Eidgenössisches Departement des Innern EDI
Bundesamt für Sozialversicherungen BSV
Tagung:
Integration von jungen Menschen mit
Migrationshintergrund in die Kinder- und
Jugendverbandsarbeit
Muriel Langenberger
Thomas Vollmer
Bereich Kinder-, Jugend und Altersfragen
Bern, 6. Juni 2009
Eidgenössisches Departement des Innern EDI
Bundesamt für Sozialversicherungen BSV
Die Jugendförderung des Bundes:
Bundesgesetz zur Förderung der ausserschulischen
Jugendarbeit, Jugendförderungsgesetz 1989
• Jahresfinanzhilfen für Strukturen und regelmässige
Aktivitäten von Jugendverbänden
• Projektbezogene Finanzhilfen für innovative Vorhaben
• Finanzhilfen für die Aus- und Weiterbildung von
ehrenamtlichen und freiwilligen Jugendleiterinnen und
Jugendleiter in der Jugendverbandsarbeit
Bern, 6. Juni 2009
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Bundesamt für Sozialversicherungen BSV
Ausbildung von freiwilligen und
ehrenamtlichen JugendleiterInnen
Das BSV fördert jährlich die Ausbildungsangebote von rund 30
Jugendorganisationen für insgesamt rund 18‘000
JugendleiterInnen im Alter von 17 bis 30 Jahre.
Das BSV schliesst zu diesem Zweck
Ausbildungsvereinbarungen mit den Jugendorganisationen
ab. Diese beruhen teilweise auf den Vorgaben von
Jugend+Sport (Lagersport+Trekking).
Bern, 6. Juni 2009
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Bundesamt für Sozialversicherungen BSV
Aktuelle Entwicklungen in der Kinder- und
Jugendpolitik
• Bundesratsbericht vom 27. August 2008 „Strategie für eine
schweizerische Kinder- und Jugendpolitik“
• Integrations- und Präventionspotenzial stärker
auszuschöpfen
• Totalrevision des Jugendförderungsgesetzes
• Integrationsmassnahmen auf Bundesebene (M4):
Ausbildung und Sensibilisierung der Jugendleiter und leiterinnen zum Thema Integration
Bern, 6. Juni 2009
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Bundesamt für Sozialversicherungen BSV
Integrationspolitik
• Der Bundesrat hat 2007 ein Paket mit insgesamt 45
Massnahmen von 14 Bundesstellen verabschiedet
• Auf den 1.1.2008 trat das revidierte Bundesgesetz über die
Ausländerinnen und Ausländer (AuG) in Kraft.
• Art. 53 AuG definiert Integration als Querschnittaufgabe, die
in allen Bereichen zu berücksichtigen ist und bei welcher die
Behörden des Bundes, der Kantone und Gemeinden, die
Sozialpartner, die Nichtregierungsorganisationen und die
Ausländerorganisationen zusammenarbeiten.
Bern, 6. Juni 2009
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Bundesamt für Sozialversicherungen BSV
Ziele der schweizerischen
Integrationspolitik
• Mit dem neuen AuG werden die Ziele der schweizerischen
Integrationspolitik rechtlich verankert. Das Zusammenleben
der einheimischen und ausländischen Wohnbevölkerung auf
der Grundlage der Werte der Bundesverfassung und
gegenseitiger Achtung und Toleranz steht im Zentrum.
• Integration wird im Wesentlichen als Herstellung von
Chancengleichheit und Partizipation verstanden:
Ausländerinnen und Ausländer, die sich rechtmässig und
dauerhaft in der Schweiz befinden, sollen einen
chancengleichen Zugang zum wirtschaftlichen,
gesellschaftlichen und sozialen Leben erhalten.
Bern, 6. Juni 2009
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Eidgenössisches Departement des Innern EDI
Bundesamt für Sozialversicherungen BSV
Weiterentwicklung der schweizerischen
Integrationspolitik
• Tripartite Projektleitung: Konferenz der Kantonsregierungen
(KdK), Bundesamt für Migration (BFM) und die
Städteinitiative Sozialpolitik
• Zur Konsultation breiter Kreise wurden in den Monaten
Februar und März 2009 in der Nordwestschweiz (Bern), der
Ostschweiz (Winterthur), der Zentralschweiz (Luzern) sowie
in der Westschweiz (Lausanne) regionale Hearings
durchgeführt, um über von der Expertengruppe entwickelte
Leitsätze zur Weiterentwicklung der schweizerischen
Integrationspolitik zu diskutieren.
Bern, 6. Juni 2009
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Bundesamt für Sozialversicherungen BSV
Die Rolle der Zivilgesellschaft
Auszug aus einem Synthesebericht der Projektleitung:
„Zivilgesellschaftliche Organisationen sind ein tragendes Element der
schweizerischen Gesellschaft. Ihnen wird ein grosses
Integrationspotenzial zugesprochen, Öffnungsprozesse in diesem
Bereich ermöglichen Partizipation durch Begegnung und
Austausch. Die Organisationen sind ausserordentlich vielfältig.
Einige haben erkannt, dass sie für sich und ihre Zielsetzungen
profitieren, wenn sie sich nicht nur auf Schweizerinnen und
Schweizer einstellen, sondern gezielt auch Migrantinnen und
Migranten ansprechen. Andere Gruppierungen gewichten die
Nachteile einer Öffnung höher und wollen sich bewusst auf einen
bestimmten Mitgliederkreis konzentrieren.“
Bern, 6. Juni 2009
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Inputreferat, Muriel Langenberger und Thomas Vollmer, 0.12 MB