The Union of Chambers and Commodity
Exchanges of Turkey
Economic Policy Research Institute
Neueste Entwicklungen in der
Türkischen Wirtschaft
Ankara, 07 September 2006
Türkische Wirtschaft
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Agenda
 Kurzer Überblick über aktuelle Performance
der Türkei
 Umsetzung, Anpassung, Risiken
 Wie passt die EU in diesen Rahmen?
 Neue Agenda der Türkei
 Unsere Aktivitäten & Agenda
 TEPAV
 TOBB Wirtschafts- und Technologie Universität
Türkische Wirtschaft
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Bemerkenswerte Entwicklungsleistung nach dem
Jahr 2001
 Die schwerfällige Entwicklungsleistung in den 1990-ern endete mit der
2001-Krise (10% Verkürzung)
 Das Bruttoinlandsprodukt wurde in der letzte 4 Jahren mehr als
verdoppelt, von USD 180 Milliarden im Jahr 2002 auf USD 360
Milliarden im Jahr 2005
 Zweit-längste Wachstumsperiode in der Türkischen Geschichte
GDP (billion USD)
400,0
GDP
15,0
growth rate
10,0
300,0
5,0
200,0
0,0
-5,0
100,0
GDP annual growth rate
(%)
1977-2005 BIP (Mrd. USD) und BIP Entwicklungsanteil
-10,0
0,0
-15,0
1977
1980
1983
1986
1989
1992
1995
1998
2001
2004
Türkische Wirtschaft
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“Jede Krise bringt Möglichkeiten und Risiken mit sich”
Ein neuer Prozess nach dem Jahr 2001?
 Entwicklung ohne Inflation
Entwicklung ohne Inflation (1999-2005)
140,00
Industrial
Production
120,00
 Fallende Zinssätze
100,00
 Steigende Produktivität
80,00
 Keine neue Arbeitsplatz-
40,00
schaffung
60,00
Interest Rate
20,00
Inflation
0,00
Oca.99
Oca.00
Oca.01
Oca.02
Oca.03
Oca.04
Oca.05
1996-2004 Produktion, Produktivität und Arbeitsstellen Tendenzen
economic program
160,0
140,0
120,0
Labor Productivity
Production
100,0
80,0
60,0
Employment
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
Quelle: State Statistics Institutee
Türkische Wirtschaft
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Die Reformen führen zur Förderung von Strukturen
 Eigenschaften des Wirtschafts-Programms nach der 2001-Krise
 Monetäre Disziplin (zusammen mit Unabhängigkeit der Zentralbank und freiem
Wechselkurs-Regime)
 Finanzwirtschaftliche Disziplin
 Die öffentliche Verwaltungsreform
 Banken-Sektor Reform - Unternehmerische Neustrukturierung
 Resultate und Ergebnisse
 Beeindruckender Wachstum ohne Inflation
 Steigende Produktivität als Motor des Wachstums
 Arbeitslosigkeit fällt nicht
 Von implizierter auf formale Inflation zielen
 Währungs-Aufwertung
 Handels-Bilanz verschlechtert sich
 Natürlich, die Einwirkung mancher externer Faktoren hilft diesen Prozess
zu beschleunigen (schnell wachsender Wettbewerb von Ost-Asien, Globale
Liquidität usw.)
Türkische Wirtschaft
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Die neu geförderte Struktur ändert die Regeln
im Unternehmens-Sektor
Alte Umgebung
Wechselnde neue Umgebung
 Wettbewerbsfähigkeit:
 Wettbewerbsfähigkeit:
 Bedarf an günstigen
 Bedarf an qualifizierten
Arbeitskräften
Arbeitskräften
 Kosten und Preis basierend
 Qualitäts-basierend
 sehr limitierte Forschung
 Schwerpunkt auf Forschung
und Entwicklung
und Entwicklung
 limitiertes Marketing
 Marketing-Innovationen
 Investitionsklima:
 Hohe Inflation
 Großzügige Anreize,
Fördermittel
 Gestützter Wechselkurs
(1995-2001)
 Investitionsklima:
 Niedrige Inflation
 Limitierte Anreize
 Umsichtiger Banken-Sektor
 Freier Wechselkurs (nach
2001)
Türkische Wirtschaft
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Das neue Spiel: Integration in die globale
Wirtschaft


Wachstum des Handelsvolumen
 1989-2001: 8.5%
 2002-2005: 29%
 Steigerung des Import von
Zwischenprodukten
 1989-2001: 8%
 2002-2005: 33%
Türkei in der globalen Wirtschaft
 Steigender Handeln von
Gütern und Dienstleistungen
 Steigende ausländische
Direktinvestitionen
 Änderung in der Sektoralen
Zusammensetzung für Export
und für Mehrwert-Produktion
Import und Export der Zwischenprodukte, 1989-2005, Milliarden $
100.000
Billion $
80.000
Export
60.000
Import
Zoll-Union
2001 Krise
40.000
20.000
0
1989
1991
1993
1995
1997
1999
2001
2003
2005
Quelle:Zentral Bank der Türkei 2005
Türkische Wirtschaft
Seite 8
2000-2004 jährliche Exportsteigerungssatz (CAGR)
Wettbewerbsfähigkeit der Türkischen Industrie:
Erfolg versprechend aber auch herausfordernd…
Größe der Kreise bedeutet Export Volumen im Jahr 2004
60%
Star Sektoren
Neue Sektoren
50%
Petroleum Products
40%
Automotiv e
30%
20%
TVs and Telecom
Electrical Machinery
Metals
Güç kaynakları (makinalar)
General machinery
10%
Iron&Steel
Non mettalic minerals
Plastic Materials
Fruit&Vegies
Textiles
Apparel
transportation equipment
0%
Traditionelle Sektoren
Snail Sektoren
0%
1%
2%
3%
4%
5%
6%
Welt Marktanteil %
Quelle: Vereinigte Nationen COMTRADE
Türkische Wirtschaft
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Größe der Kreise bedeutet Export Volumen im Jahr 2004
60%
Star Sektoren
Neue Sektoren
50%
Office Equipment
40%
)
2000-2004 jährliche Exportsteigerungssatz (CAGR)
… Herausforderung, weil China bedeutet nicht
nur billige Arbeitskräfte
Scientific Equipment
30%
TVs and Telecom
Industrial Machinery
Electrial Machinery
20%
Furniture
Iron and Steel
Metal productsi
Metal-dışı ürünler
Automotive
Textiles
Coal products
10%
Aparell
Traditionelle Sektoren
Snail Sektoren
0%
0%
5%
10%
15%
Welt Marktanteil
%
20%
25%
30%
35%
Türkische Wirtschaft
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Die EU ist der größte Handelspartner der
Türkei
Importe
Exporte
Gesamt USD 116 Mrd., 2005, (42% EU- Anteil)
Gesamt USD 73 Mrd., 2005, (52% EU-Anteil)
Asien
Spanien
11
14
Afrika
Italien
7
5
Mitte Ost
Deutschland
Deutschland
8
Frankreich
7
Spanien
Anderer
17
11
Andere EU Länder
11
Andere Europäische Länder
26
8
USA
Russland
9
14
Afrika
6
England
Mitte Ost
Andere EU
Länder
5
13
8
USA
11
3
Andere Europa Länder
Russland
Quelle: Undersecretariat of Foreign Trade
Türkische Wirtschaft
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Schnelle Integration zur EU: Könnte es noch
schneller sein?
Der Anteil der 20 dynamischsten EU-Güter des gesamten Türkei-Export steigt
an. (Hochachse) Es bedeutet, dass die Tendenz in Europe die ProduktionsStrukturen in der Türkei ändert.
 Türkei’s Marktanteil in diesen Märkten steigen an, aber langsamer als der in der
Tschechischen Republik und Polen. (Horizontalachse)

Share of EU's most dynamic 20 goods
in manufacturing exports (%)
Marktanteil an 20 dynamischsten EU-Exporten und die Ebene der Integration: 1995 vs. 2004
35
30
Czech Republic 2004
(5.0)
25
20
Poland 1995 (2.3)
Romania 2004 (2.2)
15
Turkey 2004 (6.2)
Romania 1995 (0.7)
Czech Republic 1995
(1.4)
10
Poland 2004 (7.7)
Turkey 1995 (2.1)
Bubble site indicates countries' export value for
the EU's 20 most dynamic imports (billion USD)
5
0
0,5
1
1,5
2
2,5
3
3,5
4
Market share in EU's most dynamic 20 goods (%)
Source: United Nations COMTRADE
Türkische Wirtschaft
Seite 12
Aktuelle Arbeitsmarkt Tendenzen: Manchmal gut ist
nicht genug
 Entwicklung in den letzten Jahren schafft neue Arbeitsplätze.
Aber es ist nicht genug, Arbeitslosigkeit bleibt.
 Abnehmender Anteil der Agrarwirtschaft
 Zunehmende Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter
Beide Tendenzen werden weiter
existieren = Risikoverursachende
Faktoren
 Plus: Starker Wettbewerbsdruck, hoher Steuerkeil, hoher Produktivitätswachstum
Sectoral Employment and Demographic Trends, 1999-2005, 1999 indexed to 100
140
Industrielle Produktion
Index
130
Arbeitsplatz
120
Manufacturing
em ploym ent
110
Working Age
Population
Total Employment
100
90
80
Agriculture
em ploym ent
70
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
Source: TÜİK and WDI
Türkische Wirtschaft
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Modernisierung führt zwangsläufig zur Agrarsenkung
 EU-Beitritts-Prozess wird
sicherlich Transformation
beschleunigen (plus
Globalisierung und
Handelsliberalisierung)
 Gesamte Population der Türkei =
70 Millionen
Bereichs-spezifischer Anteilung der Arbeitsplätze in
der Türkei, 2004
Agriculture
33%
Services
43%
 Agrar (33 %) = 23 Mio.
 Dienstleistung (43 %) = 30 Mio.
 Industrie (24 %) = 17 Mio.
Industry
24%
Wirtschaftliche Struktur vor und nach EU-Beitritt in Griechenland, Portugal und Spanien
Vor dem Beitritt
Nach dem Beitritt
1981
1986
1986
2001
2001
2001
Griechenland
Portugal
Spanien
Griechenland
Portugal
Spanien
Agrar
31
22
16
16
12
6
Industrie
29
34
32
23
35
31
Dienstleistung
40
44
52
63
53
61
Source: World Development Indicators
Türkische Wirtschaft
Seite 14
Demographische Tendenzen schaffen Möglichkeiten
genauso wie Risiken
 Überdurchschnittliche Entwicklung der Arbeitsplatzsschaffung erreichen
 Erhöhung der Arbeitsteilnahmen, um die Möglichkeiten zu ergreifen
 Ebenen der Produktivität erhöhen
Anteil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter an der Gesamtbevölkerung
(Welt Bank Prognosen 2005-2050)
75
70
Türkei
65
60
Westliche Europa
55
50
20
50
20
45
20
40
20
35
20
30
20
25
20
20
20
15
20
10
20
05
20
00
19
95
19
90
19
85
19
80
19
75
19
70
19
65
19
60
45
19
55

19
50

Der Anteil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in Vergleich zu Gesamtbevölkerung
der Türkei nimmt eindeutig zu. Dies ist ein kritischer Vorteil, wenn es mit der demographischen Tendenzen in Europa verglichen wird.
Dieser Anteil hat eine abnehmende Tendenz in den EU-Ländern, während er in der
Türkei zunimmt. Anteile der EU und der Türkei werden im Jahr 2010 gleich, und dann
wird die Türkei Europa überholen.
Die größten Herausforderungen:
(%)

Quelle: Welt Entwicklung Anzeigen
Eine Prognose für die Zukunft:
Vergleich der Türkei und Spanien
 Wenn die Türkische Handelsstruktur im Jahr 2010 die
selbe wie jene in Spanien wird, dann würden 86,000
traditionelle Händler ihr Geschäft verlieren.
Türkische Wirtschaft
Gewinner und Verlierer im Handel
Gewinner
Verlierer
Endpunkte
Organisierte Ketten
Kleine Läden,
traditionelle Geschäfte
Verteilung
Lieferanten
Großhandel
Transport
Logistik-Firmen
Individuelle
Lastwagenbesitzer
Produktion
Marken-Namen
Informale Produzenten
(Qualität??)
 Konsumenten sind auch Gewinner, weil der Wettbewerb zwischen
den organisierten Ketten die Preise drücken wird.
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Türkische Wirtschaft
Seite 17
In Richtung einer neuen Agenda
Das Bild ist nicht schlecht
 Derzeitige Wachstums-
Entwicklung
 makroökonomische Stabilität
 eine neue und gesunde Struktur
für Förderungen
 Globale Integration mit
gleichzeitig zunehmender regionaler
Integration
Allerdings, Risiken sind ernst
und verlangen
fachmännisches
Management
 Derzeitiges Handels-Defizit
 Stagnierende und hohe
Arbeitslosigkeit
 Kreative Destruktion
 .. + Äussere Faktoren: (z.B.
Außenpolitik)
Dringender Bedarf für eine neue Agenda
 Prioritäten setzen, Strategischer Aktionsplan, Effektive Leistung
 EU-Prozess als ein Mechanismus, um die Risiken zu minimieren
 Aufbau der Kapazitäten für das neues Umfeld
Türkische Wirtschaft
Seite 18
Das Risiko-Management und die Aufgabe
der EU
 Derzeitiges Handelsdefizit
 Indem die EU ein zunehmend starker politischer Anker wird, erhöhen sich
ausländische Direktinvestition. (ebenso wie in alle anderen neuen EUMitgliedsstaaten geschehen)
 Arbeitslosigkeit und Fachausbildung (+ Fachwissen Konvertierung)
 EU Fonds und Rahmen-Programme können helfen
 Erfahrungen aus Korea (IT Ausbildung für Arbeitslose nach 1997 Krise)
(Millionen von Leute)
 Kreative Destruktion
 EU wird einen Rahmen für die Reformen des öffentlichen Sektor bilden,
genauso wie die Restrukturierung des Dienstleistungssektors.
 Ein effizienterer Dienstleistungssektor wird die Einbussen durch die
kreative Destruktion abfedern. (natürlich, wenn es mit FachkräfteAusbildung gekoppelt wird)
 Regionale Unterschiede
 EU unterstützt Programme für die regionalen Entwicklungs-Agenturen
Türkische Wirtschaft
Kapazitäten für die neue Agenda
aufbauen
 Kann die Regierung all dies alleine übernehmen?
 Kapazitäts-Probleme bei der Entscheidungsfindung und Ebenen
der Dienstleistung
 Bedarf für Mechanismen zum öffentlich-privaten Dialog
 Kontinuierliche Lieferung von neuen Agenda-Inhalten
 Aufhebung der bindenden Beschränkungen für effektive
Entscheidungsfindung und Diensleistung
 TEPAV – Forschungs-Institut für Wirtschafts-Politik
 TOBB-ETÜ – Wirtschafts- und Technologie Universität
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Türkische Wirtschaft
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TEPAV – Forschungs-Institut für Wirtschafts-Politik
 Entwicklung der politischen Hilfsmittel für Dialoge mit der Regierung
 Dokumente für Industrie-Politik (mit Staatlicher Planungs-Organisation)
 Einschätzung des Investitionsklimas (mit Welt Bank und Schatzamt)
 Messung des Wettbewerbs-Umfeldes (mit Welt Bank , FIAS und
Wettbewerbsbehörde)
 Projekt des Höheren Ausbildungs-Sektors (mit Welt Bank )
 Transformations-Projekt des Unternehmens-Sektors
 Führung der wirtschaftliche Entwicklungen
 Dezentralisations-Studien, Rahmenbedingung für regionale Entwicklungen
(mit Innenministerium und lokalen Behörden)
 Beobachtung der Finanzwirtschaft und Transparenz
 Regionale Integration
 “Industrie für Frieden Initiative” (mit TOBB)
 Schwarzmeer und Zentral-Asien Projekt (mit TOBB)
Türkische Wirtschaft
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TOBB-ETÜ – Wirtschafts- und Technologie Universität
 Demographische Veränderung hat längst begonnen
 Fachkönnen konvertieren und Fachkraftausbildung
 Training für benötigtes Fachwissen
 Alle Studenten arbeiten intensiv mit der Industrie
 Geschäftsleute, die global agieren können
• Vielfache Sprachen, inter-disziplinäre Ausbildung
 Ingenieure, die Innovationen einführen
• Intensive Zusammenarbeit von Universität und Industrie
 Beamte, die analysieren und Politik gestalten
• Magister Programm für public-policy-program (Harvard und SAIS)
• Fallstudien basierende Ausbildung für die Region
• Schwerpunkt auf Networking
 Sektorale Forschungs-Institute
Türkische Wirtschaft
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Zusammenfassung
 Die Türkei hat eine neue Phase gestartet; Stabilität und
Integration führen zur Transformation:
 einmalige Erfahrung für uns
 Die Erfahrungen Deutschlands zur Steigerung der Wettbewerbs-
Fähigkeit können die Türkei anleiten
 Mögliche Kooperationsfelder zwischen Deutschland und der
Türkei:
 Wissen teilen, Fallbeispiele aus der Politik teilen
 Universitäts-Industrie Zusammenarbeit
 Liberalisierung des Dienstleistungssektors; z.B. Telecom
Infrastruktur
 Cluster-Basierende Politik als ein Teil der Industriepolitik-Agenda
Türkische Wirtschaft
Dankeschön
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