Professionelles Projektmanagement in
der Praxis
Veranstaltung 1 – Teil 3 (20.04.2009):
Arbeitstechniken I
SS 2009
Professionelles Projektmanagement in der Praxis, © 2009 Dr. Harald Wehnes
Universität Würzburg, FB Informatik, Prof. Dr. P.Tran-Gia
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Arbeitstechniken im Projektmanagement
 Kreativitätstechniken



Kreativ-intuitive Techniken
Systematisch-analytische
(diskursive) Techniken
gemischte Techniken
 Ist-Analyse-Techniken




Interview
Fragebogen
Selbstaufschreibung
Stichprobenverfahren
 Problemlösungstechniken  Entscheidungstechniken


Delphi-Methode
Pro und Kontra



ABC-Analyse
Punktebewertungsverfahren
Nutzwertanalyse
Portfolioanalyse
 Kommunikationstechniken

 Planungstechniken
 Meeting Management



Moderation
Präsentation
Verhandlungsmanagement
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


Zeitplanung
Ressourcenplanung
Kostenplanung
2
9-Punkte-Problem
 Problemstellung
Wie lassen sich 9 Punkte mit maximal 4 geraden
Strichen verbinden, ohne den Stift abzusetzen?
O
O
O
O
O
O
O
O
O
Selbst gesetzte Grenzen
1. Striche sind durch das
Punktequadrat begrenzt
2. Punkte sind mathematische
Punkte, d.h. ohne Ausdehnung
3. Stift hat normale Stiftbreite
Lösung: Aufhebung der Grenzen
 Kreativität durch
Überschreitung von – meist selbst auferlegten – Grenzen
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Ziele von Kreativitätstechniken
 Kreativitätstechniken helfen, neue Themen zu
erkunden
 Sie liefern sehr rasch, sehr viele Grundideen
 Gruppe fördert Kreativität: gegenseitige Inspiration
 Einsatz: Ideen für neue Produkte, Services,
Unternehmen, ...
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Kreativitätstechniken im Überblick (Auszug)
 Kreativ-intuitive Techniken
 Brainstorming
 Systematisch-analytische
(diskursive) Techniken


Provokationstechnik
Kreatives Schreiben

Methode 635 / Brainwriting




Collective-Notebook
Semantische Intuition
Kopfstandtechnik

Mind Mapping

Galeriemethode
Pinnwandmoderation
Kartenabfrage
Cluster (Kreatives Schreiben)
Bisoziation
Zufallstechniken
Superposition
Bionik
Synektik
Analogietechnik











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


Morphologischer Kasten
Osborn-Checkliste
Ursache-Wirkungs-Diagramm
Relevanzbaumanalyse
Progressive Abstraktion
Kraftfeldanalyse
 Kombi-Methoden

CPS (Creative Problem Solving)

6-Hüte-Methode


Wertanalyse (Value Analysis)
Walt-Disney-Methode

TRIZ

ARIZ
Zukunftswerkstatt
Open Space


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/ideenfindung
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Auf die Rahmenbedingungen kommt es an
 Rahmenbedingungen

Klare Aufgabenstellung und Zielstellung

Ungezwungene Arbeitsatmosphäre

Verschiedene Perspektiven / Optiken / Standpunkte

Erlaubnis, Dinge auf den Kopf zu stellen

Meeting außerhalb der täglichen Routine
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Brainstorming
Bekannteste Kreativitätstechnik (A. S. Osborn)
Die 4 goldenen Brainstorming-Regeln
1. Freie Entfaltung der Phantasie
2. Quantität ist Qualität: Jede noch so wilde Idee erlaubt
3. Ideen anderer aufgreifen und weiterentwickeln
4. Keine Kritik oder Bewertung von Ideen!
Basis und Ablauf
 Gruppe mit 4-7 Teilnehmern; neutraler Moderator
 Flipchart, Tafel und/oder Moderationswand für Vorschläge
 Angenehme, offene Atmosphäre
 Zeitrahmen definieren und einhalten
Teilnahme von Personen aus unterschiedlichen Hierarchieebenen
vermeiden!
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Brainwriting (6-3-5-Methode)
Schriftliche Form des Brainstormings
(Erfinder: Prof. Rohrbach)
 6-3-5-Methode
6 - Teilnehmer
3 - Ideen je Teilnehmer
5 - Minuten Zeit
 Hohe Anzahl von Vorschlägen



Weitergabe der Vorschläge an den Nachbarn
Durchlesen der Vorgänger-Ideen und Ergänzung um 3 neue
Nach 30 Minuten: max. 108 Ideen
 Vorteile
+ Lösungen zum Teil durchdachter als beim Brainstorming
+ Kritische Ideen werden eher schriftlich formuliert
+ Zwang zur aktiven Mitarbeit in der gesamten Sitzung
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Brainwriting-Formular
Problemstellung:
Teilnehmer
Idee 1
Datum:
Idee 2
1
2
3
4
5
6
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Idee 3
Vorgehen
 3 Ideen aufschreiben
(5 Min. Zeit)
 Weiterreichen zum rechten Nachbarn
 Nachbar greift die
Lösungsvorschläge der Vorgänger
auf und trägt 3 weitere ein
 Kein Kommentar
 Keine Kritik
 Keine Bewertung
 Nur Sammlung von Ideen
Danach werden die besten Lösungen
ausgesucht und besprochen
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e-Brainstorming:
Unternehmensweites Brainstorming
Web-Anwendung für unternehmensweites Brainstorming
(Eigenentwickelung)
 Einsatz des gesamten Mitarbeiterpotentials eines
Unternehmens zur Ideengenerierung
 Lösung: Realisierung der klassischen Brainstormingtechnik mittels Intranet-Technologie


Eingabe neuer Ideen – mit persönlicher Nutzen-Bewertung der Idee
(Nutzen für Kunden, Nutzen für das Unternehmen/Abteilung usw.)
Alle Mitarbeiter können alle zuvor eingegebenen Vorschläge ansehen
und – inspiriert dadurch – neue Vorschläge eingeben
 Anreizerhöhung durch Verbindung mit Preisausschreiben


Bewertung der Vorschläge
Preisverleihung für die besten Vorschläge
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Mind Mapping (nach Toni Buzan)
Kreativitäts- und Visualisierungstechnik
Mittelpunkt: Hauptthema
Ableitung von Neben- und Untergedanken
Beispiel:
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6-Hüte-Methode (nach Edward de Bono)
objektiv/neutral
Prinzip
 Jeder „Denkhut“ hat eine Farbe und symbolisiert eine
Denkrichtung / Betrachtungsart
 6 Hüte sind übersichtlich und vielfältig
 Jede beteiligte Person setzt jeden Hut einmal auf
emotional
objektiv negativ
 Erkenntnisse werden notiert
 Jeder erhält ein umfassendes Problembild
 Verbesserung der Problemlösung
objektiv positiv
Vorteile
 Jeder hat die Möglichkeit, alles loszuwerden
 Jeder konzentriert sich durch die symbolischen Hüte
auf das Wesentliche
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neue Ideen
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Dirigent
Umkehrungstechnik
 Methode
Bisherige
bekannte Lösung
 Beispiel
Schlittschuhe
für den Winter
Vgl. Marchand, Rene; Boethius, Stefan:
Das Vorsprungsprinzip. 2001, 24,90€
Überreuther, Frankfurt, ISBN 3-7064-0759-0
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Zitat – passend zur Umkehrungstechnik
„Wenn man nicht gegen den Verstand verstößt,
kann man überhaupt zu nichts kommen.“
Albert Einstein
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Aufgabe 1: Erzeugen von Ideen für
innovative Unternehmen mit Maklerfunktion
1. Wenden Sie die Kreativitätstechnik Brainwriting in ihrem
Team an und verdichten Sie anschließend die erzeugten
Ideen auf die 8 wichtigsten
2. Wenden Sie die Umkehrungstechnik an und erzeugen sie
damit eine weitere Idee für ein innovatives Unternehmen
3. Dokumentieren Sie die erzeugten Ideen im Foliensatz
Ideen-Team_x.ppt
4. Versand der Datei an den Dozenten (CC: an Assistenten) bis
spätestens 30.04.2009
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Projekte vom SS 06
Aufgabe: Gründung eines innovativen und erfolgreichen
Internet-Unternehmens
 Protokoll24 – Online Prüfungsprotokolle
 e-RING – Webbasierte Telefonkonferenz
 zettelwelten – Location Based Service für mobile Endgeräte
Innovationspreis 2006
beim bundesweiten Wettbewerb „Mobile2morrow“ des
Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik sowie





Präsentation beim Heidelberger Innovationsforum 2006
BüBaWü – Bücher Bazar Würzburg
HolidayHausmeister – Die Haus-Sitter-Agentur
iSeek – Handelsplattform für Waren und Dienstleistungen
Freizeit-Freun.de – Freizeitportal
Slidea – Webbasiertes Präsentationstool
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Projekte vom SS 07
Aufgabe: Gründung eines innovativen und
erfolgreichen Internet-Unternehmens
 Mobile on Demand-Advertisement
 City Stream Würzburg – Das DJ- und Club–Portal für
Würzburg
 Empirika – Das innovative Reiseinformationsportal
 BeLiEs: Bestellen – Liefern – Essen
 Uni-Versum – Studien-Portal
 rumorfactory – Die Gerüchte-Küche
 stadtpixel.com – Branchenverzeichnis im Pixelformat
Sieger Unternehmensgründerwettbewerb
(5-Euro-Business)
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Projekte vom SS 08
Aufgabe: Gründung eines innovativen und
erfolgreichen Internet-Unternehmens
 würzburg4students.de
 MINT-Web – Wege zu mehr MINT-Absolventen
 G-Base.de
 notenbooster.de
 student2student-netz.de
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Zeiterfassung für alle Vorlesungsteilnehmer
Datei Zeiterfassung_2009.xls downloaden und regelmäßig ausfüllen
Projektname
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Mitarbeiter:
Sollstunden Mitarbeiter:
Pers.Nr.:
Zeiterfassung abgeschlossen:
Vollzeit / Teilzeit:
Projektarbeit in diesem Monat:
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Summe
Projektarbeit
Vorlesung,
Übungsaufgaben,
Vorträge
April
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Erläuterungen/Text zur freien Verfügung
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Von der Vision zur Realität
Was immer Du tun kannst oder
erträumst zu können, beginne es.
Kühnheit besitzt Genie, Macht
und magische Kraft.
Beginne es jetzt.
Johann Wolfgang von Goethe
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