Arbeits- und Gesundheitsschutz
Vorlage zur Unterweisung von Beschäftigten der TU-Clausthal über allgemeine
Themen zum Arbeits-, Gesundheits- und Brandschutz
Dipl.- Ing. (FH) Benno Glock
Ltd. Sicherheitsingenieur
14.06.06
Themenübersicht
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Die Landesunfallkasse Niedersachsen
Verantwortung/ Pflichten des Unternehmer und der Versicherten
Die Beauftragten und Einrichtungen zum Gesundheits- und Arbeitsschutz an der
TUC
Versicherungsfälle in der gesetzlichen Unfallversicherung
Brandschutz und Evakuierung - Verhalten bei Notfällen
Allgemeiner Umgang mit Maschinen und Anlagen
Allgemeiner Umgang mit Gefahrstoffen
Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen
Verzeichnis von Quellen und Internetadressen
Erläuterungen
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
2
Landesunfallkasse Niedersachsen (LUK)
Die LUK ist der zuständige Versicherungsträger ( Berufsgenossenschaft)
• für die Beschäftigten der TUC
• für Studenten der TUC
• für Personen, die im Auftrage der TUC tätig werden.
Die gesetzliche Grundlage ist im Sozialgesetzbuch (SGB) Siebtes Buch (VII) Gesetzliche Unfallversicherung - zu finden.
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
3
Leistungen und Aufgaben der LUK
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Die Leistungen umfassen insbesondere Heilbehandlungsmaßnahmen,
medizinische Rehabilitation, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (z.B.
Umschulung), Geldleistungen an Versicherte (z.B. Lohnersatzleistungen und
Rentenleistungen) und - im Todesfalle - Hinterbliebenenleistungen (z.B.
Witwen-/Witwer- und Waisenrenten).
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Herausgabe von Unfallverhütungsvorschriften; Regeln; Informationen;
Grundsätzen
Schulungen und Ausbildung
Beratung und Kontrolle der zugeordneten Einrichtungen
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B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
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Verantwortung/Pflichten des Unternehmers
Grundpflichten (ArbSchG § 3)
(1) Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen des
Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umstände zu treffen, die Sicherheit
und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit beeinflussen. Er hat die
Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und erforderlichenfalls sich
ändernden Gegebenheiten anzupassen. Dabei hat er eine Verbesserung von
Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten anzustreben.
(2) Zur Planung und Durchführung der Maßnahmen nach Absatz 1 hat der
Arbeitgeber unter Berücksichtigung der Art der Tätigkeiten und der Zahl der
Beschäftigten
1. für eine geeignete Organisation zu sorgen und die erforderlichen Mittel
bereitzustellen sowie
2. Vorkehrungen zu treffen, dass die Maßnahmen erforderlichenfalls bei allen
Tätigkeiten und eingebunden in die betrieblichen Führungsstrukturen beachtet
werden und die Beschäftigten ihren Mitwirkungspflichten nachkommen können.
(3) Kosten für Maßnahmen nach diesem Gesetz darf der Arbeitgeber nicht den
Beschäftigten auferlegen.
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
5
Verantwortung/Pflichten des Unternehmers
Beurteilung der Arbeitsbedingungen (Auszug § 5 ArbSchG)
Der Unternehmer hat durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer
Arbeit verbundenen Gefährdungen zu ermitteln, welche Maßnahmen des
Arbeitsschutzes erforderlich sind.
Unterweisung der Versicherten (Auszug § 12 ArbSchG)
Der Unternehmer hat die Versicherten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei
der Arbeit während ihrer Arbeitszeit ausreichend und angemessen zu
unterweisen. Die Unterweisung umfasst Anweisungen und Erläuterungen, die
eigens auf den Arbeitsplatz oder den Aufgabenbereich der Beschäftigten
ausgerichtet sind. Die Unterweisung muss bei der Einstellung, bei Veränderung im
Aufgabenbereich, der Einführung neuer Arbeitsmittel oder einer neuen
Technologie vor Aufnahme der Tätigkeit der Beschäftigten erfolgen.
Unterrichtung und Anhörung der Beschäftigten des öffentlichen
Dienstes
(Auszug § 14)
Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sind vor Beginn der Beschäftigung
und bei Veränderungen in ihren Arbeitsbereichen über Gefahren für Sicherheit
und Gesundheit, denen sie bei der Arbeit ausgesetzt sein können, sowie über die
Maßnahmen und Einrichtungen zur Verhütung dieser Gefahren und die nach § 10
Abs. 2 (Erste Hilfe und sonstige Notfallmaßnahmen) getroffenen Maßnahmen zu
unterrichten.
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
6
Pflichten der Versicherten
Allgemeine Unterstützungspflichten und Verhalten (§ 15 GUV-V
A 1)
(1)Die Versicherten sind verpflichtet, nach ihren Möglichkeiten sowie gemäß der
Unterweisung und Weisung des Unternehmers für ihre Sicherheit und
Gesundheit bei der Arbeit sowie für Sicherheit und Gesundheitsschutz
derjenigen zu sorgen, die von ihren Handlungen oder Unterlassungen betroffen
sind. Die Versicherten haben die Maßnahmen zur Verhütung von
Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren
sowie für eine wirksame Erste Hilfe zu unterstützen. Versicherte haben die
entsprechenden Anweisungen des Unternehmers zu befolgen. Die Versicherten
dürfen erkennbar gegen Sicherheit und Gesundheit gerichtete Weisungen nicht
befolgen.
(2)Versicherte dürfen sich durch den Konsum von Alkohol, Drogen oder anderen
berauschenden Mitteln nicht in einen Zustand versetzen, durch den sie sich
selbst oder andere gefährden können.
(3)Absatz 2 gilt auch für die Einnahme von Medikamenten.
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
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Pflichten der Versicherten
Besondere Unterstützungspflichten (§ 16 GUV-V A 1)
(1) Die Versicherten haben dem Unternehmer oder dem zuständigen
Vorgesetzten jede von ihnen festgestellte unmittelbare erhebliche Gefahr für
die Sicherheit und Gesundheit sowie jeden an den Schutzvorrichtungen und
Schutzsystemen festgestellten Defekt unverzüglich zu melden. Unbeschadet
dieser Pflicht sollen die Versicherten von ihnen festgestellte Gefahren für
Sicherheit und Gesundheit und Mängel an den Schutzvorrichtungen und
Schutzsystemen auch der Fachkraft für Arbeitssicherheit, dem Betriebsarzt
oder dem Sicherheitsbeauftragten mitteilen.
(2) Stellt ein Versicherter fest, dass im Hinblick auf die Verhütung von
Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren
– ein Arbeitsmittel oder eine sonstige Einrichtung einen Mangel aufweist,
– Arbeitsstoffe nicht einwandfrei verpackt, gekennzeichnet oder beschaffen
sind
oder
– ein Arbeitsverfahren oder Arbeitsabläufe Mängel aufweisen
hat er, soweit dies zu seiner Aufgabe gehört und er über die notwendige
Befähigung verfügt, den festgestellten Mangel unverzüglich zu beseitigen.
Andernfalls hat er den Mangel dem Vorgesetzten unverzüglich zu melden.
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
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Pflichten der Versicherten
Benutzung von Einrichtungen, Arbeitsmitteln und Arbeitsstoffen
(§ 17 GUV-V A 1)
Versicherte haben Einrichtungen, Arbeitsmittel und Arbeitsstoffe sowie
Schutzvorrichtungen bestimmungsgemäß und im Rahmen der ihnen
übertragenen Aufgaben zu benutzen.
Zutritts- und Aufenthaltsverbote (§ 18 GUV-V A 1)
Versicherte dürfen sich an gefährlichen Stellen nur im Rahmen der ihnen
übertragenen Aufgaben aufhalten.
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
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Beauftragte und Einrichtungen zum Arbeitsund Gesundheitsschutz an der TUC
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Sicherheitsbeauftragte
Gefahrstoffbeauftragte
Evakuierungsbeauftragte
Brandschutzbeauftragte
Ersthelfer
Strahlenschutzbeauftragte
Laserschutzbeauftragte
B. Glock
Ltd. SI
 Gefahrgutbeauftragter
 Betriebsbeauftragter für
Abfall
 Sicherheitsfachkräfte
 Betriebsmedizinischer Dienst
 Arbeitsschutzausschuss
Arb. Ges. Schutz allgemein
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Sicherheitsbeauftragte
(§ 22 SGB VII)
 Werden vom Arbeitgeber bestellt und unterstützen ihn






bei Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen und
Berufskrankheiten.
Überzeugen sich vom Vorhandensein und der
ordnungsgemäßen Benutzung von Schutzeinrichtungen und
der persönlichen Schutzausrüstung.
Machen auf Unfall- und Gesundheitsgefahren für die
Versicherten aufmerksam.
Sie dürfen keine Nachteile wegen der Erfüllung der
ihnen übertragenen Aufgaben haben.
Sie haben eine beratende Tätigkeit.
Sie unterliegen keiner Haftung.
Die Verantwortung liegt immer beim Unternehmer oder
bei den von ihm beauftragten Personen.
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
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Evakuierungsbeauftragte
(siehe auch § 10 ArbSchG)

Überprüfen die Flucht- und Rettungswege sowie den
Sammelplatz.

Sie sorgen für den Aushang und die Aktualisierung des Notfallblattes sowie
des Notfallplanes der Hochschule (ggf. in Zusammenarbeit mit dem
Sicherheitsbeauftragten)

Ihnen obliegt im Bedarfsfalle die Alarmierung des Personals in den Räumen
ihres Aufgabenbereiches.
Nehmen ggf. die Anwesenheitskontrolle am Sammelplatz vor.
Unterstützen den verantwortlichen Leiter bei der Vorbereitung, Organisation,
Durchführung und Auswertung von Evakuierungsübungen.


B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
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Brandschutzbeauftragte
(§ 10 ArbSchG)
 Prüfen das Vorhandensein und den gebrauchsfähigen Zustand von
Feuerlöscheinrichtungen (z. B. Feuerlöscher, Feuerlöschdecken,
Rauchabzüge).
 Nehmen ggf. die Erstbekämpfung des Brandherdes vor.
 Ggf. Einweisung der Feuerwehr unter Beachtung der besonderen
Gefahren am Brandort
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
13
Ersthelfer
 Sind ausgebildete Ersthelfer (Wiederholung – Training alle zwei
Jahre).
 Im Rahmen ihrer Unterstützungspflichten haben sich Versicherte
zum Ersthelfer ausbilden zu lassen (§ 28 GUV-V A 1)
 Sie überprüfen regelmäßig in festgelegten Zeitabständen die
Gebrauchsfähigkeit von Erste-Hilfe-Gerätschaften (z. B.
Verbandmaterial, Tragen) entsprechend GUV-I 512
 Die Erste Hilfe erfolgt entsprechend der GUV-I 503 Erste Hilfe
! Zur Ersthilfe ist jeder verpflichtet !
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
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Versicherungsfälle in der gesetzlichen
Unfallversicherung
Der Eintritt eines Versicherungsfalls ist die Grundvoraussetzung
für Leistungen der Unfallversicherung. Versicherungsfälle sind
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten. Zu den Arbeitsunfällen
zählen nicht nur die im Betrieb bei der eigentlichen
Arbeitstätigkeit erlittenen Unfälle, sondern auch Wegeunfälle.
Wegeunfälle sind Unfälle, die Beschäftigte auf dem Weg zur oder
von der Arbeit erleiden. Berufskrankheiten sind Krankheiten, die
sich Versicherte durch die Arbeit zuziehen und die entweder in
der Berufskrankheiten Verordnung bezeichnet oder nach neuen
medizinischen Erkenntnissen durch den Beruf verursacht sind.
Darüber hinaus muss ein Ursachenzusammenhang zwischen
versicherter Tätigkeit und Unfallgeschehen sowie zwischen
Unfallgeschehen und Gesundheitsschaden bestehen. Somit besteht
Versicherungsschutz nur dann, wenn sich im Einzelfall der
eingetretene Gesundheitsschaden auf den betrieblichen
(versicherten) Bereich zurückführen lässt.
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
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Unfälle
Arbeitsunfälle
Wegeunfälle
Meldepflichtig
nicht meldepflichtig
Meldepflichtig
Bei Arztbesuch
> 3 Kalendertage
kein Arztbesuch
</= 3 Kalendertage
Bei Arztbesuch
kein Arztbesuch
> 3 Kalendertage </= 3 Kalendertage
B. Glock
Ltd. SI
nicht meldepflichtig
Heilmittel
Verlust oder Beschädigung eines verordneten Heilmittel
Arb. Ges. Schutz allgemein
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Unfallanzeige



Bei meldepflichtigem AU ist eine Unfallanzeige nach der UnfallversicherungsAnzeigeverordnung binnen drei Kalendertagen dem Versicherungsträger nach
Kenntnisnahme des Unfalles bekannt zu machen. Zur Anzeige des Unfalles ist der
Unternehmer oder dessen Beauftragter (Direktorinnen und Direktoren der Institute
und Leiter der Einrichtungen) verpflichtet.
Tödliche Unfälle, Massenunfälle und Unfälle mit schwerwiegenden
Gesundheitsschäden sind sofort dem Versicherungsträger durch den Unternehmer
zu melden (Telefon, Fax, E-Mail)
Insbesondere nach Unfällen hat der Unternehmer die von ihm getroffenen
Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz auf ihre Wirksamkeit zu
überprüfen !
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
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Brandschutz und Evakuierung
Hierbei ist die Brandschutzordnung der TUC zu beachten. Sie finden die
vollständige Brandschutzordnung der TUC im
online Verwaltungshandbuch
unter dem Punkt 8.70 Arbeitssicherheit allgemein und weiterführend unter
dem Punkt 8.70.07 Brandschutzordnung der Technischen Universität
Clausthal.
http://www.tu-clausthal.de/hv/d5/vhb/system8/8_70_07.html
Sie gilt für alle Bereiche der Universität und ist verpflichtend für alle
Beschäftigten, Studenten und alle Personen welche sich im
Universitätsbereich aufhalten.
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
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Brandschutz
 Ziel des Brandschutzes !
- Sachschäden
- Personenschäden
- Produktionsausfälle o.ä.
vermeiden.
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
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Brände verhüten
Feuer, offenes Licht verboten, Rauchen nur
an den zulässigen Stellen erlaubt
Verhalten im Brandfall
Ruhe bewahren
Feuerwehr Notruf
4112
Brand melden
Brandmelder betätigen
In Sicherheit
bringen
Gefährdete Personen warnen
Hilflose mitnehmen
Türen schließen
Gekennzeichneten
Fluchtwegen folgen
Aufzug nicht benutzen
Auf Anweisungen achten
Löschversuch
unternehmen
Feuerlöscher benutzen
Einrichtungen zur
Brandbekämpfung
benutzen (z.B. Löschdecke)
TU- Clausthal, der Präsident
Brandschutzordnung Teil – A, Stand 29.01.04
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
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Vorbeugender Brandschutz zur Schadensreduzierung
Feuerlösch- und Brandmeldeeinrichtungen nicht verstellen
Flucht- und Rettungswege sind freizuhalten bzw. nicht einzuengen
Flucht- und Rettungswege dürfen nicht zur Lagerung oder zum Abstellen
von Gegenständen bzw. Materialien benutzt werden  §§ 10(7), 17, 19 ArbStättV
Personen sind mit der Handhabung von Feuerlösch- und Brandmeldeeinrichtungen vertraut zu machen
In feuergefährdeten Bereichen:
kein Umgang mit offenem Feuer
Rauchen nur an dafür zugelassenen Orten gestattet
Elektrische Geräte und Anlagen sind entsprechend den Betriebsanweisungen
zu betreiben
Abstand von Elektrowärmegeräten zu brennbaren Materialien mit mindestens
0,5 m ist einzuhalten
Abstand zu Wärmestrahlungsquellen mindestens 1,0 m
Vorbeugender Brandschutz muss auch während Bau- und Instandhaltungsarbeiten sowie bei Nutzungsänderungen gewährleistet sein !
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
21
Brandgefahren durch Fahrlässigkeit
Aschenbecher nicht in den Papierkorb entleeren.
Brennbare Behälter nicht als
Aschenbecher benutzen.
Ablöschen
Glühende Tabakreste nicht
achtlos wegwerfen.
Glühende Zigaretten nicht
achtlos weglegen und
vergessen.
Rauchverbote beachten!
Papierkorb
B. Glock
Ltd. SI
besser
Nichtbrennbarer
Behälter
Selbstlöschender
Behälter
Arb. Ges. Schutz allgemein
22
Evakuierung: Wichtige Verhaltensregeln im
Brandfall im Arbeitsraum
Ruhe bewahren
Alarm auslösen
Löschen, wenn möglich
Sonst Zimmer verlassen
Tür und Fenster schließen
Kollegen alarmieren
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
23
Wichtige Verhaltensregeln im Brandfall außerhalb
des Arbeitsraumes
Feuer oder dichter Rauch im Flur
Telefon, Hilferuf
Brandmeldetelefon
Zweiten Rettungsweg benutzen
Bemerkbar machen
Brandmelder
Am offenen Fenster mit Handtuch
o.Ä. winken
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
24
Wichtige Verhaltensregeln im Brandfall außerhalb
des Arbeitsraumes
Rauch im Zimmer
Schuhe anziehen
zur Tür kriechen
Türfläche oder Türgriffe
betasten
Wenn heiß - nicht öffnen
Nicht heiß - langsam öffnen
Flur überprüfen
Bei dichtem Rauch sofort schließen
Bei schwachem Rauch kriechend zum
Notausgang eilen
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
25
Wichtige Verhaltensregeln im Brandfall außerhalb
des Arbeitsraumes
Feuer oder dichter Rauch im Flur
Tür abdichten mit nassen
Tüchern
Tür mit Wasser kühlen
- Abfalleimer, Gläser o.Ä. dazu
benutzen
Dringt Rauch ins Zimmer, dann ans
offene Fenster stellen
Nasse Decke, Mantel, Bettlaken o.Ä.
über den Kopf und den Körper ziehen
Aus den oberen Geschossen nicht aus
dem Fenster springen
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
26
ZH 1/112
RICHTIG
FALSCH
Brand in Windrichtung angreifen
Richtiges Löschen
mit
Feuerlöschgeräten
Flächenbrände
vorn beginnend
ablöschen !
Tropf- und Fließbrände von oben
nach unten
löschen !
Wandbrände von
unten nach
oben löschen !
Ausreichend Feuerlöscher gleichzeitig
einsetzen, nicht
nacheinander !
Rückzündung
beachten !
B. Glock
Ltd. SI
Nach Gebrauch
Feuerlöscher nicht
wieder an den
Halter hängen.
Neu füllen lassen !
Arb. Ges. Schutz allgemein
27
Vorgehen beim Löschen
Feuerlöscher senkrecht halten.
Von unten nach oben und von vorn nach
hinten löschen.
Bei Kfz-Motorbränden :
Nicht auf die geschlossene Motorhaube spritzen, sondern
durch die Kühleröffnungen oder von unten
her löschen.
Brände ruhender Flüssigkeiten :
Nicht mit vollem Strahl auseinander treiben,
sondern Löschwolke über den Brandherd legen.
Mindestabstand
Nur mit geeignetem Löschgerät löschen.
1,0 m
Löschmitteleignung und Einsatzfür CO Löschmittel
bedingungen beachten !
2
z.B.:
Wasserlöscher - nur bis 1000 Volt einsetzbar,
Mindestabstand beim Löschen 3,0 m
B. Glock
Ltd. SI
bei Einsatz
bis 1000 V
Arb. Ges. Schutz allgemein
28
Vorgehen beim Löschen
Windrichtung
Elektrische Verbraucher abschalten,
Gashähne schließen,
Fenster und Türen schließen,
Lüftungsanlagen abschalten.
Feuerlöscher erst am Brandherd in
Betrieb setzen.
Wind soll möglichst im Rücken sein.
Vorsicht beim Öffnen geschlossener Türen:
1. Tür vorsichtig einen Spalt breit öffnen,
dabei Deckung hinter dem Türrahmen suchen.
2. Kurzen Löschstrahl aus dem Feuerlöscher,
dann Tür weiter öffnen und Feuer bekämpfen.
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
29
Alarmplan der TU- Clausthal
Einrichtung/ A bt. der TUC:
bei
Verhalten bei Notfällen
Unfall
Feuer
Überfall
Einbruch
4112
4110
1.
2.
3.
4.
5.
Wo ist etwas passiert
Was ist passiert?
Wie viele sind betroffenen/ verletzt
Wer meldet?
Warten auf Rückfragen
weiter an
Zentrale Leitstelle TUC

Leiter der Einrichtung
stellv. Leiter der
Einrichtung

2112

Sofortmaßnahmen
Ersthelfer :
Verbandskasten :
Krankentransport/
0- 05321/ 19222
Rettungsleitstelle
:
Elektr. Hauptschalter :

Gashaupthahn:
Löschwasseranschluss:
Hpt. Wasseranschluss :
Feuerlöschgeräte :
B. Glock
Ltd. SI
Hilfe holen - Personen retten - Brand bekämpfen Strom abschalten - Verkehrswege und Zufahrten freihalten
30
Arb. Ges. Schutz allgemein
Stand: 28.01.04
Nummer: 45-001
Datum: 16.12.04
Bearbeiter/in:
Verantwortlich:
Arbeitsbereich:
Arbeitsplatz/Tätigkeit:
BETRIEBSANWEISUNG
für Gabelstapler im
innerbetrieblichen Transport
Anwendungsbereich
Allgemeiner Umgang
mit Maschinen und
Anlagen
Diese Betriebsanweisung gilt für den Betrieb und Verkehr mit Gabelstaplern auf dem gesamten Gelände der
Technischen Universität Clausthal durch die beauftragten Staplerfahrer. Die beauftragten Gabelstaplerfahrer sind
vor Aufnahme ihrer Tätigkeit und danach in regelmäßigen Abständen, mindestens jedoch einmal im Jahr, über
diese Betriebsanweisung zu unterweisen. Die Unterweisung ist schriftlich zu dokumentieren.
Gefahren für Mensch und Umwelt
Bei einem innerbetrieblichen Transport mit Gabelstaplern ergeben sich Gefahren u.a. durch zu hohe
Geschwindigkeiten, insbesondere im Bereich von Arbeitsplätzen der Personen, im Bereich von
Kurven und an unübersichtlichen Stellen. Weitere Ursachen für Unfälle sind falsch aufgenommene
Last, Überlastung der Stapler, eingeengte Sichtverhältnisse auf dem Stapler und beengte
Verkehrswege.
-Nur nach
Einweisung
arbeiten
Durch den Einsatz von diesel- oder gasbetriebenen Staplern in geschlossenen Hallen können giftige
Abgase die Gesundheit der Beschäftigten beeinträchtigen.
-Nur auf
Anweisung des
Verantwortlichen
arbeiten
Vor Arbeitsbeginn hat der Staplerfahrer eine Sicht- und Funktionsprüfung an folgenden Teilen des
Staplers durchzuführen: Fahrgestell, Reifen, Fahrerschutzdach, Antrieb, Betriebs- und
Feststellbremse, Lenkung (Lenkungsspiel max. 2 Finger breit), Lastaufnahmeeinrichtung (einschl.
Ketten, Zustand der Gabeln), Hydrauliksystem, Hupe, Beleuchtung, Lastschutzgitter, Batterie bzw.
Abgasreinigung.
Schutzmassnahmen und Verhaltensregeln
Stapler dürfen nur von mindestens 18 Jahre alten geeigneten Personen geführt werden, die in der
Führung theoretisch und praktisch ausgebildet sind, körperlich und geistig geeignet sind und vom
Unternehmer schriftlich beauftragt sind.
Beim Aufnehmen der Last ist zu beachten:
1. Es ist auf freie Sicht zu achten.
2. Tragfähigkeit nicht überschreiten. Typenschild und Lastschwerpunktdiagramm beachten.
3. Last so aufnehmen, dass sich der Lastschwerpunkt so nah wie möglich am Gabelrücken befindet,
Last soll so nah wie möglich am Gabelrücken anliegen.
4. Hubmast zum Fahrer hin neigen.
5. Beim Bergan- bzw. Bergabfahren die Last immer bergseitig führen.
-Betriebsanweisu
ng beachten
Beim Absetzen der Last ist auf folgendes zu achten:
1. Last nur unmittelbar vor dem Absetzen bei stehendem Stapler anheben oder absenken.
2. Hubgerüst nur über der Stapelfläche nach vorne neigen.
3. Bei angehobener Last den Stapler nicht verlassen.
4. Last nicht auf beschädigten Transport- oder Lagermitteln (z.B. Paletten, Gitterboxen, Container,
Behälter, Regale) stapeln.
-Persönliche
Schutzausrüstung
(Körperschutz)
ggf. tragen
B. Glock
Ltd. SI
Abstellen des Staplers:
Gabeln absenken, Handbremse anziehen, Gang auf Null stellen, Zündschlüssel abziehen,
keine Verkehrs- und Rettungswege, Notausgänge, Feuerlöschgeräte usw. verstellen.
Der Stapler ist so abzustellen, dass eine Benutzung durch Unbefugte ausgeschlossen ist.
Mitnahme von Personen: Grundsätzlich dürfen auf dem Stapler oder dem
Lastaufnahmemittel keine Personen transportiert werden; eine Ausnahme ist die sicher
angebrachte Arbeits- oder Montagebühne.
Verkehrswege:
Es dürfen nur freigegebene Verkehrswege befahren werden. Auf öffentlichen
Verkehrswegen darf nur mit besonders zugelassenen Staplern gefahren werden.
Die Betriebsanleitung des Staplerhersteller ist zu beachten.
Vor Inbetriebnahme des Gabelstaplers ist immer das Fahrer-Rückhaltesystem zu aktivieren, z.B.
Anlegen des Sicherheitsgurtes.
Ersteller
Datum: 16.12.04
Nr.: 45-001
Seite: 1 von 2
Arb. Ges. Schutz allgemein
31
Nummer: 3715
BETRIEBSANWEISUNG
18.11.02
Datum:
gem. § 20 GefStoffV
Bearbeiter/in: Name
Name
Verantwortlich:
Arbeitsbereich: Werkstatt
Arbeitsplatz/Tätigkeit: Zerspanung
Allgemeiner
Umgang mit
Gefahrstoffen
GEFAHRSTOFFBEZEICHNUNG
Bohremulsion
Produkt: Wassermischbarer Kühlschmierstoff, mineralölhaltig
Produktnummer: Shell
Form: flüssig
Farbe: weiß
Enthält außerdem:
Geruch: mineralöltypisch
GEFAHREN FÜR MENSCH UND UMWELT
Gefahren für Mensch
Chem. Charakt.: Hochraffiniertes Mineralöl, Emulgatoren, Additive.
Häufiger und langandauernder Kontakt kann zur Hautentfettung führen und somit auch
zur Hautreizung. Verschlucktes Produkt kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
führen. Kann reizend wirken an den Augen nach direktem Kontakt. Dämpfe, Nebel
können die Schleimhäute von Augen, Nase und Hals reizen.
-Nur nach
Einweisung
arbeiten
Gefahren für Umwelt
Produkt ist flüssig, weiß, riecht mineralöltypisch, in Wasser emulgierbar, leichter als
Wasser, brennbar, wassergefährdend, reagiert alkalisch. Reagiert heftig beim Kontakt
mit starken Oxidationsmitteln (Sauerstoff, Kaliumpermanganat, Säuren).
Nicht vollständig biologisch abbaubar.
SCHUTZMASSNAHMEN UND VERHALTENSREGELN
-Nur auf
Anweisung des
Verantwortlichen
arbeiten
Technische Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
Arbeitsstätte: Für gute Be- und Entlüftung sorgen. Augenspülflasche oder -brause
und Feuerlöscher der Brandklasse B aufstellen und Standorte kennzeichnen. Gefäße
nicht offen stehen lassen. Von offenen Flammen, Wärmequellen fernhalten. Keine
Vorratsmengen am Arbeitsplatz vorhalten.
Ab-/Umfüllen: Entsprechend dem Verfahren: geringe Fallhöhe wählen zur
Vermeidung der Spritzgefahr, Trichter, Pumpen, Heber benutzen oder im
geschlossenen System zuführen. Ölauffangwanne benutzen.
Transport: Gefäße geschlossen halten.
Lagerung: Gefäße bruchsicher, dicht geschlossen an einem kühlen, trockenen und
gut gelüfteten Ort lagern. Nur auf dichtem ölundurchlässigem Untergrund lagern.
Ölauffangwanne benutzen. Getrennt lagern von: Starken Oxidationsmitteln
(Sauerstoff,
Kaliumpermanganat, Säuren).
-Betriebsanweisu
ng beachten
-Persönliche
Schutzausrüstung
(Körperschutz)
ggf. tragen
! Der Umgang
mit
Gefahrstoffen
B.ist
Glocknicht immer
Ltd.
SI
sofort
erkennbar
Persönliche Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln
Hautschutz: Vor dem Umgang mit dem Produkt wasserlösliches Hautschutzpräparat
(nicht fettende Hautschutzcreme), nach dem Umgang Gel oder Paste zur Reinigung,
nach der Reinigung mäßig fette Creme zur Pflege benutzen.
Handschutz: Bei Gefahr des Hautkontaktes Handschuhe nach DIN EN 420 benutzen
aus: Nitrilkautschuk, Naturlatex, Teflon, Polyethylen.
Atemschutz: ----
Ersteller
Datum: 18.11.02
Nr: 3715
Seite 1 von 2
Arb. Ges. Schutz allgemein
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Bildschirmarbeitsplätze
Die Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen hat in den letzten
Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen, da die Zeitanteile an
Bildschirmarbeit immer weiter gestiegen sind. Jeder, der an
einem oder mehreren Bildschirmen arbeitet, sollte daher auf eine
ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes achten. Hierbei ist
nicht immer die Anschaffung von neuem Mobiliar notwendig. Oft
reichen kleine Veränderungen (Position des Bildschirmes,
Änderung der Maus oder Tastatur) aus, um einen positiven Effekt
zu erzielen. Im Umkehrschluss ist leider auch der Umstand einer
schlechten Gestaltung bei guter technischer Ausstattung zu
finden. An der TUC haben Sie die Möglichkeit sich im
Gleichstellungsbüro eingerichtete Musterarbeitsplätze anzusehen
und sich ggf. Mobiliar zum Testen auszuborgen. Auch die
Betriebsärzte und Sicherheitsfachkräfte beraten Sie bei der
Gestaltung Ihres Arbeitsplatzes.
Weitere Hinweise finden Sie unter folgenden Adressen:
http://www.gb.tu-clausthal.de/musterarbeitsplatz-der-tuc/
http://regelwerk.unfallkassen.de/daten/inform/I_8566.pdf
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
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Verzeichnis von Quellen und Internetadressen
Unfallverhütungsvorschriften:
http://regelwerk.unfallkassen.de/HtmlPages/Web_Frame_GesRw.html
Unfallanzeige: http://www.unfallkassen.de/files/510/uv_allg2006.pdf
Gesetze: http://bundesrecht.juris.de/index.html
Arbeitssicherheit TUC: http://www.tu-clausthal.de/sicherheit/
Betriebsärzte TUC: http://www.tu-clausthal.de/medituev/
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
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Betriebliche Hilfsmittel zur Umsetzung und
Organisation des Arbeits- und Gesundheitsschutzes
in der Praxis
 Gefährdungsbeurteilung
 Betriebsanweisungen
-Maschinen und Anlagen (blau)
-Gefahrstoffe (orange)
-Biostoffe (orange)
-PSA (Persönliche Schutzausrüstung) (gelb)
 Unterweisung der Beschäftigten vor Aufnahme der
Tätigkeit und danach in regelmäßigem Abstand
(mind. Einmal im Jahr)
 Unfallverhütungsvorschriften und
Durchführungsanweisungen
 Sicherheitsregeln
 Informationen
 Grundsätze, Prüfbücher, Bescheinigungen
B. Glock
Ltd. SI
Arb. Ges. Schutz allgemein
35

Titel des Vortrages