Literarische
Personencharakteristik von Andri
aus dem Drama Andorra von Max
Frisch
Essay Title:
Wie entwickelt sich einer Charaktere im
Verlauf Ihres Schauspiels?
Wie wichtig ist die Entwicklung in Ihrem
Werk?
240-270 words
Hand in Wednesday 5th February
Possible Essay Plan
First paragraph
Place the essay title into context
- Who is Andri - Barblin
- Adopted son of Can
- What sort of person
- Rhetorical question
- See next slide
Possible Essay Plan
Begin second paragraph with a topic sentence which
summarises the content
- Wants to begin his life with Barblin and get a job as any
good Andorran
- - increasingly frustrated and alienated by the people
around him
- Why? Give examples
- Phrase your evidence to show in-depth knowledge of the
work
- Give examples of him becoming more isolated and what
effect this has on him
- PointExampleComment/Clarification’s
Possible Essay Plan
Paragraph 3
The turning point – the revelation of the
Teacher’s lie
How did Andri feel?
Andri’s emotions + examples
His acceptance of his unreal ‘identity’ –
interpretation
PointExampleComment/Clarification’s
Possible Essay Plan
Conclusion
Summary of the change in Andri’s
character and how this affects the
outcome of the story
Your interpretation of the meaning of the
last scene, Andri’s role in Andorra and the
Andorran role in his death.
Irony
Der 20-jährige Andri ist in dem Kleinstaat Andorra
aufgewachsen (S.40, Z.28).
Sein angeblicher Pflegevater, der Lehrer Can, hat ihn in
dem Glauben aufwachsen lassen, dass er Jude ist
(S.72, Z.4), und er ihn vor den feindlichen "Schwarzen"
gerettet hat, als er noch ein Baby war (S.72, Z.10-13).
In Wirklichkeit aber hatte der Vater im feindlichen Land der
Schwarzen eine Affäre mit einer Senora, woraus Andri
entstand (S.72, Z.4).
Er nahm das Kind mit sich, doch an der Grenze zu Andorra
behauptete er, es sei ein Judenkind, was er vor den
Schwarzen gerettet hat (S.72, Z.10-13).
Dort wurde er zunächst gut behandelt, jedoch mit
zunehmenden Alter begegnen ihm die
Andorraner mit Vorurteilen, die sie gegenüber
Juden haben (z.B. S.59, Z.18+19).
Allgemein sagen sie er sei nicht fröhlich, nicht
gemütlich, einfach anders (S.57, Z.26+27).
Für den Wirt, bei dem Andri als Küchenjunge
arbeitet (S.10, Z.3+4), ist Andri trotz seiner
scheinbar jüdischen Herkunft eine "regelrechte
Ausnahme", was allerdingsnur vorgetäuscht war
(S.16, Z.29)
Andris Wunsch ist es, Tischler zu werden(S.17, Z.26)
Da der Tischler der Meinung ist, dass Andri kein handwerkliches
Geschick hat (S.31, Z.32+33) und ihn nicht in seiner Werkstatt
haben will (S.29, Z.4+5), verlangt er einen Wucherpreis von 50
Pfund (S.21, Z.16)
Um ihm das Gegenteil zu beweisen, fertigt Andri einen stabilen Stuhl.
Der Tischler verhält sich unfair und gemein zu Andri, da er ihm die
gelungene Arbeit nicht anerkennt und stattdessen mit der
schlechten Arbeit des Gesellen vertauscht(s.32, Z12-15).
Andri sagt jedoch höflich und korrekt, das das falsch sei. Daraufhin wird
er in den Verkauf versetzt, wo er eine lehre als Kaufmann beginnt(S.
53, Z.7-9)
Der Geselle, der anfangs ein Freund für Andri ist(S.30, Z.21), und ihn
zum Fußballverein einlädt(S.30, Z.30), entpuppt sich später als
Verräter, der ihn nicht mehr leiden kann(S.36, Z.8-9), weil er denkt,
dass Andri sich zu gut für den verein ist(S.36, Z.11-12) Andri ist
darüber sehr enttäuscht (S.69, Z. 11-18).
Auch der neue Doktor hat Vorurteile gegenüber
Juden, er meint, dass sie schlecht seien, alles
besser wüssten, einen schlimmen Ehrgeiz
hätten (S.39, Z 31-33) und keinen Spaß
verstehen (s.41, Z.8)
Andris Antagonist Peider, ein Soldat, kann Andri
ebenfalls nicht leiden (S.55, Z.3) ER wirft ihm
Feigheit (S.29, Z.17) und fehlende
Vaterlandsliebe vor, genauso, dass er nur ans
Geld denkt (S.21, Z.16).
Außerdem ist Andri im Konkurrenzkampf mit Peider (S.19, Z.15), da
Andri mit Barblin, seiner angeblichen Stiefschwester, verlobt ist und
Peider ein Auge auf sie geworfen hat (S.19, Z. 31) (S.22, Z.31).
Andri sagt, Peider ist ein Vieh (S.23, Z.1) Er liebt Barblins schönes
Haar (S.25, Z.29-31) und wacht fast jede Nacht auf ihrer Schwelle
(S.49, Z.26-27). Die beiden haben vor, wegzugehen (S.50, Z.31-55),
da ihre Liebe von dem Vater nicht akzeptiert wird (S.43, Z.26). Andri
ist sauer auf den Lehrer, da er glaubt, dieser wolle ihm die Hochzeit
mit Barblin verbieten, weil er Jude ist (S.44, Z.28) (S.45, Z.24)
Schon früher, als Andri und Barblin noch klein waren, wollten sie
sich mit Tollkirschen vergiften, weil sie Geschwister waren, und sich
trotzdem liebten (S.44, Z.6-7).
Andri ist sauer auf Peider(S.69, Z.1) und will ihn verprügeln (S.58,
Z.18-19), weil er erfahren hat, dass Barblin mit dem Soldaten
sexuellen Kontakt hatte (S.91, Z.4-16). Er fühlt sich betrogen (S.92,
Z.5-10).
Andri verehrt seinen Vater, weil er denkt, er hätte Mut,
anders als die Andorraner zu sein. Er ist seinem Vater
dankbar, dass er ihn gerettet hat, was ihn aber belastet
(S.26, Z.17-20) Als Andri die Wahrheit über seine
Herkunft erfährt, will er nicht glauben (S.51, Z.11), dass
er der Sohn des Lehrers ist, und verhält sich diesem
gegenüber abweisend und schlecht (S.53, Z.21,23+25),
er fühlt sich von dem Lehrer angeekelt (S.50, Z.1) und
kann nicht glauben, dass ein Vater seinem Sohn so
etwas Schlimmes antun würde(S.87, Z.17). Trotzdem
will der Lehrer, dass sie wie Vater und Sohn, zwei
Freunde, zusammenhalten (S.47, Z.4-6), und dass kein
Unrecht geduldet wird (S.41, Z.29-30).
Bei einem Gespräch mit dem Pater meint dieser, Andri solle endlich
annehmen, dass er Jude ist (S.60, Z.6-11). Er meint, dass er ihn
mag, weil er anders ist, doch Andri will gar nicht anders sein (S.58,
Z.10+17). Trotzdem hält der Pater Andri ein gehetztes Gemüt (S.57,
Z.16) und Überempfindlichkeit vor (S.59, Z.20-21). Andri akzeptiert,
dass er ein Jude ist (S.24, Z.6) und nimmt die Eigenschaften an, die
ihm die Andorraner vorwerfen (S.26, Z.27-29). Er prüft so lange, ob
es stimmt, was sie über ihn sagen, bis er die Verhaltensweisen, wie
z.B. das Händereiben oder das Sparen (S.56, Z.15-17), als Symbol
für Geldgier und Ehrgeiz (.S.30, Z.22) annimmt (S.30, Z.7) Er meint,
er müsse das Schicksal der Juden tragen (S.88,Z20-23). Er ist
außerdem traurig, weil sie sagen, dass er feige ist (S.70, Z.16), und
er denkt, dass alle gegen ihn sind (S.70, Z.35) Er kann nicht länger
über die Ungerechtigkeit hinwegschweigen, die ihn zerfrisst (S.36,
Z.2-3), und sagt seine Meinung (S.30, Z.29-30).
Allgemein ist Andri ein ruhiger Typ, er sagt aber
auch, was er denkt(S.20, Z.17), und kann
manchmal auch sehr Vorlaut werden (S.56,
Z.27). Andri macht sich viele Gedanken darüber,
was die anderen über ihn sagen (S.25, Z.25). Er
denkt, niemand mag ihn. (S.57, Z.9-10). Er kann
alles tun, was er will, es dreht sich immer gegen
ihn (S.34, Z.1). Er hat Angst vor den
Andorranern, denn er hat kein Recht vor ihnen
(S.33, Z.31-32). Er täuscht seine Schüchternheit
nur vor (S.50, Z.27), aber eines Tages will er es
ihnen allen zeigen (S.50, Z.6).
Andri hat einen Plan, aber keiner weiß davon (S.56, Z.3-4).
Weil die Andorraner ihm mit Vorurteilen begegnen,
verhält er sich ihnen gegenüber stur. Er denkt, er sei
feige(S.86, Z.15+16), aber andererseits hat er Angst,
wenn er stolz ist. Ihn interessiert sein eigenes Leben
(S.52, Z17), er fühlt sich nicht, wie ein Andorraner
(S.80,Z.1) und will sich bei ihnen nicht beliebt machen
(S.21, Z.19+20). Er behauptet, dass die Andorraner
stärker als die Wahrheit sind. Er hasst sie und ihr Land
(S.50, Z.6-7) Er fühlt sich Wohl in seinem Hass (S.50,
Z.1-2), denn er merkt, Hass macht listig, sicher (S.50,
Z.5-6) geduldig und hart (S.50, Z.8).
Auf dem Platz von Andorra steht ein Orchestrion,
dass Andri sehr zu lieben scheint, da er ständig
Geld hineinwirft und die gleiche Melodie hört
(S.68, Z.13). Manchmal will er singen und
pfeifen, aber er tuts nicht (S.50, Z.7-8). Er sagt
von sich selbst, er sein nicht lustig (S.26, Z.21).
Seine von den Andorranern auferlegte jüdische
Identität, nimmt er entgültig nach dem Gespräch
mit dem Pater an (S.59, Z.12),
dann kommt plötzlich seine leibliche Mutter, die Senora,
eine der Schwarzen, nach Andorra. Er findet, dass sie
eine fantastische Frau ist (S.77, Z.29), weiß aber nicht,
dass sie seine Mutter ist. Die Senora versucht ihm die
Situation zu erklären, doch Andri versteht nicht, was sie
ihm sagen will (S.74, Z.6). Sie muss wieder zurück und
schenkt Andri zum Abschied ihren Ring (S.77, Z.5-7)
Andri mag die Senora, er will nicht, dass sie geht (S.74,
Z.19+20) und möchte sie unbedingt wieder sehen (S.75,
Z.30). Doch sie wird auf dem Heimweg ins Schwarze
Land ermordet. Andri wird für den Mord beschuldigt,
obwohl er zu der Zeit beim Pater war. Dieser teilte ihm
die wahre Geschichte über seine Herkunft mit.
Andri glaubt dem Pater sowieso nicht mehr (S,79, Z.29), er
meint, dass man fühle, ob man Jude ist (S.79, Z.15+16),
und lässt sich nicht vom Gegenteil überzeugen. Die
Schwarzen rücken ins Land ein, und Andri sieht seinem
Tod schon entgegen, was sich dadurch zeigt, dass Andri
sagt, dass er keinen Vater, keine Mutter, keine
Schwester und keine Braut mehr will, damit sie nicht
unter seinem Tod leiden (S.80, Z.30-32). Er ist der
einzigst Mutige, der sich nicht vor den Schwarzen
versteckt (S.85, Z.24), da er die Senora nicht getötet hat
(S.74, Z.8-30) Aus Verzweiflung will Andri, dass Barblin
sich auszieht und ihn küsst (S.93, Z.18,30), sie macht
das aber nicht, und Andri denkt, dass sie sich vor ihm
schämt (S.94, Z.3).
Andri hat keine Zuversicht mehr (S.80, Z.35), er will nicht
mehr hoffen (S.80, Z.11). Es graut ihm vorm Sterben
(S.81, Z.15+16), aber er will, dass er bald stirbt (S.80,
Z.34). Andri wehrt sich nicht, und will sich nicht retten,
als er wie die anderen Andorraner zum Judenschauer
geführt wird (S.87, Z.9) (S.88, Z.2). Er glaubt, er sei
verloren (S.88, Z.11) und dass er keine Zukunft mehr
hat. Als Andri vom Judenschauer als angeblicher Jude
entlarft wird, zieht er das schwarze Tuch, dass alle
Andorraner um ihr Gesicht zu verdecken aufzeihen, nicht
ab (S.111, Z.22-27). Da er den Ring der Senora den
Schwarzen nicht geben will, wird ihm der Finger
abgehackt, und Andri wird anschließend weggeschleppt
(S.113, Z.1+3+12)

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