Religionsfreiheit
Federal Ministry
for Foreign Affairs
of Austria
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Religionsfreiheit
‘Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und
Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein,
seine Religion oder Überzeugung zu wechseln, sowie
die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung allein
oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat
durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und
Kulthandlungen zu bekennen.’
Artikel 18, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
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Religionsfreiheit
Geschichtlicher Hintergrund
►Zu allen Zeiten wurden Menschen wegen ihres
Glaubens oder Nichtglaubens verfolgt.
►Verfolgung aus religiösen Gründen existiert auch
heute noch.
►Die Möglichkeit, an etwas zu glauben und diese
Überzeugung auszudrücken, bezeichnet man als
Gewissens- und Religionsfreiheit.
►Neue Erscheinungen wie Anti-TerrorismusMaßnahmen bedrohen die Religionsfreiheit (z.B.
Islamophobie).
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Religionsfreiheit
Definitionen
►Religion: Es gibt keine allgemeine Definition, alle
vorgeschlagenen Definitionen haben die
Anerkennung der Existenz von etwas Höherem,
Heiligem, Übersinnlichem, etc. gemeinsam.
►Glaube ist ein breiteres Konzept, auch Religion ist
umfasst . Glaube ist auch durch Art. 18 AEMR
geschützt (General Comment 22).
►Religiöse Freiheiten:
– Gedankenfreiheit
– Gewissensfreiheit
– Religionsfreiheit
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Religionsfreiheit
Religiöse Freiheiten
►Diese drei Grundfreiheiten werden auf theistische,
atheistische und agnostische Überzeugungen
angewandt.
►All diese Freiheiten sind vorbehaltlos geschützt.
►Niemand kann gezwungen werden, seine/ihre
Gedanken zu offenbaren oder einer Religion oder
einem Glauben anzugehören.
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Internationale Standards
► Freiheit zur Ausübung bestimmter persönlicher Gebräuche.
► Freiheit zur Ausübung kollektiver Gebräuche.
► Freiheiten bestimmter Institutionen: Geschützt sind heilige Stätten
und Objekte.
► Diskriminierung aus religiösen oder Glaubensgründen ist verboten.
► Eltern können wählen, nach welchem Glauben sie ihre Kinder
erziehen.
Neben Art. 18 AEMR sind religiöse Freiheiten auch durch die
Erklärung der UNO über die Beseitigung aller Formen von
Intoleranz und Diskriminierung aufgrund der Religion oder der
Überzeugung geschützt.
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Strittige Fragen
► Das Verhältnis zwischen Staat und Religion darf nicht
diejenigen diskriminieren, die nicht einer offiziellen Religion
angehören.
► Einschränkungen der Religionsfreiheit sind in Fällen von
Menschenopfern, Gefährdung von Gesundheit und Freiheit
und körperlicher Unversehrtheit zulässig.
► Apostasie: Glaubenswechsel kann in manchen Ländern zu
schwerwiegenden Konsequenzen führen.
► Proselytismus: Das Recht auf Verbreitung des Glaubens ist
eingeschränkt, sobald Zwang oder Gewalt angewandt wird.
► Aufhetzung zu religiösem Hass
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Religionsfreiheit
Durchsetzung und Monitoring
► Art. 18 AEMR ist nicht effektiv durchsetzbar.
► 1986 wurde der Sonderberichterstatter für Religiöse Intoleranz
zur Überwachung der Umsetzung der Erklärung von 1981
eingesetzt.
► Die Zivilgesellschaft ist aufgerufen, Diskriminierungen zu
verhindern und die Rechte anderer zu respektieren.
► Jeder einzelne Mensch muss mithelfen, eine Kultur der
Toleranz und des Respekts für das Recht, anders zu sein, zu
schaffen.
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Good Practices
►Inter-religiöser Dialog für religiöse Vielfalt.
►Internationale NGOs zur Förderung eines religiösen
Dialogs und des Friedens.
►Lokale und regionale Initiativen, die enger mit den
Menschen zusammenarbeiten.
►Inter-religiöse Erziehung stärkt eine Kultur des
Friedens und des Respekts.
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Trends
►Die Rolle der Frauen in der Religion wird zunehmend
diskutiert, Religion wird aber auch als Argument für
die Einschränkung der Ausübung ihrer
Menschenrechte gebraucht.
►Religiöser Extremismus hat auf der ganzen Welt
enorme Auswirkungen hervorgebracht.
►Kulte und Sekten können die Religionsfreiheit
bedrohen, werden aber auch verfolgt.
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Religionsfreiheit
1776
1948
1948
1948
1950
1965
1966
1969
Chronologie
Virginia Bill of Rights, First Amendment
Erklärung des Weltkirchenrats über religiöse Freiheit
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (Art. 2, 18)
Konvention über die Verhütung und Bestrafung des
Völkermords (Art. 2)
Europäische Konvention zum Schutz der
Menschenrechte und Grundfreiheiten (Art. 9)
Erklärung des Vatikanischen Konzils über
Religionsfreiheit
Internationaler Pakt über bürgerliche und politische
Rechte (Art. 18, 20, 24, 26f)
Amerikanische Menschenrechtskonvention (Art. 12, 13,
16f, 23)
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Religionsfreiheit
1981
1981
1992
1993
1994
1998
2001
2001
Chronologie
Afrikanische Charta der Rechte der Menschen und Völker
(Art. 2, 8, 12)
UNO-Erklärung über die Beseitigung aller Formen von Intoleranz und
Diskriminierung aufgrund der Religion oder Überzeugung
UNO-Erklärung über die Rechte von Personen, die nationalen,
ethnischen, religiösen oder sprachlichen Minderheiten angehören
(Art. 2)
Erklärung zum Weltethos des Weltparlaments der Religionen,
Chicago
Arabische Charta der Menschenrechte (Art. 26, 27)
Asiatische Charta der Menschenrechte (Art. 6)
Internationale Beratungskonferenz der UNO über Schulbildung im
Zusammenhang mit Religions- und Weltanschauungsfreiheit,
Toleranz und Nichtdiskriminierung, Madrid
Weltkongress für die Erhaltung religiöser Vielfalt, New Delhi
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