Building Directive
Richtlinie 2002/91/EG
des Europäischen Parlaments und des Rates
über die
„Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden“
DI Wolfgang Jilek
Energiebeauftragter des Landes Steiermark
Ziele
• Allgemeiner Rahmen für eine Methode für die
Berechnung der Gesamteffizienz von Gebäuden
• Anwendung von Mindestanforderungen auf neue und
bestehende zu renovierende (große) Gebäude
• Energiezertifizierung von Gebäuden (Energieausweis),
Anbringung an öffentlichen
Gebäuden
• Regelmäßige Inspektion von
Heizkesseln und
Klimaanlagen, sowie
Überprüfung der gesamten Heizanlage wenn
diese älter als 15 a ist
Art. 1
Berechnungsmethode
• Wird auf nationaler oder regionaler Ebene festgelegt
• Berücksichtigt bereits angewendete Methoden
(zB EN 832) und positive Effekte von:
- Nutzung erneuerbarer Energieträger wie aktive
Solarnutzung für Wärme und Elektrizität etc.
- (Eigen-) Stromerzeugung durch KWK
- Fernwärme, Abwärmenutzung
• Kann einen Indikator für CO2 – Emissionen enthalten
• (Rahmen im Anhang vorgegeben)
Art. 3
Energiekennzahl-Anforderungen
OIB-Leitfaden zur Berechnung des Heizwärmebedarfes
soll im Auftrag der Bundesländer an die EG-Richtlinie
adaptiert werden (Ergänzung zum Heizenergiebedarf...)
• Vorschlag für Anforderungen an neue und renovierte
Gebäude:
• wird zusammen mit der Überarbeitung des OIBLeitfadens als Grundlage einer Art. 15a B-VGVereinbarung ausgearbeitet
• Energiekennzahl-Grenzwerte in Abhängigkeit von
Gebäudegröße oder A/V-Verhältnis angedacht
• U-Wert-Ensemble als Ergänzung bzw. für
Umbauten oder Renovierung einzelner Bauteile
• Grenzwerte für Nichtwohngebäude ?
• Datenlage (Benchmarking) problematisch
HWB-neu: was soll erreicht werden?
• Harmonisierung der verschiedenen
„Bundesländerversionen“ des bestehenden
OIB-Leitfadens
• Weiterentwicklung bzw. Verfeinerung in einzelnen Punkten
1. Bisher unberücksichtigte Punkte (z.B.
Flächenheizungen, Heizkörper vor
Verglasungen,..) sollen berücksichtigt werden.
2. Für bisher offene Punkte (Falschluftrate, TWD,
Fenster,..) Richtwerte festlegen
3. Richtige bzw. zumindest keine falschen Signale
für die Planung (z.B. Wärmebrückenvermeidung,
Luft- und Winddichte wird belohnt).
HWB-Diskussionspunkte (teilweise)
1.
Übergang auf Monatsbilanzverfahren?
2.
Acht Himmelsrichtungen statt bisher vier?
Acht statt vier Himmelsrichtungen
Pro:
1. Einige Bundesländer
haben schon acht
wäre sonst Rückschritt
2. Etwas genaueres Ergebnis
Vorschlag:
• Acht Himmelsrichtungen oder
• Strahlungsrechnung über 360°
Kontra:
1. Zusätzliche Eingabe
notwendig – Richtung
der Flächennormalen
bei den Seiten oder
oder direkte Aufteilung
auf 8 Richtungen
HWB-Diskussionspunkte (teilweise)
1.
Übergang auf Monatsbilanzverfahren?
2.
Acht Himmelsrichtungen statt bisher vier?
3.
Fixes Lüftungsvolumen pro m² Nettofläche (fixe
Raumhöhe)?
4.
Offene Keller bzw. Stiegenhäuser?– Behandlung
festlegen?
5.
Berücksichtigung teilbeheizter Räume?
(z.B. Hobbyräume im Keller)
6.
Nutzbarkeit der solaren bzw. inneren Gewinne?
7.
Flächenheizungen berücksichtigen?
8.
Heizkörper ohne Strahlungsschutz vor Verglasungen
berücksichtigen?
CEN
CEN Kalkulationsschema
Kalk
CEN
27 Standards in Bearbeitung
• 1 - 4: Energieeffizienz von Gebäuden allgemein
• 5 - 9: Heizungssystem - Kalkulation
• 10 - 26: ...
• 27: Standardisierte Wirtschaftlichkeitsrechnung
• Kühlung?
„stable elements“
12/2004
Harmonisierung
• 15 Mitgliedsstaaten
• Österreich
• 9 Bundesländer (via OIB)
• Universitäten
• Normungsinstitut
• ???
„stable elements“
12/2004
• 10 neue Mitgliedsstaaten
Energieausweis
Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz
• Vorlage bei Bau, Verkauf, Vermietung
• Gültigkeit höchstens 10 Jahre
• Inhalt: Referenzwerte für Vergleiche;
Empfehlungen für kostengünstige Verbesserungen
• Ausnahmen möglich (zB Glashäuser, Kirchen)
• Aushang der Zertifikate in öffentlichen Gebäuden mit einer
Gesamtnutzfläche >1000 m² und hoher Besucherfrequenz (Behörden, öffentliche Dienstleistungen)
• Rechts- und sonstige Wirksamkeit nach einzelstaatlichen
Vorschriften
Art. 7
BuildDesk Studio
The 10 minute calculation of an entire building – based on systems!
Energieausweis
des Landes
Steiermark
Spezifischer Heizwärmebedarf
verschiedener Bauperioden
200
150
100
Limit Steiermark
50
0
WSchVO WSchVO WSchVO Niedrig- Passiv1977
1984
1995 energie- haus
haus
Heizung
• Überprüfung von Feuerungsanlagen in
landesrechtlichen Bestimmungen der Bundesländer
enthalten
• Ergänzungen bzw. Anpassungen im Hinblick auf die
Inspektion der gesamten Heizanlage, Empfehlungen
für Verbesserungsmaßnahmen und der Qualifikation
der Überprüfungsorgane erforderlich
• Entwurf einer Vereinbarung gem. Art. 15a B-VG
zur Harmonisierung der landesrechtlichen
Bestimmungen und Anpassung an die Richtlinie in
Vorbereitung
Grundsätzliche Unterschiede
ÖNORM H 5056

prinzipiell auch für
Bestand geeignet
auch für bestehende
Heizanlagen
 Tabellenverfahren,
Formelverfahren
 Vorgabe von
Verlustfaktoren
 Verwendung von
Messwerten möglich
 Endergebnis sind
Heizanlagenverluste

(Aufwandszahlen)
DIN 4701-10
 nur für Neubauten
(Ausführung gem.
EnEV vorausgesetzt)
nur für neue Heizanlagen
 Tabellenverfahren,
Diagrammverfahren,
Formelverfahren
 Defaultwerte in kWh/m²,NFl
 keine Messwerte


Endergebnis ist
Primärenergieeinsatz
Nächste Bearbeitungsschritte
(Arbeitsgruppe Heizungsanlagen im Auftrag des OIB)
1. Methode der Wärmebereitstellung im Detail
ausarbeiten
2. Warmwasserberechnung entwickeln (großteils
analog wie Raumwärme)
3. Berechnung der Hilfsenergie entwickeln (analog zu
EN ISO 12241)
4. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung
5. Festlegung von Defaultwerten
6. Erste Vorschläge von Grenzwerten
...danke!

Kein Folientitel