Thema: Mystik und Widerstand: Dorothee
Sölle und Aung San Suu Kyi in Burma
Seminar: Frauenmystik in den Religionen
Dozent: Dr. Kirste
Referentin: Diana Lindenblatt
Sommersemester: 2011
Datum:04.07.2011
Gliederung
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Was ist Mystik?
Christliche Mystik
Hinduistische Mystik
Buddhistische Mystik
Daoistische Mystik
Islamische Mystik
Jüdische Mystik
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Biografie: Dorothee Steffensky- Sölle
- Zitate
- Provokation durch Thesen + Reden
Biografie: Aung San Suu Kyi
- Weitere Festnahmen + Hausarreste
- Gerichtsverfahren 2009
- Ausschluss von Parlamentswahlen 2010
Literaturverzeichnis
Was ist Mystik?
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Mystik (grie. μυστικός mystikós =„geheimnisvoll“)
bezeichnet Berichte + Aussagen über die Erfahrung einer
göttlichen oder absoluten Wirklichkeit, sowie die Bemühungen
um eine solche Erfahrung
Vorbedingung mystischer Erfahrung: Fasten, Askese, Zölibat
Religiöse Mystik
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nicht leicht zu beantworten
Mystik = Phänomen, das man erleben muss, kein klarer,
beschreibbarer Begriff
2 Begriffe in Mystik: Liebe + Erkenntnis
Liebe zu Gott = eigentliche Triebkraft für Mystik
Liebe vermittelt Erkenntnis (Nebenprodukt)
intensive religiöse Erlebnisse (rauschhafte Zustände )
christliche Mystik: „Bewusstsein von Gottes unmittelbarer
Gegenwart“
 Ziel des mystischen Weges: „Verwandlung in Gott“
 Blütezeit Mystik( Orient + Europa): Mittelalter
 Europäische Mystiker: Meister Eckehart + Hildegard von Bingen
 Orient bzw. Islam: Sufismus ( Rumi + Attar )
 Nicht gern in den Religionen gesehen, teilweise verfolgt u. getötet
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Hinduistische Mystik: Einheitserfahrung von Atman (Seele) mit
dem göttlichen Brahman
 Buddhistische Mystik: existierendes Ich
 Daoistische Mystik( China) : beschäftigt sich mit dem Urgrund des
Daseins; Ziel: Erlangen des Ureinen( geistige Haltung)
 Islamische Mystik
 Jüdische Mystik
 Bezeichnungen für die höchste Wirklichkeit:
- christlicher Kulturraum = Gott
- buddhistischer Raum = Nirwana
- hinduistischer Raum = Atman/Brahman
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Dorothee Steffensky- Sölle
(http://www.ikvu.de/kontexte/dorothee-soelle-preis.html)
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Professorin Dr.in Dorothee
Sölle, geb. Nipperdey
geboren am 30. September
1929 in Köln
gestorben am 27. April 2003
in Göppingen (BadenWürttemberg)
deutsche Schriftstellerin,
Theologin, Pazifistin, globale
Friedensaktivistin
Biografie
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studierte Theologie, Philosophie + Literaturwissenschaft in Köln,
Freiburg + Göttingen
Lehrerin im höheren Schuldienst in Köln
1954: Promotion
seit 1960: Schriftstellerin + freie Mitarbeiterin beim Rundfunk;
Privatdozentin für neuere deutsche Literaturgeschichte
1968:Gründung des ökumenischen “Politischen Nachtgebets”( in
Antoniterkirche (Köln); Vietnamkrieg, Obdachlosigkeit, Dritte
Welt mit Meditation, Diskussion + gemeinsamen Aktionen
1968: Mitbegründerin der Kölner Journalistenschule
wegen Sitzblockaden vor den NATO-Mittelstreckenraketen in
Mutlangen o. dem Giftgasdepot in Fischbach wegen „versuchter
Nötigung“ verurteilt( später aufgehoben)
1969: Heirat mit ehemaligen Benediktinermönch Fulbert
Steffensky(2. Ehe); Vater ihres 4.Kindes
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1971: Habilitation
1975-87: Professur für systematische Theologie am Union
Theological Seminary in New York
1977: Pariser Ehrenpromotion
keine Professur von deutscher Universität
4 Kinder; Großmutter
1982: Droste-Preis der Stadt Meersburg
1994: Ehrenprofessur an Universität Hamburg
2002: Rede zur Friedensdemonstration( in Hamburg)
Bruder: Historiker Thomas Nipperdey
Vater: Arbeitsrechtler + erste Präsident des Bundesarbeitsgerichts
Hans Carl Nipperdey
Zitate
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“Mein Glaube kommt aus der deutschen Erschütterung,
aus Auschwitz”
anderer Zugang zur Bibel ab 1979 durch Freundschaft mit
Nicaraguas Kulturminister Ernesto Cardenal
( Lehre von Allmacht Gottes  zum Gegenstand kritischen
Nachdenkens)
Provokation durch Thesen + Reden
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ihre Meinung: Gottes Wirken in Welt, abhängig von unserem
Handeln („Gott hat keine anderen Hände als
unsere“)
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Bergpredigt: “unaufgebbare Forderungen an uns alle”
ihre Bücher = leidenschaftliche Zeugnisse einer
konkret engagierten Christin, Sozialistin,
Feministin, Pazifistin + Ökologin
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ihr Lebensthema: Die biblische Verheißung eines „neuen Himmels und
einer neuen Erde“
Aung San Suu Kyi
(Ikone des burmesischen Widerstandes)
(http://www.frontlinedefenders.org/node/1211)
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Auszeichnungen
Sacharow-Preis, 1990
Friedensnobelpreis,1991
Freiheitsmedaille, 2000
Olof-Palme-Preis, 2005
Ehrenstaatsbürgerschaft
Kanadas, 2007
Goldene Ehrenmedaille des USKongresses,2008
Botschafterin des Gewissens,
verliehen von Amnesty
International, 2009
Biografie
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19. Juni 1945 in Rangun, Britisch-Birma, heute Myanmar geboren
Vater: Aung San, Kommandeur der Burma Independence Army
(BIA) + Präsident der Anti-Fascist People's Freedom
League (AFPFL); Vorkämpfer für Unabhängigkeit Birmas
von Großbritannien
1947: Vater während Kabinettssitzung ermordet
wuchs in Indien auf; ab 1960 vertrat Mutter, Birma als
Botschafterin
nach Highschool- Abschluss( Neu-Delhi) nach England +
studierte an der Universität Oxford
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1967: Abschluss in Philosophie, Politik + Wirtschaft
von 1969 -1971: UN-Sekretariat in New York (Verwaltungs- und
Finanzabteilung); Freizeit: ehrenamtlich im
Krankenhaus
1972: Heirat mit britischen Tibetologen Michael Aris 2 Söhne
1974: Umzug nach Oxford( Recherchen ü. Vater)
1988: Rückkehr in Heimat( Krankheit d. Mutter)
Politische Situation in Heimat: Sturz des Militärdiktators Ne Win
+ blutige Aufstände
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26. August 1988: Rede über „demokratische Entwicklung in
Birma“
(nächste Militärregierung verbot jegliche
demokratischen Bestrebungen)
27. September: Gründung der National League for Democracy
(NLD);
Aung San Suu Kyi = Parteivorsitzende
politischen Ziele sollen mit zivilem Ungehorsam + gewaltfrei
erreicht
werden
Februar 1989: Ihre Aufstellung zu den Wahlen wurde verboten; ab
Juli 1989 unter Hausarrest ;Begründung: Gefährdung
der staatlichen Sicherheit
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1990: Wahlsieg ihrer Partei; nicht von Militärs
anerkannt
seit 1980er-Jahre:Einsatz für eine gewaltlose
Demokratisierung ihres Heimatlandes
1991: Friedensnobelpreis( f. Einsatz für die Demokratie in
ihrem Land; Ihre Söhne nahmen ihn in ihrem Name
an, da sie befürchtete, dass ihr die Wiedereinreise nach
Myanmar verweigert würde, falls sie selbst zur
Preisverleihung reiste)
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10. Juli 1995: Aufhebung Hausarrest
1999: Tod ihres Mannes
6. Dezember 2000: Verleihung der Freiheitsmedaille („The
Presidential Medal of Freedom“) durch
US-Präsident Bill Clinton , höchste zivile
Auszeichnung in USA
2001: U2 setzt ihr ein musikalisches Denkmal( Lied: Walk)
Weitere Festnahmen + Hausarreste
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Hausarrest vom 22. September 2000 - Mai 2002:Verstoß gegen
das Reiseverbot
31. Mai 2003: Erneute Festnahme durch
die Militärführung
17. Oktober 2007: Kanada verleiht ihr die
Ehrenstaatsbürgerschaft
17. Dezember 2007: US-Kongress
verleiht „Kongress- Medaille in Gold“
Gerichtsverfahren 2009
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Mai 2009: Verhaftung wegen Missachtung der HausarrestBestimmungen; Vorwurf: Beherbergung eines USAmerikaners in ihrem Haus für 2 Tage
nach heftigen internationalen Protesten  am 3. Verhandlungstag
ausländische Beobachter zum Prozess zugelassen, einen Tag später,
Öffentlichkeit vom Prozess wieder ausgeschlossen
August 2009: Verurteilung zu weiteren 18 Monaten Hausarrest
amerikanische Staatsbürger, Urteil: 7 Jahre Gefängnis +
Zwangsarbeit( durfte jedoch
auf Initiative des US-Senators
wenige Tage nach dem Urteilsspruch
das Land verlassen.
Ausschluss von Parlamentswahlen 2010
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März 2010: Wahlgesetz von Militärregierung,, Strafgefangene
dürfen nicht Mitglieder einer politischen Partei sein“
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13. November 2010: Militärregierung Myanmars entlässt sie,
aus ihrem insgesamt 15 Jahre
währenden Hausarrest
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Ziel: politischer Wandel zu einer Demokratie( ethnische
Minderheiten+ Parteien aus den Peripheriegebieten Burmas)
Literaturverzeichnis
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http://de.wikipedia.org/wiki/Mystik
http://de.wikipedia.org/wiki/Aung_San_Suu_Kyi
http://www.boell.de/weltweit/asien/asien-aung-san-suu-kyi-nachwahlen-burma-12198.html
http://www.dorothee-soelle.de/buecher_von_d_soelle.php
http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/dorotheesoelle/
http://www.mystik.info/allgemein.php
Vielen Dank
Für Eure/Ihre
Aufmerksamkeit!

Mystik