Wiederholung
zum Thema
Informationsverarbietungsmodelle
1. Frage
Erläutern Sie, inwiefern
Informationsverarbeitungsmodelle
a) zwar einerseits dem neobehavioristischen Ansatz
entsprechen,
b) zugleich aber das behavioristische Paradigma
verlassen, und
c) konkretisieren Sie das Erklärungsmodel, welches
den Informationsverarbeitungsmodellen zugrunde
liegt.
Antwort
S. 299
2. Frage
Wie sind in der Signal-Entdeckungs-Theorie die
folgenden Termini definiert?
a) Trefferquote
b) Fehlalarmquote
c) Bakanntheitsgrad
d) Entscheidungstrategie?
Antwort
a)
b)
c)
d)
Als Trefferquote wird dabei der Anteil der richtig
wiedererkannten alten Wörter bezeichnet.
Den Anteil der fälschlich für bekannt gehaltenen neuen
Wörter bezeichnet man als Fehlalarmquote.
Bekanntheitsgrad ist eine intervenierende Variable, die uns
das Zustandekommen von Treffern und Fehlalarmen erklärt.
Z.B. jedes Wort hat einen bestimmten Bekanntheitsgrad und
die Bekanntheitsgrade der im Experiment präsentierten
Wörter sind normalverteilt.
Entscheidungsstrategie ist auch eine intervenierende
Variable, die uns das Zustandekommen von Treffern und
Fehlalarmen erklärt. Sie bezieht sich aber auf den
innerlichen Zustand der Vpn und erklärt uns wie viel
Sicherheit man braucht, um die Frage zu beantworten.
3. Frage
Erläutern Sie, welche der Axiome den
strukturellen Kern der Signal-EntdeckungsTheorie bilden, welches der Axiomen lediglich
eine technische Zusatzannahme darstellt, und
welche der Axiome empirisch gehaltvoll sind!
Antwort
Fünf Axiome
1. Jedes Wort hat einen Bekanntheitsgrad
technische Zusatzannahme
2. Bekanntheitsgrade der präsentierten Wörter sind
normalverteilt
3. Lernen einer Wörterliste erhöht den Bekanntheitsgrad
dieser Wörter um d‘
4. Wörter werden als bekannt bezeichnet, wenn
Bekanntheitsgrad den Wert ß übersteigt
Fehlalarmquote = prob(Y>=ß) = 1- Ф ß
Trefferquote = (prob X>=ß) = 1- Ф(ß-d`)
5. Kriteriumswert ß ist inter- u. intraindividuell verschieden
– Entscheidungsstrategie der Vpn
4. Frage
Diskutieren Sie, inwiefern die SignalEntdeckungs-Theorie an der Erfahrung
scheitern kann!
Antwort
Die Axiome stellen den strukturellen Kern der Theorie
dar, der selbst aber keinen empirischen Gehalt hat
und daher auch nicht an der Erfahrung scheitern
kann.
Sollte sich eine Prognose als falsch erweisen, so wird
dadurch nicht dieser strukturelle Theoriekern
falsifiziert, sondern ausschließlich die Hypothese, aus
welcher die Prognose abgeleitet wurde.
Das ist auch dann noch der Fall, wenn sämtliche
Hypothesen, die sich auf Grundlage der Axiomen
sinnvoll formulieren lassen, and der Erfahrung
scheitern sollten.
5. Frage
Erläutern sie die Entwicklungslogik,
die Sieglers Entwicklungsstufen zu
eigen ist!
Antwort
Die von Siegler unterschiedenen Entwicklungsstufen
enthalten eine bestimmte Entwicklungslogik, wobei
jede Stufe auf der vorangegangenen aufbaut und die
für eine Stufe typische
Informationsverarbeitungsstrategie aus der jeweils
vorangegangenen entsteht, indem weiteres Wissen
über die physikalischen Gesetzmäßigkeiten integriert
wird, welche das Verhalten der Balkenwaage
bestimmen.
6. Frage
Erläutern Sie die Behauptung, dass ein
Entwicklungsverlauf typisch ist!
Antwort
Wenn wir von einem typischen Entwicklungsverlauf
sprechen, dann sagen wir damit nichts anderes, als
dass Kinder (unter den gegebenen kulturellen
Rahmenbedingungen) normalerweise früher oder
später diese (oder gleichwertige) Erfahrungen
machen.
7. Frage
Erläutern Sie, inwiefern sich die genetische
Rekonstruktion typischer
Entwicklungsverläufe auf strukturelle
Gesetzmäßigkeiten stützen kann und inwiefern
dabei empirische Faktoren zum Tragen
kommen!
Antwort
Ersichtlich ist diese genetische Rekonstruktion des
typischen Entwicklungsverlaufens aber nicht nur die
Frage der Sachlogik, sondern auch eine empirische
Frage: d.h. sie ergibt sich nicht nur daraus, welche
Erfahrungen Kinder machen können, wenn sie ein
bestimmtes Wissen bereits haben, sondern auch
daraus, welche Erfahrungen sie normalerweise
tatsächlich machen.
8. Frage
Wie können die von Siegler postulierten
Entwicklungsstufen empirisch identifiziert
werden, und inwiefern enthalten sie eine
bestimmte Entwicklungslogik?
Antwort
A) Durch die Antwortmuster der Probanden
B) Indem jede Entwicklungsstufe auf die
vorherige aufbaut.
9. Frage
Wodurch erklärt Siegler die Leistungssprünger,
welche im Verlaufe der Entwicklung des
formal-operationalen Denkens auftreten?
Antwort
Durch einen sukzessiven Wissenszuwachs
10. Frage
Erläutern Sie, inwiefern sich die
Verlaufsgesetzmäßigkeiten von Naturgesetzen
im Sinne des deduktiv-nomologischen
Erklärungsmodells unterscheiden sowie auf
welchen empirischen und strukturellen
Prämissen sie beruhen!
Antwort
S. 305

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