Informationsblatt zum Kunstprofil mit Schwerpunkt
„intermediale Kommunikation“ [Kimko]
Seit dem Schuljahr 2013/14 wird am Friedrich-Schiller-Gymnasium Marbach am Neckar das
Kunstprofil mit Schwerpunkt „Intermediale Kommunikation“ (Kimko) angeboten. Die Schule startet
mit diesem Kunstprofil in der Klassenstufe 8 mit dem vierstündigen Kernfach. Das Fach hat die
gleiche Wertigkeit wie die 3. Fremdsprache (am FSG Italienisch oder Spanisch oder Französisch) bzw.
das Fach Naturwissenschaft und Technik.
Ästhetisch-kulturelle Bildung wird über alle Fächer hinweg vermittelt, aber im Fach Kimko sollen
künstlerisch talentierte Schüler und Schülerinnen in besonderer Weise gefördert und gefordert
werden.
Inhalte des Faches Kimko
Der Unterrichtsstoff lässt sich im Wesentlichen in fünf Bereiche unterteilen. Diese Bereiche sind
untereinander in Theorie und Praxis verbunden. Die Bereiche sind:
1. Medien und Kommunikation
2. Wahrnehmungspsychologie, Persönlichkeitsbildung
3. Kunst
4. Theater
5. Tanz und Bewegung
Arbeitsweise im Fach Kimko
In Kimko wird anwendungsorientiert unterrichtet, das bedeutet vorallem zu Beginn das Ausprobieren
theatraler Darstellungsmöglichkeiten, künstlerischer Gestaltungsweisen und das Erlernen
medienrelevanter Grundkenntnisse.
Mit den höheren Klassenstufen steigt die Komplexität der prozess- und handlungs-orientierten
Projekte, in denen gelehrt und gelernt wird. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen
individualisiert nach ihren Fähigkeiten und ihren Kompetenzen sowie ihrer Persönlichkeit für sie
geeignete Aufgaben. Zu solchen Aufgaben gehören z.B. Organisation/ Koordination/ Konzeption/ bei
Bedarf Finanzierung/ technische Leitung/ Bühnen- bzw. Rahmengestaltung/ Pressearbeit/
Dokumentation/ mediale Publikation und vieles mehr.
Die fachlichen Grundlagen werden in der Regel in der ganzen Gruppe vermittelt oder durch
sogenannte Blended- Learning- Angebote (z.B. E- Learning oder Mobile- Learning) bereitgestellt.
Der Schwerpunkt „intermediale Kommunikation“ im Fach Kimko
"Neben den traditionellen Kulturtechniken werden Fähigkeiten und Fertigkeiten im praktischen
Umgang mit den neuen Informations- und Kommunikations-Technologien immer wichtiger und
avancieren damit zu einer neuen Kulturtechnik. Sie lösen nicht nur räumliche und zeitliche
Beschränkungen auf, sondern verändern damit auch die situativen Bedingungen, unter denen
Menschen miteinander kommunizieren und interagieren. In zunehmendem Maße rücken daher auch
Fertigkeiten und Fähigkeiten zu netzbasierter Kommunikation und Kooperation ins Zentrum, eine
Entwicklung, der sich die Schulen ebenfalls stellen müssen."1
Das bedeutet, dass den Jugendlichen im Umgang mit Medien nicht nur technische Fähigkeiten
vermittelt werden müssen, sondern dass es genauso dazu gehören muss, ihnen auch in diesem
Bereich Grenzen und Gefahren der digitalen Welt aufzuzeigen und sie zu kritischen,
verantwortungsbewussten Mitgliedern der digitalen Gesellschaft zu erziehen.
1
Prof. Dr. Heinz Mandl, Dr. Gabi Reimann-Rothmeier, Dr.Cornelia Gräsel: Expertise Systematische
Einbeziehung von Medien, Informations- und Kommunikationstechnologien in Lehr- und
Lernprozesse, BLK, Bonn, 1998, S.9
Auch in bildender Kunst, beim Theater, bei Tanz und Film führen die fortschreitenden Technologien
zu neuen Ausdrucksformen und Möglichkeiten. Neue Wege intermedialer Zusammenarbeit
entstehen. Zu zeitgemäßer vertiefter ästhetisch-kultureller Bildung gehört der Bereich der
Medienbildung, die Medienbildung beruht dabei auf einer ethischen Wertemoral, die notweniger
Gegenstand des Lernens ist.
Die Belegung des Faches Kimko führt die Schüler über gestalterische Aufgabenstellungen an die
Zusammenhänge der Kommunikation und zeitgemäßen Interaktion zwischen Mensch, Medien und
Technik heran. Die Wahl für Kimko ermöglicht daher Einblicke in ein weites Berufsfeld gestalterischer
Berufe wie z.B. Mediengestaltung, aber auch Bereiche des Kulturmanagements sowie der
Kreativwirtschaft. Darüber hinaus werden Grundlagen vermittelt, die für alle Berufe, deren
Arbeitsformen Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Eigeninitiative, Projektplanungs- und TeamFähigkeit, Sicherheit und Kenntnisse im Umgang mit Internet & Medien voraussetzen, erforderlich
sind.
Schulcurriculum des Faches Kimko
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Körperwahrnehmung (Selbst- und Raumwahrnehmung)
Kommunikation zwischen technischen Geräten, Natur und Lebewesen
Mediengrundkenntnisse (Text und Bildbearbeitung, digitale Fotografie, Film, Internet,
Netzwerke)
Figur und Spiel
Darstellendes Spiel
Kommunikationsmedien
Bildwahrnehmung und Manipulation
Erweiterung der Medienkenntnisse
Nutzung unterschiedlicher Medienarten als Arbeitsmittel und Informationsquelle
Einfache szenische Verfahren
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Grundlagen der Wahrnehmungspsychologie (Selbstwahrnehmung, Identität und Rolle)
Soziale Kommunikation und Interaktion
Printmedien, Radio, Film, Fernsehen, Internet, Computerspiele,
3D – Anwendungen
Szenische Verfahren, Improvisation, Performance
Bühnenbild, Requisit und Kostüm
Lichtführung, Geräusch und Musik
Kimko wird von den Kunsterziehern mit Beifach Intermediales Gestalten unterrichtet, momentan
Anja Abele (Abl), Konstanze Roth (Rot), Judith Müller (JMl).
Weitere Informationen zu Kimko finden sich unter:
http://www.fsg-marbach.de/index.php?id=450
www.kimkobloggt.wordpress.com

Infoblatt Kimko 7 - Friedrich-Schiller