EQUAL Projekt SpraKuM
Sprach- und Kulturmittler
Bundesweite Initiative Sprach- und Integrationsmittler am Beispiel von SpraKuM
Februar 2007
Bundesweite Initiative
Sprach- und Integrationsmittler
am Beispiel von SpraKuM
Bundesweite Initiative Sprach- und Integrationsmittler am Beispiel von SpraKuM
Februar 2007
Gesundheitliche und soziale Versorgung von Migranten
Zugangsbarrieren bei der Versorgung
> Defizitäre Kenntnisse über das deutsche Gesundheits- und
Sozialwesen seitens der Flüchtlinge und Migranten
> Sprachliche und soziokulturelle Verständigungsprobleme
> Ängste und Misstrauen
> Mangelnde interkulturelle Kompetenz seitens des Fachpersonals
> Hilf- und Ratlosigkeit auf Anbieter- und Nutzerseite
Bundesweite Initiative Sprach- und Integrationsmittler am Beispiel von SpraKuM
Februar 2007
Gesundheitliche und soziale Versorgung von Migranten
Konsequenz der Zugangsbarrieren
> Unzureichende soziale bzw. medizinische Beratung und
Behandlung
> Überproportionale Inanspruchnahme sozialer, medizinischer und
therapeutischer Dienste: Unnötige Medikamentenverschreibung/
kostenintensive Mehrfachberatungen und Untersuchungen
> Schwierigkeit, eine sichere Diagnose zu stellen und den
Patienten/ Klienten ausreichend aufzuklären. Folge:
verspätete oder unangemessene Behandlung/ Betreuung
> Geringe Inanspruchnahme von therapeutischen und
präventiven Angeboten
> Ethische Grundprinzipien werden in Frage gestellt
Bundesweite Initiative Sprach- und Integrationsmittler am Beispiel von SpraKuM
Februar 2007
Gesundheitliche und soziale Versorgung von Migranten
Aktuelle Lösungsstrategien
> Kinder, Verwandte und Reinigungskräfte werden zum
Dolmetschen herangezogen: Sie sind nicht in der Lage,
die betreffenden Inhalte fachlich korrekt wiederzugeben
> Mangel an professionellen Dolmetschern und Dolmetschdiensten
(Einsatz ist kostenintensiv!)
Bundesweite Initiative Sprach- und Integrationsmittler am Beispiel von SpraKuM
Februar 2007
Europäische Gemeinschaftsinitiative EQUAL
I. EQUAL Förderphase
Seit Juni 2002:
Drei Projektträger bilden Migranten und Flüchtlinge zu professionellen
Dolmetschern und soziokulturellen Mittlern aus:
- Gesundheit e.V. Berlin: „Gemeindedolmetscher“
- Interkulturelles Büro Darmstadt: „Integrationsassistenten“
- Projekt SpraKuM der Diakonie Wuppertal: „Sprach- und Kulturmittler“
Seit Juni 2005:
Zusammenschluss der Projektträger mit dem Ziel:
> Qualitätssicherung für ein höheres Vertrauen bei der Inanspruchnahme
der Dienstleistung / Berufliche Anerkennung /
Arbeitsrechtliche Regelung / Klärung der Finanzierung
Bundesweite Initiative Sprach- und Integrationsmittler am Beispiel von SpraKuM
Februar 2007
Bundesweite Initiative zur Etablierung eines neuen Berufsbildes
Klärung folgender Voraussetzungen
> Erfassung des Bedarfs
> Festlegung von Mindestanforderungen zur Qualitätssicherung des
Einsatzes
> Erschließung des Arbeitsmarktes
> Regelung arbeitsrechtlicher Angelegenheiten
> Finanzierung des Einsatzes und der Weiterbildung von Sprach- und
Integrationsmittlern
Bundesweite Initiative Sprach- und Integrationsmittler am Beispiel von SpraKuM
Februar 2007
EQUAL Projekt SpraKuM der Diakonie Wuppertal
I. Förderphase (Juni 2002 – Juli 2005)
Flüchtlinge wurden zu Sprach- und Kulturmittlern im Gesundheitsund Sozialwesen ausgebildet und auf den Arbeitsmarkt vermittelt.
Erfahrungen aus der Praxisphase der Qualifizierung:
> In 96 Institutionen Praktika absolviert
> Vermittlung in weitere 140 Einrichtungen der Regelversorgung
> 1.300 Dolmetscheinsätze im zweiten 6monatigen Praktikumsblock
> Größere Nachfrage / geringeres Angebot
Während der Projektlaufzeit wurden 50% der Absolventen auf den
Arbeitsmarkt vermittelt.
Aktuell stehen 70% der Sprach- und Kulturmittler in regulären
Arbeitsverhältnissen
Bundesweite Initiative Sprach- und Integrationsmittler am Beispiel von SpraKuM
Februar 2007
I. und II. EQUAL Förderphase
EQUAL Projekt SpraKuM
I.
Förderphase: Innerhalb der EP TransSpuK wurde das EQUAL Projekt
SpraKuM der Diakonie Wuppertal als best-practice Beispiel im Bereich
Mainstreaming und Beschäftigungsperspektiven für Flüchtlinge
ausgezeichnet.
II.
Förderphase: Innerhalb der neuen EP TransKom führen die Projektträger
Diakonie Wuppertal und das Pädagogische Zentrum Aachen die zweite
Qualifizierungsrunde zum Sprach- und Kulturmittler durch.
Seit Juli 2005: Ca. 70 Flüchtlinge in Qualifizierung
Im zweiten Ausbildungsgang: Verlauf und Inhalte der ersten zwei
6monatigen Module bei beiden Projektträgern identisch.
Im III. Modul: Differenzierung nach Einsatzgebieten. Modulare
Schwerpunkte im Bereich Gesundheit bzw. Soziales
Bundesweite Initiative Sprach- und Integrationsmittler am Beispiel von SpraKuM
Februar 2007
Qualifizierung zum Sprach- und Kulturmittler
Struktur der Qualifizierungsmaßnahme
2 1/2 jährige Qualifizierung: 1 1/2 Jahre Theorie
(drei 6- monatige Module) und 1 Jahr Praxis in Form von Praktika
I. Modul

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|
Theorie
II. Modul
Erlernen und Perfektionierung
der deutschen Sprache

Migrationssoziologie,
-geschichte und –politik

Aufarbeitung der eigenen
Migrationserfahrung

Interkulturelle
Sensibilisierung

Coaching

|
Theorie
Dolmetschtraining im Bereich
Gesundheit und Soziales
III. Modul

Interkulturelle
Kommunikation
Mediation und Konfliktmanagement

Rolle des Sprach- und
Kulturmittlers
Berufsethische Anforderungen
Bundesweite Initiative Sprach- und Integrationsmittler am Beispiel von SpraKuM

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Theorie
Differenzierung nach
Einsatzgebieten im Bereich
Gesundheit bzw. Soziales
(Wuppertal / Aachen)
Fachspezifische Dolmetschertrainings (u.a.
Erziehungshilfe, Psychologie
und Psychiatrie)
Soziokulturelles Vermitteln
Februar 2007
Sprach- und Kulturmittler in Nordrhein-Westfalen
> Die ausgebildeten und noch zu qualifizierenden Sprach- und
Kulturmittler decken über 60 Sprachen ab
> Sie sind auf 31 Kommunen in NRW verteilt
> Sie stehen abrufbereit zur Verfügung
> Ihr professionelles Angebot des Dolmetschens und der
sprachlichen und kulturellen Vermittlung steht günstig und
flexibel zur Verfügung
Das Bildungsinstitut im Gesundheitswesen und das SpraKuM
Projekt der Diakonie Wuppertal übernehmen derzeit ihre
Vermittlung auf den Arbeitsmarkt
Bundesweite Initiative Sprach- und Integrationsmittler am Beispiel von SpraKuM
Februar 2007
SpraKuM Kooperationspartner
Beteiligte Kommunen in Nordrhein-Westfalen
Wuppertal - Aachen
Städte, die sich am
SpraKuM Projekt
in Wuppertal beteiligen
Städte, die sich am
SpraKuM Projekt
in Aachen beteiligen
Neue Kommunen bei
SpraKuM Wuppertal:
Iserlohn und
Düsseldorf!
Bundesweite Initiative Sprach- und Integrationsmittler am Beispiel von SpraKuM
Februar 2007
Bundesweite Initiative zur Etablierung des neuen Berufsbildes
Sprach- und Integrationsmittler
Herausforderung:
Bündelung gemeinsamer Energien und Synergien
Strukturelle Veränderungen bedürfen eines langen Atems und
klarer strategischer Ausrichtungen.
Gemeinsam mit Ihnen wollen wir in diesem Arbeits- und
Gesprächsprozess heraus strategische Schritte zur weiteren
Implementierung dieses neuen Berufsbildes erarbeiten.
Bundesweite Initiative Sprach- und Integrationsmittler am Beispiel von SpraKuM
Februar 2007
Auf ein gutes, produktives und
kreatives Gelingen!
Varinia Morales
Bundesweite Initiative Sprach- und Integrationsmittler am Beispiel von SpraKuM
Februar 2007

und Integrationsmittler am Beispiel von SpraKuM, Varinia Morales