Veranstaltungen Sommersemester 2014-2015
Dr. D. Zamantılı Nayır
Woche
Org1
Mo 11:00
VA, Film
Projekt
GR
CSR
Mo 15:00
VA
Projekt
GD
Change
Mo 13:00
VA
GD
(vielleicht)
Org2
Fr 13:00
VA
GR
16.2. – 20.2.
X
X
X
X
23.2.-27.2.
X
X
X
X
2.3.-6.3.
X
-
X
X
9.3.-13.3.
Film
X
X
X
16.3.-20.3.
GR
-
X
X
23.3.-27.3.
X
X
GR
X
28.3.
Zwischenprüfungen (Vize Sınavları)
Veranstaltungen Sommersemester 2014-2015
Dr. D. Zamantılı Nayır
Woche
Org1
Mo 11:00
VA, Film
Projekt
GR
CSR
Mo 15:00
VA
Projekt
GD
Change
Mo 13:00
VA
GD
Org2
Fr 13:00
VA
GR
6.4.-10.4.
X
X
X
X
13.4.-17.4.
X
X
X
X
20.4.-24.4.
X
Projekt
X
GD (4 Stunden)
27.4.-1.5.
X
-
X
X
4.5.-8.5.
X
-
X
X
11.5.15.5.
X
GD (12
Stunden)
X
-
18.5.-22.5.
X
X
X
X
24.5.
Finaleprüfungen
Veranstaltungsinhalte und
Prüfungsmodalitäten
CSR
•
Jede Woche VA; ZP und FP 4-6 Fragen
•
Anwesenheitspflicht - max 2 x Fehlen erlaubt – gefehlte VA 2 Seiten Zusammenfassung
•
Folien werden zur Verfügung gestellt – für die Klausur müssen aber bestimmte Texte gelesen
werden (werden von mir zugesandt).
•
Klausurrelevanter Text für die ZP: Siehe anbei
•
ZP + FP: Konzepte, Unterlagen sowie Folien
•
FP: 50 % Projekt – 50 % Klausur
Bericht (Klausurrelevant)

http://www.deloitte.com/assets/DcomGermany/Local%20Assets/Documents/de
_CB_CSR_R_80409.pdf
Vorwort
VA+Buch: Studierende und Nachwuchskräfte, die an
dem Themengebiet der gesellschaftlichen
Verantwortung von Unternehmen interessiert sind.
• Erfahrene Praktiker und wissenschaftlich Interessierte:
Zusammenfassung der wesentlichen
Argumentationslinien, die in der Debatte um
gesellschaftliche Verantwortung zu finden sind sowie ein
Glossar der essentiellen Begriffe.
• Für Einsteiger Debatte vielschichtig und komplex Vielzahl an Fragen. Unscharfe und manchmal simultane
Nutzung verschiedener Konzepte und Begrifflichkeiten.
• Abgrenzungsprobleme zwischen den Konzepten auch
für Wissenschaftler, Experten und Praktiker
problematisch.
•
Gesellschaftliche Verantwortung von
Unternehmen und Organisationen
•
•
Strategische Komponenten: In der
Ausbildung zukünftiger Führungskräfte in
allen Disziplinen – nicht nur in den
Wirtschaftswissenschaften.
Einführung und Glossar: Studierenden und
angehenden Führungskräften wichtige
Begriffe erklären - grundlegendes
Verständnis für das Themenfeld der
gesellschaftlichen Verantwortung.
Erklärung und Definition bestimmter
Begrifflichkeiten im Rahmen eines Glossars
•
•
•
Einheitliche Verwendung von Begriffen
fördern
Ungenaue sprachliche Verwendung der
Begriffe führt in der unternehmerischen wie in
der akademischen Praxis zu einem immer
wiederkehrenden Kreislauf der Entdeckung
und Beschreibung identischer Gegenstände.
Daher ist es entscheidend, dass alle Akteure –
und insbesondere Studierende und Lernende –
von Beginn an die gleiche Sprache sprechen.
Basis für eine konstruktive Weiterentwicklung
von CSR und Nachhaltigkeit
•
1.
Buch (VA) besteht aus zwei Teilen
Einführung in den Inhalt und den Kontext
gesellschaftlicher Verantwortung: Rolle
von CSR und Nachhaltigkeit in
Unternehmen, Komplexität der Debatte,
deren strategische Perspektiven und die
Zukunftsfähigkeit.
Erster Abschnitt Überblick
•
•
•
•
Wichtigste Begriffe der Debatte um
gesellschaftliche Verantwortung.
Gesellschaftliche Verantwortung, verschiedene in
diesem Zusammenhang verwendete Konzepte Terminus ‚Verantwortung‘ beleuchtet.
Im zweiten Abschnitt: Kurzer historischer Einblick
in die Debatte um CSR und Nachhaltigkeit Schlüsselelemente und Meilensteine.
Begründung gesellschaftlichen Engagements von
Unternehmen aus gesellschaftlicher, ethischer und
ökonomischer Sicht.
Abschnitt vier: Aspekte der Wertschöpfung
und Geschäftstätigkeit
•
•
•
Detaillierte Betrachtung der Wertschöpfung in
Verbindung mit gesellschaftlicher
Verantwortung.
Abschnitt fünf: Gesellschaftliche
Verantwortung und Nachhaltigkeit unter
unternehmensstrategischen Gesichtspunkten.
Ausblick in zukünftige Entwicklungen der
Debatte in den Bereichen Gesellschaft,
Führungskräfte und multiple Wertschöpfung.
Zweiter Teil des Buches
Klärung der unterschiedlichen Begrifflichkeiten im
Bereich CSR und Nachhaltigkeit:
Auseinandersetzung mit diesen Themen im Rahmen
der Aus-, Fort-, und Weiterbildung erleichtern.
• 111 Fachbegriffe, Namen, Institutionen und
Meilensteine.
• Wesentliche Elemente der Debatte um
gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen
soll kompakt dargestellt und die elementarsten
Fragen schnell beantwortet werden – zur vertieften
Beschäftigung anregen.
•
Teil 1:
CSR und Nachhaltigkeit in
Unternehmen –
Grundlagen und Strategien
1 Gesellschaftliche Verantwortung
von Organisationen
1.1 Begriff der Verantwortung
Was bedeutet eigentlich
‚Verantwortung‘?
•
•
In der Debatte um gesellschaftliche
Verantwortung von Unternehmen wird ein
Begriff fast immer verwendet, aber nur selten
erklärt: Was bedeutet eigentlich
‚Verantwortung‘?
Können Unternehmen, als bedeutsame
gesellschaftliche Akteure mit umfassenden
Möglichkeiten, aber auch eng beschriebenen
Rollen und entsprechenden Grenzen,
überhaupt Verantwortung übernehmen?
Dreistellige Relation
•
•
•
Verantwortungssubjekt, Verantwortungsobjekt
und Verantwortungsinstanz (vgl.
Aßländer/Zimmerli, 1996).
Verantwortungssubjekte können Individuen,
Gruppen oder Institutionen sein.
Eine alleinige Zurechenbarkeit von
Entscheidungen auf einzelne
Entscheidungsträger lässt das Konstrukt
‚Unternehmen‘ heute aufgrund der
Komplexität der Organisationen allerdings
nicht mehr zu.
Verantwortungsobjekt
•
•
•
Das ‚Was‘ verantwortet werden soll, wird als
Verantwortungsobjekt bezeichnet.
Dabei werden die Handlungen mit allen
gewollten und ungewollten Folgen und
Nebenwirkungen inkludiert.
Als Verantwortungsinstanz werden die
Institutionen oder Personen bezeichnet,
gegenüber denen sich das
Verantwortungssubjekt rechtfertigen muss.
Formelle – informelle Instanzen
Diese lassen sich in formelle (Gerichte,
Schiedsstellen, etc.) und informelle
Institutionen (Gewissen, öffentliche
Meinung, etc.) unterteilen.
 Zu den informellen Institutionen im Sinne
der nachhaltigen Entunterwicklung gehören
auch die zukünftigen Generationen.

Verantwortungsbegriff nach prospektiven
und retrospektiven Gesichtspunkten
Prospektive Verantwortung – das
Verantwortungsgefühl – eher einer auf den
ersten Blick individuellen moralisch-ethischen
Seite zuzuordnen
• Retrospektive Sicht – nämlich die
Haftungsverantwortung für das bereits
Geschehene – den Unternehmen voll
zurechenbar (vgl. Aßländer, 2006).
• Einordnung eines Unternehmens als
vollwertiges Verantwortungssubjekt daher
durchaus kontrovers diskutiert.
•
Prospektive
Verantwortungsübernahme
Moralisches Handeln: Wird Unternehmen einerseits
teilweise abgesprochen.
• Hier wird der Begriff der Verantwortung ausschließlich
an das Individuum gebunden (vgl. Ulrich, 2007).
• Eine andere Sicht sieht die prospektive Verantwortung
nicht als Grundlage der individuellen Moral.
• Hier ist vielmehr relevant, „ob Organisationen eine
Identität ausbilden, die Ihnen neben der Fähigkeit zu
intentionalem und folgenorientiertem Handeln auch die
moralische (Selbst-) Zurechnung dieses Handelns
ermöglicht“ (Ulrich, 2007: 62).
•
Verankerung der Verantwortung in
der Unternehmenskultur
•
•
•
Dieses ist durch die Verankerung der
Verantwortung in der Unternehmenskultur
möglich.
Diese moralische Identität eines
Unternehmens wird oft auch als Code of
Ethics bezeichnet (vgl. Wieland, 1999).
Die folgende Abbildung 1 verdeutlicht
grafisch die dreistufige Relation der
Verantwortung (vgl. Stark et al., 2010).
1.2 Vier Konzepte
•
•
Debatte um gesellschaftliche Verantwortung
durch Unternehmen + Ausrichtung ihrer
Wertschöpfung auf die Säulen Ökologie,
Ökonomie und Soziales kann in vier primäre
Konzepte unterteilt werden, die im Folgenden
genauer voneinander abgegrenzt werden.
Neben der Corporate Social Responsibility
(CSR) und der nachhaltigen Entwicklung sind
das Corporate Citizenship und die
Unternehmens- bzw. Wirtschaftsethik entlang
der benannten Säulen gesellschaftlicher
Verantwortung ausgerichtet.
Corporate Social Responsibility
•
•
Corporate Social Responsibility
(gesellschaftliche Verantwortung von
Unternehmen): (meist freiwillige) Integration
sozialer und ökologischer Belange innerhalb
der Unternehmenstätigkeit.
Selbstverpflichtende Investition in
verantwortliches Handeln entlang der
gesamten Wertschöpfungskette – geht im
Verantwortungsbereich der eigenen
Geschäftstätigkeit über die Einhaltung
vorhandener gesetzlicher Regelungen hinaus.
Attribut ‚social‘ - Einengung des
Blickwinkels
•
•
•
•
Zunehmend die vereinfachte Terminologie
‚Corporate Responsibility‘.
Vier Kernbereiche: Kapital, Mitarbeiter,
Gesellschaft und Umwelt (vgl. Habisch et
al., 2004).
CSR kann in einer internen und einer
externen Dimension wahrgenommen
werden.
Die interne Dimension bezieht sich primär
auf die Mitarbeiter.
Interne Dimension
Gewinnung und Erhaltung qualifizierter
Arbeitskräfte durch ein systematisches
Human- Ressource-Management
• Förderung des Arbeitsschutzes und
betriebliches Gesundheitsmanagement
• Notwendige Anpassung an den Wandel durch
sozial verträgliche
Umstrukturierungsmaßnahmen gehören zum
Mitarbeiterbereich
• Ebenso umweltbewusstes und sozial
verantwortliches Handeln in allen
Hierarchieebenen.
•
Externe Dimension
Lokale Gemeinschaft sowie weitere Stakeholdern
(lokale, regionale oder auch überregionale
Interessens- oder Anspruchsgruppen).
• Geschäftspartner, Zulieferer, Kunden, Behörden
und Nichtregierungsorganisationen (vgl.
Europäische Kommission, 2001).
• Einhaltung und aktive Unterstützung der
Menschenrechte, Unterstützung des
Umweltschutzes, aber auch der Interessen der
Stakeholder nach Gesundheit, Unversehrtheit,
gemeinsamer Entwicklung und sozialer
Gemeinschaft.
•
Corporate Citizenship

(bürgerschaftliches Engagement von
Unternehmen) - Aktivitäten, bei denen
Unternehmen in das gesellschaftliche
Umfeld investieren (z. B. durch
Freiwilligenarbeit, Spenden) und somit
gestaltende (und teilweise auch
ordnungspolitische) Mitverantwortung
übernehmen.
Aufbau von sozialem Kapital
Unternehmen unterstützen Aufbau von sozialem
Kapital in Form von Projekten oder sozial,
ökologisch oder soziokulturell orientierten
Einrichtungen
• Versuchen, durch bereichsübergreifende
Zusammenarbeit gesellschaftliche Missstände und
Probleme zu beheben (vgl. Habisch, 2003).
• Mitgestaltung des gesellschaftlichen Umfelds ergibt
sich aus den zumeist regionalen Projekten, die in
Verbindung mit staatlichen Institutionen oder
Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs)
durchgeführt werden.
•
Unternehmenspflichten
•
•
Recht, eigene unternehmerische Interessen
zu verfolgen - damit auch auf die
Gesellschaft einwirken (Produktgestaltung
Preispolitik)
Unternehmen werden Pflichten im Sinne
einer ordnungspolitischen
Mitverantwortung für die Gesellschaft
auferlegt.
Gesellschaftliche Pflichten
Durch Bereitstellung von Gütern und
Dienstleistungen und durch Übernahme von
Verantwortung für das Gemeinwesen erfüllt (vgl.
Pommerening, 2005).
• Oftmals Erarbeitung eines neuen
Gesellschaftsvertrags gefordert, der eine Neu- und
Umverteilung der Rechte und Pflichten von
Bürgern, Staat, Unternehmen und gemeinnützigen
Organisationen zum Gegenstand hat.
•
Abgrenzung zu Corporate Social
Responsibility
•
•
Verantwortungswahrnehmung innerhalb
des Kerngeschäfts - Corporate Citizenship
Aktivitäten außerhalb des Kerngeschäfts
eines Unternehmens.
Das Engagement kann in vielen
gesellschaftlichen Bereichen ausgeführt
werden, zu denen u. a. Gesundheit,
Bildung, Jugend, Umwelt, und Kultur
gehören.
Corporate Citizenship
•
•
Zu Corporate Citizenship zählen
Instrumente wie z. B. Corporate Giving,
Corporate Volunteering und Corporate
Foundations.
Corporate Giving beinhaltet in erster Linie
die freiwillige Zuwendung von Geld oder
Gütern ohne Gegenleistung (Spenden) und
Zuwendungen mit Leistungsaustausch
zwischen Sponsor und Empfänger
(Sponsoring).
Corporate Volunteering
Temporär begrenzte (sogenannte ‚Days of
Service‘) oder langfristige
Mitarbeiterabstellungen an gemeinnützige
Organisationen (Secondments).
• Bildung von runden Tischen (Community
Roundtables) dient hier oft zur
gemeinschaftlichen lokalen Planung von
Aktivitäten.
• Die Gründung unternehmenseigener
Stiftungen wird als Corporate Foundation
bezeichnet.
•
Weitere Instrumente
•
•
Die durch Unternehmen um einen bestimmten
Betrag ergänzte Mitarbeiterspende (Employee
Matched Giving), die mit einem ethischen
Zweck gekoppelte Produktwerbung (Cause
Related Marketing) und die Zusammenarbeit
von Privatwirtschaft und öffentlicher Hand
(Public Private Partnership).
Auch der Einsatz von Kontakten (Social
Lobbying) und die Auftragsvergabe an soziale
Organisationen (Social Commissioning)
können den Corporate CitizenshipInstrumenten zugerechnet werden.
Nachhaltige Entwicklung
•
•
Quelle des Konzeptes: Liegt ursprünglich in
dem von Hans Carl von Carlowitz verfassten Werk
‚Sylvicultura oeconomica, oder hauswirthliche
Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur
wilden Baum-Zucht‘ über die Forstwirtschaft
aus dem Jahre 1713.
Neuzeitliche Ökologiebewegung:
‚Nachhaltigkeit‘ Ende des 20. Jahrhunderts
von der ressourcenökonomischen
Interpretation zu einem umwelt- und
gesellschaftspolitischen Leitkonzept.
“Our Common Future”
•
•
World Commission on Environment and
Development (Brundtland- Kommission)
1987: Report ‚Our Common Future‘ Meilenstein der ökologischen
Nachhaltigkeitsdebatte.
Erstmals - : Sustainable Development ist eine
gesellschaftliche Entwicklung, „which implies
meeting the needs of the present without
compromising the ability of future generations
to meet their own needs“ (United Nations,
1987: 1).
Nachhaltige Entwicklung
Bezeichnet den Prozess der gesellschaftlichen
Veränderung, Nachhaltigkeit den finalen Zustand
dieses Prozesses (vgl. Grunwald/Kopfmüller, 2006).
• Verfestigt wurde dieses Konzept 1992 in der
Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und
Entwicklung in Rio de Janeiro, bei der
Nachhaltigkeit als Grundprinzip in der RioDeklaration und der Agenda 21 verankert wurde.
• Der Nachhaltigkeitsbegriff wurde 1995 mit der
Anerkennung des 3-Säulen-Modells (Triple Bottom
Line) durch die Enquete-Kommission ‚Schutz des
Menschen und der Umwelt‘ auch in Deutschland
weiterentwickelt (vgl. Deutscher Bundestag, 2004).
•
Ökonomie, Ökologie und Soziales
Sowohl Ökonomie, Ökologie und Soziales
stehen hier gleichberechtigt nebeneinander;
eine erfolgreiche nachhaltige Entwicklung
ist nur im Einklang aller Dimensionen
möglich.
 Dies stellt eine Abkehr vom bisherigen
Denken dar, nach dem Unternehmen
ausschließlich nach wirtschaftlichen
Kriterien beurteilt werden (vgl.
Hardtke/Prehn, 2001).

Wirtschafts- und Unternehmensethik
•
•
•
Der Begriff Ethik wird abgeleitet aus dem
altgriechischen ‚ēthos‘, was übersetzt Sitte,
Gewohnheit oder Brauch bedeutet.
Im zeitgenössischen Sprachgebrauch
versteht man darunter eine Form des
sittlichen Handelns.
Unternehmens- und Wirtschaftsethik sind
dem Bereich der angewandten Ethik
zuzuordnen.
Unterscheidung zwischen Unternehmensund Wirtschaftsethik
• Unterscheidung zwischen Unternehmensund Wirtschaftsethik in Deutschland
größtenteils fließend.
• Während die Wirtschafsethik moralische
Erwartungen an alle Akteure des
Wirtschaftssystems adressiert, liegt der
Fokus der Unternehmensethik in erster
Linie auf den Unternehmensführern und
Entscheidern in Organisationen (vgl.
Homann/Blome-Drees, 1992).
Wirtschaftsethik als Überbau der
Unternehmensethik
Orientierungshilfe zur Rechtfertigung und
Notwendigkeit ethischer Normen innerhalb des
Wirtschaftssystems und der Beschäftigung mit den
Folgen wirtschaftlichen Handelns auf Gesellschaft
und Umwelt.
• Wirtschaftsethik keine direkten
Handlungsempfehlungen, sondern bietet
Möglichkeiten der Reflexion und der Analyse
moralisch normativer Debatten.
• Insbesondere die Themengebiete Nachhaltigkeit
und gesellschaftliche Verantwortung dienen dabei als
Gegenstände der Betrachtung.
•
Unternehmensethik
Eher praxisorientierter Teilbereich der
Wirtschaftsethik.
• Sie betrachtet das Unternehmen sowohl aus einem
externen, gesellschaftlichen Blickwinkel, als aus
einer internen, organisationsbezogenen Sichtweise.
• Extern gilt es, die Beziehungen des Unternehmens
zum Gemeinwesen, zur Umwelt, zu anderen
Institutionen u. ä. zu hinterfragen und zu klären.
• Die interne Perspektive beleuchtet die
unterschiedlichen Vorgehensweisen im
Unternehmen.
•
Betrachtungsgegenstand
So gehören u. a. Fragen der
Unternehmensführung, der Mitbestimmung
von Mitarbeitern, sowie Wertvorstellungen
im Unternehmen zum
Betrachtungsgegenstand.
 Vereinbarte Vorgehensweisen (‚So handeln
wir bei...‘) werden zumeist in Leitbildern
explizit verankert und sind implizit in der
Unternehmenskultur zu erkennen.

1.3 Einordnung der Begriffe in die
Debatte
•
•
Zusammenfassung der beschriebenen
Einzelkonzepte gesellschaftlicher
Verantwortung.
Nachhaltigkeit dient als Leitbild eines
unternehmerischen und letztlich
gesellschaftlichen Veränderungsprozesses,
der auf dem Konzept der Triple Bottom Line
basiert.
Ökonomische Gewinnerzielung
Dabei werden der ursprünglich dominanten Ausrichtung
von Unternehmen auf ökonomische
Gewinnerzielung zwei weitere Säulen
unternehmerischen Handelns hinzugefügt:
Unternehmen sollen neben der finanziellen auch
nach der ökologischen und sozialen Performance
beurteilt werden (vgl. Savitz/Weber, 2006).
• Im Rahmen des Leitkonzeptes der Nachhaltigkeit
können die weiteren Konzepte eingeordnet werden.
• Bei der Einordnung sind zwei Dimensionen zu
betrachten.
•
“Absicht” und “Fokus”
des Engagements
Die beiden Dimensionen können unterteilt werden
in ‚Absicht des Engagements‘ und ‚Fokus des
Engagements‘.
• Hinsichtlich der Absicht eines Engagements können
die Konzepte gesellschaftliche und soziale und
ökologische Verantwortung und ethisches Handeln
unter (a) strategischen und (b) philanthropischen
und gesellschaftspolitischen Absichten klassifiziert
werden.
• Der Bereich Strategie ist dabei eher einer gewinnoder erfolgsorientierten und einer
wirtschaftlichökonomischen Ausrichtung
zuzuordnen.
•
Soziales und ökologisches
Engagement
•
•
•
•
Strategisch eingesetzt, um Wettbewerbsvorteile für das
Unternehmen zu generieren.
Zur Philanthropie zählen gemeinwohlorientierte
Handlungen und Aktivitäten, die nicht direkt dem
Kerngeschäft zuzuordnen sind – Wettbewerbsvorteile
indirekt - moralische Haltung von Eigentümern,
Führungskräften oder Belegschaft.
Die zweite Dimension bestimmt den Fokus der
Aktivitäten.
Unternehmens- oder Wirtschaftsfokus; also die
Differenzierung zwischen mikropolitischer und
makropolitischer Orientierung.
Gruppen für nächste Woche
•
•
•
•
•
•
AA 1000 (Zeynep, Dilara)
Abschaffung von Kinderarbeit
(Oğuzhan, Cansu)
Agenda 21 (Ebru, Bensu)
Arbeitsschutz (Ece, Günay)
Armutsbekämpfung (Yusuf Çağlar,
Aykut)
Blue- und Greenwashing (Marie)

X - Prof. Dr. Dilek Zamantılı Nayır