Netzwerke
in der Gewerkschaftsarbeit (II)
DGB
Netzwerk-Seminar
Von KomNetz untersuchte Netzwerke
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Kompenetz NRW
IT-Arbeitskreis Rhein-Main
Bundesweites Branchennetzwerk Pharma
Netzwerk Maschinenbau Baden-Württemberg
Verdi-Berufsbildungsnetzwerk
DGB
Netzwerk-Seminar
Beispiel: Das Maschinenbau-Netzwerk BaWü
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Netzwerk-Seminar
Elemente der Netzwerke
Seminarreihen
Netzwerkplenen
Betriebsbesuche
Workshops/Tagungen
Steuerungsgremien
Internet-Vernetzung
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Phasen von Netzwerken
Grad der
Vernetzung
Initiierungsphase
Stabilisierungsphase
Fortentwicklungsphase
Zeit
Auftaktwork
shop
Auslauf der
„Projektphase“
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Netzwerk-Seminar
Erfolgsfaktoren von Netzwerkarbeit
• Protagonisten
• Komplementäre Akteure
• Ansetzen an vorhandenen Kontakten
• Rückhalt durch Organisation
• Handlungsorientierung
• Motivation für Alltag
• Freiräume
• Gegenseitiges Geben und Nehmen
• Vertrauenskultur
• Offenheit für neue Mitglieder
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Netzwerk-Seminar
Charakteristika von gewerkschaftlichen
Kompetenzentwicklungsnetzwerken
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Der Kooperation liegt eine Lern- und Nutzenorientierung der
Netzwerkteilnehmer zu Grunde
Die Teilnehmer- und Nachfrageorientierung in der Netzwerkarbeit ermöglicht
eine hohe Flexibilität der organisierten Bildungsveranstaltungen und die
Einbeziehung des Erfahrungswissens der Netzwerkteilnehmer.
Die Offenheit der Teilnahme lässt auch eine punktuelle und themenbezogene
Mitarbeit zu.
Gegenseitiges Vertrauen und der offene Umgang miteinander ermöglichen den
Austausch sensibler Informationen, so dass innovative Lösungen verbreitet und
neuartige Positionen entwickelt werden.
Die Netzwerksteuerung erfolgt durch ein Zusammenwirken von (überwiegend
hauptamtlicher) Netzwerkmoderation und (überwiegend ehrenamtlicher)
Steuerungsgruppe.
Eine gewerkschaftliche Orientierung zeigt sich in der bewussten Bezugnahme
der Netzwerkteilnehmer auf die gewerkschaftliche Organisation und in der
Unterstützung der Netzwerke durch die zuständige Gewerkschaft.
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Netzwerk-Seminar
Netzwerke als gewerkschaftliche
Organisationsform (I)
Form der
Beteiligung
Beteiligungskultur über
Gremien
Beteilungskultur über
Netzwerke
Indirekt-repräsentativ
(Funktionär)
Direkt-unmittelbar
(Netzwerkteilnehmer)
Teilnahme;
Kontinuierlich
zeitl. Dimension
Wahlweise themenbezogen
oder kontinuierlich
Zugang
Wahlen, Delegationsprinzip
Offener Zugang
Primäres Ziel
Beschlussfassung;
Außenwirkung
Individuelle
Schlussfolgerungen
Inhalte
Bestimmt durch
Gewerkschaftspolitik (z.B.
Tarifbewegungen)
Bestimmt durch aktuelle
betriebliche Problemlagen der
Netzwerkteilnehmer
Steuerung
Hauptamtliche Steuerung
Ehrenamtliche Steuerung (bei
hauptamtl. Organisation)
Rolle der
Hauptamtlichen
Politische Vordenker, fachliche
Ratgeber
Organisatoren und
Netzwerkmoderatoren
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Netzwerk-Seminar
Netzwerke als gewerkschaftliche
Organisationsform (II)
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Durch den in den Netzwerken angelegten wechselseitigen Nutzen von
Akteuren (Betriebsräten) und Institution (Gewerkschaft) können
Netzwerke die Funktion eines Mikro-Makro-Scharniers einnehmen. So
wird der intermediäre Charakter deutlich: Netzwerke verändern die
Institution Gewerkschaft durch ihre Inhalte sowie durch ihre neuartige
Kultur. Umgekehrt führen die Netzwerke zu einer stärkeren Einbindung
der Betriebsräte in gewerkschaftliche Diskussionen und Strukturen.
Netzwerke können zu einer höheren Flexibilität und
Nachfrageorientierung gewerkschaftlicher Bildungsarbeit beitragen,
indem aktuelle betriebliche Themen zeitnah in Bildungsveranstaltungen
umgesetzt werden.
Grenzen der Netzwerkarbeit deuten sich an, wo zielgerichtete und
koordinierte Handlungen erforderlich sind (z.B. bei Streiks).
Größtes Hemmnis für die Verbreitung von Netzwerken auf örtlicher
Ebene sind die Hauptamtlichen, ihre potenziell veränderte Rolle und ihre
Befürchtungen eines Machtverlusts
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Netzwerk-Seminar

Dr. Uwe Elsholz: Präsentation II zu Netzwerken