Du hast zu deinem Abendmahl
als Gäste uns geladen.
Nun stehn wir, Herr, in deinem Saal
mühselig und beladen.
Wir tragen unsrer Wege Leid,
viel Sorgen, Schuld und Schmerzen.
Ob reich, ob arm, dich irrt kein Kleid,
du weißt die Not der Herzen.
Ach Herr, vor dir ist keiner reich
und keiner los und ledig;
spricht einer hier dem andern gleich:
Gott sei mir Sünder gnädig!
Du aber ludest uns zu dir,
den Hunger uns zu stillen,
willst uns aus lauter Liebe hier
die leeren Hände füllen.
Nun segne, Herr, uns Brot und Wein,
deins Tisches edle Gaben!
Du selbst willst gegenwärtig sein
und wunderbar uns laben.
Gib über Bitten und Verstehn,
wie du versprachst zu geben!
In dem, was unsre Augen sehn,
gib dich uns selbst zum Leben!

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