Wer erstellt das
Arbeitszeugnis?
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in der Regel die Personalabteilung
aber eigentlich dennoch klar «Chefsache»!
und zwar auf der Basis von Zeugnisvorgaben, mündlichen Angaben, Formularen oder
früheren Mitarbeiterqualifikationen
üblicherweise hat die AN keinen Einfluss auf
die Erstellung
Die Form des
Zeugnisses (1)
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1/2 bis max. 2 A4-Seiten
schriftlich (siehe Art. 13 und 14 OR)
maschinengeschrieben
auf Geschäftspapier mit Briefkopf
nicht auf farbigem Papier
durch den AG formuliert
Die Form des
Zeugnisses (2)
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bitte nicht in Briefform verfassen!
... und ohne Zusätze wie «Eingeschrieben»
mit dem richtigen (!) Datum versehen
rechtsgenügend unterzeichnet (keine
Faksimilestempel!)
in der Sprache des Betriebsortes (in
multinationalen Konzernen oft auch in
Englisch)
Fehler bei der
Erstellung (1)
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Beobachtungsfehler, d. h. der Beurteilende beobachtete oder kannte den
Mitarbeiter gar nicht (zB ein Aussendienstler oder eine Heimarbeiterin)
Oder er kannte das Umfeld des Mitarbeiters zu wenig oder gar nicht
Die Beobachtung ist nicht repräsentativ oder falsch
Fehler bei der
Erstellung (2)
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Psychologische Fehler: Kürzer
zurückliegende Ereignisse wirken
stärker als länger zurückliegende!
Dominanz des ersten Eindruckes
Dominanz eines einzigen Ereignisses
Die «Urteilsstrenge» ist bei Praktikern
logischerweise unterschiedlich
Fehler bei der
Erstellung (3)
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Schriftliche Fixierungsmängel
zB Sprachkompetenz des
Beurteilenden mangelhaft
Darstellungskorrekturen (sprechen gar
nicht für den betreffenden Betrieb!)
Fehler bei der
Erstellung (4)
Und schliesslich müssen wir uns etwas
immer vor Augen halten: Oft ist gar nicht
der Mitarbeiter «schlecht», sondern er
wurde schlecht eingesetzt, demotiviert,
«gemobbt», verkannt, sein Potenzial nicht
richtig erkannt usw.!
Die Fälschung des
Arbeitszeugnisses
• Das Zeugnis ist eine Urkunde im Sinne
von Art. 110 Ziff. 5 StGB
• Zeugnisfälschung ist also Urkundenoder zumindest Ausweisfälschung!
• siehe Art. 251 und 252 StGB
• auch eine Vor- oder Nachdatierung
kann problematisch sein

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