Bericht der Wissenschaftlichen Begleitung
Projektarbeit im Handlungsfeld 2
- Qualitätssicherung Beobachtungen, Ergebnisse, Anregungen
Ablauf der Präsentation
1. Auftrag der Wissenschaftlichen Begleitung
2. Beobachtungen: Verlauf & Ergebnisse der
Projektarbeit
3. HF 2 relevante Ergebnisse der formativen
Begleitung
4. Resümee & Anregungen
1. Auftrag der Wissenschaftlichen
Begleitung
 Die WB unterstützt die Qualität der
Reformprozesse an den Projektschulen durch
eine formative Begleitung.
 Die WB unterstützt die Arbeit in HF1 und HF2
durch Beratungsleistungen.
2. Beobachtungen:
Verlauf & Ergebnisse im HF 2
Auswahlverfahren QMS
(Ph.Gonon 1999)
 Motive der Schule klären
 Überblick über die angebotenen
Qualitätssysteme verschaffen
 Vertiefte Auseinandersetzung mit den 2-3
ausgewählten Qualitätssystemen
 Entscheidung für ein Verfahren
2. Beobachtungen:
Verlauf & Ergebnisse im HF 2
 Erfolgreiche Teambildung (TPL) erfolgt.
 Erfahrungen aus der lernenden Region Main-Kinzig
werden genutzt.
 Bezug zur Schulinspektion hergestellt.
 Q2E: Schulungen & Erfahrungsaustausch
 Arbeitstagungen: ergebnisorientiert gestaltet
 Gute bis sehr gute Kritiken (Referenten, Aufbereitung,
Arbeitsatmosphäre)
 Finanziell und organisatorisch Machbare wurde durch
TPL geleistet.
2. Beobachtungen:
Verlauf & Ergebnisse im HF 2
 Viele Schulen haben eigene Schulungen zu
Q2E durchgeführt.
 Qualitätsteams wurden gebildet und erscheinen
mittlerweile stabil.
 Stand an den Schulen ist unterschiedlich.
 Einbindung der Schulleitung scheint noch nicht
überall erfolgt.
 Zielerreichung für alle Schulen erscheint
unsicher.
 Binnenperspektive fehlt TPL derzeit.
2. Beobachtungen:
Verlauf & Ergebnisse im HF 2
Ergebnisse / Meilensteine
 Entscheidung für ein QMS
 Q-Teams existieren an allen Schulen; wurden geschult
 Q2E wird als Querschnittsaufgabe verstanden
 Projektstrukturplan erstellt
 Bewertungsraster erstellt
 Vorschlag Berichtswesen
 Gliederungsvorschlag für Webauftritt steht
 Newsletter, Artikel EIVER
3. Ergebnisse der formativen Begleitung
Was ist den Lehrkräften wichtig?
Sehr hohe Bedeutung (> 90%):




Projekte setzten an zentralen Problemen der Schule an.
Längerfristig Prozesse verbessern.
Längerfristig Unterricht verbessern.
Veränderungsprozesse werden von der Schulleitung
initiiert, begleitet und konsequent zu Ende geführt.
 Schulleitung stellt im Rahmen ihrer Möglichkeiten
Ressourcen zur Durchführung der Projektarbeit zur
Verfügung.
3. Ergebnisse der formativen Begleitung
Was ist den Lehrkräften wichtig?
Sehr hohe Bedeutung (> 90%):
 Ressourcenverteilung durch die Schulleitung erfolgt in
transparenter und nachvollziehbarer Weise.
 Mitarbeit in den Projektgruppen ist freiwillig.
 Teilnahme an Sitzungen und Lieferung vereinbarter
Ergebnisse sind verbindlich, d. h. sie werden
nachgehalten.
 Den Projektgruppen ist es möglich, Entscheidungen
durch zu setzen.
 Projektarbeit fördert die Zusammenarbeit an der Schule
(95.8%).
3. Ergebnisse formative Begleitung
Positive Befunde
Problemorientierung
 Eine Mehrheit der Befragten (70%) gibt an, dass die
Arbeit in den Projekten von SV+ an zentralen
Problemen ihrer Schule ansetzt.
Zusammenarbeit
 Die Projektarbeit fördert die Zusammenarbeit an der
Schule, geben 64,7% der Befragten an. Diesem Aspekt
wird von den Befragten die größte Bedeutung (95,8%)
beigemessen.
3. Ergebnisse formative Begleitung
Sicherung der Ergebnisse und Transfer
 70,6% der Befragten urteilen, die Schulleitung
initiiere und begleite Projekte und führe sie auch
konsequent zu Ende.
 Die Interviewpartner geben an, dass in dem
Bereich Ergebnissicherung und Transfer
Verbesserungen möglich wären. Ein zentraler
Ort der Information, Mentorensysteme und
Prozessbeschreibungen werden als mögliche
Ergänzungen zum Status Quo genannt.
3. Ergebnisse formative Begleitung
Ressourcenbereitstellung
 71,3% der Befragten urteilen, dass die
Schulleitung die Bereitstellung von Ressourcen
(Deputatsstunden, Finanzen, Zeit und Räume)
im Rahmen ihrer Möglichkeiten vornimmt.
 58,1% der Befragten geben an, dass dies in
transparenter und nachvollziehbarer Weise
geschehe.
3. Ergebnisse formative Begleitung
Kritische Befunde
Anerkennung
 44,5 % der Befragten geben an, Mitarbeit im
Modellprojekt werde mit Anerkennung honoriert.
Belastung
 Die befragten Lehrkräfte geben mehrheitlich (91,5%) an,
dass die Mitarbeit bei SV+ den beteiligten Lehrkräften
derzeit keine Entlastung vom Alltagsgeschäft bringt.
3. Ergebnisse formative Begleitung
Gesamtresümee formative Begleitung:
 Freiwillige interessengeleitete Teilnahme
 Kompetenzzuwachs im Bereich ‚Wissen über
Schule als Organisation‘ hilft das schulische
Lernhemmnis ‚Nicht entwickeltes Organisationsbewußtsein‘ abzubauen (Krainz-Dürr 1999).
3. Ergebnisse formative Begleitung
Gesamtresümee formative Begleitung
 Die Lehrerolle verändert sich; Zusammenarbeit
zur Schul- und Unterrichtsverbesserung hat eine
hohe Bedeutung.
 Die höchste Motivation der Lehrkräfte an einer
selbstverantwortlichen Schule mitzuwirken, liegt
in den Bereichen Unterrichtsentwicklung und
Qualitätssicherung. In beiden Bereichen liegen
die Hauptherausforderungen für die Schulen:
Entwicklungsarbeit leisten und sichern sowie
darüber Rechenschaft ablegen zu können.
4. Resümee & Anregungen
 Die Aufgabe des QMS besteht darin, den
Akteuren Wissen über die Qualität der
Ergebnisse/Prozesse zur Verfügung zu stellen.
(Rechenschaftsfunktion)
 Durch zeitnahe Rückmeldungen der
Evaluationsergebnisse werden Zielerreichung
und Transfer unterstützt.
 So verstanden, unterstützt das QMS die
Schulen, sich zu lernenden Organisationen zu
wandeln. (Entwicklungsfunktion)
4. Resümee und Anregungen
 QM ist Querschnittsaufgabe, die den
Projekterfolg sichern helfen kann.
 QM ist Leitungsaufgabe, die eine aktive
Beteiligung der Schulleitung erfordert.
 Lange Implementierungszeit und
begrenzte Ressourcen zwingen zur Nutzung
von Synergieeffekten.
 Unterschiedlicher Entwicklungsstand
gefährdet die Zielerreichung.
Anregungen Schulebene
 QMB mit Deputatsstunden einsetzen.
 Durch Q2E Entlastung schaffen.
 Nutzen der Projekte sauber herausarbeiten.
 Projektplanung erst nach Diagnose des
Problems erstellen.
 Komplexität reduzieren.
 Qualitätsleitbild parallel entwickeln.
 Erfolge anerkennen, pflegen und feiern!
Anregungen Projektebene
 Prozessbegleitung, um Synergien, Steuerung
und Zielerreichung zu unterstützen.
 Kleingruppenergebnisse in Schulungen/
Erfahrungsaustausch kritischer würdigen.
 Unterstützungsinstrumente wie Muster für
Qualitätshandbuch liefern.
 Definition: Wann gilt das HF2-Ziel als erreicht?
 Externe Evaluation – Zielerreichung?
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit !
Dipl.-Bpäd. C. Martin
Institut für Berufsbildung
Universität Kassel
[email protected]

Projektarbeit im Handlungsfeld Qualitätssicherung