Die Rolle der Frauen in den
(Natur-)Wissenschaften
PH Ludwigsburg
Wintersemester 08/09
Mathematikdidaktik und Gender
Prof. Dr. Laura Martignon
Überblick
Historie
Wissenschaftlerinnen des 17. und 18. Jahrhunderts
Wissenschaftlerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts
Nobelpreisträgerinnen
Interview: Frauen sind nicht anders
Literatur
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Historie
• Zeitalter der Aufklärung
• Frauenbewegung (Blaustrumpf, Sufragetten)
• Ziele I: Frauenwahlrecht und Zugang zu Universitäten
• Ziele II: Erwerbstätigkeit und sittliche Grundlage der Gesellschaft
• Deutsches Kaiserreich (1871-1918)
• Weimarer Republik (1918-1933)
• Nationalsozialismus (1933-1945)
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Überblick
Historie
Wissenschaftlerinnen des 17. und 18. Jahrhunderts
Wissenschaftlerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts
Nobelpreisträgerinnen
Interview: Frauen sind nicht anders
Literatur
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Wissenschaftlerinnen des 17. und 18. Jahrhunderts
Maria Sibylla Merian (1647-1717)
Maria Kirch, geb. Winkelmann (1670-1720)
Dorothea Erxleben (1715-1762)
Dorothea Schlözer (1770-1825)
Caroline Herschel (1750-1848)
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Überblick
Historie
Wissenschaftlerinnen des 17. und 18. Jahrhunderts
Wissenschaftlerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts
Nobelpreisträgerinnen
Interview: Frauen sind nicht anders
Literatur
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Der russische Nihilismus
Der Begriff Nihilismus (lat.: nihil „nichts“) bezeichnet allgemein eine
Orientierung, die auf der Verneinung jeglicher Seins-, Erkenntnis-,
Wert- und Gesellschaftsordnung basiert. Umgangssprachlich bedeutet
Nihilismus die Verneinung aller positiven Ansätze und Ideale sowie die
Ablehnung aller Regeln.
In den 1860er gab es eine Bewegung, die
viele adlige russische Jugendliche erfasste
und zu denen auch viele junge, im Ausland
studierte Wissenschaftler gehörten, die gegen
die herrschenden Wertevorstellungen und das
Zarenreich aufbegehrten („Realisten“, „Kinder
der 60er“).
Die Anhänger der Bewegung glaubten an die
Gleichheit von Mann und Frau und die
befreiende Wirkung von Bildung und
Erziehung für das ganze Volk und setzten sich
für die Rechte der Frauen ein.
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Zar Alexander II.
(1818 bis 1881)
Der russische Nihilismus
Iwan Turgenjews machte den Begriff des
Nihilismus für diese Bewegung durch seinen
Roman „Väter und Söhne“ (1862) populär. Er
deutete so an, dass der damaligen Jugend die
Werte und Ideale ihrer Väter nicht mehr heilig
seien. Diese übernahmen diesen Titel, da
nach ihrer Auffassung nichts aus der alten
Gesellschaft es wert gewesen wäre, bewahrt
zu werden.
Nach einer kurzen Zeit des Liberalismus
wurden Frauen das Studium wieder verboten,
so dass ihnen nur Privatunterricht oder ein
Studium im Ausland blieb.
Iwan Turgenjews
(1818-1883)
Die Ausreise war nur mit dem Vater oder dem Ehemann (Paß) möglich,
deshalb gingen viele Nihilisten Scheinehen ein, um die „russischen
Töchter zu befreien“.
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Sofja Kowalewskaja
Georgia-Augusta
in
Petersburg
Karl
Weierstraß
Heidelberg
Moskau
Göttingen
25.11.08
1850
Anjutaging
Wintersemester
1875
Sofja
begleitet
sie mit
wird
1870/71:
Wladimir
Sofja
als Wechsel
auf
zweite
eineihrem
echte
Tochter
nach
Ehe
Weg
Berlin,
ein,
eines
nach
zog
um
zaristischen
Heidelberg
bei
(mit
ihrem
Karl Mann)
Weierstraß
(mit
Offiziers
einer
nach
inZwischenstation
Moskau
Petersburg
zu studieren,
geboren
undindann
der
Wien,
weiter
zwar
wo
ihr „Mann“
eigentlich
nach
Moskau,
gegen
zurückbleibt),
bekam
das Frauenstudium
Julia
eine kommt
Tochter,
war,
später
Fufa,
von
nach
Sofja
und
Ihre
Kindheit
und
Jugend
wird
durch
ihreeinsetzte
große
aber
arbeitete
begeistert
bis
1880
war
nicht
und
mehr
sich
wissenschaftlich.
so
für
sie
Sommersemester
1869:
Sofjadie
gelingt
es nur unter
Schwester
Anjuta
geprägt,
Beziehungen
zu
(Privatunterricht
+
Zugang
zur
Bibliothek).
erheblichen
Schwierigkeiten
zum
Studium
Nach gescheiterten
nihilistischen
Kreisen
hatGrundstücksspekulationen
zugelassen
werden.
Sofja stürzte
sich
nach einem
Aufenthalt
in Paris
verließ
sie zu
ihren
Mann
und begann
erneut
mit
Sie
in (16Petersburg
Privatunterricht
in
in
diedarf
Arbeit
Stunden/Tag),
kam
selten
aus
wissenschaftlichen
Studien.
Nach
dem
„Ehe“
auf
Prüfstand;
nur wegen
derSelbstmord
Hilfe des
Mathematik
nehmen
und
kommt zu
in Wladimir
direkten
ihrem
Zimmer
und Adelung
die
Beziehung
ihres
sie
„Privatdozentin“
an der
GrafenMannes
Nickolaiwurde
von
(eines angeheirateten
Kontakt
zu Nihilisten
wurde
schwieriger;
diesem
Universität
1883.
Wurde
dann
Onkels)immer
und Stockholm
ihres
Mannesunter
wurden
letzteEindruck
Zweifel
schlug
Weierstraß
eine
Dissertation
vor.
Professorin
an der
Stockholmer
Hochschule
(nach
an derScheinehe
Ehrbarkeit
Sofjas
beseitigt.
1868
mit
Wladimir
Kowalewski,
einem
fünf
Jahren
auf auch
Lebenszeit).
Nihilisten,
der
versucht, zum
für fertig.
die
Schwester
Sommer
1874:
Dissertationen
Problem:
Grundsätzliche Drei
Genehmigung
Studium;
Sofja
Anjuta,
deren
Freundin
Anna
Jewreinowa
und
Welche
soll/wird
Sofja promovieren?
Größter
wissenschaftlicher
Erfolg:
Bordin-Preis
musste Universität
trotzdem
jeden
Professor
um
Erlaubnis
deren
Cousine
Julia
geeignete
Dank
dem
Einsatz
von
Weierstraß
(24.12.1889)
bitten (18
Vorlesungen
im Lermontowa
1.
Semester)promovierte
Ehemänner
zu der
finden.
Er scheiterte
Sofja 1874 an
Georgia
Augusta aber.
zu Göttingen
Drei
Am
04.
Semester
Februar.1891
in Heidelberg;
verstarb in
Sofja
WGKowalewskaja
(mit anderen
in
abscentia.
russischen
an einer Lungenentzündung.
Studentinnen) zusammen mit Julia und
(zeitweise) auch mit Anjuta und Wladimir.
Marc Fritz & Michael Gundlach
Julia Lermontowa
Nachdem
1847
Julia
promovierte
ebenfalls
bliebihrzwei
Plan
alsSemester
zu
1874
eine
Einrichtung
Tochter
ebenfalls
länger
eines
am
in
zaristischen als
Heidelberg
Georgia-Augustina
Chemielabors
Generals
für
Sofja,
Frauen
ingeboren.
folgte
Göttingen,
scheiterte,
ihr aber
ihr
dann
Antrag
gab
sie
nach
1882
Berlin,
Promotion
die
versuchte
Chemie
in vermutlich
ganz
abscentia
auf,
Wurde
inauf
ihren
Bildungsbestrebungen
gar
wurde
kümmerte
nicht
allerdings
sich
erst,
abgelehnt.
umzuLWS
Vorlesungen
undEltern
die
weitgehend
von
ihren
zugelassen
Käseherstellung
zu
werden.
aufihr dem
Gut ihres
unterstützt,
hatten
Privatunterricht
Nach
dem Examen blieb sie noch
Vaters.
geben
undChemiker
auch
keine
Sie
schaffte
den
August
einige
Zeitlassen
in es,
Göttingen,
zog
dann
nach
Einwände
gegen
ein Studium,
nur
nicht
Lehnte
1885
Vorschlag
ab,
ihr
Wilhelm
Hofmann
fürWladimir
sich
zu
Petersburg
zuSofjas
Sofja
und
und
allein
im
nach
zu eine
folgen,
wodurch
sie
gewinnen,
der
durch
seine
fand Schweden
alsAusland.
einzige
angemessene
sich
Eigenständigkeit
und
vermutlich
Auslandserfahrungen
wissenschaftlich
Anstellung
und und
wurde
das
erste
Nachdem
Sofja
Wladimir
nach
auch
die Freundschaft
zukonnte
Sofja
erhielt.
arbeitenden
Frauen
positiver
weibliche
Mitglied
der
Russischen
Heidelberg
aufbrachen,
sie ihre
gegenüberstand.
Chemischen
Gesellschaft.
Eltern
überreden,
in
einem
halben
Jahr
Julia nahm
sich
aber
Sofjas
Tochter
nachfolgen
zu dürfen.
Auch
sie
stürzte
sich wie Sofja
inüber
die
Fufa
an
und
kümmerte
sich
Sie
folgte
dannaber
Sofjawegen
auch nach
Arbeit,
kam
Im
Wintersemester
1869/70
kamihrer
sie
mehrere
Jahre
um
sie.
Moskau,
die
dortige
Arbeit
war
Laborarbeiten
anderenund
Menschen
ebenfalls nach mit
Heidelberg
musste
allerdings
alles
andere
als
Julia
Lermontowa
verstarb
1919.
in
Kontakt
und versuchte
vergeblich
– wie
auch Sofja
und
mit deren
Hilfe –
befriedigend.
auch
„leben“ zu einzeln
überreden.
bei Sofja
den zum
Professoren
um
Teilnahme bitten.
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG)
• am 11.01.1911 in Berlin auf Vorschlag von Adolf von Harnack (später
1. Präsident der KWG) gegründet
• dezentral verteilten Kaiser-Wilhelm-Institute, deren Träger die KWG
war, sollten zur Grundlagenforschung durch eine Wissenschaftselite
dienen
• national und international guter Ruf
•• Bekannteste
Präsidenten:Entdeckung: die Kernspaltung 1938 durch die
Chemiker Otto Hahn und Fritz Straßmann und die Physikerin Lise
Meitner im Berliner Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie
• Eine Anstellung – meist befristet oder auch ohne Bezahlung,
ermöglichte es jungen Begabten einerseits, bei den führenden
Wissenschaftlern ihres Gebietes zu arbeiten und zu lernen und
förderte andererseits die weitere Karriere.
• 1948 gingen aus zahlreichen Instituten der ehemaligen KWG die
Adolf von Harnack
Adolf
von
Harnack
Max
Planck
Carl Bosch
Albert Vögler
Max-Planck-Institute hervor
.
1851
- 1930
Otto Hahn
Meitner 1937
Fritz–Straßmann
1911 – 1930
1930
–Lise
1936
1940
1941 – 1945
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG)
Das „Harnack-Prinzip“:
Die Gründung eines Instituts geht nicht von einem Thema, sondern
von einem außergewöhnlichen Wissenschaftler aus. Um diese Person
herum wurde anschließend ein Institut gegründet.
Der Direktor hatte – außer dem finanziellem Rahmen – unbedingte
Entscheidungsfreiheit über Forschungs- und Personalangelegenheiten.
Der jeweilige KWI-Direktor sollte möglichst eine Professur an der
Universität inne haben um personellen Einfluß auf die Gewinnung
und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs zu haben,
besonders wenn Promovenden ihre Arbeiten an den KWI machten
(besondere Aufmerksamkeit den Dissertationen von Frauen).
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG)
Verschiedene Anstellungsmöglichkeiten:
Direktoren und
Wissenschaftliche Mitglieder
Abteilungsleiter
Doktorandin, Stipendiatin, Gast, Assistentin,
„wissenschaftliche Hilfskraft“ bzw. wissenschaftliche Mitarbeiter
Die Regelungen galten zwar für Männer und Frauen
gleichermaßen, aber Männern gelang es gewöhnlich schneller,
die nächst höhere Stufe der Karriereleiter zu erklimmen.
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG)
Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie,
menschliche Erblehre und Eugenik
Kaiser-Wilhelm-Institut
fürBiologie
Chemie
(heute: Otto-Suhr-Institut
Kaiser-Wilhelm-Institut
Kaiser-Wilhelm-Institut
für Kohlenforschung
für
(heute:
der Freien
Universität
Berlin)
der Freien
Berlin)
(heute: Otto-Hahn-Bau
Max-Planck-Institut
(heute:
FreieUniversität
Universität
für Kohlenforschung)
Berlin)
Lise Meitner (1878-1968)
„Unsere Madame Curie“ – Albert Einstein
Flucht
Habilitation
nach
an
Stockholm
der
Universität
dankKWI
der
Berlin
Hilfe
ohne
von
Mitarbeit
Promotion
im
in
neu
Physik
gegründeten
in Wien,
Hinführung
fürAbteilung
Chemie
zum
außerordentliche
Aufnahme
Leiterin
Aberkennung
der
inwird
physikalisch-radioaktiven
Berlin
der
nichtbeamtete
venia
durch
legendi
Physikprofessor
Professorin
aufgrund
Max
des
für
Lise
Meitner
Max
Plancks
erste
Assistentin
Kollegen.
Probevortrag
Dort
hatte
und
sie
aber
Kolloquium,
da des
die
zusammen
Thema
der
mit
Radioaktivität
Otto
Hahn
durch
innur
deruntergeordnete
Abteilung
Stefan
Meyer
für
Planck,
und
erstes
„Gesetzes
der
Physik
weibliches
ein
an
zur
der
Wiederherstellung
Wissenschaftliches
Universität
zwar
Berlin
grundsätzlich
Mitglied
an Frauenstudium
der
Universität
Berlin
Einstellungen
wissenschaftlichen
(bis 1946)
Leistungen
und
wurde
als
hervorragend
nachträglich
Radioaktivität,
wo
sie
zunächst
nur bis
einezum
ablehnte,
Berufsbeamtentums,
sie aber
auch
dersie
KWG
in
durfte
AUSNAHMEFÄLLEN
jedoch
ungerechtfertigter
befunden
worden
Weise
sind
zur
untergeordnete
(geduldete)
Position
(unbezahlte
Anschluß
Österreichs
befürwortete.
im KWI
weiterarbeiten
(Professor-Titel
„Mitarbeiterin
bereits
Otto
seit
Hahns“.
1919 inne)
Forschung)
inne
hat
1906 1912
1914
19221926
September 1938
1933
1950
1900
KWI für Chemie
Universität
Berlin
Universität
Stockholm
Wien
Max Hahn
Otto
Planck
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Lise Meitner (1878-1968)
Lise Meitners Einstellung zu studierenden Frauen
• Zunächst hatte auch sie Bedenken gegen weibliche
Mitarbeiterinnen,
• änderte dann aber ihre Ansicht, verteidigte dann eine weibliche
Mitarbeiterin aus „weiblichen Klassengefühl“
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Cécile Vogt (1875-1962)
„Das große Vorbild für die Vogts
war das Forscher-Ehepaar
Marie und Pierre Curie“
Cécile,
Französin, beendet
ihr
Durch eine
die gebürtige
Geschäftstüchtigkeit
und die
Medizin-Studium
in Paris 1899
mit Promotion.
konsequente, tatkräftige
Unterstützung
ihres
Die
Ergebnisse
ihre Forschung
veröffentlichen
Mannes
(er machte
seine Teilnahme
von der
Sie
heiratet
Oskar
Vogt
und
bekommt
zwei
und Cécile
Vogt
fast
immer
gemeinsam,
KWI für Paris
Hirnforschung Oskar
Genehmigung
ihrer
Teilnahme
abhängig)
Töchtern,
und
Marguerite,
um die nicht
sich
so
könnenMarthe
(Céciles)
Leistungen
verschafft
er ihre
Cécile
Zutritt
zu
Sitzungen
der
kümmert.
Gemeinsam
ziehen sie nach Berlin.
verschwiegen
werden.
wissenschaftlichen
Gesellschaft.
Oskar
genug Geldmittelim
aufzutreiben,
Cécile gelingt
wird es,
Wissenschaftlerin
KWI für
um
ein Neurologisches
Laboratoriumwurde
zu
Hirnforschung
(gegründet 1914/1919),
gründen,
in dem Cécile zur
und
er forschen
dann zur Abteilungsleiterin,
stellvertretenden
konnten.
Institutsdirektorin
und
auch
zum
Wissenschaftlichem Mitglied der KWG gewählt.
Cécile und Oskar Vogt
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Cécile Vogt (1875-1962)
1933 kommt es zu Angriffe und Überfälle auf
die Forschungseinrichtungen der Vogts durch
Nationalsozialisten unter dem Vorwurf des
„Doppelverdienertums“
1937 verlassen die Vogts das KWI und
gründen ein neues Institut in Neustadt (im
Schwarzwald) mit Hilfe einer für sie
geschaffenen
privater
Am 03.05.1962
stirbtStiftung.
auch Cécile Vogt. Sie
wird mit einer Briefmarke der Bundespost
Beide
geehrt.sind bis ins hohe Alter wissenschaftlich
aktiv, bei Cécile treten aber die eigenen
wissenschaftlichen Untersuchungen zugunsten
anderer Aktivitäten zurück.
Cécile und Oskar Vogt
1959 verstirbt Oskar Vogt und Cécile Vogt zieht
daraufhin zu ihrer Tochter Marthe nach
Cambridge, die seit 1936 in Großbritannien
lebte.
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Cambridge
Neustadt
im
KWI für
Hirnforschung
Schwarzwald
Maria Kobel (1897-1996)
Maria Kobel studierte ab 1916 Chemie an der
Universität Breslau und schloss das Studium
mit einer Dissertation 1921 ab.
Bis
wird
ihre Arbeit
genügend
Carl heute
Neuberg,
Direktor
am
KWInicht
für Biochemie,
Daraufhin
wechselte
Maria
Kobel
in das
gewürdigt;
so wurde
im Er
Jahrbuch
der Maxförderte ihre
Karriere.
richtete
eine
Hoffmann
Haus,
dassieheißt
in das
Haus
der
Planck-Gesellschaft
zum 50
jährigem
Abteilung fürChemischen
die Tabakforschung
ein. Jubiläum
Deutschen
Gesellschaft,
wo sie
nicht
einmal
erwähnt, sondern
die
zunächst
im Laboratorium,
dann nur
in der
Maria
Kobel
war hierzur zunächst
seine
Forschung
der Abteilung
Tabaksforschung
Redaktion
arbeitete.
Stellvertreterin,
nach einem Jahr wurde sie
unter Carl Neubergs.
dann selbstständige Abteilungsleiterin.
Universität Breslau
Im August
1996Carl
verstarb
Maria Kobel
1933
wurde
Neuberg
durch nach
die
ihrem 99. Geburtstag.
Nationalsozialisten
vertrieben, woraufhin der
finanzielle Druck auf die Abteilung immer
größer und so diese 1936 geschlossen wurde.
Carl Neuberg
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (KWG)
Gründe, dass Frauen an KWIs „erfolgreich“ waren:
• Hierarchien nicht so etabliert wie in anderen Institutionen (z.B.: Uni).
• Viele neue Spezialdisziplinen ohne hierarchische Strukturen.
• frauenfreundliche bzw. vorurteilsfreie Direktoren (Harnack-Prinzip).
Bis heute konnten 145 Frauen nachgewiesen werden, die zumindest
zeitweilig an KWIs arbeiteten.
In den 20 KWIs gab es insgesamt 11 Abteilungsleiterinnen und in der
KWG 3 weibliche Wissenschaftliche Mitglieder.
Bei ca. 60 Wissenschaftlichen Mitgliedern sind das ca. 5%; zum
Vergleich: MPG hat ca. 215 Mitglieder, davon 5 Frauen (ca. 2,32%)
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Überblick
Historie
Wissenschaftlerinnen des 17. und 18. Jahrhunderts
Wissenschaftlerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts
Nobelpreisträgerinnen
Interview: Frauen sind nicht anders
Literatur
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Nobelpreisträgerinnen
Physik (1903)
Marie Curie (1867-1934)
Chemie (1911)
Marie Curie (1867-1934)
Medizin (1947)
Gerty Cori (1896-1957)
Literatur (1909)
Selma Lagerlöf (1858-1940)
Frieden (1905)
Bertha von Suttner (1843-1914)
Wirtschaftswissenschaften
5 % Frauenanteil
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
???
Überblick
Historie
Wissenschaftlerinnen des 17. und 18. Jahrhunderts
Wissenschaftlerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts
Nobelpreisträgerinnen
Interview: Frauen sind nicht anders
Literatur
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Interview: Frauen sind nicht anders
Prof. Dr. Londa Schiebinger
Direktorin des „Institute for Research
on Women and Gender“ an der
Stanford University.
Alexander-von-HumboldtForschungspreis als erste Frau im
Jahre 1999.
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Überblick
Historie
Wissenschaftlerinnen des 17. und 18. Jahrhunderts
Wissenschaftlerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts
Nobelpreisträgerinnen
Interview: Frauen sind nicht anders
Literatur
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
Literatur
 Tobies, Renate (Hrsg.)(1997): „Aller Männerkultur zum Trotz“. Frauen in
Mathematik und Naturwissenschaften. Frankfurt/Main, New York: Campus
Verlag
 Tollmien, Cordula: Zwei erste Promotionen: Die Mathematikerin Sofja
Kowalewskaja und die Chemikerin Julia Lermontowa. In: Tobies, Renate
(Hrsg.)(1997): „Aller Männerkultur zum Trotz“. Frauen in Mathematik und
Naturwissenschaften. Frankfurt/Main, New York: Campus Verlag, S.83-130
 Vogt, Annette: Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft wagt es: Frauen als
Abteilungsleiterinnen. In: Tobies, Renate (Hrsg.)(1997): „Aller Männerkultur
zum Trotz“. Frauen in Mathematik und Naturwissenschaften.
Frankfurt/Main, New York: Campus Verlag, S.203-220
 Schiebinger, Londa (1993): Schöne Geister. Frauen in den Anfängen der
modernen Wissenschaft. Aus dem Amerikanischen von Susanne
Lüdemann und Ute Spengler. Stuttgart: Klett-Cotta
 Emma (2008): Archiv. Ausgaben 2003. Juli/August
http://www.emma.de/2229.html (Stand: 20.November 2008)
25.11.08
Marc Fritz & Michael Gundlach
2003.
URL:
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Historie
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Wissenschaftlerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts
Nobelpreisträgerinnen
Interview: Frauen sind nicht anders
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25.11.08
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