Der neue Lehrplan FSP
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Aufbau
Paradigma
Lernfelder
Stundentafel
Lernortkooperation
Rolf Janssen: Fachschule für Sozialpädagogik
Mai 2004
Aufbau / Gliederung des
Lehrplans
1. Bildungsgänge der Fachschule
Intention, Organisatorische Struktur, Didaktische Konzeption,
Erwerb der bundesweiten Fachhochschulreife
( Seite 1 - 17 )
2. Fachschule für Sozialpädagogik
Berufsbild und Ausbildungsziel
Stundentafel
Fachrichtungsübergreifender Lernbereich
Differenzierungsbereich
Lernfelder: Beschreibung, Kompetenzen, inhaltliche Beiträge der
Fächer
( 18 - 35 )
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Mai 2004
Der Lehrplan ist ein
Rahmenplan
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er orientiert die Ausbildung an zentralen
beruflichen Handlungsfeldern
er beschreibt die Ausbildungsinhalte als
berufliche Handlungsaufgaben
er enthält verbindliche Parameter:
Handlungsorientierung, Lernfelder,
anzustrebende Kompetenzen, Inhalte,
Zeitrahmen
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Mai 2004
Lernfeldlehrpläne sind nichts
Neues
 1996 KMK „Handreichungen für die Erarbeitung
von Rahmenlehrplänen in dualen
Ausbildungsberufen... "
 NRW: Lernfeldlehrpläne für Ausbildungsberufe
 NRW 1996/97: Lernfeldlehrpläne Fachschule
für Technik
 NRW 2001: Rahmenlehrplan Fachschulen:
alle Fachschullehrpläne sollen Lernfeldlehrpläne
sein
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Lernfeldlehrpläne stellen einen
Paradigmenwechsel dar
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vom Faktenwissen zum Handlungswissen
vom Wissen zur Kompetenz
von der Fächersortierung zur Anwendungssortierung
von Fachansprüche zu berufliche Aufgaben
hin zu Lernfeldern (beruflichen Handlungsfeldern)
und Lernsituationen (beruflichen Handlungssituationen)
Lernfelder konkretisieren die Entwicklungsaufgaben
in ihrem Berufsbezug
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Mai 2004
Die Lernfelder der FSP
1.
2.
3.
4.
Kinder und Jugendliche in ihren
Lebenswelten verstehen und Beziehungen
zu ihnen entwickeln (mindestens 450 Stunden)
Gruppenpädagogisch handeln und soziales
Lernen fördern (mindestens 450 Stunden)
Entwicklungs- und Bildungsprozesse
unterstützen (mindestens 600 Stunden)
Professionell in sozialpädagogischen
Einrichtungen arbeiten (mindestens 300 Stunden)
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Lernsituationen wie könnten sie aussehen?
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Lernfeld 1:
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Kinder und Jugendliche in ihrer Lebenswelt verstehen
und Beziehungen zu ihnen entwickeln
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Lernsituation 1.1
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In der Kindergartengruppe Ihrer Tagespraxis soll
nächste Woche Lisa, ein fünfjähriges Mädchen aus
einer Nachbarstadt, wegen eines Umzugs
aufgenommen werden. Sie besuchte in ihrem früheren
Wohnort ebenfalls einen Kindergarten.
Ihre Gruppenleiterin gibt Ihnen den Auftrag Lisa
einzuführen.
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Die neue Stundentafel
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Fachrichtungsübergreifender Lernbereich
(400 – 600)
Deutsch/ Kommunikation 120 - 200
Fremdsprache
80 - 160
Politik/ Gesellschaftslehre 80 - 120
Naturwissenschaften
120 - 200
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Fachrichtungsbezogener Lernbereich
(1800 – 2000)
SP Theorie und Praxis
680 - 720
4 Bildungsbereiche
880 - 920
Religionslehre/ -pädagogik 120 - 160
Projektarbeit
160 - 320
Praxis
(16 Wochen)
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Differenzierungsbereich
0 – 200
mindestens 2400
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Wie die Stundentafel zu lesen
ist
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Zeitangaben = Richtwerte, Gesamtausbildung
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Bandbreiten= verbindliche Minima, optionale
Maxima
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Fächer
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Selbstlernphasen = Raum für andere
= inhaltlich-organisatorische Einheiten
Lernformen
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Die neuen Fächer
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Naturwissenschaften
Eigenbildung / Grundlagenwissen
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Bildungsbereiche
Musisch-kreative Gestaltung/ Spiel; Sprache(n)/ Medien; Natur/
kulturelle Umwelt(en); Gesundheit/ Bewegung: Ausrichtung auf die
Bildungsarbeit
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Sozialpädagogische Theorie und Praxis
EW, DM, Organisation/ Recht und Verwaltung
Praxis als Fach auf dem Zeugnis
 Projektarbeit
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Festgeschriebene Elemente
der Lernortkooperation
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Beirat „Sozialpädagogische Ausbildung“
Praxisanleitung (Einrichtung)
Betreuung (Fachschule)
Feststellung der Berufsfähigkeit durch
Bewährung in der Praxis
Ausbildung in unterschiedlichen
Praxisfeldern / Arbeitsfeldern
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Die ersten Umsetzungsschritte
in der Bildungsgangarbeit
vor Beginn des 1. Jahres:
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Unterrichtsverteilung nach
neuer Stundentafel
Konstruktion von Lernsituationen/ Zuordnung von
Fachinhalten
Notenfindung in Fächern, in
denen mehrere Lehrkräfte
zusammenarbeiten
Information + Beratung der
Studierenden über die FHR
(Festlegung des schriftlichen
Prüfungsfachs)
vor Beginn des 2. Jahres:
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Konstruktion von Lernsituationen / Zuordnung von
Fachinhalten
Planung der Projektarbeit
(auch: Lehrerstunden)
Planung des Fachschulexamens: Zulassung =
Abschlussnoten, 3 schriftliche
Arbeiten oder 2 + Hausarbeit,
Verantwortung für Prüfungsvorschläge, Korrektur, mündl.
Prüfung
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Informationen im
Bildungsserver
Informationen zur Neuordnung der
Fachschulen des Sozialwesens:
www.learn-line.nrw.de/angebote/fs/sozial.htm
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Mai 2004

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