Heimerziehung der 1950er und 60er Jahre
Universität Koblenz-Landau
Die Heimkinder
können auch
selber forschen!
3.6.2009
Dierk Schäfer/Michael-Peter Schiltsky
Heimerziehung der 1950er und 60er Jahre
Universität Koblenz-Landau
Die Heimkinder können auch selber forschen
Fragestellung
Was erlebte wer? Was geschah wem?
In welchem Heim?
Zu welcher Zeit?
Welche Auswirkungen hatte dies für sein Leben?
3.6.2009
Dierk Schäfer/Michael-Peter Schiltsky
Heimerziehung der 1950er und 60er Jahre
Universität Koblenz-Landau
Die Heimkinder können auch selber forschen
Zielgruppe
Alle ehemaligen Heimkinder, die sich an der Umfrage beteiligen
(Fürsorgeerziehungsheime, Säuglingsheime, Kinderheime,
Lehrlingsheime, Heime für Behinderte oder andere).
Bei Gelegenheit wird ein analoger Fragebogen für das Heimpersonal,
für die Heimaufsicht und für Vormünder erstellt.
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Heimerziehung der 1950er und 60er Jahre
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Die Heimkinder können auch selber forschen
Zweck
Bestandsaufnahme der Heimerfahrungen
aus Erleben und Sicht der ehemaligen Heimkinder
zur Vorlage an den Runden Tisch
zur Verwendung für Schadensregulierungen
zugunsten der betroffenen Heimkinder
 http://dierkschaefer.files.wordpress.com/2009/04/verfahrensvorschlage-rt.pdf
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Die Heimkinder können auch selber forschen
Quellenlage und ihre Erweiterung
Es gibt schon eine Vielzahl von Berichten ehemaliger Heimkinder
 Auswertung für den Fragebogen und Nachfragen
Aufruf, sich an zu benennende Vertrauenspersonen zu wenden
 Befragung
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Die Heimkinder können auch selber forschen
Prinzipien
Pro Heimaufenthalt ein Fragebogen
Vertraulichkeit durch Pseudonymisierung
Klarnamen nur zweckgebunden und bei expliziter Erlaubnis
eigenständige Angaben der Betroffenen
keine Suggestionen
kein Katalog von Mißhandlungen
keine „Muster-Leidensgeschichte“ zum Ankreuzen
Keine Zensur: Es gab offensichtlich auch relativ gute Heime.
(Um so schlimmer für die schlimmen!)
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Themen der Befragung
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Die Heimkinder können auch selber forschen
1. Basis-Daten
Das Heim (Name/Ort/Träger/Zeitraum)
war
 ein staatliches
 ein katholisches
 ein evangelisches
 sonstiges
Wie viele Kinder?  pro Gruppe  im Heim
Wie viele Erzieher/Erzieherinnen?  pro Gruppe  im Heim
mit welcher Qualifikation?
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1. Basis-Daten
Das Heim
war
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 ein Säuglings- und/oder Kleinkinderheim
 ein Kinderheim
 ein Lehrlingsheim
 ein Fürsorge- oder Erziehungsheim
 sonstiges
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1. Basis-Daten
Heimeinweisung durch wen und warum?
die Rolle der Eltern/des Jugendamtes/eines Vormundes
Beendigung des Heimaufenthaltes, wie, wohin und warum?
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2. Persönliche Erfahrungen
Unterbringung
Privatsphäre
Tagesablauf
Essen
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2. Persönliche Erfahrungen
Kleidung
Körperpflege
medizinische Versorgung
Umgang mit Bettnässern
Umgang mit Menstruation
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2. Persönliche Erfahrungen
Schule und Ausbildung
Was war prinzipiell möglich? Was galt für Sie?
 Heimschule
 die allgemeine Schule in Heimnähe
 Grund- und Hauptschule (Volksschule)
 Realschule  Gymnasium
Was kam danach (solange Sie noch im Heim waren)?
 „ungelernte“ Arbeitsstelle
 innerhalb  außerhalb des Heims
 eine Lehrstelle
 innerhalb  außerhalb des Heims
 eine andere Ausbildung, welche ?
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2. Persönliche Erfahrungen
Freizeit und Ferien
Ausgang
Freizeitbeschäftigungen
Ferienfreizeiten
gemeinsame Veranstaltungen/Aktivitäten,
auch mit Menschen, die von außen ins Heim kamen?
kulturelle Angebote
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2. Persönliche Erfahrungen
Religiöse Angebote und Verpflichtungen
 Andachten
 Gottesdienste
 Tischgebete
 Beichte
 Kommunion/Konfirmation
Religionsmündigkeit
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2. Persönliche Erfahrungen
Belohnungen und Bestrafungen
In welcher Art?
Aus welchen Anlässen?
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2. Persönliche Erfahrungen
Gab es Gewalt?
In welcher Art?
Durch wen?
 Erzieher/Erzieherin
 anderes Heimpersonal (welche Funktion?)
 andere Heimkinder
Gab es sexuelle Vergehen?
In welcher Art?
Durch wen?
 Erzieher/Erzieherin
 anderes Heimpersonal (welche Funktion?)
 andere Heimkinder
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2. Persönliche Erfahrungen
Arbeit im Heim
Welche Art Arbeit?
 im Heimbereich
 außerhalb des Heims
An welchen Wochentagen, wie viele Stunden am Tag?
Arbeitstherapie oder Erwerbsarbeit?
Für das Heim? Für welche Firmen?
Entlohnung? In welcher Art?
Sozialabgaben?
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2. Persönliche Erfahrungen
Soweit Mißstände genannt wurden:
 waren die allgemein?
Falls nein:
 waren Sie davon weitgehend ausgenommen oder
 besonders betroffen?
Welchen Grund sehen Sie dafür?
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3. status quo
Erinnern Sie sich noch an einzelne Kameraden und Kameradinnen?
Haben Sie zu einigen noch Kontakt?
Erinnern Sie sich noch an einzelne Erziehungspersonen?
Haben Sie zu einigen noch Kontakt?
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3. status quo
Haben Sie „Ihr“ Heim später noch einmal aufgesucht?
Falls ja: Ihre Erfahrungen?
Haben Sie je versucht, Akteneinsicht zu erhalten?
Falls ja: Ihre Erfahrungen?
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3. status quo
Wie beurteilen Sie Ihren Heimaufenthalt
für Ihr späteres Leben?
 positiv
 negativ
Inwiefern?
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3. status quo
persönliche Daten
geboren am/Name/ Adresse/Telefon/Mail-Adresse
Schulabschluß/Beruf
(noch) berufstätig?/in Rente?/Harz IV?
Fehlen Rentenjahre für die Heim-Zeit?
Opferentschädigungsantrag gestellt?
Ihrer Familie von der Heimzeit erzählt?
Mit wem über die Heimzeit gesprochen?
Mit Ihrer Geschichte in die Öffentlichkeit/Medien gegangen?
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3. Erwartungen
Falls Sie sich durch den Heimaufenthalt beeinträchtigt fühlen:
Wie stellen Sie sich eine Art
Anerkennung/Lastenausgleich/Entschädigung vor?
Was erwarten Sie von der Arbeit des Runden Tisches?
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Die Heimkinder
können auch
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Wir sollten ihnen dabei aber etwas behilflich sein.
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Unsere Beiträge zum Thema Heimkinder auf
http://dierkschaefer.wordpress.com/
http://www.vehev.org/
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Präsentation heim-kids