CAST
Hofrat Dr. Ingo Wieser, MSc.
Hofrat DI Dr. Bernhard Schneider
Inhalt
Terrorismus: Entwicklung – Reaktionen
 CAST: Zielsetzung – Teilnehmer –
Ergebnisse
 Überblick zu den Workpackages
 Hardware: VRBT (DOME)- DERMI
(Datenbank) - Drive-Simulator
 First Responders
 Test mit Biofeedback

Inhalt
Datenbank DERMI
 Katastrophenterrorismus-Szenarien
 Curriculum: Überblick-Zielsetzung-Inhalt
 Vorstellung Kurzkurs

Entwicklung des Terrorismus
1960er begrenzter Sachschaden
(z.B. „Südtirolbumser“)
 1970er Kriminalität und Anarchie (RAF)
 1980er Erpressung durch
Flugzeugentführungen
 1990er Selbstmordattentate
 2000er Katastrophenterrorismus

Terrorfolgen
2006 weltweit 14338 Terrorüberfälle
 mit 20498 toten, 38191 verletzten und 15854
gekidnappten Personen.
 über 70% Zivilisten
 über 1800 dieser Opfer waren Kinder

2007 weltweit 14449 Terrorüberfälle
 Ca. 22.000 tote und 66000 verletzte Personen

Die indirekten Kosten
des Terrorismus (Beispiele)




Terror Anschlag in Bali gefährdete
130 000 Arbeitsplätze (UNO)
Folgekosten in Kenia infolge Flugverbot:
EURO 80 Millionen
(Int. Währungsfonds)
„Wohlstandsminderung“ weltweit infolge erhöhter
Sicherheitskosten für Transport:
EURO 62 Milliarden
(OECD)
Zusatzlasten in den USA durch erhöhten
Sicherheitsaufwand:
EURO 126 Milliarden
(„Fortune“)
Die Antwort der EU:
7. Forschungsrahmenprogramm
Kapitel Sicherheit



Sicherheit ist in Europa die Voraussetzung für Wohlstand
und Freiheit.
Das Thema "Sicherheit" im 7. EUForschungsrahmenprogramm hat seinen Schwerpunkt im
zivilen Bereich und folgende übergeordnete Ziele:
Entwicklung von Technologien zum Schutz der
BürgerInnen vor Bedrohungen wie Terrorismus und
organisierter Kriminalität sowie vor den Folgen von
Naturkatastrophen unter Wahrung der grundlegenden
Menschenrechte.
Förderung der Zusammenarbeit der verschiedenen
nationalen und internationalen AkteurInnen sowie der
AnbieterInnen und AnwenderInnen ziviler
Sicherheitslösungen mit dem Ziel einer besseren
Kooperation
Budget
2007
156 Millionen
2008
118 Millionen
2009
210 Millionen
2010
221 Millionen
Euro
Euro
Euro
Euro
CAST
Comprehensive Assessment of
Security-Centered Training
Curricula for First Responders on
Disaster Management in the EU
Projektpartner
1
2
3
4
5
6
7
8
Paris Lodron Universität Salzburg
Sigmund Freud Universität
DSTS – Advisors to Executives
Hamburg Fire Service College
Forschungsinstitut des Roten Kreuzes
ICT Fraunhofer Institut
BMLVS / HLogS
International Security Competence Centre
AT
AT
AT
DE
AT
DE
AT
AT
Projektpartner
9 University of Defence Brno
10 Corvinus University Budapest
11 SAAB Training Systems
12 Swedish Counter Terrorism Unit
13 Diamond Aircraft Industries
14 TECNATOM S.A.
15 Northern Ireland Police Service
CZ
HU
SE
SE
AT
ES
UK
Zielsetzung
1) Umfassende und aktualisierte Information
der FRs hinsichtlich
Katastrophenmanagement, Schutz, Taktik und
Ausrüstung
2) Entwicklung eines standardisierten
Curriculums im Hinblick auf die
Anforderungen des Katastrophenterrorismus,
sowie von Naturkatastrophen und disaströsen
Industrieunfällen
3) Eliminieren von erkannten Trainingsdefiziten
und Stärkung der Interoperabilität
Workpackages
WP1: Disaster Management
WP2: Threat- and Risk-Assessment
WP3: Catastrophic Terrorism
WP4: Catastrophic Releases
WP5: Organisation and Training of
Response Staff
Workpackages
WP6: Current Best Practices
WP7: Virtual Reality Safety Training and
Stress-management with Biofeedback
WP8: Organisation and Institutional
Structures of FR and Implementation of
Technologies, Emphazising
Synchronization
WP9: Standardized Curriculum
Ergebnisse




29 Deliverables (über 2600 Seiten)
Datenbank DERMI (Database on
Emergency Response to Major Incidents über 100 aufgearbeitete Ereignisse)
Drive Simulator
VRBT (Virtual Reality Biofeedback Training
System)
Curriculum
Entwicklung eines standardisierten
Curriculum zum Training von FR in der EU
– 7 Module
– 9 Monate dauernder Trainingskurs
– 25 Stunden Training pro Woche
– 15 Stunden pro Woche interdisziplinärer und
internationaler Erfahrungsaustausch
– Zugangsbeschränkung
TERRORANSCHLAG
FLUGHAFEN SCHWECHAT
27.12.1985
Flughafen Rom Fiumicino
TERRORANSCHLAG
FLUGHAFEN SCHWECHAT
8:59 Abflughalle
Schalter der El – Al
3 arabische Terroristen
Handgranaten
Feuerüberfall
Bilanz
8 Tote
67 Verletzte
Einschuss EJ
Primäre Bedrohungsszenarien
des konventionellen Terrorismus
1.
2.
3.
Insider Threat
Selbstmordattentäter
Autobombe
Insider Threat
Das schwächste Glied in der
(Sicherheits-) Kette ist immer
der Mensch
Risken können verringert, aber
nie ausgeschlossen werden
Terrorangriff durch
Major Nidal Hasan,
Ft. Hood, USA, 7
Nov.2009
Tödlicher
Schusswechsel in
einer US
Militärbasis
13 Tote
38 Verwundete
Al Qaeda
3.Welle:
Rekrutierung von
nationalen
Sicherheitspersonal
Selbstmord
Attentäter
Kein Profiling
möglich:
Männlich
oder
weiblich
Geistig
behindert oder
Akademiker
13 Jahre alt
oder älter als 50
Arzt, Offizier,
Arbeiter, …
Rekrutierungsmethoden
Finde die ruhelosen
und unglücklichen.
 Stelle Zweck und
Gruppensolidarität
sicher.
 Für weibliche
Rekruten:
Möglichkeiten der
Verführung,
Erpressung oder
Drogen.

Suicide bomber Dhanu with a
sandlewood garland minutes before
attacking former Indian Prime Minister
Rajiv Gandhi. She is wearing an
explosive device beneath her dress,
intended to kill her and her target.
Angriff eines Selbstmordattentäters
Arghandab (Afghanistan), 11 Juni 2010
 Hochzeitsgesellschaft
 Bub (13 Jahre) trägt eine Bombe unter
seinem Gewand
 Mehr als 40 Gäste werden getötet
 86 Personen werden verletzt

Autobombe,
Marriot Hotel,
Islamabad,
Pakistan, 20
Sept. 2008
1.
2.
3.
4.
Selbstmordattentäter
in einem Lastwagen
mit 500 kg TNT and
RDX Sprengstoffen
und Werfergranaten
Aluminumpulver als
Brandverstärker
Security Maßnahmen
stoppten den Wagen
Sicherheitspersonal
reagierte nicht
Damaged facade of Hotel Marriot,
Islamabad
Detonation der Autobombe 30m vom Hotel
entfernt
Bombenopfer
Selbstmordangriff auf 2 Moscheen,
Lahore, 28 Mai 2010






Gleichzeitiger Angiff in Darul
Zikr and Bait-al Noor
6 Terroristen töteten die
Sicherheitskräfte
Gewehrfeuer, Granaten,
3000 Geiseln
Angreifer töteten jede Geisel
die sich bewegte
3 Attentäter sprengten sich bei
Sturm durch die Polizei selbst
Feuergefecht:Model Town(1h),
Garhi Shahu (4h)
Bombenattentat auf die US-Botschaft in
Beirut, Libanon (80/256)
18.4.1983 Selbstmordattentat gegen die US Botschaft in
Beirut, Libanon
•Beginn von Anschlägen
von islamischen Gruppen
gegen US Einrichtungen.
•erstmals Hisbollah
verantwortlich
•Selbstmordattentäter
chauffierte ein
ein Jahr zuvor von der
Botschaft gestohlenes
Fahrzeug
• Es transportierte circa
1000 kg Sprengstoff.
Bombenattentaten in Oklahoma City (168/680)
• Attentat in Oklahoma City am
19.4.1995
•von dem militanten Fanatiker Timothy
McVeigh,
mit der Komplizenschaft von Terry
Nichols
•168 Toten und 680 Verletzten erster
Akt des Katastrophenterrorismus auf
amerikanischem Boden
• Die Druckwelle der Explosion
zerstörte 324 Gebäude
in einem Radius von 16 Häuserblöcken.
Bombenanschlag in Madrid (191/1800)

11.3.2004

Vorstadtzüge von Madrid
11 Explosionen

13 selbst gebaute
Sprengeinrichtungen
(IED)
Geiselnahme in der Schule in Beslan (385/783)
1.9.2004
Bewaffnete tschetschenische
Terroristen nahmen mehr als
1100 Personen, darunter
777 Kinder in der Schule
von Beslan, als Geisel.
Terrorangriff in Bali (202/209)
12.10.2002
in dem Touristenviertel von
Kutta wurden drei Angriffe
gleichzeitig durchgeführt:
2 Sprengstoffrucksäcke,
1 Autobombe
Bisheriger Höhepunkt:
New York City und
Washington D.C., 11. Sept. 2001
2 938 Tote
2 373 Verletzte
Neue Dimension des Terrors:
Katastrophaler Terrorismus (KT)





Selbstmordattentäter
Massentötung
Massenvernichtungsmittel
Parallelangriff auf IT
Systeme
Umweltkontamination
Was sind First Responder (FR)?
Erste Linie der Verteidigung der Gesellschaft




Polizei
Rettung
Feuerwehr
Militär (mit Einschränkungen)
Was erwartet die FR?
Unterschiedliche Aufgaben
 Unterschiedliche Ausbildung
 Unterschiedliche Auswahlverfahren

Aber:
Konfrontation mit denselben Eindrücken
Versuchsablauf
120 Probanden davon je 30 pro FR Type.
 Fragebogen zur Selbsteinschätzung.
 Konfrontation mit den neu entwickelten
virtuellen Szenarien des
Katastrophenterrorismus.
 Fragebogen zur Erfassung der Wirkung der
Szenarien auf die First Responder.


Welche Ereignisse haben besondere emotionale
Reaktionen hervorgerufen?

Biofeedbacktest und Training zur
Traumaprävention.
VRBT – Virtual Reality Biofeedback Training
Es ist keine Frage
ob
sondern nur eine Frage
wann
ein Akt des Katastrophenterrorismus auch
bei uns stattfindet
Planungsszenarien des
US Department of Homeland Security








10-kT Improvisierter Nuklearer Sprengsatz (N)
Freisetzung eines Anthrax-Aerosols (B)
Grippepandemie (B)
Freisetzung von Pestviren (B)
Freisetzung eines Hautkampfstoffs (C)
Freisetzung einer toxischen Industriechemikalie (C)
Freisetzung eines Nervenkampfstoffs (C)
Chlortankexplosion (C)
Planungsszenarien des
US Department of Homeland Security







Großes Erdbeben
Hurrikan
Umsetzung einer schmutzigen Bombe (R)
Synchronisierte IED-Anschläge (E)
Nahrungsmittelkontamination (B;C)
Maul- und Klauenseuche (B)
Cyber-Attacke
Szenario: Improvisierte
Nuklearwaffe
 10-kT TNT-Sprengkraft
 (ca. 70kg angereichertes Uran)
Hunderttausende Tote und Verletzte
 Infrastrukturzerstörung: Radius bis 5km
 Bis 20km akute Strahlenbelastung
 Evakuierung:

– 100000 mit Deko-Bedarf
– 250000 je nach Ausbreitung
– 1000000 Flucht

Kontaminationsbereich: 8000 km²
Szenario: Aerosol Anthrax
Freisetzung aus LKW in belebtem Stadtzentrum
 erstes Auftreten von Fällen ca. 36 Stunden nach
Attacke
 ca. 13 000 Tote und Verletzte
 Evakuierung:

– 25 000 mit Deko-Bedarf
– 100 000 Flüchtende

Großer psychologischer Effekt
Szenario: Hautkampfstoff
(Senfgas)
Ausbringen durch ein Kleinflugzeug über
einem voll besuchten Stadion; weitere
Windverfrachtung
 150 Tote, 70 000 Verletzte
 Eventuell 100 000 Personen zu evakuieren

Szenario: Toxische
Industriechemikalie







Angriff mit Helikoptern auf Raffinerie und
zeitgleich auf Frachtschiffhafen
Ausbringen von IEDs und Raketenangriff auf
Behälter
Großbrände mit giftigen Rauchgasen, auch
schwermetallhältig
Folgeexplosionen
350 Tote, 1000 Verletzte
Evakuierung: 10 000
100 000 Flüchtlinge
Szenario: Nervenkampfstoff
Ausbringen in Lüftungssystem von großen
Bürogebäuden
 5700 Tote, 300 Verletzte

Szenario: Chlortank-Explosion
Freisetzung aus einem Drucktank
(Aufsprengen): ca 500m³
 17 500 Tote, 10 000 schwer verletzte,
100 000 stationär behandelte Personen
 Evakuierung: 50 000
 500 000 Flüchtlinge
 50 000 evakuierte Personen
 Bis 40km Ausdehnung

Szenario: Schmutzige Bombe
RDD (Radiological Dispersal Device) mit
Cs137 simultan in 3 benachbarten Städten
zur Umsetzung gebracht
 1000 Tote, 5000 stationär zu behandeln
 1 000 000 evakuierte Personen
 Ausbreitung durch Wind bis 3,5 km
 Gut wasserlöslich, diffundiert in
Baumaterial (schwer dekontaminierbar)

Szenario: IED

Simultane Attacke
– Voll besetztes Stadion(Selbstmordattentäter)
Massenpanik
– U-Bahn (Selbstmordattentäter)
– 3 Autobomben (1 beim Stadion beim
Eintreffen der Einsatzkräfte; 1 am Parkplatz; 1
in Nähe der Aufnahme im nächsten Spital)

100 Tote 450 stationär behandelte
Personen
Szenario: Cyber Attacke auf
Finanzsektor
Ausfall der Bankautomaten,
 Computerstörungen in Banken,
Versicherungen
 Veröffentlichung von Kreditkartendaten im
Internet (20Millionen Karten sind zu
sperren).
 Vertrauensverlust

Datenbank DERMI
DERMI: Ereigniskategorien
DERMI: geographische Verteilung der
Ereignisse
DERMI
Die Datenbank basiert auf der Software
FILEMAKER PRO
 Strukturierte Information

– 33 beschreibende Datenfelder zu “response”
– 3 beschreibende Datenfelder zu “lessons learned “
– 6 beschreibende und 33 standardisierte
Datenfelder zu “consequences “
– 9 beschreibende und 4 standardisierte Datenfelder
zu “general “
DERMI: Informationsquellen
Über 500 Literaturstellen
Kategorie A:

– Untersuchungsberichte von Internationalen
Organisationen oder Nationalen Kommissionen
– Erfahrungsberichte von Einsatzdiensten
– Beiträge in wissenschaftlich redigierten
Fachjournalen
– Monographien
– Artikel in nicht wissenschaftlich redigierten
Journalen und Magazinen
Kategorie B:
– Zeitungen und Presseagenturberichte
Ursachen für Probleme im Einsatz:
(Auswertung von 35 Ereignissen aus DERMI)
Inadequate Bedrohungsanalyse in der Planung
 Inadequate Bedrohungsanalyse vor Ort
 Inadequate Einsatztaktik
 Fehler bei der Information der Öffentlichkeit
 Technische Kommunikationsprobleme
 Selbstgefährdung der FRs
 Inadequate Ausrüstung
 Zutritt
 Psychologische Belange
 Inadequate Kontrollzonen
 Taktische Kommunikationsprobleme
 Triage

16
15
14
14
10
9
9
9
8
7
6
5
Ausrüstung für CBRNE-Einsätze als Indikator für eine
anforderungsgerechte Vorbereitung
(Umfrageanalyse)
Equipment for CBRNE emergencies
100,0%
90,0%
80,0%
70,0%
60,0%
50,0%
40,0%
30,0%
20,0%
10,0%
0,0%
EMS
FF
LE
CPO
Trainingsinhalte als Indikator für den Bewusstheitsgrad
zu Bedrohungen durch Katastrophenterrorismus
(Umfrageanalyse)
Basic training: coverage of CBRNE-issues
90,0%
80,0%
70,0%
60,0%
50,0%
40,0%
30,0%
20,0%
EMS
10,0%
FF
0,0%
LE
CPO
CAST kick-off meeting, Salzburg
July 2009
15 - 17
Anwendung von Trainingsmethoden mit
Computerunterstützung und Simulation
(Umfrageanalyse)
Use of computer simulations and
virtual reality
100,0%
20.1 Is computer
simulation included in
basic training for
members of your
organisation?
80,0%
60,0%
40,0%
20.2. Are virtual reality
systems used in basic
training for members of
your organisation?
20,0%
0,0%
EMS
FF CAST kick-off
LEmeeting, Salzburg
CPO
July 2009
15 - 17
Die Lücke zwischen bestehenden
Trainingsprogrammen und heutigen
potentiellen Bedrohungen
Problem
Risiko
EMS
FF
LE
CPO
hoch
mittel
mittel
mittel
Inadequate Ausrüstung
hoch
niedrig
mittel
mittel
Technische
hoch
hoch
mittel
hoch
Taktische Fragen
mittel
niedrig
niedrig
mittel
Selbstgefährdung
mittel
niedrig
mittel
niedrig
Problem mit
bedrohungsgerechter
Risikobwertung
Kommunikationprobleme
Arbeitshypothese





Absoluter Schutz vor Terror ist unmöglich.
Die Gesellschaft hat nur begrenzte Mittel zur
Verfügung.
Terrorrisiko ist im Vergleich zu anderen
Sicherheitsrisken zu beurteilen.
Sicherheitserhöhende Maßnahmen sollten die
aktuelle Bedrohungslage reflektieren.
FR sind für diese Aufgabe ungenügend
vorbereitet.
Disaster Management
“Im Krisenfall sucht der Mensch Halt bei bekannten und vertrauten
Handlungsweisen”.
„3 Säulen von CAST“

Strukturierter taktischer Ansatz
– Vertrauensbasis, Grundlage sind die Routinetätigkeiten

Mentaltraining (Biofeedback-Kontrolle)
– Werkzeug zur Selbstkontrolle

VR-Szenarien
– Werkzeug zur Konfrontation mit dem Unerwarteten
Integriertes Notfallmanagement
Basissatz an strukturierten taktischen
Prozeduren
 Fokus liegt auf der Planung, mit
Ereignisfolgen umzugehen (unabhängig von
der Natur des Ereignisses)
 Notfallmanagment
muss
in
die
Routinestruktur integriert sein.

Befähigung, einem breiten Spektrum an
Ereignissen mit einer überschaubaren Anzahl
an Einsatzplänen zu begegnen
Strukturierte Vorgangsweise
Disastermanagement








Command and Control
Mobilization
Arrival at scene
Scene Assessment and Scene Management
Rescue and Triage
Deliberate Reconnaissance
Decontamination and Evacuation
Survivor Management
Taktik: Proceduren, extrahiert von
Einsatzberichten (DERMI)







Notfallsplanung
Entsendung
Ankunft
Entscheidung über
akzeptables Risiko
Lagebeurteilung
Informationsmanagement
Kommandoposten
• Sperrzonenerrichtung
• Tatortarbeit
• Prioritisierung von
Maßnahmen
• Suche und Bergung
• Evakuierung
• Triage
• Information der
Öffentlichkeit
Taktik - Umkehrentscheidung

Umkehrentscheidung (worst case: 10kT
Improvisierte Kernwaffe)
 1-1,5 km:
 Bis 5 km:
 Fall-out Zone (bis 30 km):
no go
Primärzone
Sekundärzone
Limitierte Aufenthaltszeit für Einsatzkräfte:
Minuten in der inneren Primärzone bis 5 Stunden ab
10 km
Taktik - Umkehrentscheidung

Umkehrentscheidung im CB-Fall
– Toxisches Szenario: keine Umkehr, state-of-the
art-ABC-Schutzausrüstung ausreichend
– Ausnahme: BLEVE-Risiko und potentielle Domino
Effekte:
 Umkehrkriterien sollten von SEVESO-IIAssessment Verpflichtungen ableitbar sein.
Taktik – Chemische Waffen
Feuerwehr: Freisetzung toxischer, brennbarer,
explosiver Stoffe ist Teil des Alltagseinsatzes
 Unterstützung:
– Emergency Response Guidebook: Umfassende
Instruktionen für alle Typen an
Gefahrstofffreisetzungen
– Industrieanlagen: Seveso-II Directive
– Adequates Risikomanagement sollte gewährleistet
sein (allerdings: Terrorismus ist ausgeklammert!)
– Stadtgebiete: Planungsunterstützung durch GIS für
große Gebäude (Ventilation, Evakuierung,…)
CAST - Curriculum
Entwicklung eines standardisierten
Curriculum zum Training von FR in der EU
– 7 Module
– 9 Monate dauernder Trainingskurs
– 25 Stunden Training pro Woche
– 15 Stunden pro Woche interdisziplinärer und
internationaler Erfahrungsaustausch
– Zugangsbeschränkung
CAST - Curriculum
9 Monate Kurs mit 25 Wochenstunden =
900 Trainingsstunden
 Richtlinien für akademische Kurse

6
0
4
0
2
0
– 40% Unterricht
– 10% angeleitetes Selbststudium
– 50% Selbststudium
– Diplomarbeit
– Anrechenbare Spezialkurse
MASTER-STUDIUM
CAST
CAST –Curriculum: Module
Modul
Titel
1
Disaster management
Related Deliverables: D1.1, D1.2, D1.3, D 2.1, D 5.1, D 5.3
2
Natural and Man-made Catastrophes and
Implications for First Responders
Related Deliverables: D3.1 to D3.7, D 4.3
3A
Catastrophic releases (nuclear and radioactiv)
3B
Catastrophic releases (chemical and biological)
Deliverables: D4.1, D4.2
Related Deliverables: D 4.1, D 4.2
4
CBRNE: Threats
Related Deliverables: D 3.2, D3.3, D 4.1
CAST –Curriculum: Module
5A
CBRNE-protection (nuclear and radioactiv)
Related Deliverables: D 3.1 – D3.7, D 4.1,D 5.5, D 6.1 – D 6.4
5B
CBRNE-protection (chemical and biological)
Related Deliverables: D 3.1 – D3.7, D 4.1,D 5.5, D 6.1 – D 6.4
6
Virtual Reality stressmanagement with
Biofeedback
Related Deliverables: D 2.1,D 6.4, D 7.1, D 7.2, D8.1, D 8.3
7
Synchronisation of response staff
Related Deliverables:D 6.1
CAST – Curriculum:
Ausbildungsziele
Zielgruppe der Trainingskurse sind
Vertreter der mittleren Führungsebene
von FR Organisationen, typischerweise
junge Offiziere
 Die Trainingskurse werden als integrative
Kurse für Mitglieder von jeder FR
Organisation und jedes EU Mitglied
abgehalten

CAST – Curriculum:
Ausbildungsziele



Unsere Kursteilnehmer verfügen bereits
über eine gute Fachausbildung
Unsere Kurse sind kein “ besseres
Basistraining” für irgendeine FR Einheit
Unsere Kurse liefern ein Querschnittswissen zum Erkennen der
Gefahrenpotentiale und zum Verständnis
der anderen!
CAST – Curriculum:
Ausbildungsziele
Wir initiieren einen wechselseitigen
Erfahrungsaustausch während des
Trainings
 Die Kursteilnehmer haben auch
voneinander zu lernen
 Mit dem vermittelten Wissen über die
andere Fachgattung und die möglichen
Bedrohungen erhöht sich die
Kooperarionsfähigkeit

CAST-Curriculum: Modul 1
DISASTER MANAGEMENT
CAST-Curriculum: Modul 1
DISASTER MANAGEMENT
CAST-Curriculum: Modul 1
DISASTER MANAGEMENT
CAST-Curriculum: Modul 1
DISASTER MANAGEMENT
CAST-Curriculum: Modul 1
DISASTER MANAGEMENT
CAST-Curriculum: Modul 1
DISASTER MANAGEMENT
CAST-Curriculum: Modul 2
Katastrophenterrorismus
CAST-Curriculum: Modul 4
CBRNE-Bedrohung
CAST-Curriculum: Modul 4
CBRNE-Bedrohung
CAST-Curriculum: Modul 4
CBRNE-Bedrohung
CAST-Curriculum: Modul 6
STRESSMANAGEMENT mit Biofeedback-Training
CAST-Curriculum: Modul 6
STRESSMANAGEMENT mit Biofeedback-Training
Katastrophenterrorismus
Zukunftsaspekte
2 Kurse
je 5 Tage mit 8 Stunden
Trainer: CAST-WP Leader
Fragestellungen
Potentielle CBRNE-Waffen ?
 Angriffsmethoden ?
 Potentielle Ziele ?
 Auswirkungen ?
 Gesundheits- und Sicherheitsrisikos für
FRs ?
 Beurteilung der Gefährdungslage vor Ort ?
 Persönliche Schutzmaßnahmen ?

Modul 1:
Katastrophenterrorismus
Vergleich zwischen konventionellen und
KT-Terrorismus
 Motivation, Attraktivität und Risiko eines
KT-Angriffes
 Nuklearer Terrorangriff
 Auswirkungen eines nukleare
Terrorangriffes auf die Gesellschaft
 Vergleich mit Katastophen ohne
kriminellen Hintergrund

Modul 2: Computer-Anwendungen
für Einsatzkräfte
Simulation von konventionellen
Explosionen
 Simulation von radiologischen
Terrorangriffen
 Simulation eines nuklearen Terrorangriffes

Modul 3: Unfälle mit
Atomkraftwerken
Überblick über Unfälle mit
Atomkraftwerken
 Einführung in Atomare Notfallsübungen
 Atomare Notfallsübungen

Modul 4: Operativer
Personenschutz
Grundlagen des operativen
Personenschutzes
 Ausrüstung und Sicherheitstechnik
 Transport und Logistik
 Ausarbeitung von Notfalls- und
Evakuierungsplänen

Modul 5: Gefährdung durch
konventionelle Waffen und
Sprengstoffe
Sprengstoffanschläge
 Einsatz konventioneller Waffen im
Terrorismus
 Grundprinzipen des Sprengstoffterrorismus

Modul 6: Bedrohung durch
chemische und biologische Stoffe
im KT
Freisetzung, Ausbreitung, Wirkung von
C - und B - Gefahrenstoffen
 Schutzausrüstung
 Einsatztaktik bei C B - Verdacht

Modul 7: Praktische Vorführungen
und Übungen

1. Tag : Sprengstoffszenario
– Vorführung zur Wirkung
– Vorführung zur Einsatztaktik
– Vorführung zur Entschärfung

2. Tag : C - und B – Szenario
– Dekontamination
– Einsatztaktik im B-Szenario
– Kooperation mit HAZMAT-Teams
Danke für Ihre
Aufmerksamkeit

Comprehensive Assessment of Security