Das Erfolgsrezept von Werner von Siemens
Unternehmer
Wissenschaftler
Erfinder
„Eine wesentliche Ursache für das
schnelle Aufblühen unserer
Fabriken sehe ich darin, daß die
Gegenstände unserer Fabrikation
zum großen Teil auf eigenen
Erfindungen beruhten. Waren diese
auch in den meisten Fällen nicht
durch Patente geschützt, so gaben
sie uns doch immer einen
Vorsprung vor unseren
Konkurrenten, der dann gewöhnlich
solange anhielt, bis wir durch neue
Verbesserungen abermals einen
Vorsprung gewannen.“
Werner von Siemens
Quelle Zitat: Feldenkirchen, 1997: S. 80.
Quelle: Tobias Krehan
Die Internationale Ausrichtung
 Weltgeschäft à la Fugger
 Beziehungen zum Ausland seit Bestehen der Telegraphen-Bauanstalt
 Gründe:
 Entzug aller Anschlussaufträge durch Nottebohm
 mangelnder Patenschutz
 Überzeugung der Brüder Werner, William und Carl
 Erfolge in:
 Großbritannien
 Russland
 Österreich
 Probleme in:
 Frankreich
 Vereinigte Staaten
Quelle: Tobias Krehan
Die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen bis 1892
7000
6000
5000
4000
3000
2000
1000
0
1847
1852
1857
1862
1867
im Inland beschäftigt
1872
1877
1882
1887
1892
im Ausland beschäftigt
Quelle: Tobias Krehan (in Anlehnung an: Feldenkirchen, 1995: S. 677f.
niedrig
Intrapreneur
(z. B. Pionier
für Innovationen
in der Abteilung)
Arbeitskraftunternehmer
unternehmerisches Denken
hoch
Portfolio unternehmerischen Denkens
Entrepreneure
(Schumpeter:
„Entwickler und Durchsetzer neuer Ideen“)
Atypisch
Beschäftigte
(z.B. Ich-AG)
(Freie Dienstnehmer,
Werkvertragsnehmer)
„ Klassischer“
Arbeitnehmer
Formale Unternehmer
(Unternehmer weil Eigentümer des
Betriebes, jedoch geringe
Innovationsbereitschaft)
(z. B. “den Job
machen“)
Arbeitnehmer
Existenzgründer
Graubereich
(atypische Beschäftigungen)
Unternehmer
Was ist ein Entrepreneur?
Unternehmer:
Eigentum am Unternehmen, leitet dieses verantwortlich
Entwickler und „Durchsetzer“
(Schumpeter)
„Intrapreneur“ - Schaffung
von Werten und
“opportunities”
Manager/
Mitarbeiter (AN)
von Betrieben und „NonprofitOrganisationen“
Eigenständige Geschäftsidee („dynamisch
Suchender“)
Existenzgründer
(„Nutzung der Förderprogramme“)
(„Ich-AG“)
Theoretische Wurzeln und Varianten von Entrepreneurship
Unternehmerische Selbständigkeit
Entrepreneurship im engeren Sinn
=
Unternehmensgründungslehre
Entrepreneurship als Teilbereich
der BWL
z. B. Spezielle BWL
„Entrepreneurship und Gründunglehre“
an Universitäten
Berufliche Selbständigkeit
Entrepreneurship im weiteren Sinn
=
Intrapreneurship
Enterpreneurship als Teil
der sozialwissenschaftlichen Managementlehre
Unternehmensphilosophie:
Mitarbeiter als Mitunternehmer
Betriebswirtschaftliche Ansätze von Entrepreneurship
Volkswirtschaftslehre
(zentrale theoretische und historische“ Wurzel“)
Ökonomen wie Schumpeter beschäftigten sich mit der Bedeutung
schöpferischer Unternehmer für eine dynamische Wirtschaft
Der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Kirzner rückt den Aspekt
„Entdecken und Finden ungenutzter Gewinnchancen“ in den Mittelpunkt
unternehmerischen Handelns. Kennzeichnend für den Unternehmer ist
die Wachsamkeit in Verbindung mit der Fähigkeit, Gelegenheiten zu erkennen
und gewinnbringend zu verwerten.
„The entrepreneur is an arbitrageur, allocator of ressources among
alternatives uses“.
Entrepreneure sind auf der Suche nach kreativen und innovativen Neuem in
Ihren Handlungen, sie unterliegen bei ihren Entscheidungen einem hohen Maß
an Unsicherheit in einem unstrukturierten Problemfeld. Demnach stellt der
Entrepreneur eine Untermenge aus dem Oberbegriff Unternehmer dar.
Der Unternehmer muss Eigentum an Produktionsmitteln besitzen – dabei
kann (soll) er ein Entrepreneur sein, muss es jedoch nicht sein!!
Überblick über die Entwicklung der Funktionen
von Entrepreneuren (Unternehmern) aus historischer Sicht
Schumpeter
Ökonomen
The entrepreneur is an innovator,
industrial leader,organizer and
coordinator of economic resources
Marshall
The entrepreneur is an
organizer and coordinator,
an arbitrageur, an innovator,
the person who assumes the
risk associated with
uncertainty
Cantillon
The entrepreneur
is the person
who assumes the
risk
associated
with
uncertainty
1755
Kirzner
The entrepreneur is an
arbitrageur, allocator of
resources among
alternativ uses
Say
The entrepreneur is
an organizer and
coordinator of economic
resources, a manager
or super-intendent
1800
1850
Casson
The entrepreneur is an
organizer and coordinator of
economic resources, allocator of resources among
alternativ uses
1900
1950
2000
Different approaches to describing the
entrepreneur as an individual
„great person“
school
The entrepreneur has an intuitive ability – a sixth sense – and
inborn traits and instincts.
Psychological
characteristics
school
Entrepreneurs are driven by unique values, attitudes, and
needs.
Classical
school
The central characteristics of entrepreneurial behavior is
innovation, and the entrepreneur is therefore creative and
discovers new opportunities.
Management
school
Entrepreneurs are organizers of an economic venture;
entrepreneurs are people who organize, own, manage and
assume the risk.
Leadership
school
Intrapreneurship
school
Entrepreneurs are leaders of people; entrepreneurs have the
ability to adapt their style to the needs of the people.
Entrepreneurship skills can be useful in complex organizations;
intrapreneurs who develop independent units to create
markets and expand services.
Quelle: CUNNINGHAM & LISCHERON, 1991; nach: LANDSTRÖM, 2005: S. 17
Folie 9
3
Merkmale eines Entrepreneurs
Ebene 1: unternehmerische und berufliche Selbständigkeit
Segment I: Unternehmerische
Selbständigkeit
(Betonung der Gründungsphase,
Förderung von BWL-Tools wie
z. B. Businessplan)
Segment II: Berufliche
Selbständigkeit
(Betonung der Nachgründungsphase Mitarbeiter als Mitunternehmer, Förderung
von Techniken wie Projektmanagement
zur Erhöhung der beruflichen
Handlungskompetenz)
Ebene 2 und 3: Haltungen (Entreprenership im weiteren Sinn)
Segment III: Allgemeine
Haltung unternehmerischen
Denkens und Handelns
(Entrepreneurship als Unterrichtsprinzip in allen Gegenständen)
Segment IV: Eigenverantwortung
und Übernahme von Verantwortung
in der Gesellschaft
(Entrepreneurship als Beitrag einer Erziehung zur Demokratie)

Grafiken Schüler