Reste größerer Organismen
Porifera
• tierische Vielzeller ohne echte Gewebe oder Organe
• Skelett meist in Form regelmäßiger, verwachsener oder isolierter
Spiculae aus Skelettopal (SiO2) oder CaCO3 oder Spongin (tw. mit
eingebauten Fremdkörpern)
• seit dem Oberproterozoikum bekannt
• keine paläoökologische oder biostratigraphische Bedeutung
Hexactinellider Kieselschwamm, Oberkreide bei Hannover
Porifera
- Megaskleren: Hauptbestandteil des Skeletts, relativ
große Spiculae, im gleichen Schwamm in nur einer
oder wenigen Formen, meist in eine Richtung
nadelartig gestreckt
- Mikroskleren: vor allem in den Wandungen der Kanäle
und des Spongocoels, relativ klein, vielgestaltig, nicht
bei den Kalkschwämmen (Calcarea)
- Die Spiculae besitzen meist einen Achsenkanal.
- Die Spiculae können zu soliden Gerüsten
verschmelzen.
Porifera
● Monaxone: einachsige Formen mit Achsenkanal; über 20 verschiedene Formen
● Tetraxone: vier Achsen, die nicht in der gleichen Ebene liegen, einzelne Strahlen
können reduziert oder gegabelt sein
● Triaxone: dreiachsige Formen mit 90°-Winkel der Achsen,
einzelne Strahlen können reduziert oder gegabelt sein; nur bei
den Hexactinellida, oft als regelmäßige Gitterskelette
Porifera
• ● Desmone: Spiculae unterschiedlichen Achsenbaus mit unregelmäßigen
Auswüchsen; charakteristisch für Steinschwämme („Lithistiden“
Mikroskleren
Porifera
• ● Desmone: Spiculae unterschiedlichen Achsenbaus mit
unregelmäßigen Auswüchsen; charakteristisch für
Steinschwämme („Lithistiden“)
• ● Polyaxone: vielachsige, meist sternchenförmige Körper;
meist Mikroskleren; nie gemeinsam mit Desmonen
Mikroskleren
Octocorallia
● seit dem Oberen Ordovizium bekannt (Alcyonaria)
● rein marin
● Skelett kalkig und/oder hornig, meist mikroskopisch kleine Sklerite (0,1 bis
1 mm)
Crustacea: Cladocera
● Kleinkrebse des Süßwasserplanktons (Wasserflöhe)
● Reste der Kutikulen und Extremitäten
● Ephippien sind seit der Unterkreide bekannt
Crustacea: Cladocera
Crustacea: Thecostraca
● Crustacea mit zweiästigen Stabbeinen
● Cirripedier verankern sich mit der 1. Antenne am Substrat
● mit zweilappigem Carapax
● meist einige cm, bis 50 cm
● marin bis brackig
● seit dem Kambrium
Insekten: Chironomidae
aquatische Zuckmückenlarven
Insekten: Coleoptera
Käferreste
Bryozoa - Moostierchen
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verzwergte, koloniebildende, protostome Lophophorata
siedeln auf Festsubstraten
bilden krusten-, strauch- oder kuppelförmige Kolonien
chitiniges, meist verkalktes Skelett (Kalzit)
Zooide 0,3 – 0,4 mm lang (max. 5 mm)
seit dem Unteren Ordovizium, 215 Familien
Polypora ehrenbergi - Perm
Bryozoa: Skelettbau
●
Autozoökien (Autoporen): normales Zooid mit sämtlichen Lebensfunktionen
Bryozoa: Statoblasten
Dauerstadien von Süßwasserformen
Echinodermata - Stachelhäuter
● solitäre Deuterostomata mit
ursprünglich dreiteiligem
Coelom
● Mesocoel zum
Ambulakralgefäßsystem
umgebildet
● Körper häufig pentamer
symmetrisch
● Unterhautskelett aus Kalzit
● seit dem Kambrium
Echinodermata: Skelett und Fossilisation
● Skelett zerfällt in seine einzelnen Bestandteile
● Sammelkristallisation des Stereoms, Umwandlung des Mg-Kalzits in Kalzit
Zahnzement
Seeigelstachel
Facettenzement
Echinodermata: Echinoidea
-
Seeigel
schneller Zerfall
Sammelkristallisation
Umwandlung von Hoch-Mg-Kalzit zu Niedrig-Mg-Kalzit
Holothuroidea
- Seegurken: pentamere Echinodermata mit walzenförmigem Körper
- Oralseite zur Seite gerichtet
- Skelett meist aus isolierten Skleriten und Schlundring (wenige µm bis einige mm)
- marines, vagiles Benthos und manchmal auch Nekton; Filtrierer und Detritusfresser
- Ordovizium bis rezent
- geringe stratigraphische und paläoökologische Bedeutung
Otolithen
• kalkige Konkretionen des
Hör- und
Gleichgewichtsorgans der
Fische (i. w. S. Statolithen)
• wenige mm groß
• seit Devon (erste Formen
sind phosphatisch)
• Beschreibung nach äußerer
Gestalt und Skulptur unter
Berücksichtigung der
Variabilität, ontogenetischer
Stadien, Asymmetrie und
Dimorphismus
• Geringe paläoökologische
und keine
biostratigraphische
Bedeutung
Pliozän von Sardinien
Fische: Schuppen etc.
Ichnofossilien
• Mikrobohrungen durch Algen, Pilze,
Schwämme, Nematoden, Gastropoden,
Bryozoen etc.
• Mikrokoprolithen

Teile von Makrofossilien