„Am Besten Daheim“
Ressourcen und Möglichkeiten eines
grenzüberschreitenden Seniorenprojekts
Mag. Renate Nantschev
Projektentwicklung
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KV Miesbach
2. Dezember 2015
www.ambestendaheim.com
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Projekthintergrund
Interreg IV Projekt: D/Bayern – Österreich 2007/13
Projektpartner: ÖRK Kufstein (Leadpartner)
BRK Miesbach (Projektpartner)
Projektauftrag:
- Aufbau eines grenzüberschreitenden
Seniorenprojekts
- Umsetzung einer neuen Versorgungsform
- Schließen von Versorgungslücken
- Nutzbar machen von gemeinsamen Ressourcen
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Projektgebiet
Bezirk Kufstein:
Landkreis
Miesbach:
• Ca. 99000 EW
• 65+ ca. 20%
• Ca. 95 000 EW
• 75+ ca. 6%
• 65+ ca. 19%
• 75+ ca. 8,5%
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Hintergrund: Familienstruktur
 positive Veränderung:
Verlängerung der gemeinsamen Lebensspanne
 Negative Veränderung:
Abnahme des Unterstützungskoeffizienten
Abnahme der Unterstützungsleistenden
(50-64 jährigen) bezogen auf die Altersgruppe >80
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Unterstützungskoeffizient
Familienstruktur
20
17,4
15
10
5,8
5
3,9
0
1950
1970
1980
1990
2007
Anteil 50-64jährige : > 80 jährige
(Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, 2008)
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Hintergrund: Haushaltsform
 Anteil der Ein- und Zweipersonenhaushalte
steigt (ca. 38%)
 Anteil der Drei- und Mehrpersonenhaushalte
sinkt (ca. 29%)
Folge:
Anteil alleinlebender älterer Menschen steigt
Derzeit gehören ca. 39% der Einpersonenhaushalte
zur Altersgruppe „60+“
(Statistisches Bundesamt, 2006 -15-0667)
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Projektphasen
Startphase
2008
AufbauPhase
2009
Konsoli.
Phase
2010
RegelBetrieb
2011
Zwischenfazit
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Kennzeichen von „ABD“
„Am Besten Daheim“ versteht sich als
individuelles Versorgungskonzept für
Seniorinnen und Senioren
 Verbleib in der eigenen Wohnung bei Hilfebedarf
 Verbindliche und kontinuierliche Begleitung
 Personenbezogene zugeschnittene Versorgung
 Verbesserte Nutzung ambulanter Versorgung
 Aufbau von Versorgungsnetzwerken
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Zielgruppe
Seniorinnen und Senioren,
 … die alleine leben.
 … die bei Bedarf die Sicherheit haben möchten,
einen zuverlässigen Ansprechpartner zu haben.
 … die eine Vertrauensperson in der Begleitung
ihrer individuellen Versorgung benötigen.
 …die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen
eine Unterstützung im Alltag benötigen.
 …deren Wunsch es ist, ihre sozialen Kontakte zu
fördern und zu erhalten.
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Projektziele
Aufbau eines attraktiven Leistungsangebots an betreuter
Wohnform für Senioren, um eine längstmögliche häusliche
Versorgung der Betroffenen zu gewährleisten.
 Aufbau einer zentralen Koordinierungsstelle (1)
 Schaffung eines breiten Dienstleistungsangebots (2)
 Ambulante Dienstleistungen fachkompetent und individuell
einsetzen und steuern (3)
 Aufbau und Schulung eines ehrenamtlichen Helferpools (4)
 Ressourcen grenzüberschreitend nutzen (5)
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Zentrale Koordinierungsstelle (1)
 Eine zentrale Anlaufstelle: Service Büro
 Täglich telefonisch erreichbar (9.00-15.00)
 kostenlose Rufnummer 00800 1440 1440
 Strukturierte Kontaktaufnahme
 Anlaufstelle für ehrenamtliche Helfer
- Leistung öffentlich vermehrt bekannt machen - Marketing
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Kooperationen (2)
 Leistungsanbieter wurden erfasst
 Projektgebiet wurde in Cluster eingeteilt
 Grenzüberschreitende Netzwerktreffen finden statt
 Gute Zusammenarbeit im niedrigschwelligen
Versorgungsangebot
- „Kooperation“ versus „Konkurrenz“
- neue Form der Netzwerkarbeit
- Ressourcen verschiedener Institutionen besser nutzbar
machen
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Steuerung der Versorgung (3)
 Strukturierte Erstberatung durch eine Fachkraft
 Leistungen werden vertraglich mit dem Klienten vereinbart
 Methode Case – Management wird angewandt
 Assessment und Dokumentation sind standardisiert
- Steuerung der Versorgung sehr zeitintensiv
- Klientenzahl limitiert
- Aufbau einer PC- gestützten Dokumentation erforderlich
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Ehrenamtliche Helfer (4)
 Ehrenamtlicher Helferpool (dzt. ca. 30 Helfer)
 Helfer sind bei den Klienten regelmäßig im Einsatz
 Regelmäßige Fallbesprechungen mit den Seniorenbegleiter
 Grenzüberschreitende Schulung für Helfer
(dzt. ca. 50 Personen geschult)
- Rekrutierung ehrenamtlicher Helfer
- Ortsnaher Einsatz der Helfer oft nicht möglich
- hoher Anforderungen an Seniorenbegleiter
- Ehrenamt „versus“ Hauptamt
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Grenzüberschreitende Ressourcen (5)
 Gemeinsamer Aufbau einer Versorgungsform
 Nutzung personeller Ressourcen der Projektpartner
 Gemeinsames Marketing
 Austausch sozialrechtlicher Kompetenzen
 Grenzüberschreitender Einsatz ehrenamtlicher Helfer
 Gemeinsame Schulung
- Grenzüberschreitender Einsatz professioneller Dienste nicht
notwendig
- kein adäquater Ausgleich bei grenzüberschreitenden
Pflegegeldleistungen
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Fallbeispiel Frau P.
88 Jahre, alleinlebend in einem großen Einfamilienhaus
eine Tochter, lebt ca. 400km entfernt
 Problematik bei Betreuungsbeginn (Juni 2009):
kein verbindlicher/ vertrauter Ansprechpartner
geringer Unterstützungsbedarf im Alltag (Einkaufen, Arztbesuch, Haushalt)
Gesundheitliche Verschlechterung November 2009 (OP)
Unterstützungsbedarf in pflegerischer, medizinischer, sozialer Versorgung
 Versorgungsleistung:
- Aufbau und Koordinierung der Leistung vor KH Entlassung
- Ansprechpartner für alle Versorgungsanbieter
- täglicher Besuch vom Seniorenbegleiter
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Danke für ihre Aufmerksamkeit
Mag. Renate Nantschev
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Ehrenamtliche Helfer