Scent Detection of Lung
Cancer
Wie gut sind Krebsspürhunde
?
Eine Studie der Landeskliniken Krems und Hochegg in
Zusammenarbeit mit dem Projekt Canis (Wien)
Doll T., Errhalt P., Schenk P., Schulheim A.
Prof. Dr.-Ing. Theodor Doll
Landesklinikum Hochegg
Prof. Prim. Dr. Peter Schenk
Landesklinikum Krems
Prim. Dr. Peter Errhalt
Mag. Michaela Marschall
Dr. Andrea Schulheim
Fachärztin für Lungenheilkunde
2000 Stockerau
Wie kommt der Geruch zum
Hund?
 Vorstudie 2010
 Probenabnahme und
Handling
 Ablauf des Hundetrainings
 Probenauswertung
 Zusammenfassung
Vorstudie 2010
LU-Krebs
Proben
Leerproben
Gesunde
R+NR
Gesamt
35
58
57
150
Durchgänge
3
3
3
9
Hunde
5
5
5
15
525
870
855
2.250
Anzeigen
100,0%
93,2%
80,0%
90,7%
60,0%
40,0%
20,0%
11,5%
0,8%
0,0%
Leerproben
Gesunde R+NR
LU-Krebs
Gesamt
Copyright: E. Fesl
 Kalle:
Riesenschnauzer
 Emma: Labrador Mix
 Emely: Golden Retriever
 Alonso: Hawaneser
 Ivo: Deutscher Schäfer Mix
 Vik: Großer Münsterländer
Sechs ausgebildete Rettungs-Spürhunde
unterschiedlicher Rassen, die bisher noch nie
mit einer derartigen Aufgabe konfrontiert waren,
wurden zwischen Mitte Jänner 2011 und Mitte
Juni 2011 darauf trainiert, die Atemluft von
Krebspatienten zu erkennen und entsprechend
anzuzeigen.
In dieser Zeit trainierten die Hundehalter 3-5mal
pro Woche je 3h mit den Tieren, in der
Studienphase täglich (!) - neben ihrer vollen
Berufstätigkeit.
Wie kommt der Geruch zum
Hund?
 Vorstudie 2010
 Probenabnahme u. Konservierung
 Ablauf
des Hundetrainings
 Probenauswertung
 Zusammenfassung
Copyright DARWIN
Copyright DARWIN
Wie kommt der Geruch zum
Hund?
 Vorstudie 2010
 Probenabnahme u.
Konservierung
 Ablauf des Hundetrainings
 Probenauswertung
 Zusammenfassung
Copyright: E.Fesl
Copyright: E.Fesl
Copyright: E.Fesl
Trainingsaufbau I
Phase 1: Aufsuchen und Anzeigen (Setzen, Hinlegen)
von Futter in der Untersuchungsvorrichtung
(Rack). Lob und Belohnung.
Phase 2: „Einwittern“ des Hundes an Atemluftproben
von Lu-krebspatienten und Auffinden dieser
Proben in einem versteckten Behältnis innerhalb
des Untersuchungsraumes.
Phase 3: Auffinden und korrekte Anzeige (w.o.)
zunächst von einer, später von mehreren
pathologischen Atemluftproben in den
Untersuchungsracks . Rest Leerproben.
Trainingsaufbau II
Phase 4: Leerproben wurden schrittweise durch
Atemluftproben gesunder Probanden ersetzt (zuerst
Nichtraucher, dann Raucher)
Phase 5:Identifizierung und Anzeige der Krebsproben
aus einem gemischten Probenkollektiv von
Gesunden, Leerproben und Patienten mit COPD
Endphase: Blindprobentraining !
Wie kommt der Geruch zum
Hund?
 Probenabnahme u.
Konservierung
 Ablauf des Hundetrainings
 Probenauswertung
 Zusammenfassung
Probenauswertung I

Jede Atemluftprobe
wurde von allen sechs
Spürhunden je dreimal
untersucht.

Alle Proben waren 3fach verblindet.
Gleiche Abstände
zwischen den
Studienproben
 Gleiche
Probenanordnung für
jeden Hund
 Wechsel der
Probenpositionen
nach jedem
Durchgang

Probenauswertung II
 Reinigung der
Racks nach jedem
Hund mit klarem
Wasser und
Einmaltüchern.
 Anzeige einer Probe
durch Hinsetzen
oder Hinlegen.
 Protokollierung des
Anzeigeverhaltens.
 Einmalhandschuhe
bei jeder
Manipulation.
Zusammenfassung I

Nach einer Trainingszeit von mehreren Wochen,
können Hunde Patienten mit Lungenkrebs
anhand von Atemluftproben erkennen.

Die „Bestätigung“ des Hundes spielt dabei eine
zentrale Rolle.

Die Differenzierung zu schwerer COPD (Grad III
u. IV nach GOLD) ist schwierig und erfordert
längeres und spezifischeres Training.
Zusammenfassung II
 Analysen unter Zeitdruck,
bei hohen
Temperaturen u./od. hoher Luftfeuchte,
beeinflussen die Suchergebnisse deutlich
negativ.
 Ambulante und Spitalspatienten sind
aufgrund unterschiedlicher
Umgebungsluftkomponenten Kollektive,
die in Zukunft getrennt trainiert werden
müssen.
Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit

Probenauswertung