Die Ausstellung „Terra“
• Die Fotografien rücken Menschen am Rande
der brasilianischen Gesellschaft ins Bild.
Sie konfrontieren uns mit Aspekten ihres
Lebensalltags, ihrer Arbeit, ihrer Religion und
ihrer Not.
2. Die Fotos dokumentieren die
Auseinandersetzungen um Landbesitz, den
Kampf der Landlosen u.a durch den MST,
die brachliegendes Land besetzen, um sich
ein menschenwürdiges Leben zu sichern
und zurückzuerobern, was ihnen zusteht.
Die Organisation der Landlosen
in Brasilien (MST)
1. Der Landbesitz konzentriert sich in Brasilien in den
Händen weniger Großgrundbesitzer. Die
Verfassung von 1988 erlaubt es, ungenutzten
Großgrundbesitz zu enteignen.
2. Der MST kämpft durch Besetzung für
Landverteilung und für eine Agrarpolitik zugunsten
der Kleinbauern. Allein 1996 hat die Organisation
167 Besetzungen unter Beteiligung von 45.000
Familien durchgeführt.
Die Organisation der Landlosen
in Brasilien (MST)
3. Der MST wird von den Kirchen, Gewerkschaften
und weiten Teilen der zivilen Gesellschaft
unterstützt und ist heute die wichtigste
Oppositionsbewegung Brasiliens.
4. Zum Jahrestag des Massakers von Eldorado dos
Carajás (Bundesstaat Pará), bei dem 1996
mindestens 19 Landlose von der Militärpolizei
getötet worden waren, dokumentierte Sebastião
Salgado in der Ausstellung „Terra“ den Höhepunkt
der Aktivitäten des MST.
Der brasilianische Fotograf
•
Sebastião Salgado, geb. 1944,
gilt als einer der bedeutendsten
Fotografen der Welt.
Sein berühmtes Werk "Workers„
dokumentiert Arbeiter.
Seit 1996 verfolgt Salgado das Thema der
Flüchtlingsbewegungen mit der Kamera.
2. Salgados Fotogafien sind jeweils Resultate einer
Begegnung: "Alle meine Fotografien sind ein
Geschenk der Leute, die zu sehen sind. Erst wenn
du eine Beziehung mit ihnen eingehst, haben sie
wirklich die Macht, dir etwas zu unterbreiten."
Muito obrigado!
Vielen Dank!

Ausstellung „Terra“