Die Biobäuerinnen & Biobauern
Österreichisches Programm
für umweltgerechte Landwirtschaft
ÖPUL 2015-2020
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Konzept ÖPUL 2015 bis 2020
Agrarumwelt
Artikel 28
Allgemein
Acker
Grünland
Naturschutzmaßnahme
Begrünung/
Zwischenfrucht
Begrünung/
System
Immergrün
Alpung und
Behirtung
Silageverzicht
Bodennahe
Gülleausbringung
Vorbeugender
Grundwasserschutz
(regional)
Vorbeugender
Oberflächengewässerschutz auf
Acker (regional)
Bewirtschaftung
von Bergmähwiesen
Erhaltung
gefährdeter
Nutztierrassen
Anbau
seltener
landw.
Kulturpflanzen
Bewirtschaftung
auswaschungsgefährdeter
Ackerflächen
(regional)
Mulch- und
Direktsaat
Nützlingseinsatz im
geschützten Anbau
BIO
Artikel 29
Tierschutz
Artikel 33
Biologische
Wirtschafts
-weise
Tierschutz
- Weide
Dauerkulturen
Erosionsschutz
Obst, Wein und
Hopfen
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Allgemeine Bestimmungen ÖPUL (1)
Betriebsmindestgröße:
2 ha landwirtschaftliche Nutzfläche; 1 ha bei Dauerkulturen, 0,5 ha
bei geschütztem Anbau oder 3 ha Almfutterfläche
Modulation:
über 100. ha bis 300 ha: 90 %
über 300. ha bis 1.000 ha: 85 %
über 1.000. ha: 75 % der Prämie
Verpflichtungsdauer:
bis 31. Dezember 2020, mind. 5 Jahre
Ein vorzeitiger Ausstieg ist nicht möglich.
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Allgemeine Bestimmungen ÖPUL (2)
Flächenabgänge im Verpflichtungszeitraum (???)
Wird die gesamte Fläche oder ein Teil der Fläche,
auf die sich die Verpflichtung bezieht,
oder der gesamte Betrieb während des Zeitraums,
für den die Verpflichtung eingegangen wurde,
an eine andere Person übertragen,
so kann die Verpflichtung oder ein Teil dieser,
der der übertragenen Fläche entspricht,
für die verbleibende Laufzeit von dieser anderen Person entweder
übernommen werden oder auslaufen,
ohne dass für den tatsächlichen Verpflichtungszeitraum eine
Rückzahlung gefordert wird.
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Allgemeine Bestimmungen ÖPUL (2)
Flächenabgänge im Verpflichtungszeitraum
Die Verringerung von mit einer Verpflichtung belegten Fläche ohne
eine Übertragung an eine andere Person oder
infolge einer Nutzungsaufgabe ist zulässig:
• jährlich bis zu 5 %, jedoch höchstens 5 ha
• jedenfalls jedoch bis 0,5 ha
Maßnahmenwechsel im Verpflichtungszeitraum
• bis einschließlich Herbstantrag 2018 Umstieg in eine höherwertige Maßnahme möglich
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Allgemeine Bestimmungen ÖPUL (3)
Mindestanforderung Phosphordüngung
• Einhaltung der Empfehlungen für die sachgerechte Düngung
• Dokumentationsverpflichtung ab 100 kg P2O5, darunter wird
freiwillige Berechnung im Düngerrechner empfohlen
Dokumentation
• Aufbewahrung der Aufzeichnungen/Unterlagen: 10 Jahre ab
Ende des Verpflichtungszeitraumes!!
• Aufzeichnungen CC (Aktionsprogramm Nitrat 2012; SGD 6. Aufl.),
Bio-Aufzeichnungen für Kontrolle
• händisch (AMA) oder mit PC Programm
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Mit „Bio“ auf Einzelfläche kombinierbare
Maßnahmen
 Seltene landwirtschaftliche Kulturpflanzen
 Begrünungsprogramme „Zwischenfruchtanbau“ und
„Immergrün“
 Mulch- und Direktsaat
 Bodennahe Gülleausbringung
 Vorbeugender Grundwasserschutz
 Erosionsschutz Obst/Wein/Hopfen
 Silageverzicht
Teilnahme möglich an: Tierschutzmaßnahme Weide, Erhaltung
seltener Nutztierrassen, Alpung und Behirtung und
Bergmähwiesen
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Biologische Wirtschaftsweise (1)
Förderungsvoraussetzungen
• Vertrag mit einer Bio-Kontrollstelle spätestens ab 1. Jänner
• Einhaltung EU-Bio-VO und österr. Codex Kapitel A 8
• Erhaltung und umweltverträglicher Umgang mit flächigen
und punktförmigen Landschaftselementen
• Verpflichtung zur Erhaltung des Grünlandausmaßes
Ausnahme: bis zu 5% der Grünlandfläche kann in Acker-, Dauer- oder
Spezialkulturen umgewandelt werden, jedenfalls 1 ha und max. 3 ha
•Weiterbildungsverpflichtung: 5 Stunden bis 31.12.2018
alle fachspezifischen Kurse werden anerkannt, Kursbestätigung
aufbewahren!!
•Bio-Bienenhaltung: Förderobergrenze 1.000 Stöcke/Betrieb u. Jahr
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Biologische Wirtschaftsweise (2)
Blühkulturen sowie Heil- und Gewürzpflanzen auf Ackerflächen (optional)
• Anlage auf Ackerflächen bis spätestens 15.05.
• Umbruch nach der Ernte erlaubt,
• frühestens jedoch am 01.07.;
• wenn keine Ernte erfolgt, dann Umbruch,
• Pflegemahd oder Häckseln frühestens ab 1.8. erlaubt
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Biologische Wirtschaftsweise (3)
Blühkulturen sowie Heil- und Gewürzpflanzen auf Ackerflächen (optional)
Anrechenbare Kulturen:
Acker-Stiefmütterchen, Anis, Baldrian, Basilikum Berg- oder
Hochlandlinsen Bockshornklee, Bohnenkraut, Brennnessel,
Flohsamen, Gewürzfenchel, Johanniskraut, Kamille, Koriander,
Kornblume, Kümmel, Kreuzkümmel, Lein, Leindotter,
Liebstöckel, Mariendistel, Minze, Mohn, Mutterkraut, Neslia
(Finkensame), Nachtkerze, Oregano, Ringelblume, Salbei,
Schafgarbe, Schlüsselblume, Schnittlauch, Schwarzkümmel,
Sonnenhut, Steinklee, Studentenblume, Thymian, Wallwurz
(Beinwell), Ysop (Bienenkraut) und Zitronenmelisse sowie
Kulturen, die zur Saatgutproduktion autochthoner
Wildpflanzen angelegt werden.
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Sonderbestimmungen Maßnahme Bio (1)
Haltung von nicht bio-zertifizierten Tieren für den
Eigenbedarf
• Erreichung von mindestens 24 TGI-Punkten bei BIO AUSTRIABetrieben
• Fütterungsrichtlinien sind einzuhalten
• max. 2 Schweine und 10 Legehennen gleichzeitig am Betrieb
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Sonderbestimmungen Maßnahme Bio (2)
Regelung für Pferdehaltung
• Konventionelle Pferde dürfen am Betrieb gehalten werden
• Konventionelle Pferde sind für den maximalen Düngeanfall
zu berücksichtigen, aber nicht für die Prämien (RGVE/ha)
anrechenbar
• Eine gleichzeitige Haltung von „konventionellen“ und
„biologischen“ Equiden (Pony, Esel, ...) auf einem Betrieb ist
nicht möglich
• Auf zusätzliche BIO AUSTRIA Vorgabe achten: Ausnahme für
konventionelles Misch-, Mineralfutter und Maulgabe ist
möglich; muss aber bei BIO AUSTRIA beantragt werden!
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Erhaltung von Landschaftselementen (LSE)
Flächige Landschaftselemente
Punktförmige LSE
Elemente
z.B. Hecken, Ufergehölze,
Feldgehölze, Raine, Böschungen,
Trockensteinmauern usw.
Frei stehende Bäume und
Büsche mit
Kronendurchmesser > 2 m
Verpflichtung
Größe, Lage und Struktur sind
Erhaltung der Anzahl der LSE
nur im Einvernehmen mit der
bzw. Erhaltung des Charakters
Naturschutzbehörde veränderbar von Streuobstbeständen
Toleranzen
Ordnungsgemäße Pflege
Entfernung zulässig: ein Element pro angefangene zehn
Elemente; darüber hinaus
Ersatzpflanzungen notwendig;
Entfernung > 50 % trotz Nachpflanzung nur im Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Bio-Prämie
Kultur/Prämienelement
Details
Grünland
Grünland und Ackerfutter > 25 %
auf Betrieben < als 0,5 RGVE/ha
70,-
Grünland und Ackerfutter > 25 %
auf Betrieben > 0,5 RGVE/ha
225,-
Ackerland inkl. Bodengesundungsflächen
und Feldfutter < 25 % an LN
230,-
Feldgemüse und Erdbeeren
450,-
Ackerland
Euro/ha
Bodengesundungsflächen > 25 %
Blühkulturen
0,-
Blühkulturen Acker und Heil- und Gewürzpflanzen laut Kulturdefinition in Maßnahme
UBB, für max. 20 % Ackerfläche
350,-
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Bio-Prämie
Kultur/Prämienelement
Details
Dauerkulturen
Wein, Obst und Hopfen
Euro/ha
700,-
Bodengesundungsflächen Dauerkulturen
Bienenstock
max. 1.000 Stöcke pro Betrieb
Erhaltung von LandJe % LSE-Fläche an LN (max. 150/ha LN)
schaftselementen (LSE)
0,pro Stock
25,6,-
Die Biobäuerinnen & Biobauern
ÖPUL-Maßnahmen Ackerbau
• Begrünung von Ackerflächen-Zwischenfruchtanbau
• Begrünung von Ackerflächen-System Immergrün
• Mulch- und Direktsaat
• Anbau seltener landwirtschaftlicher Kulturpflanzen
• Vorbeugender Grundwasserschutz
• Vorbeugender Oberflächengewässerschutz auf
Ackerflächen
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Begrünung von Ackerflächen
Zwischenfruchtanbau
Förderungsvoraussetzungen
• Verwendung von Begrünungsmischungen, außer bei Variante 6
• Mindestackerfläche: 2 ha im ersten Jahr der Verpflichtung
• flächendeckende Begrünung
• Stichtag für das Ausmaß der Ackerflächen ist jeweils 1. Oktober
• jährliche Mindestbegrünungsfläche: 10 % Ackerfläche
(ohne Ackerflächen der Maßnahmen „Naturschutz“, „Weiterführung K20 aus ÖPUL 2007“,
„Bewirtschaftung auswaschungsgefährdeter AF“ und „vorbeugender Oberflächengewässerschutz“
• Keine Bodenbearbeitung während des Begrünungszeitraumes
(ausgenommen Strip-Till-Verfahren)
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Begrünungsvarianten – Zwischenfruchtanbau (1)
Variante
Anlage
spätestens
Frühester
Umbruch
Einzuhaltende Bedingungen
1
Bienenweide
31. Juli
15.
Oktober
- Ansaat einer Bienenmischung aus
mind. 5 insektenblütigen Pflanzen
- Befahrungsverbot bis 30. September
- nachfolgend verpflichtender Anbau
von Wintergetreide im Herbst
200,-
- Ansaat von mind. 3 verschiedenen
Mischungspartnern
- nachfolgend verpflichtender Anbau
von Wintergetreide im Herbst
160,-
- Ansaat von mind. 3 verschiedenen
Mischungspartnern
160,-
- Ansaat von mind. 3 verschiedenen
Mischungspartnern
170,-
2
3
4
31. Juli
20. August
31. August
15.
Oktober
15. Nov.
15. Feb.
Euro/ha
begrünt
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Begrünungsvarianten – Zwischenfruchtanbau (2)
Variante
Anlage
spätestens
Frühester
Umbruch
Einzuhaltende Bedingungen
5
20. Sept.
1. März
- Ansaat von mind. 2 verschiedenen
Mischungspartnern
6
15. Okt.
21. März
- verpflichtender Einsatz folgender
winterharter Kulturen:
Grünschnittroggen nach
Saatgutgesetz, Pannonische Wicke,
Zottelwicke, Wintererbse laut
Saatgutgesetz oder Winterrübsen
Euro/ha
begrünt
130,-
120,-
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Begrünung von Ackerflächen – System
Immergrün (1)
Förderungsvoraussetzungen
• Mindestackerfläche: 2 ha im ersten Jahr der Verpflichtung
• ganzjährig flächendeckende Begrünung von mind. 85 % der
Ackerflächen laut MFA
• Stilllegungen sind nicht prämienfähig, aber anrechenbar für 85 %
• Mindestanlagedauer von Zwischenfrüchten: 35 Tage
• Folgende Zeiträume dürfen nicht überschritten werden
- Ernte Hauptfrucht bis Anlage Zwischenfrucht: 30 Tage
- Umbruch Zwischenfrucht bis Anlage Hauptfrucht: 30 Tage
- Ernte Hauptfrucht bis Anlage Hauptfrucht: 50 Tage
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Begrünung von Ackerflächen – System
Immergrün (2)
Förderungsvoraussetzungen
• Zwischenfrüchte aktiv anlegen bis
- 1. Oktober bei abfrostenden und winterharten Kulturen
• Schlagbezogene Aufzeichnungen über folgende Termine:
- Ernte Hauptkultur
- Anlage und Umbruch Zwischenfrucht
- Anlage Nachfolgekultur
• keine Bodenbearbeitung während des Begrünungszeitraumes
(ausgenommen Strip-Till-Verfahren)
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Begrünungssysteme im Vergleich
Merkmal
„Zwischenfruchtanbau“
„System Immergrün“
Mindestbegrünung
10 % der Ackerfläche
(Stichtag ist der 1. Okt.)
85 % der Ackerfläche (laut
MFA)
anrechenbare Kulturen
nur Zwischenfrüchte, keine Hauptfrüchte, ZwischenHauptfrüchte
früchte, Untersaaten
Reinsaat oder Mischungen
Mischungen erforderlich
außer bei Variante 6
Reinsaaten sind möglich
Aufzeichnungen
nicht erforderlich
Ja, ab 1. Jänner 2015
Verpflichtungsbeginn
ab Herbst je nach Variante
1. Jänner
Prämie
pro ha begrünte Fläche
pro ha Ackerfläche
„Mulch- und Direktsaat“
Teilnahme möglich mit
Variante 4, 5, 6
Teilnahme nicht möglich
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Mulch- und Direktsaat
Förderungsvoraussetzungen
• Teilnahme an der Maßnahme „Begrünung von Ackerflächen –
Zwischenfruchtanbau“
• jährliche Mulchsaat, Direktsaat oder Saat im Strip-Till-Verfahren
im Anschluss an die Begrünungsvarianten 4, 5 oder 6 zum Anbau
von erosionsgefährdeten Kulturen wie z.B. Zuckerrübe, Mais, Hirse,
Soja, Kartoffeln, Kürbis, Sonnenblumen, Ackerbohnen oder
Gemüse und ähnliche Feldfrüchte
• max. Zeitraum zwischen erster Bodenbearbeitung und dem
Anbau der Folgekultur: 4 Wochen
• wendende Bodenbearbeitung und Tiefenlockerung unzulässig
Prämie: 60,- €/ha für zulässige Kulturen
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Anbau seltener landwirtschaftlicher
Kulturpflanzen
Förderungsvoraussetzungen
• Sortenreiner Anbau gemäß Sortenliste
• Aufzeichnung von Sorte und Saatgutmenge
• Mindestanbaufläche: 0,1 ha/Jahr
• Prämie für Prämienstufe A (Getreide, Buchweizen, Klee,
Ölpflanzen) 120,- €/ha
• Prämie für Prämienstufe B (Mais, Erdäpfel, Gemüse) 200,€/ha
• Prämie für max. 10 ha/Sorte, in Summe über alle Sorten
für max. 20% der Ackerfläche, jedenfalls aber für 10 ha
• Sortenliste Anhang 8.10.4a
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Vorbeugender Grundwasserschutz
Förderungsvoraussetzungen
• nur in ausgewählten Gebieten mit belastetem/gefährdetem
Grundwasserkörper im Bgld., NÖ, OÖ, Stmk., Kärnten und Sbg.
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Vorbeugender Grundwasserschutz
• Mindestteilnahmefläche: 2 ha Ackerland im definiertem Gebiet
• Teilnahme an einer Begünungsmaßnahme
• reduzierte Stickstoff-Düngung lt. Anhang 8.10.6b und
Verkürzung des Ausbringungszeitraumes
• Düngeaufzeichnung (aktuell), schlagbezogene Düngeplanung
(bis 28.02.) und Nährstoffbilanzierung (bis 31.12.)
• Weiterbildung im Ausmaß von 12 Stunden, davon 3 Stunden
„Ergebnis der Bodenproben“, bis 31.12.2018
• Bodenproben (N, P, K, ph-Wert, Humusgehalt):
pro angefangene 5 ha mind. 1 Probe bis 31.12.2018
Prämie: 85,- €/ha Ackerfläche,
plus 10,- €/ha für die ersten 10 ha für Bildung und Beratung
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Bewirtschaftung von auswaschungsgefährdeten Ackerflächen
Wird in der Gebietskulisse der Maßnahme „Vorbeugender
Grundwasserschutz“ angeboten
Förderungsvoraussetzungen
• Schläge mit Ackerzahl < 40
• Einsaat einer winterharten Begrünungsmischung oder Belassen
eines Begrünungsbestandes – keine Leguminosen einsäen;
Nutzung und Pflege ist erlaubt
• keine Düngung und kein Pflanzenschutz
• Verzicht auf Umbruch
Prämie: 450,- €/ha Ackerfläche für max. 20 % der Ackerfläche
ACHTUNG: Maßnahme ist auf der Einzelfläche nicht mit Bio
kombinierbar!
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Einsatz von Nützlingen im geschützten
Anbau
Förderungsvoraussetzungen
• jährlicher flächendeckender Einsatz von Nützlingen in mind.
einem Gewächshaus oder Folientunnel;
• anrechenbar ist Nützlingseinsatz dann, wenn Pflanzenschutz–
mittel ersetzt werden;
• schlagbezogene Aufzeichnung über Nützlingseinsatz.
Prämie:
1.000,- €/ha mit Einsatz von Nützlingen unter Folie oder im
Gewächshaus
Die Biobäuerinnen & Biobauern
ÖPUL-Maßnahmen Grünland
•
•
•
•
•
Silageverzicht
Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen
Bewirtschaftung von Bergmähwiesen
Alpung und Behirtung
Tierschutzmaßnahme – Weide von Rinden, Schafen und
Ziegen
• Bodennahe Ausbringung flüssiger Wirtschaftsdünger und
Biogasgülle
Die Biobäuerinnen & Biobauern
ÖPUL-Maßnahmen Dauerkulturen
• Erosionsschutz Obst, Wein, Hopfen
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Erosionsschutz Obst, Wein, Hopfen (1)
Förderungsvoraussetzungen
• Mindestteilnahmefläche 0,5 ha Obst, Wein oder Hopfen
im ersten Verpflichtungsjahr
• Bodenbearbeitung im Begrünungszeitraum erlaubt, wenn
die Begrünung nicht zerstört wird
• keine Nutzung, außer Beweidung
• Begrünungszeitraum abhängig von Kultur und
Hangneigung
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Erosionsschutz Obst, Wein, Hopfen (2)
Begrünungszeitraum
Obst:
• ganzjährige flächendeckende Begrünung in allen
Fahrgassen
• ein max. 1 m breiter Streifen um die Stämme kann
offengehalten werden
Hopfen:
• flächendeckende Begrünung in allen Fahrgassen von 15.
Oktober bis 15. April
• der unmittelbare Bereich um die Pflanze kann
offengehalten werden
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Erosionsschutz Obst, Wein, Hopfen (3)
Begrünungszeitraum
Wein:
• ganzjährige flächendeckende Begrünung in allen Fahrgassen
• ein max. 80 cm breiter Streifen um die Stämme muss nicht
begrünt werden
Hangneigung < 25 %:
Variante A: Mindestbegrünungszeitraum von 1. Nov bis 30. April
Variante B: ganzjährige Begrünung von 1. Jänner bis 31. Dezember
Hangneigung > 25 %:
Variante B: ganzjährige Begrünung von 1. Jänner bis 31. Dezember
Die Biobäuerinnen & Biobauern
Erosionsschutz Obst, Wein, Hopfen (4)
Prämie
Fläche
Details
Euro/ha
Obst
Wein
Hopfen
Bodengesundung
200,Zuschlag bei Hangneigung > 25 %
140,-
bei Hangneigung des Schlages < 25 %, Variante A
100,-
Variante B
200,-
bei Hangneigung des Schlages > 25 % bis < 40 %
300,-
bei Hangneigung des Schlages > 40 % bis < 50 %
500,-
bei Hangneigung des Schlages > 50 %
800,-
200,0,Die Biobäuerinnen & Biobauern

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