Nullratenmessung
02.12.2015
© Burkhard Reutzel FFw Kefenrod
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Einleitung
Die Messung der Grundstrahlung im Wetteraukreis wird zwei mal im Jahr an festgelegten
Punkten vorgenommen. Dabei ist es nicht außergewöhnlich, wenn die Messung im Herbst
höhere Werte erbringt, wie eine Messung im Frühjahr. Dies liegt alleine an der, in der
Regel, höheren Feuchtigkeit im Herbst.
Im Vorfeld der Messung erhält die ausführenden Einheit eine Liste mit
Koordinatenpunkten, die anzufahren sind.
Der Beginn ist jeweils um 08:30 Uhr am Standort der ausführenden Einheit, z. B. im Falle
des 14. LZ Wetterau in Kefenrod.
Ist die Einheit mit den notwendigen Hilfsmitteln (nächste Folie) ausgestattet, meldet sie
ihre Einsatzbereitschaft bei der Zentralen Leitstelle.
Von der Zentralen Leitstelle bekommt die Einheit in der Regel einen separaten Funkkanal
zugewiesen, über den die weiteren Meldungen vorgenommen werden.
Nun fährt die Einheit zum ersten angegebenen Koordinatenpunkt.
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Notwendige Hilfsmittel
Um die Messungen durchführen zu können, werden im Idealfall folgende
Hilfsmittel benötigt:
• Ortsdosisleistungs-Messgeräte (ODL) (Abzuholen beim GABC-Zug)
• Formularblatt Nullratenmessung
• Formularblatt Wetterhilfsmessung (2 Seiten)
• Uhr
• Kompass
• Thermometer
• Windmessgerät
• Kartenmaterial und Planzeiger
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Ablauf pro Messpunkt
• Melden „Standort xyz erreicht“ - an auftraggebende Einheit IuKZT,
z. B. Kates Wetterau per Funk
• Durchführen 1. Wetterhilfsmeldung und Funkübermittlung
• Durchführung der Nullratenmessung in alle Himmelsrichtungen (jeweils im 5 Min.Abstand) und anschl. Funkübermittlung
• Durchführen 2. Wetterhilfsmeldung und Funkübermittlung
Das Ausfüllen einer Wetterhilfsmeldung wird in der Präsentation
„Wetterhilfsmeldung.ppt“ erläutert und ist deshalb kein Bestandteil dieser Folien.
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Nullratenmessung
Gerät je nach Bedienungsanleitung und
Anweisung in Betrieb nehmen.
Nun das Gerät einnorden.
Es erfolgt eine jeweils fünfminütige Messung
in jeder Himmelsrichtung.
Die Reihenfolge ist hierbei Norden, Osten, Süden
und Westen.
Die jeweiligen Messwerte werden durch „fünf“
geteilt und in das Formular „Nullratenmessung“
eingetragen.
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Protokoll Nullratenmessung
Auszufüllen sind:
A) Standort mit Koordinaten, Beispiel NA 0123 4567
B) Datum und Uhrzeit (Tagesdatum 2-stellig, dann 4stellig die Uhrzeit)
C) Art des Messgerätes
NA
27
X
0123
D) Messwerte/Messeinheit je Himmelsrichtung und
4567
die dazugehörige Uhrzeit
09:10
Abfahrtzeit
X 3,2
Einheit
3,5
2,8
Einheitsführer und Funktion
094,1
14.
E.G.
:3509:12
LZ FB09:17
ZF
02.12.201509:22
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09:27
Weiterer Ablauf
Die Messergebnisse werden von der IuKZt an den GABC-MZt übermittelt.
GABC-MZt erstellt dann die Messprotokolle, die dann an die UKB gehen.
Von dort werden die Protokolle an das Regierungspräsidium Darmstadt
gesendet.
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OrtsdosisleistungsMessgeräte
Es gibt eine Vielzahl von Messgeräte für die Grundstrahlung. Auf den folgenden Seiten
ist eine kleine Auswahl der Geräte.
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AD6150
Dosisleistungsmesser mit kombinierte Analog-Digitalanzeige,
automatische Bereichsumschaltung, Dosisleistungswarnschwelle,
akustischer Impulsnachweis. Mikroprozessorgesteuerter Ausgleich der
Zählungstoleranzen, dadurch sehr hohe Messgenauigkeit auch bei
beliebigem Austausch von Geräten und Sonden.
1000 Stunden Dauerbetrieb mit 9 V-Alkali-Mangan-Batterie. Robustes,
wasserdichtes Aluminium-Druckgussgehäuse.
Anzeigebereich mit eingebautem, energiekompensiertem Zählrohr.
Technische Daten Dosisleistungsmesser 6150 AD 1:
analog: 1 µSv/h - 1000 mSv/h
digital: 0,1 µSv/h - 999 mSv/h
Energiebereich: 45 KeV - 3 MeV
Temperaturbereich: -30° C bis + 50° C
Abmessungen: 130 x 80 x 29 mm
Gewicht: 0,4 kg
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Graetz X50
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Minicont
Das Kontaminationsnachweisgerät Minicont H 1370 W – Bund soll Kontaminationen
(Verschmutzungen) durch Teilchenstrahlung (Alpha- und Beta- Teilchen) detektieren. Es
kann jedoch auch zum Aufspüren von niederenergetischer Wellenstrahlung( unter 45 KeV)
verwendet werden.
Als Detektor wird ein Großflächenzählrohr verwendet. Dieses hat eine Fläche von 150 cm² .
Das Butanzählrohr ist in der Lage Alpha-, Beta- und Gammastrahlung nachzuweisen. Das
Zählrohr muss vor und während der Anwendung mit einem Propan/Butangemisch gespült
werden.
Der Spülvorgang ist abhängig von der Bauart des Zählrohres. Ältere Zählrohre werden vor
der Anwendung 3 mal 3s, im Abstand von 5 min gespült. Neuere dagegen werden nach
einer Messpause von 48 Stunden 1s gespült, 1 min. Pause und darauffolgend 3 mal 1s
spülen in Abstand von 20 s. Welche Spülvariante angewendet werden muss, kann in der
Betriebsanweisung nachgelesen werden. Das Butanzählrohr kann in einem
Temperaturbereich von 5 – 40 C° eingesetzt werden. Es ist nicht explosionsgeschützt.
Die Handhabung des Gerätes ist im Gegensatz zur Durchführung eines
Kontaminationsnachweises relativ einfach.
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Contamat
Das Contamat-Messgerät ist der Messung
des Minicont ähnlich.
Die Batterien/Akkus sollten erst kurz vor
Beginn der Messungen eingelegt werden,
damit diese sich nicht im Gerät unnötig
entleeren.
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Vielen Dank für die
Aufmerksamkeit
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Quellen:
•Feuerwehr Kefenrod
•Untere Katastrophenschutzbehörde Wetteraukreis
• Internet
Präsentation erstellt/geändert:
März 2011
Burkhard Reutzel (WF)
Layout: Feuerwehr Kefenrod
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Nullratenmessung - bei der Freiwilligen Feuerwehr Bindsachsen!