Konstantin und die
verfälschten
Evangelien
Reihe:
Das Sakrileg und das offene Geheimnis
(Teil 3/4)
Das Thema dieses Romans
könnte als kontrovers
betrachtet werden. Haben Sie
Angst vor den Auswirkungen?
Dan Brown: Sakrileg, S.614
Meine Hoffnung für Sakrileg war –
über die reine Unterhaltungsebene hinaus –, dass das Buch
dem Leser die Tür öffnen möge,
um mit eigenen Nachforschungen
anzufangen, und das Interesse an
Themen des Glaubens neu zu
entfachen.
Dan Brown: Sakrileg, S.614
Lasst sie! Sie sind blinde
Blindenführer, und wenn ein
Blinder einen Blinden führt,
fallen beide in die Grube.“
Matthäus 15,14
Konstantin und die
verfälschten
Evangelien
Reihe:
Das Sakrileg und das offene Geheimnis
(Teil 3/4)
I.
Sollte Konstantin
geschrieben haben?
Christusmonogramm
„In diesem Zeichen wirst du siegen!“
„Es gab mehr als achtzig Evangelien, die
für das Neue Testament zur Auswahl
standen, dennoch kamen nur vier zum
Zuge – die Evangelien des Matthäus,
Markus, Lukas und Johannes.“ … „Hier
stossen wir auf die grundlegende Ironie
des Christentums! Das Neue Testament,
wie wir es heute kennen, geht auf den
heidnischen römischen Kaiser Konstantin
den Grossen zurück.“
Dan Brown: Sakrileg, S.320
Ich kenne ein gewisses Evangelium, das
„Evangelium nach Thomas“ heisst, und
ein „Evangelium nach Matthias“, und
noch viele andere haben wir gelesen –
damit wir nicht als Dummköpfe dastehen
wegen jener Leute, die sich einbilden,
Erkenntnis zu besitzen, wenn sie diese
Evangelien kennen. Doch haben wir unter
all diesen nur das anerkannt, was auch
die Kirche anerkannt hat, nämlich dass
nur die vier Evangelien akzeptiert werden
sollten.
Origenes (185 – 254)
„Auf Grund der Überlieferung
habe ich bezüglich der vier
Evangelien, welche allein
ohne Widerspruch in der
Kirche Gottes, soweit sie sich
unter dem Himmel ausbreitet,
angenommen werden…“
Origenes 185 – 254)
„Der Haken an der Sache war,
dass Konstantin Jesus erst
vier Jahrhunderte nach der
Kreuzigung zum Gottessohn
erhoben hat.“
Dan Brown: Sakrileg, S.324
„Es existierten bereits Tausende
von Niederschriften, in denen
Jesus als normaler Sterblicher
geschildert wird. Konstantin
wusste, dass nur mit einem
kühnen Handstreich dagegen
anzukommen war – ein Coup, der
zur Schicksalsstunde des
Christentums wurde.“
Dan Brown: Sakrileg, S.324
„Konstantin gab eine neue
Evangeliensammlung in Auftrag, die er
obendrein finanzierte. In diese Sammlung
durfte keine jener Darstellungen
aufgenommen werden, in denen Jesus als
Mensch gesehen wurde, während alles,
was ihn in ein göttliches Licht rückte,
besonders hervorzuheben war. Die
früheren Evangelien wurden geächtet,
konfisziert und verbrannt.“
Dan Brown: Sakrileg, S.324
Qumran
Jesus sagte: Ich bin das Licht,
das über allen ist. Ich bin das
All; das All ist aus mir
hervorgegangen, und das All
ist zu mir gelangt. Spaltet das
Holz, ich bin da. Hebt einen
Stein auf, und ihr werdet mich
dort finden.
Koptisches Thomas-Evangelium 77
Und der Herr hätte nicht
gesagt: „Mein Vater, der du
bist im Himmel“, wenn er nicht
noch einen anderen Vater
gehabt hätte; sondern er hätte
einfach gesagt: „Mein Vater“.
Evangelium nach Philippus 17c
Die Welt entstand durch ein
Versehen. Denn der, der sie
geschaffen hat, wollte sie
unvergänglich und unsterblich
schaffen. Er scheiterte und erreichte
nicht, was er gehofft hatte. Denn es
gab keine Unvergänglichkeit der
Welt, und es gab keine
Unvergänglichkeit dessen, der die
Welt geschaffen hat.
Evangelium nach Philippus 99a
Lasst euch in euren Gedanken
nicht so schnell
wankend machen
noch erschrecken –
weder durch eine
Weissagung noch durch ein Wort
oder einen Brief, die von uns
sein sollen -, als sei der Tag des
Herrn schon da.
2. Thessalonicher 2,2
Zum Schluss mein persönlicher
Gruss! Ich, Paulus, schreibe ihn
mit eigener Hand. Dies ist
meine Handschrift. Daran sind
alle meine Briefe zu erkennen.
2. Thessalonicher 3,17
„In diese Sammlung durfte
keine jener Darstellungen
aufgenommen werden, in
denen Jesus als Mensch
gesehen wurde, während
alles, was ihn in ein göttliches
Licht rückte, besonders
hervorzuheben war.“
Dan Brown: Sakrileg, S.324
Wir verkünden Christus, den
gekreuzigten Messias. Für die
Juden ist diese Botschaft eine
Gotteslästerung und für die
anderen Völker völliger
Unsinn.
1. Korinther 1,23
II. Sollte Gott gesagt
haben?
Denn ihr seid wiedergeboren
nicht aus vergänglichem,
sondern aus unvergänglichem
Samen, nämlich aus dem
lebendigen Wort Gottes, das
da bleibt.
1. Petrus 1,23
Denn alles Fleisch ist wie
Gras und alle seine
Herrlichkeit wie des Grases
Blume. Das Gras ist verdorrt
und die Blume abgefallen;
aber des Herrn Wort bleibt
in Ewigkeit. Das ist aber
das Wort, welches unter
euch verkündigt ist.
1. Petrus 1,24-25
„Ja, sollte Gott
gesagt haben:
ihr sollt nicht
essen von allen
Bäumen
im Garten?“
1. Mose 3,1
„Ihr werdet keineswegs des
Todes sterben, sondern Gott
weiss: an dem Tage, da ihr
davon esst, werden eure
Augen aufgetan,
und ihr werdet
sein wie Gott und
wissen, was gut und böse ist.“
1. Mose 3,4-5
Die Heilige Schrift ist keine Schöpfung
Gottes, sondern der Menschen. Sie ist
nicht auf wundersame Weise
irgendwann einmal fertig vom Himmel
gefallen. … Die Heilige Schrift hat sich
angesichts zahlloser Hinzufügungen,
Korrekturen und Neuübersetzungen
verändert und fortentwickelt. Es hat
nie eine endgültige Version des Buchs
der Bücher gegeben.
Dan Brown: Sakrileg, S.319-320
„Ich bin der Weg,
ich bin die
Wahrheit,
und ich bin
das Leben.
Zum Vater
kommt man nur durch mich.“
Johannes 14,6
Aber nicht einmal ich selbst
oder ein Engel vom Himmel
darf euch eine Gute Nachricht
bringen, die der widerspricht,
die ich euch gebracht habe.
Wer es tut, soll verflucht sein,
dem Gericht Gottes übergeben!
Galater 1,8
Schlussgedanke
„Es heisst in der Schrift:
‚Den Herrn, deinen Gott,
sollst du anbeten; ihm
allein sollst du dienen.’“
Lukas 4,8

Sakrileg und das offene Geheimnis - Teil 3/4