BMWi-Markerschließungsprogramm für KMU:
Markterkundung Costa Rica, Dominikanische Republik 2015
Infrastruktur im Tourismussektor
Markterkundung für deutsche Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für den Tourismussektor
COSTA RICA – FAKTEN UND ZAHLEN
Basisdaten Costa Rica
Region
Karibik
Fläche
51.100,0 qkm
Einwohner
2014: 4,8 Millionen
Alphabetisierungsrate
97,8% bei Erwachsenen
Geschäftssprache
Spanisch
Rohstoffe
agrarisch
Bananen, Ananas, Kaffee, Melonen, Zierpflanzen, Zucker,
Mais, Reis, Bohnen, Kartoffeln, Rindfleisch, Geflügel, Molkerei, Holz
Mitglied in internationalen
Wirtschaftszusammenschlüssen und
-abkommen
ACS, CAFTA-DR, CELAC, IWF, WTO; Assoziierungsabkommen zwischen
der EU und den CAFTA-Staaten (in Kraft seit
1.10.13); zu bilateralen Abkommen siehe www.wto.org ->
Trade Topics, Regional Trade
Agreements, RTA Database, By Country
Währung
Costa-Rica-Colón (CRC) ; 1 C = 100 Centimos
Bezeichnung
Kurs (Juni 2015)
1 Euro = 598,9689 CRC; 1 US$ = 535,952 CRC
Wirtschaftliche Eckdaten
Bruttoinlandsprodukt (BIP, nom.)
- Mrd. US$ 2013: 48,9*; 2014: 53,6*; 2015: 58,9*
BIP je Einwohner (nominal)
- US$ 2013: 10.363*; 2014: 11.248*; 2015: 12.207*
BIP-Entstehung (%) 2012
Bergbau/Industrie 18,5; Handel/Gaststätten/Hotels; 16,3;
Transport/Logistik/Kommunikation 9,6; Land-/Forst-/Fischwirtschaft 5,9;
Bau 5,3; Sonstige 44,3
Wirtschaftswachstum nach Sektoren (%, real)
2013: Transport/Logistik/Kommunikation 4,9; Handel/Gaststätten/Hotels
3,1; Bergbau 3,3; Bau 2,4; Land-/Forst-/Fischwirtschaft –0,1
Inflationsrate (%)
2013: 5,2; 2014: 2,9*; 2015: 4,5*
Arbeitslosenquote (%)
2013: 9,0*; 2014: 8,5*; 2015: 8,0*
Ausländische Direktinvestitionen
Transfer (Mio. US$)
2011: 2.178,4; 2012: 2.332,3; 2013: 2.682,0
Bestand (Mio. US$)
2011: 16.223; 2012: 18.809; 2013: 21.792
Hauptländer (Anteil in %,Transfer)
2013*: USA 46,3; Zentralamerika 15,4 (darunter: Panama 10,5;
Nicaragua 3,7); Spanien 8,0; Mexiko 4,9; Kolumbien 4,6;
Frankreich 3,6; Niederlande 3,3; Italien 3,2
Hauptbranchen (Anteil in %,Transfer)
2013*: Dienstleistungen 29,6; verarbeitende Industrie 13,4;
Immobiliengeschäfte 43,3; Handel 5,0; Tourismus 5,2;
Finanzsystem 3,4; Agrarindustrie 0,7
*) Schätzung bzw. Prognose
Costa Rica zählt mit einem BIP pro Kopf von ca. 11.248 USD (2014) im weltweiten Vergleich zu den Ländern mit mittlerem
Einkommen ('middle income countries'). Die liberale Wirtschaftspolitik und ein insgesamt hoher Bildungsstand haben mit Ausnahme
von 2009 für ein anhaltend stabiles Wirtschaftswachstum über mehrere Jahre gesorgt. Gemessen am realen Bruttoinlandsprodukt
(BIP) betrug das Wachstum zuletzt 4,4% (2014).
Costa Rica hat sich heute vom Agrarstaat zum Dienstleistungs- und Industriestaat gewandelt. Während die Landwirtschaft 1965 noch
23,5 % zum BIP beitrug, waren es 2012 im Primärsektor nur noch knapp 10 %. Dienstleistungen und Industrie haben heute einen
Anteil von 65 % bzw. 25 %.
Das Haushaltsdefizit lag 2014 bei etwa -3,5% des BIP. 2015 wird das Defizit voraussichtlich weiter steigen. Die Sanierung des
Haushaltes und die Durchsetzung einer seit langem geplanten Steuerreform gehören zu den größten Herausforderungen für die neue
Regierung unter Präsident Solís.
Mit einer Inflation von 3,7% (2013) erreichte das Land zum ersten Mal eine einstellige Inflationsrate in fünf aufeinanderfolgenden
Jahren und konnte diesen Erfolg 2014 mit einer Inflation von 2,9% fortsetzen.
In den letzten Jahren bemühte sich Costa Rica erfolgreich um Investitionen ausländischer Firmen. Vor allem US-amerikanische
Großkonzerne haben sich in den Freihandelszonen in Costa Rica niedergelassen.
Costa Rica ist Mitglied der Welthandelsorganisation WTO. Es existieren Freihandelsabkommen mit den USA (CAFTA), Mexiko,
Chile, Kanada, der Dominikanischen Republik (CARICOM Caribbean Community), Panama und China sowie mit Peru, Singapur,
der Europäischen Union und der Europäischen Freihandelszone EFTA. Ende April 2014 konnte mit Kolumbien ein
Freihandelsabkommen abgeschlossen werden.
Außenhandel
Import/Export in Mio. USD
2010
%
2011
%
2012
%
Einfuhr
13,9
19,8
18,3
31,7
18,4
0,5
Ausfuhr
9,0
2,3
10,2
13,3
11,3
10,8
Saldo
-4,9
Außenhandelsquote (Ex- + Importe/BIP in %)
2010: 63,3; 2011: 69,7; 2012: 65,9
Exportquote (Exporte/BIP in %)
2010: 24,9; 2011: 24,9; 2012: 25,1
Einfuhrgüter nach SITC (% der Gesamteinfuhr)
2012: Elektrotechnik 16,8; Chem. Erzg. 13,6; Erdöl 11,9;
Nahrungsmittel 8,9; Kfz und -Teile 6,4; Sonstige 42,4
Ausfuhrgüter nach SITC (% der
Gesamtausfuhr)
2012: Nahrungsmittel 31,1; Elektrotechnik 24,1; Mess-/Regeltech. 9,2;
Chem. Erzg. 6,5; Rohstoffe 4,3; Sonstige 24,8
-8,1
-7,1
Costa Rica hat eine offene, exportorientierte Marktwirtschaft. Traditionelle Exportgüter wie Kaffee und Bananen haben zwar an
Bedeutung verloren, die Landwirtschaft bleibt aber nach dem Tourismus und den Exporten in der Computerbranche wichtigster
Devisenbringer des Landes.
Die Warenexporte erreichten 2014 einen Wert von 11,4 Mrd. USD, die Warenimporte 17,09 Mrd. USD.
Außenhandelsbeziehungen zu Deutschland
Außenhandel (Mio. Euro)
2011
%
2012
%
2013
%
dt. Einfuhr
400,0
3,0
463,0
15,8
466,9
0,8
dt. Ausfuhr
184,0
18,6
177,8
-3,4
165,6
-6,9
Saldo
-216,0
-285,2
-301,3
Deutsche Einfuhrgüter nach SITC
(% der Gesamteinfuhr)
2013: Nahrungsmittel 70,7; Elektronik 13,3; Optik 3,3; Elektrotechnik 2,5;
Rohstoffe 1,4; Sonstige 8,8
Deutschland zählt innerhalb der EU zu den wichtigsten Handelspartnern des Landes. Im Jahr 2014 wurden costaricanische Waren im
Wert von knapp 120 Mio. USD nach Deutschland exportiert; die costaricanischen Importe aus Deutschland beliefen sich auf fast 361
Mio. USD. Wichtigste Exportgüter aus Costa Rica sind Bananen, Ananas, Kaffee und Zierpflanzen. Bei den Importen aus
Deutschland handelt es sich vornehmlich um Maschinen, chemische sowie pharmazeutische Produkte.
Costa Rica ist ein beliebtes Urlaubsziel: 2014 kamen knapp 64.000 deutsche Touristen ins Land.
Seit 1998 ist ein bilaterales Investitionsschutz- und Förderungsabkommen in Kraft. Im Februar 2014 wurde ein bilaterales
Doppelbesteuerungsabkommen in San José unterzeichnet, dessen Ratifizierung durch Costa Rica noch vor Ende 2015 erwartet wird.
Im Mai 2010 wurden die Verhandlungen zwischen der EU und sechs zentralamerikanischen Staaten – darunter Costa Rica – über ein
bi-regionales Assoziierungsabkommen, das schrittweise Zollerleichterungen vorsieht, abgeschlossen. Die innerstaatliche
Ratifizierung durch Costa Rica erfolgte im Juli 2013. Seit dem 1.10.2013 wird der Handelsteil des Assoziierungsabkommens
gegenüber Costa Rica vorläufig angewendet.
Einschätzung des Geschäftsumfelds
Hermes Länderkategorie
Rangstelle: 3
Ease of Doing Business 2014
102 von 189 Ländern
Global Competitiveness Index 2013–2014
54 von 148 Ländern
Corruption Perception Index 2013
49 von 177 Ländern
Länderbonität Institutional Investor
März 2014: Rang 60; Bonitätsindex 56,0; 1-Jahres-Veränderung 2,3
Tourismus
Der Tourismus ist der am schnellsten wachsende Wirtschaftszweig des Landes und wurde ab 1995 zum größten Devisenbringer. Seit
1999 bringt der Tourismus mehr Devisen ein als die Exporte von Bananen, Ananas und Kaffee zusammen. Der Tourismus-Boom
begann 1987 mit jährlichen Besucherzahlen von 329000 im Jahre 1988, die sich auf 1,03 Millionen in 1999 steigerten und ihren
historischen Rekordwert 2013 mit 2,43 Millionen ausländischen Gästen erreichten.
Im Jahr 2014 kamen über 2,5 Mio. Touristen nach Costa Rica - noch einmal eine Steigerung von 4,1 % gegenüber 2013. Knapp 50%
der Touristen (1.245.037) stammte aus Nordamerika, 997.262 davon aus den USA. Aus Deutschland reisten 2014 rund 64.000
Touristen ein.
2012 hat der Tourismus 12,5% zum BIP des Landes beigetragen und war verantwortlich für 11,7% der direkten und indirekten
Beschäftigung. Der touristische Sektor beschäftigt direkt und indirekt ca. 500.000 Arbeiter/-innen.
2009 zog der Tourismus 17% der Kapitalzuströme aus ausländischen Direktinvestitionen an und durchschnittlich 13% zwischen 2000
und 2009. 2010 konnten der Tourismusindustrie 21,2% der Deviseneinkünfte zugeschrieben werden, die durch alle Exporte
zusammen generiert wurden.
Nach einem Bericht der ECLAC (Wirtschaftskommission für Lateinamerika) hat der Tourismus zu einer Verringerung der Armut
um 3% beigetragen.
Seit den späten 80er Jahren wurde Costa Rica zu einem beliebten Naturreiseziel und sein Hauptwettbewerbsvorteil ist sein gut
organisiertes System aus Nationalparks und Schutzgebieten, die rund 23,4 % der Landfläche einnehmen - das weltweit größte
bezogen auf den Prozentanteil an der Gesamtfläche eines Landes, welches eine reichhaltige und vielfältige Flora und Fauna
beheimatet - in einem Land, das nur 0,03% der Landmasse der Erde ausmacht, in dem dafür aber geschätzte 5% der weltweiten
Artenvielfalt lebt.
Das Land hat verfügt zudem über zahlreiche Strände, sowohl an der Pazifik- als auch an der Karibikküste, die über kurze
Entfernungen zu erreichen sind sowie über einige Vulkane, die unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften bedenkenlos besucht
werden können.
Anfang der 1990er Jahre wurde Costa Rica als das Musterkind des Ökotourismus bekannt - mit Besucherzahlen, die zwischen 1986
und 1994 eine jährliche Wachstumsrate von 14% erreichten. Nach Angaben der nationalen Costa Ricanischen Tourismusinstituts
(ICT) haben sich 46% der internationalen Touristen, die 2009 das Land besucht haben, an Aktivitäten mit Bezug zum Ökotourismus
beteiligt, welcher Trekking, Flora, Fauna, Vogelbeobachtungen sowie Besuche ländlicher Gemeinden einschließt. Die meisten
Touristen sind jedoch auf der Suche nach Abenteueraktivitäten.
Auch der „Gesundheitstourismus“ spielt eine Rolle und soll noch weiter ausgebaut werden. 2013 wurde ein neues Logo eingeführt
um mit den neuen Markenauftritt die Wirtschaft weiter anzukurbeln.
Costa Rica wurde von „Ethical Travel Magazine“ 2011 und 2012 auf die Liste „ The Developing World´s Best Ethical Destinations“
aufgenommen.
Branchenrelevante Organisationen und Verbände
Organisation
Beschreibung
ICT
Tourismus-Behörde Costa Rica: Institution für die Stärkung der Prozesse der
Formulierung und Einführung von Planungen zur Entwicklung des Tourismus, der
Anziehung und Beratung von Investoren, der Entwicklung von Qualitäts- und
Kukurrenzsystemen unter Beachtung der Bedüfnisse der Touristen
http://www.visitcostarica.com/
CANATUR
http://www.canatur.org/
CCH
http://camaradehoteles.com/
CACORE
http://www.cacore.cr/
Nationale Tourismuskammer: Die Nationale Tourismuskammer von Costa Rica ist
eine gemeinnützige Organisation, sie bringt alle privaten Tourismusunternehmen,
Kammern und Verbände der Tourismusbranche des Landes zusammen
Hotelkammer: Die costaricanische Hotelkammer vertritt die verschiedenen
Interessen der Hotelbranche.
Restaurantkammer: Die costaricanische Restaurantkammer ist eine gemeinnützige
Organisation, die die Interessen der Lebensmittel- und Getränkebranche vertritt.
CACORE besteht seit 32 Jahren und handelt unabhängig von sämtlichen Restaurants,
Hotelketten, Warenlieferanten, Dienstleistern, Clubs, Bars oder Casinos.
CANTUNURAL
http://www.canturural.org
ACOT
http://acot.co.cr/
Cooprena simbiosis tours
http://turismoruralcr.com/
Acoguitur
http://acoguitur.com/
CINDE
http://www.cinde.org/
Landwirtschaftstourismusgemeinde: Canturural ist ein privates, soziales,
gemeinnütziges Unternehmen. Ihr Ziel ist die Förderung von Öko- und
Sozialtourismus unter der Benutzung von lokalen Kapazitäten. Sie setzen sich für die
ganzheitliche Entwicklung der Gemeinschaften ein, ohne Beeinflussung des Staates
oder staatlichen Organisationen.
Costaricanischer Verband der Reiseveranstalter: ACOT ist ein gemeinnütziger
privater Verein der am besten qualifizierten Reiseveranstalter. Die Aufgaben sind eine
kontinuierliche Verbesserung der Mitglieder, Hilfestellungen unterhalb der Mitglieder
und die Verbindung der verschiedenen Sektoren der Tourismusbranche
Ist ein Netzwerk aus Konzernen und Organisationen, die Produkte aus lokaler
Entwicklung auf nationaler und internationaler Ebene vertritt. Ausserdem geben sie
Hilfefestellungen und Informationen zu Fragen wie der Wettbewerbsfähigkeit,
ergänzende touristische Dienstleistungen oder den Anforderungen des Marktes.
Costaricanischer Verband der Reiseführer: Eine Organisation der Reiseführer, deren
Ziel es ist die Interessen aller Reiseführer zu vereinen und ihre Rechte als
Gemeinschaft zu verteidigen
CINDE ist ein privates, gemeinnütziges, Non-Profit-Unternehmen. Es ist für
ausländische Direktinvestitionen in Costa Rica verantwortlich. Alle Dienste sind
kostenlos.
DOMINIKANISCHE REPUBLIK – FAKTEN UND ZAHLEN
Basisdaten Dominikanische Republik
Region
Karibik
Fläche
48.670 qkm
Einwohner
2013: 10,4 Mio.
Alphabetisierungsrate
97,8% bei Erwachsenen
Geschäftssprache
Spanisch
Rohstoffe
agrarisch
mineralisch
Zuckerrohr, Kaffee, Kakao, Tabak, Reis, Bohnen, Kartoffeln, Mais, Bananen,
Rinder, Schweine, Milchprodukte, Rindfleisch, Eier
Nickel, Bauxit, Gold, Silber
Mitglied in internationalen
Wirtschaftszusammenschlüssen und abkommen
Caricom (Beobachter), CARIFORO, SICA, CEPAL, AEC, SELA, IWF,
WTO, DR-CAFTA (in Kraft seit Januar 2006), EPA (in Kraft seit 2009),; FIA
(mit Zentralamerika), FIA (mit CARICOM), zu bilateralen Abkommen siehe
www.wto.org -> Trade Topics, Regional Trade Agreements, RTA Database,
By Country
Währung Bezeichnung
Dominikanischer Peso (dom$); 1 dom$ = 100 Centavos
Kurs (Juni 2015)
1 Euro = 50,4160 dom$; 1 US$ = 44,96 dom$
Wirtschaftliche Eckdaten
Bruttoinlandsprodukt (BIP, nom.)
- Mrd. US$ 2012: 59,0; 2013: 60,3*; 2014: 59,0*
BIP je Einwohner (nominal)
- US$ 2012: 5.763,0*; 2013: 5.789,4*; 2014: 5.556,4*
BIP-Entstehung (%)
2012: Landwirtschaft 7,6; Industrie 25,6; Bauwirtschaft 5,0; Transport und
Logistik 5,0; Telekommunikation 16,2; Handel 9,0; Hotels und Gastronomie
6,1; Finanzdienstleistungen 4,
Wirtschaftswachstum nach Sektoren (%, real)
2012: Landwirtschaft +4,1; Industrie (Zollgebiet) +1,4; Bauwirtschaft +3,1;
Transport und Logistik +3,4; Telekommunikation +3,2; Handel +4,0; Hotels
und Gastronomie +3,2; Finanzdienstleistungen +7,3
Inflationsrate (%)
2012: 3,7; 2013: 4,5*; 2014: 4,8*
Arbeitslosenquote (%)
2012: 13,0; 2013: 12,5*; 2014: 12,0*
Investitionen (netto, öffentlich und privat, %
des BIP)
2012: 16,4; 2013: 15,3*; 2014: 15,0*
Ausländische Direktinvestitionen
Zufluss (Mio. US$)
2010: 1.969; 2011: 2.275; 2012: 3.610*
Bestand (Mio. US$)
2009: 13.105,6; 2010: 14.731,4; 2011: 17.102,5
Hauptländer (Anteil in %,Transfer)
2012: USA 25,2; Kanada 21,8; Spanien 14,3; Mexiko 7,4; Brasilien 5,5;
Großbritannien 4,0; Frankreich 3,5; Niederlande 3,2
Hauptbranchen (Anteil in %,Transfer)
2012: Handel und Industrie 20,7; Tourismus 14,6; Immobilien 12,4;
Telekommunikation 11,8; Elektrizität 10,2
*) Schätzung bzw. Prognose
Die dominikanische Wirtschaft zeichnete sich über Jahre hinweg durch ein starkes Wachstum von durchschnittlich 5 Prozent jährlich
aus, seit 2011 ging dieses jedoch kontinuierlich zurück, und betrug 2013 4,1 Prozent, was, regional gesehen, weiterhin eine gute
Platzierung ist (lateinamerikanischer Durchschnitt: 2,7%).
Präsident Danilo Medina (seit 16.8.2012 im Amt) verfolgt einen Wirtschaftswachstumskurs mit staatlicher Austeritätspolitik und
stärkerem Akzent auf Sozial-, Landwirtschafts- und Bildungspolitik.
Die Dominikanische Republik ist Mitglied zahlreicher internationaler Wirtschaftsorganisationen und –abkommen: IWF,
Weltbank, WTO, GATT, ACS (Verbund karibischer Staaten), CARIFORUM. Im Oktober 2008 wurde das
Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA) zwischen der EU und CARIFORUM unterschrieben und trat 2009 in Kraft. Das
Abkommen, das nicht nur Freihandel, sondern auch Wirtschaftsentwicklungsförderung umfasst, wird seit 2013 überprüft
(„Monitoring“-Phase). Grundsätzlich gibt das EPA der Dominikanischen Republik freien Zugang zum europäischen Markt.
Damit ist sie eines von drei Ländern in Lateinamerika (neben Mexiko und Chile), das über freie Marktzugänge sowohl zum
europäischen als auch zum US-amerikanischen Markt (DR-CAFTA, 2005 unterzeichnet, seit 2007 in Kraft) verfügt. Weitere
bilaterale Handelsabkommen sind in Verhandlung, eines mit Chile steht vor dem Abschluss, Abkommen mit Kanada, Taiwan und
Mexiko sollen folgen.
Die wichtigsten Einnahmequellen sind weiterhin der Tourismus, die Exportgewinne aus den Freihandelszonen, die Landwirtschaft
und Transferzahlungen der im Ausland lebenden rund 1,4 Mio. Dominikaner.
Interessenssektoren der Regierung Medina für Investitionen sind der Tourismus (Ziel bis 2020: 10 Millionen Touristen im Jahr!),
Energieversorgung, Bildung, Landwirtschaft, im Industriesektor die KMU, auch Bergbau, damit verbunden die Intention,
qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen (Ziel zw. 2012 und 2016: 400.000 neue Arbeitsplätze).
Außenhandel
Import/Export in Mio. USD
2010
%
2011
%
2012
%
Einfuhr
15.299
24,4
17.436
14,0
17.758
1,8
Ausfuhr
6.598
20,3
8.612
30,5
9.079
5,4
Saldo
-8.701
-8.824
-8.679
Seit 2005 ist die dominikanische Leistungsbilanz negativ, was auf die dauerhaft negative Handelsbilanz zurückzuführen ist. Im
Nachgang der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrisen gingen die Importe zwar relativ stärker zurück als die Exporte, die
Handelsbilanz blieb aber dennoch weiterhin deutlich im Minus.
Die Ausfuhren gehen zum größten Teil in die USA, gefolgt von Haiti, Kanada, Puerto Rico, VR China und den Niederlanden
(„Rotterdam-Effekt“).
Die wichtigsten Exportgüter sind die Erzeugnisse der DOM-Freihandelszonen sowie aus dem Bergbau (insbesondere Gold,
Ferronickel) und Agrarprodukte (vor allem Zucker, Kakao und Bananen). Die Dominikanische Republik ist größter Exporteur
ökologischer Agrarprodukte innerhalb der zentralamerikanisch-karibischen Subregion.
Die Einfuhren kommen ebenfalls überwiegend aus den USA (2013: 38%) gefolgt von der EU (2013: 10,73%, davon aus
Deutschland: 1,23%), aus China (2013: 10,5%), (Venezuela (2013: 7,1%) und Mexiko (2013: 6,3%). Aus Mexiko und Venezuela
wird vor allem Erdöl bezogen.
Außenhandelsbeziehungen zu Deutschland
Für die Beziehungen zwischen der Dominikanischen Republik und Deutschland sind die Wirtschaft (insbesondere der Tourismus)
sowie die Entwicklungszusammenarbeit wesentliche Faktoren. Im Lande leben geschätzt rund 10.000 Deutsche, die sich
hauptsächlich an der Nordküste (Puerto Plata, Cabarete und Sosúa) und in der Hauptstadt Santo Domingo niedergelassen haben.
Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Dominikanischen Republik haben sich insbesondere seit dem Beginn des
dominikanischen Wirtschaftsaufschwungs Ende der 90er Jahre intensiviert. Etwa 60 deutsche Firmen sind in der Dominikanischen
Republik tätig. Die dominikanische Regierung ist an einer Verstärkung der Wirtschaftsbeziehungen interessiert: insbesondere an
deutschen Produkten im Bereich der Medizintechnik, auch an alternativer Energietechnologie und deren Produkten, um Probleme im
Energiesektor zu lösen; neuerdings auch an 'sauberer' Bergbautechnologie, aber auch an Tourismus (Identifizierung neuer
Sparten: Öko-Tourismus; Sport- und Wellness-Tourismus).
Deutschland ist für die Dominikanische Republik einer der wichtigsten europäischen Absatzmärkte für ökologische Produkte
(Bananen, Kakao und Kaffee). Zur Produktkontrolle hat sich ein deutsches Unternehmen für Öko-Standards in der Dominikanischen
Republik niedergelassen. Aus Deutschland werden hauptsächlich Autos und Autoteile, Maschinen sowie chemische Produkte
eingeführt.
Seit dem 13.12.1957 besteht ein Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag, seit dem 23.07.2008 ein bilaterales
Luftverkehrsabkommen. 2008 wurde zwischen CARIFORUM (16 Länder, einschließlich der Dominikanischen Republik) und der
Europäischen Union ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen unterzeichnet (Economic Partnership Agreement, EPA).
Seit 1994 gibt es die deutsch-dominikanische Handelskammer, die rund 120 Mitglieder umfasst und Mitglied der deutsch-regionalen
Handelskammer für Zentralamerika und die Karibik ist. Sie ist außerdem Gründungsmitglied der Europäischen Handelskammer in
der Dominikanischen Republik.
Tourismus
Zahlen aus dem Tourismussektor (2013)
Einreise nach Nationalität über Flughäfen:
625.016 Dominikaner
2.298.059 Nordamerikaner
147.652 Zentralamerikaner und Kariben
468.703 Südamerikaner
17.408 Asiaten
1.128.765 Europäer
4.167 andere Länder
Der Tourismus in der Dominikanischen Republik zieht hohe Investitionen an. Das Jahr 2013 hat einen neuen Besucherrekord erzielt
mit rund 4.68 Millionen Touristen aus den USA, Canada, Europa (Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien), Russland und auch aus
asiatischen Ländern. Zwischenzeitlich entwickelt sich auch der nationale Tourismus. Die Dominikanische Republik ist bekannt für
Ihren starken Tourismus und präsent auf den wichtigsten Tourismusmessen weltweit.
Die Regierung der Dominikanischen Republik hat als Ziel, bis zum Jahr 2020 einen Fluss von 10 Millionen internationalen
Besuchern zu erreichen. Somit besteht Bedarf an allem was der Terminus Infrastruktur umfasst. Einige Landesteile sind noch nicht
ausreichend für den Tourismus entwickelt. Diese sind Teil des Entwicklungsprogramms sowohl des Tourismusministeriums als auch
der Hotelverbände und Tourismuscluster. Ein neuer Schwerpunkt bei den Projekten ist der sogenannte "Gesundheits-, Medizin-, und
Wellnesstourismus". Die aktuelle Hotelzimmeranzahl liegt bei über 68.000. In den kommenden Jahren sollen weitere 11.000
Hotelzimmer gebaut werden. Damit gibt es Bedarf an Ausstattung der Hotelanlagen und auch am Ausbau der touristischen
Attraktionen.
Das Potential ist dementsprechend groß, nicht nur für den All-inclusive-Touristen, sondern vor allem für den Aktiv- und
Individualtourismus. Die Dominikanische Republik hat 30 Golfplätze, die regelmäßig Spitzenpositionen in Rankings von
internationalen Golfzeitschriften erreichen. Außerdem gibt es ein reichhaltiges Angebot an Wassersportarten.
Charakteristika des Tourismussektors in der Dominikanischen Republik
Die Dominikanische Republik ist reich an touristischen Attraktionen. Neben den weltweit bekannten Sandstränden, verfügt das Land
über einen Reichtum an Flora, Fauna und verschiedensten Klimazonen. In der Dominikanischen Republik liegt der höchste Berg der
Karibik, der Pico Duarte. Es gibt Aktivitäten wie Trekking, Rafting, Canyoning, Zipline, Mountain Bike, Reiten, Tauchen, Segeln,
uvm. Die vielzähligen Naturschutzgebiete sind teilweise für den Tourismus erschlossen. Die infrastrukturelle Ausrüstung ist aber
noch bei weitem nicht ausreichend entwickelt.
Branchenrelevante Organisationen und Verbände
Organisation
Beschreibung
Ministerio de Turismo
Adresse: Av. Cayetano Germosén, esq. Av. Gral
Gregorio Luperón, sector Mirador Sur, Santo
Domingo, D. N. Republica Dominicana
Tourismusministerium
Zuständig für Aktivitäten im Tourismussektor sowie für die Überwachung
touristischer Dienstleistungen, wie z.B. Reiseagenturen, Hotels etc. Etc.
Telefon: 809.221.4660
E-Mail: info@sectur.gov.do
Webpage: http://sectur.gob.do/
Programa de Fomento al Turismo Ciudad
Colonial de Santo Domingo (BID)
Programm zur Tourismusförderung in Santo Domingo
Siehe Kontaktdaten des Ministerio de Turismo
http://www.sectur.gob.do/tabid/305/Default.aspx
ASONAHORES
Calle Presidente González esq. Ave. Tiradentes,
Edificio La Cumbre, piso 8, Ensanche Naco
Santo Domingo, República Dominicana
Hotel- und Tourismusverband
Die „Asociación de Hoteles y Turismo de la República Dominicana” ist
eine prívate Einheit, die Aktivitäten unterstützt, die die Wichtigkeit des
Tourismus in der DR hervorheben sollen.
Telefon: 809.368.4676
E-Mail: asonahores@asonahores.com
Webpage: http://www.asonahores.com/
REDOTUR
E-Mail: redotur@gmail.com
Webpage: http://www.redotur.org/
Dominikanisches Netz ländlichen Tourismus
ODTE
Adresse: Av. De Los Próceres #37, Santo
Domingo, Rep. Dom
Dominikanische Behörde zur Förderung des Bildungstourismus
Telefon: (809) 686-3333
E-Mail: servicio@odte.org
Webpage: http://www.odte.org/
FEDOGOLF
Adresse: Calle Eugenio Deschamps 12 La
Castellana Sto. Dgo., Dominikanische Republik
Telefon: (809) 338-1004
E-Mail: administracion@fedogolfrd.com
Webpage: http://www.fedogolf.org.do/
REDOTUR ist ein gemeinnütziger Verband, der dominikanische Firmen
aus dem Bereich Ecotourismus fördert.
ODTE ist eine gemeinnützige Organisation, die in dem Bereich
Bildungstourismus tätig ist und den nationalen und internationalen
Austausch von Studenten und jungen Leuten unterstützt.
Dominikanischer Golfverband
FEDOGOLF ist ein Zusammenschluss von Golfplätzen.
OPETUR
Adresse: Calle Padre Billini #263 Zona Colonial,
Santo Domingo , Dominican Republic
Telefon: 809-682-1785
E-Mail: presidencia@turenlaces.com
Webpage: http://www.opetur.net
Verband dominikanischer Reiseveranstalter
“THE DOMINICAN ASSOCIATION OF RECEPTIVE TOUR
OPERATORS” ist ein Zusammenschluss von dominikansichen
Reiseveranstaltern,
Dominican Treasures
Dominikanische Schätze
Adresse:
Telefon: 809.872.0001
E-Mail: info@dominicantreasures.com
Webpage: http://dominicantreasures.com/
„ Dominican Treasures“ ist eine Bescheinigung die an die touristischen
Organisationen/ Dienstleistungen verliehen wird, die die globalen Standarts
des nachhaltigen Tourismus einhalten.
Centro de Exportación e Inversión CEI-RD
Adresse: Av. 27 de Febrero esq. Av. Gregorio
Luperón, frente a la Plaza de la Bandera, Santo
Domingo, R.D
Export und Investitionszentrum der Dominikanischen Republik
Ist für die Förderung des dominikanischen Exports und Investitionen
zuständig, um das Land auf den internationalen Märkten konkurrenzfähiger
zu machen.
Telefon: 809.530.5505
E-Mail: correo_institucional@organismo.gob.do
Webpage: http://cei-rd.gob.do/
Ministerio de Industria y Comercio MIC
Adresse: Av. México esquina Leopoldo Navarro,
Edificio de Oficinas Gubernamentales "Juan
Pablo Duarte", 7mo. piso., Santo Domingo,
República Dominicana
Telefon: (809) 685-5171
Webpage: http://mic.gob.do/
Quellen:
GTAI Germany Trade and Invest
Auswärtiges Amt
AHK Costa Rica
AHK Dominikanische Republik
Industrie- und Handelsministerium
Das MIC formuliert die gewerbliche Poltik des Landes zusammen mit dem
zentralen Regierung und überwacht deren Einhaltung.

Fact Sheet