Institut für Finanzdienstleistungen e.V.
Finanzkrise und Verbraucher
Stand 02.12.2015
Ringvorlesung ab 22.10.2009
Donnerstags 18.00 Uhr S8
Dozent
Prof. Dr. Udo Reifner
Universität Hamburg Fb Sozialökonomie
Institut für Finanzdienstleistungen e.V.
„Die Geldgesellschaft“
1. Einführung: Das Buch
1. Geldkollaps: Was ist passiert?
2
– Geld oder Wirtschaft – was ist zerstört?
– Die Finanzkrise macht Klima-, Umwelt- und Sozialstaatskrise
unlösbar
– Gewinner und Verlierer
2. Geldpolitik: Wie wird reagiert?
–
–
–
–
–
Das Vertrauen ist weg, musste der Staat eingreifen?
Der Staat zahlt
Weiß der Staat, was er tut?
Was machen die anderen?
Was wollen die Banken?
3. Geldsystem: Wie funktioniert es?
–
–
–
–
–
Das Bewässerungssystem der Wirtschaft ist gestört
Geldgeschäfte sind Kredite – manche verbrieft
Kredit ist gekaufte Zeit
Kreditrisiken sind zum Geschäft geworden
Finanzinstrumente zwischen Risikoabsicherung, Glücksspiel
und Betrug
Institut für Finanzdienstleistungen e.V.
„Die Geldgesellschaft“
1. Einführung: Das Buch
4. Geldprobleme: Wie kam es zur Krise?
3
–
–
–
–
Subprime in den USA und England
Subprime in Deutschland
Der Verkauf verbriefter (fauler) Kredite
Moderne Geldfälschung: die Scheinwelten "toxischer
Papiere"
5. Geldkontrolle: Gibt es keine Regeln?
– Der vom Recht befreite Kapitalmarkt
– Die andere Realität
– Macht der Banken
6. Geldideologie: Wie erklärt das Geldsystem die
Krise?
–
–
–
–
–
Geld durch Geld erklären
Zu viel oder zu regellos?
Menschliches Versagen
Komplexität durch Anbieterperspektive
Neo-Liberalismus
7. Geldperspektiven: Was können wir tun?
– Verstehen!
– Verändern!
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1. Einführung: Die Vorlesung
Nr.
4
Titel
Stichworte
1
Einführung und Überblick
Finanzsystem, Klima, Transport, Sozialstaat und Demokratie,
Soziologie des Geldsystems, Verbraucher- und Anlegerperspektive
2
Staat: Der Retter
Finanzmarktstabilisierungsgesetz, Staastsbürgschaften, Bad Banks
3
Geldsystem I: Funktion
Bewässerungssystem, Rolle der Banken, Wert des Geldes
4
Geldsystem II: Privates G.
Verbriefung Kredit, Anleger Kreditnehmer, Investoren und Nutzer
5
Kredit I: produktiver Kredit
Kredit verbindet, Kredit ist produktiv, Banker und Bankiers
6
Kredit II: gemietete Zeit
Lebenszeit, Zinsen, Zinseszinsen und Verbraucher
7
Kredit III: Zins und Wucher
Effektivzins, Geldwachstum, Regeln gegen den Wucher
8
Kredit IV: Finanzrisiken
Verbriefung und Finanzrisiko, Versicherung und Future, Glücksspiel
und Risikoabsicherung
9
Krise I: Wucherkredite
Subprime Hypthekenkredite, Kreditkartenkredite, Ratenkredite,
Umschuldungen, Wucherkredite
10
Krise II: Notleidende
Kredite
Pooling, Kreditverkäufe, Verbraucherbetroffenheit, rechtliche
Schranken
11
Krise III: Toxische Papiere
Scheingeld (Unwertpapiere), Scheinkredite, Scheinanlagen,
Scheinrisiken, Scheinsicherheiten, Scheingewinne (Provisionen),
12
Recht I: Kontrolle
Deregulierung, EU-Harmonisierung, Steueranreize,
Verbraucherschutzkonzepte, Bankaufsicht, Neo-Liberalism.
13
Recht II: Bankenmacht u.
Falschinformation
Macht des Geldes, Bilanzwahrheit, Überschuldungszahlen,
Steuerparadiese,
14
Ideologie: Geld und Krise
Zirkelschlüsse, Perspektivwechsel, Krise als Übermaß, Gier und
Sorglosigkeit Komplexität, Geldenglisch,
Die Sichtweise
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These 1: Nur die Verbrauchersicht
erklärt richtig und legitimiert!
• Verbraucherperspektive statt -wünsche
• Realwirtschaft statt Geldwirtschaft (Nachhaltigkeit)
• Geld als Mittel und nicht als Zweck (Ethik)
• Verbrauchersicht ersetzt keine Bankensicht
• Ingenieurwissen ist notwendig (Professionalität)
• Verbrauchersicht braucht soziologische Forschung
• Bedürfnisse verstehen und übersetzen (soziale Kompetenz)
• Verbrauchersicht ist einfach und demokratisch
• Verbraucher sind alle.
• Verbraucher wollen konsumieren.
• Geld ist für Verbraucher nur „einnehmen und ausgeben in
der Zeit“
5
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Welche Krise?
These 2: Wir haben eine Weltkreditkrise unter
der auch Anleger leiden!
6
Kreditgeber
Sparer
Anleger
Investor
Aktionär
Anteilsbesitzer
Gesellschafter
Zocker
Kreditnehmer
Kapitalnutzung
Zinsen/Rendite
Bank
AG
Unternehmer
Hausbesitzer
Verbraucher
Zocker
Investor
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Geld oder Wirtschat?
These 3: Realwirtschaft und Geldwirtschaft
reale Krisen – virtuelle Spiegelung
7
• 7 Bio € Geldvernichtung und alles steht noch
• aber Dritte Welt, Arbeitslose, Natur, Frieden sind
gefährdet
• Die drei realen Krisen
– Klimawandel: zu teuer
– Soziale Krise: die Grenzen der Ausbeutung
• Armut: 3Welt, Migranten, Kinder, Alte
• Traumrenditen und Wucherzinsen
– Politische Krise
• Parteien, Sicherheit, Einsamkeit, Sachzwänge
• Das Finanzsystem verschärft statt zu heilen
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Gewinner/Verlierer
Gewinner und Verlierer
• Kreditnehmer
• Unternehmer, Verbraucher, Hausbesitzer, Kommunen
• Kinder
• Perspektive: Verschieben auf die Zukunft
• Bedingungen: Kinderarmut
• Arbeitende
• Rettung des Kapitalwertes auf Kosten der Arbeit
• Gemeinschaft
• Überschuldung und Anpassung des Staates
• Sozialversicherungssysteme
• Städte
• "verklagte die Stadt Baltimore die Wells Fargo Bank wegen der
Zerstörung der Stadtteile der Schwarzen und Latinos durch
wucherische Darlehen mit hohen Raten.
• Afrika/Indien
• Rohstoffpreise und Arbeit
• Klein gegen Groß
• Bankenkonzentration;
8
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2. Der Staat als Retter
2. Staat: Der Retter
Finanzmarktstabilisierungsgesetz
§7 (1) Das Bundesministerium der Finanzen wird ermächtigt, für
den Fonds Garantien bis zur Höhe von 400 Milliarden Euro für
ab Inkrafttreten dieses Gesetzes und bis zum 31. Dezember 2009
begebene Schuldtitel und begründete Verbindlichkeiten aus
Einlagen von Unternehmen des Finanzsektors, die eine Laufzeit
von bis zu 36 Monaten haben, zu übernehmen, um
Liquiditätsengpässe zu beheben und die Refinanzierung am
Kapitalmarkt zu unterstützen. Satz 1 gilt entsprechend für die
Übernahme von Garantien für Verbindlichkeiten von
Zweckgesellschaften, die Risikopositionen eines Unternehmens
des Finanzsektors übernommen haben. Für die Übernahme von
Garantien ist ein Entgelt in angemessener Höhe im Jahr zu
erheben.
§ 9: Sofortige Kreditaufnahme des Bundes von 70 Mrd. €: „dürften
die Belastungen der öffentlichen Haushalte begrenzt bleiben."
9
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2. Der Staat als Retter
Die reale Rettung der Banken
• Präventiv: erleichterte Kreditverkäufe,
– HRE als Bad Bank, Sparkasse Bad Seegeberg etc
• Direkte Staatshaftung
– SachsenLB, HSH Nordbank, WestLB etc
– Versteckt bei Berliner Bank, IKB
• Staatsbürgschaften
– Über SoFFin (Rettungsschirm), entgeltlich
– Indirekt über Austausch wertloser Wertpapiere in Bad
Bank
• Verschleierte Subvention
– Stille Beteiligung Commerzbank
– Verstaatlichung der Schulden = Privatisierung von
Staatsvermögen
• Staatlich vermittelte Kreditnachfrage (Keynes)
–
–
–
–
10
Abwrackprämie
Konjunkturprogramme
Steuersenkungen
Neue Staatsverschuldung
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2. Der Staat als Retter
Die virtuelle Rettung der Banken
• „Der Staat haftet für alles“
– Bundeskanzlerin: Staatshaftungsversprechen
– Finanzminister: es gibt keine Probleme
• Bilanzkosmetik
– Einfrieren der Bilanzen
– Höchstwertprinzip
• Staatsverluste als Gewinn
– Das „Geschäft“ mit der Verstaatlichung
• Die geschönten Statistiken
– Überschuldungsstatistik
– Arbeitslosigkeitsstatistik
– Mittelstandsstatistik
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Wer handelte für den Staat?
2. Der Staat?
• Sachverstand
– "Das Handelsbuchinstitut hat sicherzustellen, dass die
kreditnehmerbezogene Gesamtposition nicht ohne Zustimmung der
Bundesanstalt 25 vom Hundert seiner Eigenmittel überschreitet
(Gesamtbuch-Großkrediteinzelobergrenze)."
–
Unter der Leitung des ehemaligen Commerzbank-Chefs und Bankenpräsidenten
Klaus-Peter Müller versucht Mitte 2009 der immer noch Vorsitzende der
Regierungskommission für Corporate Governance, die Regulierung der
Finanzmärkte mit dem Argument abzuwenden, dass doch die Selbstregulierung
über unverbindliche eigene Regeln der Banken damit unterlaufen würde.
• HSH Nordbank - Wirtschaftsminister Marnette geht:
– "Ich hatte es mit Politikern zu tun, die sich scheuten, Zahlen zur
Kenntnis zu nehmen und sich damit auseinanderzusetzen. Frei nach
dem Motto: Wer sich gründlich mit Zahlen beschäftigt, wird zum
Mitwisser und kann als solcher haftbar gemacht werden.„
– Jochen Sanio hat Hamburgs Ersten Bürgermeister Ole von Beust
angerufen und ihm erklärt, dass er die Bank dichtmachen würde,
wenn nicht schleunigst Liquidität nachgeschossen werde?
– Warum hat man dann so lange gewartet mit den Dokumenten?
Marnette: Um Druck auszuüben
• Illusion der Kreditverkäufe
• Brüssel
• Berlin
12
– Justizministerin kennt Unterschied zwischen Kredit- und
Forderungsverkauf nicht
– Lamfalussy Prozess, Grünbuch; Auflösung der gemeinnützigen
Sparkassen
– CEPS/ECRI
– Vier Banker, Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, Commerz- (und
Dresdner Bank-) Chef Martin Blessing, Bankenverbandspräsident
Klaus-Peter Müller und Paul Achleitner von der Allianz, haben an
einem Wochenende Mitte Oktober des Jahres 2008 zusammen mit
Institut für Finanzdienstleistungen e.V.
2. Was wollen die Banken?
Was wollen die Banken?
13
• Selbstregulierung
– Ex-Commerzbank-Chef und Bankenpräsident Klaus-Peter
Müller Mitte 2009 Vorsitzende der Regierungskommission
für Corporate Governance
– Der Verband der 65 weltgrößten Banken IIF hat im Juli
2008 bereits in einem 200 Seiten starken
Maßnahmenkatalog mit dem Titel „Market Best Practices“
eine Verbesserung des Absatzes von
Investmentprodukten angekündigt
• Teile und Herrsche
–
–
–
–
–
Bankensicherheit (BaFin)
Währungssicherheit (EZB, DBB)
Wettbewerb (EU-Kommission/BKartAmt)
Kriminalität (Staatsanwaltschaften der Länder)
Verbraucherschutz (Fehlanzeige)
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3. Öffentll. u. Privates Gteld
Geld als Wertaufbewahrungs- und Tauschmittel
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• Wert
– Gold/Silver/Perlen
• Forderung (gegen
Banken)
– Giralgeld
• staatlich gesicherte
Forderung
• Scheck, Wechsel,
EC-Karte,
Kreditkarte
• Sparguthaben,
Festgeld
– Zentralbankgeld
• Goldeckung,
Goldkerndeckung,
Staat, IWF
– Staatsanleihen
– Staatsgarantien
– Bankschuldverschreib
ung, Bankgarantie
•
Sonstige Forderungen
– Kredite
– Verbriefungen
• Wertpapiere
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Geld ist Kredit
3. Geld ist Kredit
Kreditgeber
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Sparer
Anleger
Investor
Aktionär
Anteilsbesitzer
Gesellschafter
Zocker
Kreditnehmer
Kapitalnutzung
Zinsen/Rendite
Bank
AG
Unternehmer
Hausbesitzer
Verbraucher
Zocker
Investor
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Produktiver Kredit
• Kredit verbindet
4. Kredit
• Zeit und Arbeit
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• Kredit wirkt produktiv
• Sieben Prinzipien verantwortlicher Kreditvergabe
• Geld muss man mieten
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3. Verbriefungen
Verbriefung macht Forderungen und Risiken
„abstrakt“
• Forderungen
– entstehen aus
• Kredit, Kapitalbeteiligung, Anleihe
– Werden verbrieft al
• Gesellschafteranteil: Von der OHG zur
Aktiengesellschaft
• Verbrieftes Darlehen: Bank- UnternehmensStaatsschuldverschreibungen
• Pfandbrief, MBS, ABS
• Forderung an Forderungen: Pools, Investmentz.
• Sicherheiten (Ausfallforderungen)
– Entstehen aus
• Bürgschaft, Grundschuld, Hypothek, Garantie
– Werden verbrieft zu
• Grundschuldbrief, Option, Derivat, Zertifikat,
strukturiertem Papier
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3. Verbriefungen
Verbriefung macht Forderungen zu privatem
Geld
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• Offizielles Geld ist liquide, sicher und abstrakt
– M1-Geld: Geldscheine und Münzen, abhebbares "Geld" auf
den Girokonten (4 Bio.)
– M2-Geld: M1 + kurzfristigen (2 Jahre) oder kurzfristig
kündbare Einlagen (8 Bio.)
– M3-Geld: M2 + kurzfristig fällige Anteile an
Geldmarktfonds, Wertpapieren der Zentralbank
(Repoverbindlichkeiten), Geldmarktpapiere,
Bankschuldverschreibungen (9,4 Bio.)
• Geldsurrogate
– „M4“- Verbriefte institutionalisiert handelbare Forderungen
(Börse, Aktie, Investmentzert. Etc)
– „M5“ – Verbriefte außerbörslich handelbare Wertpapiere
– „M6“ jede abtretbare Forderung
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Zinsen (i): Kapitalwachstum oder Kapitalfrucht?
3. Zinsen/Kapital
Das Geldsystem im Kopf
Endkapital = Anfangskapital * WachstumsfaktorZeit
Kt = wt * K0 = K0*(1+i)t
w = (1 + Zinssatz in % pa)
Zinsen = Kt - K0
Wachsen
(werden größer)
Geldkapital
?
Wald
Gletscher
Kühe
Kälber
Boden
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Vermehren
(tragen Früchte)
Familie
Birnen
Birnbäume
Kinder
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Wucher, Früchte und Geld
3. Zinsen/Kapital
„Geld arbeitet nicht“
• Was wächst,
–
–
–
–
–
ist von außen hinzugefügt,
ist Setzung, keine Realität,
ist nur scheinbar produktiv,
lässt sich begrenzen,
wuchert, wenn es die Regeln des
Wachstums missachtet.
• Was Früchte trägt (sich vermehrt)
– ist produktiv,
– muss gepflegt und bearbeitet werden,
• Geld/Kapital
– kann wuchern aber keine Früchte tragen
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4. Geldprobleme
Merkmale für Subprime-Mortage-Markt
(Brookings)
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• Geldverleiher vermittelt, die harte
Inkassomethoden verwenden und höhere
Gebühren für die Verwaltung der Kredite
(das Servicing) verlangen.
• Makler, die auf zahlungsschwache
Verbraucher spezialisiert sind (HUD-Liste)
• Gebühren und Zinssätze weit über
üblichen Kreditpreisen.
• Die zweifelhaften Kredite werden an
Fonds (MBS) verkauft.
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Hauspreise und Wucherkredite
• Die Produktion wertloser Forderungen
– NINJA: No Income, No Job, No Assets
– 80% Sicherheit, 15% versichert, 5% Staat
•
•
•
•
22
Mehr Kredit
Mehr Nachfrage
Höhere Preise
mehr Sicherheit
Mehr Nachfrage
höhere Preise
mehr Sicherheit
Mehr Kredit
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Fest- in variable Verzinsung
• 1995:
– 21.000 variable und 62.000
• 1999:
– 780.000 variable
• 2003:
– 560.000 hatten eine Barauszahlung für andere
Zwecke als das Wohneigentum
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Kreditkartenkredite (Cardtrack.com)
•
•
•
•
"super-prime"
"prime"
"subprime"
„punitive“ (Verzug)
• Durchschnitt
•
•
•
•
11,00
15,28
22,56
29,99
%
%
%
%
18,87 %
1,2 Mrd. Kreditkarten
$ 8.562 Schulden pro Karteninhaber
1,7 Bio $ Konsumkreditschulden
7 mal pro Jahr wird jeder Amerikaner von
Kreditkartengesellschaften kontaktiert
• Credit Card Addicts
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Risikoadjustiertes Pricing/Kredite zur
Erlangung der Kreditwürdigkeit
• „Kreditnehmer mit niedrigeren Scorewerten oder
mit einem geringeren Lebenszeitwert (LTV)
mußten höhere Zinsen bezahlen“
• „Das 2/28-System wird vor allem Personen mit
niedriger Kreditwürdigkeit angeboten. Es wird
auch als ein Fortsetzungshilfskredit bezeichnet. In
den ersten beiden Jahren erhalten Sie einen festen
Zinssatz. In den folgenden 28 Jahren wird der
Zinssatz variabel. Grundsätzlich bietet Ihnen
dieser Kredit eine niedrige zweijährige Anreizrate
für die Verschuldung an.... wird Ihr Kreditrating
sich erheblich verbessern.
• Secured Credit Card
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Kettenkredite
1. Kredit
3. Kredit
Gesamt
Abschlussdatum
10.01.2002
19.03.2002
10.06.2002
Barauszahlungen
10.600,00 €
5.500,00 €
10.000,00 €
26.100,00 €
aufsummiert
10.600,00 €
16.100,00 €
26.100,00 €
26.100,00 €
Versicherungsprämie
1.212,00 €
2.477,80 €
6.948,10 €
7.403,22 €
incl. Finanzierung
1.441,18 €
3.214,27 €
10.947,15 €
14.428,97 €
Effektivzins (lt.
Vertrag)
12,07%
14,46%
15,05%
12-15%
Effektivzins (incl.
Vers)
20,50%
22,50%
23,50%
33,07%
Zinsen +
BearbeitungG
2.233,56 €
5.627,49 €
19.447,43 €
Gesamtkosten
3.445,56 €
8.105,29 €
26.395,53 €
Finanzierungsbetrag
11.812,00 €
18.933,19 €
33.788,68 €
Gesamtschuld
14.044,97 €
24.559,81 €
53.235,41 €
59.590,26
€
33%
50%
101%
122%
Kosten zu Ertrag
26
2. Kredit
31.794,99 €
Ratenkredit
Kreditkarte
Überzie
hung
Überschre
itung
ADAC/Berliner Bank
6,90 %
15,94 %
13,50 %
18,50 %
Barclaycard
7,90 %
17,49 %
Berliner Bank
11,47 %
13,50 %
13,50 %
18,50 %
Citibank
7,40 %
18,63 %
9,74 %
11,74 %
Commerzbank (Karte TUI)
12,50 %
9,75 %
14,46 %
19 %
Deutsche Bank
10,26 %
12,75 %
18,50 %
DKB Deutsche Kreditbank
6,45 %
7,90 %
12 %
GE-Money-Bank
8,49 %
14,25 %
14,25 %
19,25 %
ING-Diba
7,66 %
X
9,50 %
12,50 %
Netbank
6,44 %
X
9,50 %
15 %
Norisbank
6,90 %
11,45 %
16,45 %
Postbank
8,09 %
15,90 %
14,25 %
18,25 %
SEB-Bank
8,49 %
13,95 %
13,75 %
18,50 %
14,50 %
19,50 %
Institut für Finanzdienstleistungen e.V.
27
Berliner Sparkasse
X
Institut für Finanzdienstleistungen e.V.
Moderne Geldfälschung: die Scheinwelten "toxischer
Papiere"
28
•
1.Scheingeld: Wertpapiere ohne Wert
•
•
2.Scheinkredite: Umschuldungen
3.Scheinanlagen: Kreditfinanziertes Finanzinvestment
•
•
4.Scheinrisiken: Wie man an Verlusten sowie an der Erfindung von
Risiken verdient
5.Scheinsicherheiten: strukturierte Papiere
•
6.Scheingewinne: das Anreizsystem der Provisionen
–
–
–
a)Geldmengenwachstum M1, M2 und M3
b)"Risikoanreicherung"
c)Wie entdeckt man Scheingeld?
–
–
–
a)Hedgefonds: Kredithebel als Turborendite
b)Schrottimmobilien: Rente auf Kredit?
c)Leerverkäufe: Wie verdient man am Niedergang?
–
–
–
–
a)Trennung von Kredit und Risiko
b)Wiedervereinigung von Kredit und Risiko
c)Weitere Risikoverlagerungen auf de Kunden
d)Die großen Fonds sind verschmutzt
–
–
–
–
a)Zins, Provision und Gebühr - Arbeitszeit oder Unternehmergewinn 59
b)Provisionen haben den Verdienst verdrängt 62
c)Die Provisionen haben das Geldsystem überall Leck geschlagen 64
d)Gibt es Grenzen? 6

iff Powerpoint Präsentation - ba