Konstruktivismus
Konstruktivismus geht davon aus, dass
Informationen nicht einfach aufgenommen,
verarbeitet und gespeichert werden, sondern
dass sie durch permanente Veränderung der
kognitiven Struktur selbst erzeugt werden.
Konstruktivismus - Werkzeuge
Das beste Lernmaterial im Sinne
konstruktivistischer Theorien stellen
Baumaterialien und Werkzeuge dar, die es
dem Lerner ermöglichen, in seiner
Lernumgebung eigene Wissenssysteme
beliebig zu gestalten.
Lernen heißt, kognitive Konstruktionen neu
aufzubauen und existierende ständig
umgestalten.
Radikaler Konstruktivismus
1960- 70 – Glaserfeld und Kollegen – Biological
Computer Laboratory Illinois
Konstruktivistische Ansätze des
Sprachunterrichts beziehen sich auf die
philosophischen, biologischen und
neurophysiologischen Grundlagen des
radikalen Konstruktivismus
Das Radikale
Organismen werden als Systeme betrachtet, die
sich selbst organisieren und begründen, also
selbst-referenziell und selbst-explikativ sind.
Das menschliche Gehirn korrespondiert über
eine Umsetzung der physikalisch-chemischen
Umweltereignisse, in die Sprache des Gehirns
mit der Umwelt.
Konstruktivistischer Verfahren (Issing,
1997)
Immersion
Die optimalen Lernumgebungen sind praktisch
nur in den fremdsprachigen Kultur gegeben.
Das Eintauchen in diese fremdsprachige Kultur
bezeichnet man als Immersion.
Sprachkontakt in multikulturellen
Gesellschaften, bei Auslandsaufenthalten.
Im Unterricht sind diese idealen
Ausgangsbedingungen normalerweise nicht
gegeben.
Zweitspracherwerbstheorien
Lerntheorien
Konstruktivismus
Universität Athen
Fachbereich für Deutsche Sprache und Philologie
DGY19 Εισαγωγή στη Διδακτική ΙΙ
Prof. Dr. Dafni Wiedenmayer
SS 2015
Konstruktivismus – situatives Handeln
• Interaktion der Menschen mit ihrer Umwelt
spielt eine große Rolle (≠ Kognitivismus)
• situatives Handeln: Gehirn konstruiert neue
fremdsprachliche Muster anhand bereits
bekannter Handlungsschemata.
konstruktive Operationen
• Assimilation: Anpassung eines Menschen
and die sprachlich fremde Umgebung.
• Akkommodation: Aufbauen eines
kognitiven Handlungsmuster, um gewisse
fremdsprachliche Situationen zu
bewältigen.
Konstruktive Operationen im FSU
• Lerner erreicht ein bestimmtes Erwerbsstadium (assimiliert sich an
das sprachliche Fremde), nur dann kann er den angebotenen Input
verarbeiten (akkommodiert sich)
• Lernsituationen:
• sollen komplexe , authentische sprachliche und nicht-sprachliche
Erfahrungen ermöglichen
• Lerner handeln problemlösend
• zu zweit oder in Kleingruppen
• dichte Kommunikation ohne Hemmungen
• Lernerautonomie wird gefördert
• Projektunterricht ist geeignet
Konstruktivismus
Kritik
• Bewältigung sprachlich fremder Situationen
bedeutet erfolgreich zu handeln und keine
Schaden zu nehmen.
• In der instruktionellen Lernumgebung werden
Fehler erwartet und sogar positiv bewertet.
• Eine konstruktivistische Fremdsprachendidaktik
sollte die Lernumgebung (in micro und macro)
berücksichtigen.

Konstruktivismus