
Sonderprogramme
Alternativen
Regionaldirektion Baden-Württemberg, Bereich MI, 24.10.2012
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Grundsätzliches
Förderungsmöglichkeiten bestehen für Arbeitslose, von
Arbeitslosigkeit Bedrohte und Beschäftigte
Weiterbildungsförderung ist eine Ermessensleistung
Maßnahme- und Trägerzulassung ist erforderlich;
Ausnahme: Erwerb schulischer Abschlüsse in der
Beschäftigtenförderung
Antragstellung und Beratungspflicht vor Seminarbeginn
Vorschriften sind in SGB III und SGB II nahezu identisch
Neutralitätspflicht
Bildungsgutschein
Bildungszielplanung
Budget für Förderung der beruflichen Weiterbildung ist
Bestandteil des Eingliederungstitels
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Fördervoraussetzungen und -umfang I
Begriff der Notwendigkeit
 Berufliche Eingliederung bei Arbeitslosigkeit
 Abwendung drohender Arbeitslosigkeit
 Fehlender Berufsabschluss
Abgrenzung zur Erstausbildung: Arbeitsnehmer ohne
Berufsabschluss benötigen mindestens drei Jahre berufliche
Tätigkeit
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Fördervoraussetzungen und -umfang II
Ungelernte (Geringqualifizierte): Kein Abschluss einer
mindestens zweijährigen Ausbildung
Wieder Ungelernte:
 Berufsabschluss liegt vor
 Mindestens vier Jahre an- oder ungelernte Beschäftigung (es gelten
auch Arbeitslosigkeit, Kindererziehung und Pflege)
 Negative Eingliederungsprognose im erlernten Beruf
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Fördervoraussetzungen und -umfang III
Umschulung = erwachsenengerecht verkürzte Ausbildung
 Verkürzung um mindestens 1/3
 Nicht verkürzbare Ausbildungen:
 Förderung von 2/3, wenn Finanzierung des dritten Drittels institutionell
sichergestellt ist
 Mögliche Formen: Überbetrieblich, betrieblich, Externenprüfung
 Nach § 131b SGB III kann für Maßnahmebeginntermine vom 01.04.2013
bis 31.03.2016 die komplette dreijährige Umschulung zum Altenpfleger/in
gefördert werden – soweit keine Verkürzungstatbestände bestehen.
Aufstiegsfortbildung nur im Einzelfall
Ausschluss von Hochschulausbildungen
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Fördervoraussetzungen und -umfang IV
SGB III: Arbeitslosengeld bei Weiterbildung (Besondere Budgets)
SGB II: Arbeitslosengeld II, Kosten der Unterkunft
Gemeinsam:
 Lehrgangskosten
 Fahrtkosten
 Kosten für auswärtige Unterbringung und Verpflegung
 Kinderbetreuungskosten
 Stützunterricht bei betrieblicher Umschulung
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Sonderprogramme I (Stille Reserve/Arbeitnehmer)
Eigenes Budget im SGB III für besondere Personenkreise
Es gelten die Vorschriften der Weiterbildungsförderung
Beschäftigte: Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter
älterer Arbeitnehmer in Unternehmen (WeGebAU)
Geringqualifizierte, Berufsrückkehrer/innen,
Wiedereinsteiger/innen (mind. 1 Jahr unterbrochen):
Initiative zur Flankierung des Strukturwandels (IFlaS)
Arbeitsentgeltzuschuss möglich
(Budget kein Problem; in 2012 nur 2/3 verbraucht)
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Sonderprogramme II: WeGebAU (für Beschäftigte)
Ziel: Anschubfinanzierung und Anbahnung von Beschäftigungsverhältnissen
Geringqualifizierte:
 Bei Erwerb eines Berufsabschlusses oder einer berufsanschlussfähigen
Teilqualifikation ist unabhängig von der Betriebsgröße ein Arbeitsentgeltzuschuss
möglich
 Wenn diese zusätzlich Anfallen auch Fahr- und Kinderbetreuungskosten sowie Kosten
der Unterkunft und Verpflegung
Beschäftigte in Unternehmen unter 250 Mitarbeitern:
 Ab 45 Jahre: Lehrgangskosten bis zu 75 Prozent bei Anpassungsqualifizierung
 Unter 45 Jahre: Lehrgangskosten bis zu 50 Prozent bei Anpassungsqualifizierung
 Altersunabhängig: Mindestumfang vier Wochen oder
160 Unterrichtsstunden
Im Wegebau II keine Zertifizierung der Schulen notwendig
Arbeitsentgeltzuschuss bis zu 50 % (Bruttogehalt + SV)
2012 gab es 210 Umschulungen zur Altenpfleger/in in Baden-Württemberg
Beschäftigte sind auch Menschen, die einen Arbeitsvertrag für die Zukunft haben.
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Sonderprogramme III: IFlaS
Personenkreis:
 Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Geringqualifizierte
 Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Berufsrückkehrer/innen
und Wiedereinsteiger/innen
Für Geringqualifizierte muss das Qualifizierungsziel auf einen
Berufsabschluss ausgerichtet sein
Für Berufsrückkehrer/innen und Wiedereinsteiger/innen sind
auch Anpassungsqualifizierungen möglich
Arbeitsentgeltzuschuss kommt ebenfalls in Betracht
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Alternativen
Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
 Höchstdauer von acht Wochen zur Kenntnisvermittlung
 Einkaufsmaßnahmen oder Gutscheinvariante
Zustimmung zur eigenfinanzierten Weiterbildung
 Bei Arbeitslosigkeit Weitergewährung Arbeitslosengeld
 Berufliche Weiterbildung
 Kein qualifizierter Abschluss
 Abbruchsbereitschaft und -möglichkeit
 Nur im SGB III
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Fördervoraussetzungen und -umfang I