HDI Broker Special
Liquiditätsrisiken
bei der
Unternehmensnachfolge
1
HDI Broker Special
Status Quo der Unternehmensnachfolge
§
Ca. 350.000 Unternehmen stehen zur Übertragung an
§
Nur ca. 40% der Unternehmer zwischen 45 und 55
Jahren haben überhaupt Maßnahmen zur
Nachfolgeregelung in ihrem Unternehmen geplant
§
Weit weniger als die Hälfte aller Unternehmer haben ein
Testament und viele sind aus formalen Gründen
unwirksam
§
Viele Unternehmer die ein Testament haben, kennen die
konkreten Bindungswirkungen hieraus nicht
§
Fehlender Einklang zwischen den Regelungen im
Testament und denen im Gesellschaftsvertrag
2
HDI Broker Special
Unternehmensbestand, Familienunternehmen sowie
Unternehmensübertragungen 2005 – Deutschland gesamt*
Alte Bundesländer
in 1.000
Insgesamt Unternehmensbestand in 1.000 (1)
Neue Bundesländer
in 1.000
1.836
2.122
286
Darunter Familienunternehmen
1.733
2.005
272
Darunter übergabereife
Unternehmen im Fünfjahreszeitraum
312
354
42
Darunter Unternehmensübertragungen 2005
71
62
9
3
(1) Jahresumsatz über 50.000 Euro
* Ausgangsbasis Januar 2005. Hochrechnung des IfM Bonn auf Basis der aktuellen Umsatzsteuerstatistik 2002 sowie weiterer Datenquellen
HDI Broker Special
Nachfolgelösungen in deutschen Familienunternehmen
und hiervon betroffene Arbeitsplätze für das Jahr 2005*
70.900
Übergabereife Unternehmen mit ca.
678.000 Beschäftigten
43,8 %
21,1 %
An
Familienmitglieder:
31.000 Unternehmen mit
davon gehen
10,2 %
8,3 %
ca. 351.000 Beschäftigten
In den
Verkauf:
16,5 %
15.000 Unternehmen mit
ca. 114.000 Beschäftigten
An Mitarbeiter:
Stilllegung mangels
Nachfolger:
An externe
Führungskräfte:
7.300 Unternehmen mit
5.900 Unternehmen mit
11.700 Unternehmen mit
ca. 72.500 Beschäftigten
ca. 33.500 Beschäftigten
ca. 107.000 Beschäftigten
4
* Ausgangsbasis Januar 2005, Hochrechnung des IfM Bonn auf Basis der aktuellen Umsatzsteuerstatistik 2002 sowie weiterer
Datenquellen, nur Unternehmen mit einem Umsatz von über 50.000 Euro
HDI Broker Special
32% aller Unternehmensnachfolgen und –übertragungen
werden durch unverhofft und plötzlich eintretende
Vorkommnisse notwendig
Übertragungs-/ Nachfolgeursachen
Altersbedingt
42%
Plötzliches Ausscheiden
(Unfall, Krankheit, Tod, . . .)
32%
Konsequenzen
26%
Wechsel in andere
Tätigkeit
• Bei allen unvorgesehenen
Nachfolgerelungs-/ Übertragungssituationen (32% aller Fälle) müssen
Notfallpläne greifen, die in der Regel
nicht ausgearbeitet sind.
• Hiervon sind in Deutschland pro Jahr im
Durchschnitt 306.000 Arbeitsplätze
betroffen
5
HDI Broker Special
Aspekte einer erfolgreichen
Unternehmensnachfolge
Versorgung der
Angehörigen
Fortführung des
Unternehmens
Nachfolgeplanung
Streitvermeidung
Erhaltung der
Handlungsfähigkeit
Steuervermeidung
Liquiditätsvorsorge
6
HDI Broker Special
Mögliche Probleme im Zusammenhang bei einer
fehlenden Unternehmensnachfolgeplanung
 Zersplitterung der Stimmanteile durch Erbfolge
 Einwirkungen innerfamiliärer Konflikte
 Divergenzen bezüglich Ausschüttungen,
Investitionen, etc.
 Belastung des Kredit-Ratings durch fehlende
Nachfolgeplanung – Absenkung des Ratings und
damit höhere Kreditkosten ab Alter 55
 Liquiditätsbereitstellung
7
HDI Broker Special
1. Liquiditätsrisiken bei der familieninternen
Unternehmensnachfolge
 Ertragsteuern
 Pflichtteile
 Abfindung weichender Erben
 Erbschaftsteuer
Häufiges Auftreten mehrerer
Liquiditätsrisiken verschärfen das Problem
8
C. Notfallvorsorge – Krisenplan
C. Notfallvorsorge - Krisenplan
1.
Ist ein formal korrektes Testament vorhanden?
2.
Ist das Testament auf den Gesellschaftsvertrag abgestimmt?
3.
Gibt es Vortestamente mit Bindungswirkung, z.B. Erbverträge?
4.
Auf welche Personen soll das Unternehmen im plötzlichen
Todesfall als Eigner übergehen?
9
C. Notfallvorsorge – Krisenplan
C. Notfallvorsorge - Krisenplan
5.
Ist eine Testamentsvollstreckung angezeigt?
6.
Wie wird eine „Krisengeschäftsführung“ im Fall des plötzlichen Todes
des Unternehmers zusammengesetzt? Ist die Rechtsform überhaupt
für ggf. notwendige Fremdgeschäftsführer offen?
7.
Wie verträgt sich die aktuelle Rechtsform mit einem unerwarteten
Tod? Probleme entstehen insbesondere bei Einzelunternehmen.
10
C.
Notfallvorsorge
- Krisenplan
C. Notfallvorsorge - Krisenplan
8.
Sind die Ehefrau bzw. die Kinder über die vorhandenen
Unterlagen informiert? Haben die Ehefrau bzw. die Kinder eine
Generalvollmacht über den Tod hinaus?
9.
Welche Rolle können und sollen die Ehefrau oder die Kinder
(eventuell übergangsweise) im Unternehmen nach dem Tod
übernehmen?
10. Ist ein aktiver oder zumindest „schlafender“ Beirat im
Unternehmen installiert, dem im Fall des plötzlichen Todes
Aufgaben überantwortet werden können?
11
C.
Notfallvorsorge
- Krisenplan
C. Notfallvorsorge - Krisenplan
11. Gibt es zumindest eine grob überschlägige Planung der
finanziellen Seite bei unerwartetem Tod?
•
Liquiditätssituation der Gesellschaft?
•
Pflichtteilsansprüche?
•
Ausgleichsansprüche weichender Erben?
•
Güterrechtliche Ausgleichsansprüche der Ehefrau?
•
Nichteheliche Kinder?
•
Erbschaftsteuerproblem?
12. Muss das Unternehmen oder ein Gesellschaftsanteil im Fall eines
plötzlichen Todes eventuell verkauft werden? Wenn ja, eignet sich
die bisherige Struktur und Rechtsform hierfür?
12
D. Die Vorteile
der vorweg genommenen Erbfolge
D. Die Vorteile der vorweg genommenen Erbfolge
 Aktive Beschäftigung des Unternehmers mit der Nachfolge noch zu
Lebzeiten – rechtzeitige Aufdeckung etwaiger Probleme.
 Der Unternehmer kann seine Nachfolge selbst gestalten und vor
allem auch ihre Umsetzung – beispielsweise als Beirat – begleiten
und erforderlichenfalls noch Änderungen vornehmen.
 Der Unternehmensnachfolger wächst Schritt für Schritt in seine
Rolle hinein – kein abrupter Stabwechsel.
 Motivation und Planungssicherheit des Nachfolgers.
13
D. Die Vorteile
der vorweg genommenen Erbfolge
D. Die Vorteile der vorweg genommenen Erbfolge
 Erhebliche Steuervorteile
● Erbschaft- und Schenkungsteuerfreibeträge können alle 10
Jahre erneut genutzt werden.
● Die schrittweise Übertragung hat eine Milderung der Progression bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer zur Folge.
● Die Verteilung der Erträge auf mehrere Personen hat dann
auch eine Milderung der Progression bei der Einkommensteuer zur Folge.
● Der Wertzuwachs bei übertragenem Vermögen ist „erbschaftsteuerfrei“ – Erträge fallen bereits bei der „richtigen“ Generation an.
14
E. Die Auswirkungen
des Güterstands
E. Die Auswirkungen des Güterstands
 Der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft birgt für das
Unternehmen im Scheidungsfall erhebliche Risiken und führt im
Todesfall des Unternehmers zu einer Erhöhung des Pflichtteils des
überlebenden Ehegatten.
 Der bei Unternehmern häufige Güterstand der Gütertrennung
„schüttet das Kind mit dem Bade aus“ und kann vor allem bei
großen Vermögen zu erheblichen Erbschaftsteuermehrbelastungen
führen.
15
E. Die Auswirkungen
des Güterstands
E. Die Auswirkungen des Güterstands
 Die sogenannte „modifizierte Zugewinngemeinschaft“ kombiniert die
Vorteile von gesetzlichem Güterstand und Gütertrennung:
● Maßgeschneiderte Ausgestaltung nach den individuellen Vor-
stellungen möglich.
● Scheidungsfall kann abweichend vom Erbfall geregelt werden.
● Betriebsvermögen kann anders als Privatvermögen behandelt
werden.
● Im Todesfall kann erhebliches Vermögen als Zugewinn erbschaftsteuerfrei auf den Ehegatten übergehen.
16
E. Die Auswirkungen
des Güterstands
E. Die Auswirkungen des Güterstands
Praktisches Beispiel
● Betriebsvermögen € 5 Mio., Privatvermögen € 1,5 Mio., beides
beim Ehemann.
● Vermögen ist in vollem Umfang Zugewinn.
● Tod des Ehemanns, Ehefrau ist Alleinerbin.
● Variante 1: Gütertrennung.
● Variante 2: Modifizierte Zugewinngemeinschaft mit Zugewinnausgleich nur im Todesfall.
17
E. Die Auswirkungen
des Güterstands
E. Die Auswirkungen des Güterstands
Erbschaftsteuerliche Konsequenzen:
● Variante 1: Größenordnung der Erbschaftsteuer
€ 750.000,-
● Variante 2: Größenordnung der Erbschaftsteuer,
€ 350.000,-
da die Hälfte des Vermögens als
Zugewinnausgleich steuerfrei ist.
 Je größer das vererbte Vermögen ist, desto größer wird der absolute
erbschaftsteuerliche Vorteil der Zugewinngemeinschaft.
 Ein weiteres Problem der Gütertrennung besteht darin, dass sich
die Pflichtteile der nicht bedachten Pflichtteilsberechtigten erhöhen.
18
F. Das Erbschaftund Schenkungsteuerrecht
F. Das Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht
1.
Drei Erbschaftsteuerklassen
2.
Freibeträge (alle 10 Jahre)
 Für Ehefrau:
EUR 307.000,-
 Für jedes Kind: EUR 205.000,3.
Bewertung Privatvermögen: Verkehrswert, z.B. Aktien zum
Börsenkurs am Todestag, Ausnahme: Grundbesitz.
4.
Grundbesitz wird mit dem Ertragswert bewertet (statt bisher
Einheitswert).
 Faustregel: Ertragswert = Jahresnettomiete x 12,5
19
F. Das Erbschaftund Schenkungsteuerrecht
F. Das Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht
Wer gehört zu welcher Steuerklasse?
Steuerklasse I
Steuerklasse II
1.
2.
3.
1. Eltern und Großeltern im alle übrigen Erwerber
Falle einer Schenkung
und die Zweckzuwendung
2. Geschwister
3. Abkömmlinge ersten
Grades von Geschwistern
4. Stiefeltern
5. Schwiegerkinder
6. Schwiegereltern
7. geschiedener Ehegatte
4.
Ehegatten
Kinder und Stiefkinder
Abkömmlinge der in
Nr. 2 genannten
Kinder (Früher II)
Eltern und Großeltern
bei Erwerben von
Todes wegen
(früher III)
Steuerklasse III
20
F. Das Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht
F. Das Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht
Erbschaftsteuertabelle
Wert bis EUR
Steuerklasse I
Steuerklasse II
Steuerklasse III
52.000,--
7
12
17
256.000,--
11
17
23
512.000,--
15
22
29
5.113.000,--
19
27
35
12.783.000,--
23
32
41
25.565.000,--
27
37
47
darüber
30
40
50
21
G. Betriebsvermögen:
Noch geltende Rechtlage
G. Betriebsvermögen
 Bewertung von Einzelunternehmen und Personengesellschaften (KG +
OHG) nach Steuerbilanzwerten – mit Ausnahme der Grundstücke.
 Bewertung von Kapitalgesellschaften (GmbH + AG) nach „Stuttgarter
Verfahren“ und somit unter vorrangiger Berücksichtigung der
Ertragskraft.
 Erbschaft- und Schenkungsteuer ist nicht rechtsformneutral: Bei hoher
Ertragskraft Benachteiligung von Kapitalgesellschaften.
22
G. Betriebsvermögen:
Noch geltende Rechtlage
G. Betriebsvermögen
 Privilegierung von Betriebsvermögen für alle Einzelunternehmen
und Personengesellschaften sowie für Anteile an
Kapitalgesellschaften bei einer Beteiligungsquote von mehr als
25%.
 Bei Fortführung durch Übernehmer für einen Zeitraum von mehr als
5 Jahren gilt dann:
• „Steuerklassenprivileg“ zu 88 %
• Betriebsvermögensfreibetrag von EUR 225.000,• Betriebsvermögensbewertung nur zu 65 %
23
H. Voraussichtliche
künftige Rechtslage
H. Voraussichtliche künftige Rechtslage
I. Gesetzesvorhaben der Bundesregierung zur Erleichterung
der Unternehmensnachfolge
 Zunächst einmal Festsetzung der Erbschaft- und Schenkungsteuer ohne
Berücksichtigung der bisherigen Privilegierungen (d.h. kein
Betriebsvermögensfreibetrag, kein Bewertungsabschlag und kein
Steuerklassenprivileg“).
 Sodann zinslose Stundung der festgesetzten Steuerschuld über einen
Zeitraum von 10 Jahren.
 Für jedes Jahr der Fortführung wird die Steuerschuld um 1/10
„abgeschmolzen“, d.h. in dieser Höhe erlassen.
 Somit nach 10-jähriger Fortführung: völliger Wegfall der zunächst
festgesetzten Erbschaft- oder Schenkungsteuer.
24
H. Voraussichtliche
künftige Rechtslage
H. Voraussichtliche künftige Rechtslage
II. Einschränkungen, Ausnahmen und Probleme
 Die Stundung / Abschmelzung gilt nur für „produktives“ Betriebsvermögen und somit nicht für Festgeldguthaben, Wertpapiervermögen und nicht betrieblich genutzte Grundstücke.
 Abgrenzung zwischen „produktiv“ und „nicht produktiv“ wirkt
künstlich und wird erhebliche Probleme aufwerfen.
 Für Kapitalgesellschaften kommt das neue Stundungs- / Ab-
schmelzungsmodell nur bei einer Beteiligung von mehr als 25 %
zur Anwendung, darunter – nach wie vor – keine Privilegierung.
25
H. Voraussichtliche
künftige Rechtslage
H. Voraussichtliche künftige Rechtslage
II. Einschränkungen, Ausnahmen und Probleme
 Die neue Steuerentlastung wird auf ein begünstigtes Vermögen von
EUR 100 Mio. begrenzt.
 Übersteigt der Wert des übertragenen Vermögens – insgesamt oder
auf den einzelnen entfallend? Noch unklar! – EUR 100 Mio., kommt
die alte Rechtslage zur Anwendung.
 Gerade größeren mittelständischen Familienunternehmen wird die
neue Rechtslage somit keine Entlastung bringen. Der
Generationswechsel wird vielmehr weiterhin einen hohen
Liquiditätsabfluss zur Folge haben.
26
H. Voraussichtliche
künftige Rechtslage
H. Voraussichtliche künftige Rechtslage
II. Einschränkungen, Ausnahmen und Probleme
 Seit Mai 2002 beim BVerfG anhängiges Verfahren. Entscheidung
voraussichtlich im Herbst 2006.
 Der vorlegende BFH vertritt die Auffassung, dass die – aktuell
gültigen – begünstigenden Vorschriften bezüglich des Betriebsvermögens gegen die Verfassung verstoßen.
 Sollte sich das BVerfG dem BFH anschließen, hätte dies
voraussichtlich auch weitreichende Auswirkungen auf die
gesetzliche Neuregelung.
27
I. Zusammenfassung
der rechtlichen
I. Zusammenfassung
+ steuerlichen Gesichtspunkte
● Errichtung eines formwirksamen Testaments zur Verwirklichung der
individuellen Nachfolgevorstellungen.
● Abschluss eines Ehevertrags zur Modifikation des gesetzlichen
Güterstands im erforderlichen Umfang.
● Abstimmung von Testament und Ehevertrag mit dem Gesellschaftsvertrag des Unternehmens sicher stellen – unter Umständen auch eine Überarbeitung oder Aktualisierung des Gesellschaftsvertrags vornehmen.
28
I. Zusammenfassung
der rechtlichen
I. Zusammenfassung
+ steuerlichen Gesichtspunkte
● Rechtzeitig durch entsprechende Pflichtteilsverzichtsvereinbarungen
gefährlichen Liquiditätsabflüssen im Todesfall vorbeugen –
erforderlichenfalls auch gegen Gegenleistung.
● Stets die überschlägige Berechnung der Erbschaftsteuerbelastung im
„Fall der Fälle“ auf aktuellem Stand halten und entsprechende
Liquiditätsvorsorge betreiben.
● Unter Inanspruchnahme der alle 10 Jahre wieder zur Verfügung
stehenden Freibeträge und Progressionsvorteile bereits zu
Lebzeiten Vermögensübertragungen vornehmen.
29
HDI Broker Special
A. Liquiditätsrisiko Ertragsteuern
 Fortsetzungsklauseln
 Qualifizierte Nachfolgeklausel und
Sonderbetriebsvermögen
 Betriebsaufspaltungen
Auf der sicheren Seite durch ein exakt formuliertes
Unternehmertestament in Übereinstimmung mit
dem Gesellschaftsvertrag !
30
HDI Broker Special
B. Liquiditätsrisiko Pflichtteil
 Pflichtteilsberechtigte Personen sind:
 Der Ehegatte
 Die Kinder
 Die Eltern
31
HDI Broker Special
Gesetzliche Erbfolge, Güterstand und
Pflichtteil
Ehepaar mit
Zugewinngemeinschaft
Gütertrennung
1 Kind
Überlebender
Ehegatte: ½
Kind: ½,
Pflichtteil:1/4
Überlebender
Ehegatte: ½
Kind: ½,
Pflichtteil:1/4
2 Kinder
Überlebender
Ehegatte: ½
Kinder je:1/4,
Pflichtteil je 1/8
Überlebender
Ehegatte: 1/3
Kinder je: 1/3
Pflichtteil: je 1/6
3 Kinder
Überlebender
Ehegatte: ½
Kinder je: 1/6
Pflichtteil je: 1/12
Überlebender
Ehegatte: ¼
Kinder je ¼
Pflichtteil je: 1/8
32
HDI Broker Special
B. Liquiditätsrisiko Pflichtteil
Beispiel:
E verstirbt
Kind A (Alleinerbenmodell) Kind B
Unternehmen
Ehefrau
Vermächtnisse
Folge: Kind B und die Ehefrau können das
Erbe ausschlagen und den Pflichtteil
verlangen. Dieser bemisst sich nach
Verkehrswerten und ist sofort fällig
33
HDI Broker Special
B. Liquiditätsrisiko Pflichtteil
 Der Pflichtteil ist ein sofort fälliger Anspruch in Geld
nach Verkehrswerten!







Lösungsmöglichkeiten:
Notarieller Pflichtteilsverzicht
Erbeinsetzung in Höhe des Pflichtteils
Lebzeitige Vermögensübertragungen ( 10 Jahre! )
Kreditaufnahme ( Basel II )
Veräußerung von Unternehmensteilen
Veräußerung von Privatvermögen
34
HDI Broker Special
Berliner Testament (§2269 BGB)
 Wesen: Gegenseitige Einsetzung zum Alleinerben und
Dritte zum Schlusserben
 Probleme:
 Doppelte Belastung des Vermögens mit Pflichtteilen
 Doppelte erbschaftsteuerliche Erfassung des Vermögens,
Freibeträge werden nicht ausgenutzt.
 Bindungswirkung
35
HDI Broker Special
Besonderes Recht des Ehegatten
 Güterrechtlicher Zugewinnausgleich
( § 1371 Abs. 2 und 3 BGB )
D. h. dass der Ehegatte darf das Erbe
ausschlagen und somit:
den güterrechtlichen
Zugewinnausgleich plus den kleinen
Pflichtteil ( 1/8 ) geltend machen.
36
HDI Broker Special
Pflichtteilsansprüche
Fall: A ist GGF der XY-GmbH, hat Immobilienvermögen
und Wertpapiere jeweils in gleicher Größenordnung. A
verstirbt. Sohn S soll die GmbH übernehmen, Ehefrau E
soll die Immobilien erhalten und Tochter T die
Wertpapiere.
E
S
T
37
HDI Broker Special
Pflichtteilsansprüche
Fall: A ist GGF der XY-GmbH, hat Immobilienvermögen
und Wertpapiere jeweils in unterschiedlicher
Größenordnung. A verstirbt. Sohn S soll die GmbH
übernehmen, Ehefrau E soll die Immobilien erhalten
und Tochter T die Wertpapiere.
E
S
T
Je größer die Werte voneinander abweichen,
desto größer ist das Liquiditätsrisiko!
38
HDI Broker Special
C. Liquiditätsrisiko weichende Erben
 Problem: Liquiditätsbedarf durch
Abfindungszahlungen des Unternehmensnachfolgers
an die weichenden Erben
Weichende Erben sind z.B. : - Der überlebende
Ehegatte
- Geschwister




Lösungen:
Kreditaufnahme ( Basel II )
Verkauf von Unternehmensteilen
Veräußerungsrenten
39
HDI Broker Special
C. Liquiditätsrisiko weichende Erben
Beispiel:
E verstirbt
Kind A - zu gleichen Teilen - Kind B
Unternehmen (2Mill.)
Haus (1 Mill.)
Folge: A muss an B einen Ausgleich i. H. v.
500.000,- € leisten. Eine Finanzierung ist
notwendig.
40
HDI Broker Special
Nachfolge in Kapitalgesellschaften
 Einziehungsklausel: Anteile können von den
restlichen Gesellschafter übernommen werden, die
Erben werden z.B. nach dem Stuttgarter Verfahren
abgefunden.
Auch hier muss die Liquidität vorhanden
sein, um die Abfindungszahlung leisten zu
können.
41
HDI Broker Special
Liquiditätsrisiko Erbschaftsteuer
 Problem: Die Erbschaftsteuer sorgt für einen sofortigen
Liquiditätsbedarf

Lösung bei Betriebsvermögen:
 Kreditaufnahme ( Basel II ! ) oder Verkauf von Betriebsteilen
 Vorweggenommene Erbfolge
 Veräußerung von Privatvermögen

Lösung bei Privatvermögen:
 Vermögensumschichtung in gewerbliche Familienpools
 Vermögensumschichtung in unternehmerische Beteiligungen
42
HDI Broker Special
43
Quelle: FAZ Samstag 13. August 2005, Nr. 187 / Seite 15
HDI Broker Special
Lösungen zur Liquiditätsvorsorge

Unternehmer U ist 63 Jahre alt und hat
einen Liquiditätsbedarf von 1 Mill. €:
(Betrachtungszeitraum bis Alter 75)
1. Ansparen
2. Risiko – Lebensversicherung
3. Ansparprozess plus Risiko –
Lebensversicherung mit fallender Summe
4. HDI – Lösung
44
HDI Broker Special
Lösung 1 Ansparen
63
75
45
HDI Broker Special
Lösung 2 Risiko - Lebensversicherung
63
75
46
HDI Broker Special
Lösung 3 Ansparen plus fallende
Risiko - Lebensversicherung
63
75
47
HDI Broker Special
Lösung 4 HDI Lösung
63
75
48
HDI Broker Special
HDI Lösung zur Liquiditätsvorsorge für
den Erbfall
 Funktionsweise:
Unternehmer =
Versicherte
Person
Schenkung
der Prämie
Unternehmenserben =
Versicherungsnehmer
VS
Erbschaftsteuer
Prämie
Lebensversicherer
Pflichtteilsansprüche
Weichende Erben
49
HDI Broker Special
Vorteile der HDI - Lösung
 Lebenslanger Versicherungsschutz
 Sofortige Absicherung des potentiellen
Liquiditätsbedarfs
 Unabhängigkeit von der Kreditvergabe der Banken
 Steuerfreie Auszahlung der Leistung
 Zwecksicherung durch 1%ige VN-Eigenschaft beim
Unternehmer
 Lebenslange Aufrechterhaltung der
Verfügungsgewalt und der Struktur über das
Vermögen
 Keine unumkehrbaren gravierenden Eingriffe in die
Vermögensstruktur
50
HDI Broker Special
Vergleich der Lösungen
Ansparen RLV
Ansparen/ HDI Lsg.
fall. RLV
Sofortiger - Schutz
+
+
+
Lebenslang
+
--
+
+
Est. frei
--
+
-
+
Garantiezins
-
-
-
+
Sicherheit der Lsg.
+
0
+
51
HDI Broker Special
Beitragsvergleich der Lösungen
Ansparen RLV
Eintritts- 6.129,- /
alter 63,
5.411,n = 12,
1/12 Bzw.
1.598,-
Ansparen HDI
plus fall. Lösung
RLV
7.274,90 / 6.853,10
6.556,90
(1.145,90)
Leistung
nach 12
Jahren
1.125.147 -
1.125.147 1.125.147
Rendite
nach
Steuern
4% / 6 %
4%/6%
-
4,2 %
52
HDI Broker Special
Diese Fragen sollten Sie beantworten
können!
 Besteht ein exakt formuliertes und formrichtiges
Unternehmertestament?
 Wodurch wird die Zahlungsfähigkeit der Erben sichergestellt?
 Wie hoch sind die Zahlungsverpflichtungen?
 Wer wird mit den Verpflichtungen belastet?
 Welche Verflechtungen bestehen zwischen Unternehmens- und
Privatvermögen?
 Welche Vermögenspositionen müssen die Erben veräußern, um
die Liquidität sicher zu stellen?
 Ist die Aufdeckung stiller Reserven durch den Erbfall
ausgeschlossen?
 Ist die Versorgung des Ehegatten sichergestellt?
53
HDI Broker Special
„Alles verzehrt vor
meinem End, das ist
ein gutes Testament“
(J. W. von Goethe, als Rechtsanwalt von
1772 bis 1775 in Frankfurt a. M. tätig)
54

Die Unternehmensnachfolge, Gestaltungsmöglichkeiten zur