Klimaforschung im Institut für
Küstenforschung
der GKSS
ab 1. November:
Helmholtzzentrum Geesthacht
27. August 2010
Klimaservice bei GKSS
• Nationale und internationaler Service:
siehe Climate Service Center [email protected]
• Norddeutscher regionaler Klimaserivce:
[email protected]
- Norddeutsches Klimabüro
- Dialog zwischen Wissenschaft und
„Stakeholdern“
- CoastDat / regionaler Datensatz
- regionale Klimaberichte
Das Institut für Küstenforschung
des GKSS Forschungszentrums
Die zentralen drei Fragen des Forschungsprogramms des
[email protected] sind:
• Welche Folgen hat der globale Wandel für die Küsten?
• In welchem Zustand sind Küste heute, und wie ändert sich
dieser kurz- und langfristig?
• Wie können Veränderungen an der Küste zuverlässig und
kostengünstig überwacht werden?
Klima
Ökosysteme
Überwachung
DKRZ
Klima, Physik
Küstenanwendungen
[email protected] als Teil eines Netzwerks der Küstenforschung
Regelmässiger Austausch mit
regionalen “Stakeholdern”
Regelmässige “anlaßfreie Konsultationen”
• DWD/Seewetteramt: 1 × Jahr (Herbst), seit 2007
• Forschungsstelle Küste Norderney: 1 × Jahr (Sommer), seit 2008
• BSH: 2 × Jahr (Frühjahr und Herbst), seit 2005
• LKN Husum: 1 × Jahr (Januar), seit 2004
• BAW: 1 × Jahr (Frühjahr), seit 2007
• HPA: 1 × Jahr (Herbst), seit 2006
Seit 2009: “Forschung vor Anker” – 1 Woche Reise mit
RV Ludwig Prandtl entlang eines Küstenabschnitts,
mit open ship, öffentlichen Vorträgen und vertraulichen
Gesprächen an Bord
(2009: Westküste SH, 2010: Ostfriesland, 2011: Stralsund – Sczcecin,
2012: Warnemünde – Neustadt; 2013: Fehmarn - Sønderborg)
Dr. Zorita
Dr . Weisse
Prof. Ratter
Prof. von Storch
Dr. Meinke
Methodenkritik und
–Entwicklung
(Hockeyschläger,
PIK Meeresspiegel)
Detection und
Attribution von
menschgemachtem
Klimawandel
Rekonstruktion von
Küstenwetter 1948-2010
Szenarien 2010-2100
CoastDat
Stürme (inkl. Polar Lows,
Taifune), Seegang,
Meeresspiegel,
Sturmfluten,.
Wahrnehmung von
Klimagefahren in
Hamburg und der
Küstenregion
Umfragen
Wahrnehmung und
von Selbstverständnis
v. Klimawissenschaft
Ethik
Umfragen unter
Wissenschaftlern
(CliSci, SurBacc)
Norddeutsches
Klimabüro,
Klimaatlas,
Klimaberichte für
Ostseeraum (BACC),
Hamburger
Metropolregion,
Nordsee
Zorita, et al., 2009
Klimastatistik
0.01
0.001
0.1
Meeresspiegelanstieg in der
Deutschen Bucht
nach Albrecht und Weisse (2010)
Regionales Klima
Wie sehen der bisherige
und zukünftig mögliche
Klimawandel regional und lokal
aus?
Simulation mit
TRIM Modell
Katja Woth
Globales Geschehen
Dynamisches Downscaling
Pegel St. Pauli
Zusammenarbeit u. a. mit BAW, BSH, ALR Husum,
FSK Norderney, Hamburg Port Authority u.a.
Hamburg, 8. Februar 2006
Empirisches Downscaling
Szenarien für Norddeutschland
Szenarien für Norddeutschland (gerundet):
2030: Temperaturen +1 ±0.4 Grad; Starkwind +2%±1% (Winter);
Niederschlag –10% Sommer, +10% Winter (±5%);
2085: Temperaturen +3 ±1.2 Grad; Starkwind +8%±4%; (Winter)
Niederschlag –30% Sommer, +30% Winter (±10%);
Sturmfluthöhen in Cuxhaven und Hamburg
Ohne Landhebung/senkung, und
wasserbauliche morphologische
Veränderungen!
Regionales Klima
Der CoastDat Datensatz
• Detaillierte Rekonstruktionen des regionalen Wetters (1948-heute)
in Nordeuropa und der marinen Bedingungen in Nord- und Ostsee.
• Vor allem Wind, aber auch Seegang, Sturmfluten, Strömungen;
Transport von Substanzen.
• Plausible (IPCC) Szenarien möglicher Zukünfte des Klimas in
Nordeuropa, insbesondere im Bereich von Nord- und Ostsee.
• Derzeit Ausbau in Richtung auf ökologische Variablen, andere Gebiete
(Ostasien, Laptev See)
Kunden:
• Ämter und Behörden mit Verantwortung im Küstenbereich (z.B. ALR)
• Firmen, die an Risiken (FSG Flensburg) und Möglichkeiten des Klimas
(Windkraft: Butendiek) interessiert sind.
• Allgemeine Öffentlichkeit, Medien.
www.coastdat.de
Regionale Wahrnehmung
50
Umfrage von Beate Ratter, GKSS
Fehler: +/- 4%
Küste 2008
Hamburg 2008
Hamburg 2009
Hamburg 2010
40
%
30
20
10
0
sehr groß
groß
weniger groß
nicht gegeben
Die Bedrohung durch den Klimawandel halten wir für ...
Medial-kuturelle Konstruktion
Das “Klimaproblem” wird durch zwei
Konstruktionen beschrieben
– die medial-kulturelle und die
wissenschaftliche Konstruktion.
Die medial-kulturelle Konstruktion treibt den
Entscheidungsprozeß, der damit suboptimal wird.
Wirtschaftliche und politische Interessen treiben die
mediale Konstruktion.
Die medial-kulturelle Konstruktion beschädigt die
wissenschaftliche Konstruktion.
Medial-kuturelle Konstruktion
Angenommener Meeresspiegelanstieg: 5 m
Medial-kuturelle Konstruktion
Schäden durch
Atlantische Hurrikane
Der Anstieg im Umfang
der wetterbedingen
Schäden ist massiv –
aber liegt das an einer Zunahme der
extremen Wetterereignisse?
Eher nicht.
“Great Miami”, 1926, Florida, Alamaba –
Schäden in Nutzung wie 2005 : 139 b$
Katrina, 2005: 81 b$
Pielke, Jr., R.A., Gratz, J., Landsea, C.W.,
Collins, D., Saunders, M., and Musulin, R.,
2008. Normalized Hurricane Damages in the
United States: 1900-2005. Natural Hazards
Review
Medial-kuturelle Konstruktion
Zwei verschiedene, wirkmächtige Konstrukte des Klimawandels
– das mediale Konstrukt und das wissenschaftliche Konstrukt
Medial: Klimakatastrophe
Wissensschaftlich:
Wandel, der
einerseits
verminderbar ist,
andererseits
Anpassung
erfordert
Lund und Stockholm
Stürme
18
Medial-kuturelle Konstruktion
Das Norddeutsche Klimabüro
bei GKSS
Norddeutsches Klimabüro
Eingerichtet in 2007 für die Kommunikation zwischen Wissenschaft und
“Stakeholdern” im Bereich des regionalen (norddeutschen) Klimawandels.
Seit 2008 co-finanziert durch CliSAP. In 2009 wurden ähnliche regionale
Büros eingerichtet in einem HGF Netzwerk bei AWI, FZK und UFZ.
• Aufgabe: Bestimmung der Bedarfe (Fragen, Sorgen) bei den
Stakeholdern. Überprüfung, ob die wissenschaftlichen Antworten (und
Fragen) verständlich und bedarfsgerecht sind.
• Aufgabe: Aufbau eines Dialogs
• Werkzeug: Klimaatlas
Typische Stakeholder:
Küstenschutz, Landwirtschaft, off-shore Aktivitäten, Tourismus,
Wassermanagement, Fischerei und Stadtplanung
Zusammenfassung des Wissensstands für die
Deutsche Nordseeküste
Wesentliche Faktoren,
die
Sturmflutwasserstände
langfristig ändern
können
Mögliche
Änderungen
bis 2030
Mögliche
Änderungen
bis 2100
ca. 2 dm
ca. 1 – 2 dm
ca. 2 – 8 dm
keine
ca. 0 – 1 dm
ca. 1 – 3 dm
ca. 2 dm
Bisher
unbekannt
Bisher
unbekannt
keine
Bisher
unbekannt
Bisher
unbekannt
Gezeitenregime
Regional sehr
unterschiedlich
Bisher
unbekannt
Bisher
unbekannt
Topographie
Regional sehr
unterschiedlich
Bisher
unbekannt
Bisher
unbekannt
Globaler mittlerer
Meeresspiegelanstieg
Meteorologisch bedingter
Anteil des
Sturmflutwasserstandes
Regionaler und lokaler
Meeresspiegelanstieg
Wellenauflauf
Änderungen
bisher (1907
bis 2006)
Zusammenstellung des
Wissens über Klima,
-wandel und -wirkung
• Ostseeeinzugsgebiet – BACC
#1 in 2008 fertig gestellt,
gemeinsam mit HELCOM
publiziert.
#2 – wird derzeit vorbereitet.
• Metropolregion Hamburg –
mit CliSAP, und Senat HH, MLUR
Schleswig Holstein;
Erste öffentliche Präsentation Nov. 2009
Buchpublikation November 2010
• Nordseeeinzugsgebiet, im Rahmen von
PACES gemeinsam mit AWI;
Vorbereitungen begonnen.
Norddeutsches Klimabüro
Temperaturänderungen in
Hamburg
laut Hamburger Klimabericht

Institut für Küstenforschung der GKSS ab 1. November