Forschungsinitiative
„Nachhaltigkeit massiv“ - Überblick
DI Susanne Supper,
ÖGUT
NACHHALTIGKEIT MASSIV
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Forschungsinitiative „Nachhaltigkeit
massiv“ - Projektüberblick
NACHHALTIGKEIT MASSIV
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Arbeitsgruppen Ökologie, Ökonomie
und Soziales
 Intensive Diskussion zu Umstieg auf Lebenszyklusbetrachtung in der Gebäudebewertung
o
o
Innerhalb der Forschungscommunity
Forschung mit Unternehmen
 Input in die europäische Diskussion, v.a. CEN TC 350
 Beitrag zur Weitentwicklung TQB als
österreichischen Gebäudestandard (ÖGNB)
  Verbesserte Basis für kontinuierlichen fachlichen
Austausch zwischen Bauforschung, Unternehmen
und weiteren Stakeholdern
NACHHALTIGKEIT MASSIV
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Gruppe Ökologie
Projekte und Institutionen
 TU Graz – IMBT mit TVFA | Prof. Maydl et.al.
o
o
o
Studie Gebäudebewertungstools (P01)
Lebensdauer von Bauteilen (P02)
Transportrucksäcke (P04)
 IBO | Dr. Lipp et.al.
o
Erweiterung OI3-Index um Nutzungsdauer,
Bilanzgrenzen und Kennzahlen (P03, P06)
 TU Wien – IWA | Prof. Rechberger et.al.
o
Kreislaufwirtschaft im Bauwesen (P05)
NACHHALTIGKEIT MASSIV
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Motivation und Ziele
 Motivation
o
Verfügbarkeit der
natürlichen Ressourcen
 Ziele im Bauwesen
o
Effiziente Nutzung
natürlicher Ressourcen
 Materialien
 Energie (Errichtung-Betrieb)
 Fläche
o
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Emissionsreduktion
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Erweiterung des OI3-Index (P03, P06)
Hintergrund
IBO | Dr. Lipp, DI Zelger
 Ziel
o
Einfach handhabbarer Indikator, um quantitative Aussagen
über die Umweltwirkungen eines Gebäudes zu treffen
 Auswahl von 3 Umweltwirkungen
o
Anforderung: Vergleich von Gebäuden mit
unterschiedlichem Heizenergiebedarf
 GWP (Treibhauspotenzial)
 AP (Versäuerungspotenzial)
 PEI n.e. (Primärenergieinhalt nicht erneuerbar)
 OI3-Index wird verwendet (WBF, klima:aktiv, TQ,…)
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Erweiterung des OI3-Index (P03, P06)
Bilanzgrenzen
IBO | Dr. Lipp, DI Zelger
 Bisher im OI3-Index berücksichtigt:
o
o
Zeitlich: Herstellung der Baustoffe (Errichtungsphase)
Räumlich: Thermische Gebäudehülle (Bilanzgrenze 1)
 Erweiterung im Rahmen „Nachhaltigkeit massiv“
o
o
o
Zusammenstellung von Referenz-Nutzungsdauern für
relevante Baustoffe und Bauteile in typischen
Einbausituationen
 Berücksichtigung des OI3-Index über die BauteilAustauschrate im jeweiligen Betrachtungszeitraum
Neue räumliche Bilanzgrenzen (Innenwände, Keller,…)
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Erweiterung des OI3-Index (P03, P06)
Beispiel Utendorfgasse
Variante 1: Stahlbeton Variante 2: Holzmassiv
Variante 3: Ziegel
IBO | Dr. Lipp, DI Zelger
BG5
zzgl. Haustechnik
zzgl. Tiefgarage
zzgl. Innenwände
BG1 (therm. Hülle, inkl. Zwischendecken)
BG5
zzgl. Haustechnik
zzgl. Tiefgarage
Gesamter
Betrachtungszeitraum
: 100 Jahre
zzgl. Innenwände
BG1 (therm. Hülle, inkl. Zwischendecken)
BG5
zzgl. Haustechnik
Errichtungsphase:
Herstellung der
Baustoffe
zzgl. Tiefgarage
zzgl. Innenwände
BG1 (therm. Hülle, inkl. Zwischendecken)
0
50
100
150
200
250
300
350
400
Punkte OI3-Index (OI3BGF)
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Lebensdauer von Bauteilen (P02)
Hintergrund
TU Graz | Prof. Maydl, DI Schulter
 Entwicklung eines allgemeinen Alterungsmodells,
um die Lebensdauer von Bauteilen zu bestimmen
 Integration in lebenszyklusorientierte
Gebäudebewertungssysteme
 Stärken des Massivbaus durch hohe Lebensdauer
kommen zum Tragen
 Systemdenken – Betrachtung auf Ebene von
Funktionseinheiten / Bauteilen
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Lebensdauer von Bauteilen (P02)
Alterungsmodell
TU Graz | Prof. Maydl, DI Schulter
 Beispiel Wärmedämmverbundsystem
 Faktorwert
o
o
Pro Schichtgruppe zu ermitteln
Basierend auf Faktorklassen der ISO 15686
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Transportrucksäcke (P04)
TU Graz | Prof. Maydl, DI Passer
 Transportmodell : Werkstor – Baustelle
o
Strukturierte Erfassung der Transportrucksäcke in
Abhängigkeit von Werkstandort, Baustelle und Bauprodukt
 Umweltwirkungen der Transporte
o
5 bis 20 % bei GWP bezogen auf Herstellung
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Kreislaufwirtschaft im Bauwesen (P05)
TU Wien | Prof. Rechberger, DI Markova
o
o
o
o
Verfügbarkeit
Recyclierbarkeit
Eigenversorgung
Scale-Up (Ausmaß des Materialeinsatzes)
 Konzept „Materieller Gebäudepass“
o
Umfassende Dokumentation der Baustoffmengen
NACHHALTIGKEIT MASSIV
© Baustoff-Recycling Verband
 Knapper werdende Ressourcen im Bauwesen
 Gebäude als Lager von Sekundärressourcen
 Vier Indikatoren
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Arbeitsgruppe Ökologie
Resümee - konkrete Ergebnisse
 Verbesserte Ökobilanzierung
 Erweiterung des OI3-Index um zeitliche und
räumliche Bilanzgrenzen
 Alterungsmodell zur Berechnung der Lebensdauer
von Bauteilen und Bauprodukten erarbeitet
 Transportmodell Werkstor-Baustelle aufgebaut
 Indikatoren zur Ressourcenfrage im Bauwesen und
darauf aufbauend ein Konzept eines materiellen
Gebäudepasses entwickelt
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Weiterentwicklung TQB –
wesentliche Ergebnisse
 Vollkommene Überarbeitung der
Bewertungsstruktur und der Kriterien
 Vorbereitung auf CEN TC 350 – umfassende
Gebäudebewertung
 Modularer Aufbau: Ermöglicht vielfältige
Auswertungs- und Präsentationsmöglichkeiten
 Kompatibilität mit klima:aktiv (100 Prozent)
 Erhöhung der Kommunizierbarkeit
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Kompatibilität mit klima:aktiv haus
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Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
Kontakt:
ÖGUT, Hollandstraße 10/46, 1020 Wien
DI Susanne Supper
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
+43-1/315 63 93-32, [email protected]
www.oegut.at
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nachhaltigkeit massiv