Förderinstrumente mit Wirkung:
Highlights und Eckpunkte
Hartmut Alker
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz
Abteilung „Ländlicher Raum, Landentwicklung, Geoinformation“
Akademieabende vor Ort
Wolpertshausen (LK Schwäbisch Hall)
Ländlicher Raum
Der Ländliche Raum
umfasst
 70 % der Fläche BadenWürttembergs
 34 % der Bevölkerung
 655 von 1101 Gemeinden
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Inhalte
Förderkulissen…
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ELR
LEADER
EFRE
Breitband
Tourismus
Flurneuordnung
E-Mobilität
Naturschutz
Agrarförderung
.. folgen übergeordnete Strategien
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mehr Nachhaltigkeit, mehr
Regionalität, mehr Bürgerbeteiligung, mehr Wirkung
verstärkte Förderung interkommunaler und regionaler
Ansätze
mehr Handlungsspielräume
für Regionen
Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum
(ELR)
 seit 1995 DAS zentrale Förderinstrument für den
Ländlichen Raum
 seit 2011 landesweit über 280 Mio. €
dav. im LK Schwäbisch Hall 19,3 Mio. € für 384 Projekte
dav. in Wolpertshausen 420T € für 8 Projekte
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Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum
(ELR) - Weiterentwicklung ab 2014
 Innenentwicklung. Ortskerne als attraktive Wohn- und
Wirtschaftsstandorte
 Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit
 17 Schwerpunktgemeinden  im LK Schwäbisch Hall seit
September 2015: Gemeinden Wolpertshausen und Frankenhardt
 umfassende und langfristige Ansätze
 Bürgerbeteiligung und Moderation von diesen Prozessen
 ökologische und soziale Komponente (Innenentwicklung, Umwelt-,
Klimaschutz, Energie-, Ressourceneffizienz)
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Modellprojekt
Eindämmung des
Landschaftsverbrauch durch
Aktivierung des innenörtlichen
Potenzials
 Entwicklungsprogramm
Ländlicher Raum (ELR)
 14 Modellgemeinden
 Laufzeit: 2010 – 2015
 wissenschaftliche Begleitung
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Aktivierung von Leerständen
Wallhausen-Michelbach
Das ehemals leer stehende
Zweifamilienhaus wurde
umfassend energetisch saniert und
grundlegend modernisiert
Crailsheim-Jagstheim
Nach 25 Jahre Leerstand wird das
ehemalige Gasthaus Krone zu
Gewerbe und fünf Mietwohnungen
umgebaut
Europäischer Fond für regionale
Entwicklung - EFRE
Konzentration auf zwei Themen
 Innovation: Forschung, Entwicklung neuer Produkte (75 %)
 Energiewende: Energieeinsparung, erneuerbare Energien (25 %)
Zwei Wege der Förderung
 30 % der Mittel über RegioWIN für Förderung der regionalen
Wettbewerbsfähigkeit (MLR, MFW, MWK)
 70 % der Mittel für fachspezifische Förderungen des MLR, MFW,
MWK, UM (z.B. „Spitze auf dem Land“)
Mit 247 Mio. € für die Förderperiode 2014-2020 fast eine
Verdoppelung des Mittelanteils
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Spitze auf dem Land (ELR/EFRE)
Hier werden die hidden champions von Morgen gefördert!
Innovation als Schlüssel für wirtschaftliche und technologische
Stärke unseres Landes. Es wird der Ausbau der
Technologieführerschaft Baden-Württembergs in der Fläche
gefördert.
 kleine und mittlere Unternehmen mit < 100 Beschäftigten, die
hoch innovativ und technologieorientiert sind
 hidden champions brauchen wissenschaftliche Kompetenz 
Stärkung der Forschung!
 in 2014 – 2020: ~ 40 Mio. €
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LEADER steht für mehr Bottom-Up
und weniger Top-Down
Neuausrichtung des LEADER-Prozesses im Land ab 2014
statt der bisher 33 Mio. € künftig über 50 Mio. € EU-Mittel
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breiteres Förderspektrum und mehr Eigenverantwortung
mehr Unabhängigkeit (WiSo-Partner, Vereinsform)
Neuabgrenzung der LEADER-Gebiete
mehr Aktionsgruppen  anstatt der bisherigen 8 jetzt 18
Bürokratieabbau
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LEADER Förderregionen
2014-2020
LEADER - breiteres
Förderspektrum
Modul 1: kommunale Förderung
Modul 2: Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum
Modul 3: Landschaftspflegerichtlinien (LPR)
Modul 4: innovative Maßnahmen für Frauen im
ländlichen Raum
Modul 5: Kulturförderung
Modul 6: „Freies Modul“
Modul 7: Förderung des Regionalmanagements
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Breitband-Offensive 4.0
Verfügbarkeit von schnellem Internet im Land gestiegen
 71% der Haushalte an Hochgeschwindigkeitsnetze
> 50 Mbit/s angebunden
 99% der Haushalte > 2 Mbit/s
 „weiße Flecken“ der Unterversorgung,  2 Mbit/s, nur
noch bei knapp 20% der Gemeinden
neue EU-zertifizierte Förderrichtlinie seit August 2015,
neues Kompetenzzentrum Breitband, mehr Personal und
deutlich mehr Finanzmittel
 2013-2014: insg.  23,4 Mio. €
 2015-2018: insg.  247,3 Mio. €
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Breitband-Offensive 4.0 ab 2015
 erhöhte Mittelausstattung: erhöhte Förderpauschalen
von bisher 50% auf 70% im investiven Bereich
 erhöhter Zuschuss für Planungen: 70% Zuschuss für
Planungen kommunaler Glasfasernetze
 Schulen, IKZ und Gewerbegebiete an Glasfaser: bis zu
90% förderfähig
 Entbürokratisierung: Bedarfsanalyse entfällt
 neue Mindeststandards: Übertragungsraten 50 Mbit/s
 neue Fördermöglichkeiten: Pacht von Leitungen,
Mitnutzung vorhandener Infrastruktur, Bsp. Bahntrassen,
in die Glasfaserleitungen mitverlegt werden
 neue Verwaltungsstruktur: Kompetenzzentrum bessere Beratung, schnellere Abwicklung
Geodaten
Geodaten sind kein Nischenthema
Geodaten sind vielseitig: Vermessungs-,
Umwelt-, Statistik- oder kommunale Planungsdaten
Geodaten stehen öffentlich für Bürgerinnen und Bürger,
Wirtschaft und Wissenschaft zur Verfügung –
beispielsweise über das Geoportal Baden-Württemberg
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Tourismusinfrastrukturprogramm (TIP)
TIP steht für nachhaltigen Tourismus
 seit 2011: 121 Projekte mit 27,6 Mio. € gefördert, davon 81
Projekte im Ländlichen Raum
 LK Schwäbisch Hall: Erlebnisanlage „Zauberwald“ mit 79 T €
weiterentwickeltes TIP
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ökologische Nachhaltigkeit von Tourismuseinrichtungen
Barrierefreiheit
„sanfter“ Tourismus“, insbesondere Rad- und Wanderwege
touristische Entwicklung strukturschwacher Gebiete
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Flurneuordnung
Ist das Instrument, das bodenordnerische Problemstellungen von der
Planung über Finanzierung bis zur Umsetzung aus einem Guss
bietet!
 landesweit derzeit ~ 360 Flurneuordnungsverfahren
 Flurneuordnung im LK Schwäbisch Hall: 26 Verfahren,
~ 16,8 T ha, ~ 5.300 Teilnehmer, bewilligte Zuschüsse ~ 38 Mio.€
Neuausrichtung
 ökologischer Mehrwert, der über Eingriffsausgleich hinaus geht
 Zuschlag für besondere ökologische Zielsetzung
 Bürgerbeteiligung
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Förderinstrumente mit Wirkung: Highlights und Eckpunkte