Dr. Wolfram Horstmann | DGI-Online 16. Oktober 2009, Frankfurter Buchmesse
Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach
Der elektrische Gelehrte
und seine Werkzeugmacher
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Geistes-, Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften – gemeinsam unter einem Dach
Motivation
• Wie vermittle ich ‚Nicht-Experten‘ eine hochgradig
komplexe Thematik aus der Wissenschaft mit ihren
- technisch-informatischen,
- wissenschaftssoziologischen,
- wissenschaftstheoretischen und
- wissenschaftspolitischen Facetten?
• Beleuchtung von neuen Arbeitsteilungen in
Wissenschaft und Infrastrukturdienstleistern
>>„Was Sie schon immer (nicht) über eScience wissen wollten!“
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Der elektrische Gelehrte
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http://www.slideshare.net/SURFfoundation/digital-repositories-and-interoperable-scholarship
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Die Versuchungen Antonius‘
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Wo geht die Reise hin?
• Kann der elektrische
Gelehrte den Menschen das
Forschen und Lehren
abnehmen?
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eScience
eResearch
eScholarship
eInfrastructure
eLearning
…
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Was kann der elektrische Gelehrte?
• Keine Automatisierung der Person
• Effizientere Arbeitsweisen ≠ Ersparnis
• Neue Forschungsformen
– z.B. Modelle, Simulationen
>> infrastrukturelle Hilfe notwendig…
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… und seine Werkzeugmacher
Arthur
Ganson
http://www.tfaoi.com/aa/1aa/1aa230.htm
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Beispiel: Konnektivität
• Echter Infrastrukturdienst
– Wie Strom aus der Steckdose
• Aber beträchtlicher Aufwand
durch Rechenzentren
– Hintergrund in der
Wissenschaft
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Forschungsdatennetze
Datensammlung (z.B. Klimadaten)
Datenverteilung (z.B. Cern-LHC)
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Verarbeitung &
Kommunikation
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Semantisches Rechnen
z.B.
Data
Mining
in den
Life
Sciences
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From http://www.informatik.hu-berlin.de/forschung/gebiete/wbi/research/projects/textmining
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Werkzeuge oder Infrastruktur?
• Werkzeuge häufig nicht infrastrukturell
– Wenn es inhaltlich wird, entwickeln die
Forschenden selbst
• Infrastrukturförderung soll helfen
– EU: ESFRI, eInfra, EGEE, DRIVER, Europeana
– USA: Cyberinfrastructure, DataNet
– DFG: Vernetzung Repositorien,
virtuelle Forschungsungebungen
–…
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Vorsicht Disziplinenspezifität!
hoch
Forschungsrelevanz
• Das Dilemma der
Werkzeugmacher
WISSENS-INFRASTRUKTUR
– Wissensbasierte
Infrastruktur ist ein
Dauerkompromiss
– Wird Wissen je aus der
Steckdose fließen?
(„constraint satisfaction“)
Entwicklungsaufwand
zentraler Supportanteil
IT-DIENSTE
technisch
Fachspezifität
WISSENSDIENSTE
Nutzergruppengröße
inhaltlich
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niedrig
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Einige Dinge, die sie über
eigentlich gar nicht
eScience wissen wollten…
Der elektrische Gelehrte und seine Werkzeugmacher …
•
erzeugen mehr Aufwand als konventionelle Wissenschaft
– zwar mehr Effizienz aber vor allem geht es um neue Forschungsfelder
•
können keinen Königsweg beschreiten
– Disziplinenspezifität macht es zum Dauerkompromiss, keine Enterprise-Solutions
•
haben zwei unterschiedliche Gesichter: Wissenschaft und Infrastruktur
– Kernprozess und Supportprozess sind grundverschieden
•
haben eine ‚ungerechte’ Rollenverteilung
– Infrastruktur ist Maurerarbeit, die Gärtner sind die Wissenschaftler
•
können mit Technik die Wissenschaft nur bedingt vorantreiben
– Wissen erfordert Semantik: hier stehen wir erst am Anfang
•
können keine automatisierte Wissenschaft ermöglichen
– ihr Zweck liegt in der Produktion von elektronisch vermittelten Wahrnehmungen
für einzelne Forscher und Forschergruppen
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Einige Dinge, die sie über
schon immer
eScience wissen wollten…
Der elektrische Gelehrte und seine Werkzeugmacher …
• ermöglichen völlig neue Erkenntnisse, die anders gar nicht zu
gewinnen wären
• arbeiten von nun an dauerhaft zusammen
• werden Freunde für’s Leben
• bauen neue Arbeitsformen (und -märkte) auf
• treiben mit „semantischem Rechnen“ die Wissenschaft weiter
voran
• schaffen über automatisierte Abläufe Raum für mehr
Forschungskreativität
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DerDanke!
elektrische Gelehrte
und seine Werkzeugmacher
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der_elektrische_gelehrte